Webseite übersetzen

Willkommen unterwegs

Wir sind nicht auf der Suche nach Orten. Wir sind auf der Suche nach Leben.

Man kann reisen, um etwas abzuhaken. Oder man kann reisen, um sich selbst wieder zu spüren. Wir haben uns für Letzteres entschieden.

Seit wir unseren alten Alltag hinter uns gelassen haben, leben wir zwischen Straßen, Begegnungen, Zufällen und dem guten Gefühl, nicht mehr funktionieren zu müssen. Im Sommer mit dem Wohnmobil, im Winter mit leichtem Gepäck und viel Neugier.

Hier geht es nicht um perfekte Routen, sondern um echte Tage. Nicht um Tipps, sondern um Erlebnisse. Um Zweifel, Lachen, Staunen – und um das, was passiert, wenn man sich traut, sein Leben neu zu denken.

Wenn du spürst, dass da draußen vielleicht noch mehr ist als Termine, Pflichten und Gewohnheit, dann bist du hier richtig.

Sonntag, 3. Mai 2026

Griechenland 2026, das Abenteuer Urlaub gegen Hand beginnt auf dem Pilion bei Ivo und Sabine 29.04. -

 🚐🇬🇷 Neues Kapitel, neues Abenteuer…

Die ersten Kilometer in Griechenland liegen hinter uns – und wir merken jetzt schon: Dieses Land hat seinen ganz eigenen Rhythmus.

Nach den beeindruckenden Meteora-Klöstern geht’s für uns weiter Richtung Pilion, wo uns nicht nur Meer und Berge erwarten, sondern auch ein ganz neues Erlebnis: Urlaub gegen Hand.

Wir sind gespannt, was uns dort erwartet, wen wir kennenlernen und welche Geschichten daraus entstehen.

Also: Weiter geht die Reise – bleibt dran! 😄🌊⛰️

30. April 2026 – Auf in den Pilion 🚐😎

Heute ging es also weiter in den Pilion – zu Ivo und Sabine, die sich dort ein kleines Paradies aufgebaut haben. Über die Facebook-Gruppe Urlaub gegen Hand suchten sie immer mal wieder Leute, die ein paar Wochen mithelfen und dafür kostenlos stehen dürfen. Mit Ivo hatte ich schon letztes Jahr Kontakt, und jetzt war es endlich so weit: kennenlernen live vor Ort.

Also Tweety wieder verstaut, Otto startklar gemacht und erstmal zur Shell in Kalambaka. Einmal alles erledigt – tanken, Grauwasser raus, Frischwasser rein, Toilette leeren – dann konnte es losgehen. Wie so oft führte uns Google Maps zuverlässig durch die Gegend, über Volos hinein in den Pilion. Die Halbinsel liegt zwischen der Ägäis und dem Pagasitischen Golf und ist bekannt für ihre grünen Berghänge, unzähligen Olivenbäume und kleinen, ursprünglichen Dörfer. Im Vergleich zu vielen anderen Regionen in Griechenland ist es hier deutlich ruhiger und nicht so überlaufen – genau unser Ding.

auf dem Pilion mit Otto unterwegs



Und die Landschaft hielt, was sie versprach: mal am Meer entlang 🌊, dann durch kleine, schöne Ortschaften, dann wieder hoch in die Berge – wirklich eine richtig tolle Ecke. Die ersten Koordinaten führten uns nach Lafkos, dann weiter nach Promyri. Alles noch entspannt. Doch dann hieß es runter von der Asphaltstraße und ab auf einen Schotterweg. 


Der wurde zunehmend holpriger und irgendwann auch ziemlich unübersichtlich. Ohne die Koordinaten hätten wir wahrscheinlich längst gedacht, wir wären komplett falsch.


Also kurzer Anruf bei Ivo – „passt, ich komme euch entgegen“. Kurz darauf hörten wir schon das Quad 🏍️ und wenig später stand er vor uns. „Fahrt einfach hinterher.“ Ab da wurde es dann doch etwas abenteuerlicher. Der Weg wurde schmaler, steiler und teilweise echt grenzwertig. Ohne ihn vorneweg hätten wir vermutlich abgebrochen. Zum Glück war es trocken, denn bei Regen wäre das für uns nicht machbar gewesen – was wir später noch merken sollten.

Die letzten Meter ging es dann zwischen Olivenbäumen hindurch, bis wir schließlich auf dem Grundstück ankamen und herzlich begrüßt wurden. Vor Ort war erstmal etwas Bewegung, da ein anderes Pärchen mit zwei Kindern gerade abreiste. Sie waren schon länger da und wollten eigentlich noch bleiben, mussten aber wegen Komplikationen in der Schwangerschaft früher los – wie sich am nächsten Tag herausstellen sollte, eine sehr gute Entscheidung.

Für uns hieß es erstmal ankommen, einrichten die Sonne und eine entspannte Mittagspause genießen 😌. 




Am Nachmittag saßen wir dann mit Ivo und Sabine zusammen, quatschten eine ganze Weile und bekamen einen ersten Eindruck von dem, was sie sich dort aufgebaut haben. Wirklich schön gemacht und mit viel Eigenleistung entstanden – genau so ein Fleckchen Erde, wie man es sich fernab vom Trubel vorstellt.





Am Abend zogen wir uns in unseren Otto zurück – zufrieden, ein bisschen platt und ohne zu ahnen, dass das der letzte sonnige Tag für die nächste Zeit gewesen war 🌞. Morgen wollten wir dann loslegen – und ganz nebenbei hatte ich ja auch noch Geburtstag 🎂 Na mal schauen, was der nächste Tag so bringt.

01. – 03. Mai 2026 – Geburtstag im Schlamm und griechische Lebenskunst 🌧️😅

Tja… schon in der Nacht hörten wir es deutlich – das gleichmäßige Prasseln des Regens auf Ottos Dach. Und morgens? Keine Änderung. Es schüttete wie aus Eimern und unser Stellplatz hatte sich über Nacht in eine einzige Schlammpfütze verwandelt. Ein paar Schritte draußen reichten, und die Schuhe hatten gefühlt das doppelte Gewicht. Dazu ein kalter Wind – kurz gesagt: echtes Mistwetter.

So verbrachten Ela und ich meinen 62. Geburtstag größtenteils im Otto. Nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt hatte 🎂😉, aber gut – das Wetter macht halt, was es will. Gegen Nachmittag ließ der Regen etwas nach, und Ivo und Sabine luden uns zu sich ins Haus ein. Es gab eine kräftige Hühnersuppe, wir saßen gemütlich zusammen und quatschten – und so wurde es dann doch noch ein schöner, wenn auch etwas anderer Geburtstag.

Die Prognose für die nächsten Tage sah leider nicht viel besser aus, und so stellten wir uns innerlich schon auf mehr „Innenleben“ ein. In der Nacht ging das Ganze direkt weiter – Regen ohne Pause. Erst am nächsten Morgen wurde es etwas ruhiger. Nach dem Frühstück bin ich zu Ivo hoch und habe ihm geholfen, eine Ständerbohrmaschine wieder fit zu machen. Danach lief ich den Weg, den wir am Vortag gefahren waren, mal zu Fuß ab – und war mir ziemlich schnell sicher: Mit Otto geht hier aktuell gar nichts mehr. Komplett aufgeweicht, keine Chance durchzukommen.

Als für den Mittag Wetterbesserung angesagt war und sich tatsächlich die Sonne zeigte 🌤️, beschlossen wir spontan, in die nahegelegene Ortschaft Promyri zu fahren – einkaufen und typisch griechisch essen gehen. Der Plan: Ivo, Sabine und Ela aufs Quad, ich mit Tweety hinterher.



Der Weg dorthin war… sagen wir mal sportlich. Tweety hatte ordentlich zu kämpfen im Matsch, und ich auch 😅 Aber irgendwie haben wir es bis zum besseren Schotterweg geschafft und von dort hoch zur Straße. Ab da lief es wieder entspannt, Ela stieg bei mir auf und gemeinsam ging es weiter nach Promyri.


Dort angekommen erstmal in den kleinen Dorfladen – das Nötigste einkaufen – und dann ab in die Taverne. Und da merkst du sofort: Griechenland tickt einfach anders. Viel herzlicher, viel entspannter, irgendwie familiärer 🇬🇷❤️ Man fühlt sich direkt willkommen.

Dann kam der kulinarische Teil – und der hatte es in sich. Ivo erklärte uns das „System“: kleine Flasche Schnaps bestellen (so in Richtung Grappa), und zu jeder Flasche gibt’s einen Teller mit Essen dazu. Das wurde hier Zippero genannt. Also haben wir das Ganze direkt getestet – vier Fläschchen bestellt… und vier Teller bekommen.

Der Schnaps wurde mit Eis und Wasser getrunken – und ehrlich: richtig lecker 😄
Und dann nahm das Ganze seinen Lauf…

Vier Stunden später standen da deutlich mehr leere Fläschchen auf dem Tisch als am Anfang geplant waren 😅 Die Teller wurden immer wieder neu serviert, und keiner war wie der andere. Wir haben uns einmal quer durch die griechische Küche probiert – alles frisch, alles unglaublich gut.




Irgendwann waren die Bäuche voll und der Schnaps natürlich auch spürbar – aber erstaunlicherweise war keiner richtig betrunken. Dafür passierte etwas anderes: Unsere Nichtraucherei war Geschichte… Ela und ich sind schwach geworden 🚬🙈

Am späten Nachmittag machten wir uns dann auf den Rückweg, kauften noch Getränke an der örtlichen Tankstelle (die gleichzeitig auch Getränkemarkt ist – typisch pragmatisch 😄) und fuhren zurück. Da es nicht mehr geregnet hatte, war der Weg etwas besser, und wir kamen gut wieder bei Otto an.

Und dann kam mein persönlicher Anfängerfehler:

Ivo hatte noch gesagt: „Nach dem Schnaps keinen Alkohol mehr!“
Tja… ich meinte, zwei Gläser Rotwein gehen schon noch 🍷

Spoiler: gingen sie nicht.
Mich hat’s komplett ausgeknockt – Lichter aus, gute Nacht 😄

In der Nacht wurden wir dann mehrfach von Gewitter und Starkregen geweckt ⛈️ und am nächsten Morgen das gleiche Spiel wie zuvor: Regen, Matsch, drinnen bleiben. Also verbrachten wir den Tag wieder im Otto – lesen, schreiben, einfach ein bisschen runterkommen.

Erst am Mittag verzog sich der Regen endlich, und die Sonne kam raus ☀️ – was für ein Unterschied, was für ein Genuss! Laut Wetterbericht sollte es jetzt auch endlich besser bleiben. Hoffnung keimte auf 😎

Erst am Mittag verzog sich der Regen endlich, und die Sonne kam raus ☀️ – was für ein Unterschied, was für ein Genuss! Laut Wetterbericht sollte es jetzt auch endlich besser bleiben. Na also, geht doch 😎

Ich nutzte die Sonnenstrahlen gleich aus und ging mal kurz zu Ivo und Sabine hoch, die wir den ganzen Tag noch gar nicht gesehen hatten. Die beiden saßen entspannt auf ihrer Terrasse. Ivo meinte, er wolle das schöne Wetter noch nutzen, um mit seinem Mini-Bagger ein paar Baumwurzeln auf dem zukünftigen Solarfeld zu entfernen. Außerdem stand für den nächsten Tag an, das dort zwischengelagerte Holz nach unten zum Holzsammelplatz zu tragen.

Mit den Infos im Gepäck lief ich zurück zu Ela, die in der Zwischenzeit schon fleißig war und leckere Spaghetti mit Tomatensoße und Muscheln vorbereitet hatte 🍝 – alles frisch aus dem Dorfladen vom Vortag. Genau das Richtige nach den letzten Tagen.


Nach dem Essen hatte ich noch Lust, mich ein bisschen zu bewegen. Also Arbeitsklamotten an und wieder hoch zu Ivo. Der freute sich, dass ich mit anpacke, erklärte mir kurz den Plan – und schon waren wir mitten drin. Er mit dem Bagger, ich mit dem Holz. Stück für Stück habe ich das ganze Zeug, das später mal Brennholz werden sollte, an seinen Platz gebracht.

Ivo auf seinem Mini Bagger







Nach etwa anderthalb Stunden war das Solarfeld weitgehend frei und Ivo hatte schon einige Wurzeln rausgeholt. Als die Sonne langsam unterging und es merklich frischer wurde, haben wir Feierabend gemacht. Ich bin zurück zu Otto, wo Ela schon wartete.

Wir haben noch eine Runde Mahjong gezockt 🎮 und dann war auch gut für den Tag – Augen zu und ab in die Koje.

Wenn dir unsere Geschichten gefallen und du uns unterstützen möchtest, freuen wir uns über einen Kaffee auf Ko-Fi. Klicke dazu einfach auf das Bild.


Wenn ihr coole Touren auf euren Reisen sucht, empfehlen Ela und ich euch GetYourGuide, einfach auf den Buttom drücken und tolle Angebote finden.