Urlaub gegen Hand auf dem Pilion in Griechenland – unser Abenteuer bei Ivo und Sabine | 29.04.–06.05.2026
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🚐🇬🇷 Neues Kapitel, neues Abenteuer…
Die ersten Kilometer in Griechenland liegen hinter uns – und wir merken jetzt schon: Dieses Land hat seinen ganz eigenen Rhythmus.
Nach den beeindruckenden Meteora-Klöstern geht’s für uns weiter Richtung Pilion, wo uns nicht nur Meer und Berge erwarten, sondern auch ein ganz neues Erlebnis: Urlaub gegen Hand.
Wir sind gespannt, was uns dort erwartet, wen wir kennenlernen und welche Geschichten daraus entstehen.
Also: Weiter geht die Reise – bleibt dran! 😄🌊⛰️
30. April 2026 – Auf in den Pilion 🚐😎
Heute ging es also weiter in den Pilion – zu Ivo und Sabine, die sich dort ein kleines Paradies aufgebaut haben. Über die Facebook-Gruppe Urlaub gegen Hand suchten sie immer mal wieder Leute, die ein paar Wochen mithelfen und dafür kostenlos stehen dürfen. Mit Ivo hatte ich schon letztes Jahr Kontakt, und jetzt war es endlich so weit: kennenlernen live vor Ort.
Also Tweety wieder verstaut, Otto startklar gemacht und erstmal zur Shell in Kalambaka. Einmal alles erledigt – tanken, Grauwasser raus, Frischwasser rein, Toilette leeren – dann konnte es losgehen. Wie so oft führte uns Google Maps zuverlässig durch die Gegend, über Volos hinein in den Pilion. Die Halbinsel liegt zwischen der Ägäis und dem Pagasitischen Golf und ist bekannt für ihre grünen Berghänge, unzähligen Olivenbäume und kleinen, ursprünglichen Dörfer. Im Vergleich zu vielen anderen Regionen in Griechenland ist es hier deutlich ruhiger und nicht so überlaufen – genau unser Ding.
Und die Landschaft hielt, was sie versprach: mal am Meer entlang 🌊, dann durch kleine, schöne Ortschaften, dann wieder hoch in die Berge – wirklich eine richtig tolle Ecke. Die ersten Koordinaten führten uns nach Lafkos, dann weiter nach Promyri. Alles noch entspannt. Doch dann hieß es runter von der Asphaltstraße und ab auf einen Schotterweg.
Der wurde zunehmend holpriger und irgendwann auch ziemlich unübersichtlich. Ohne die Koordinaten hätten wir wahrscheinlich längst gedacht, wir wären komplett falsch.
Also kurzer Anruf bei Ivo – „passt, ich komme euch entgegen“. Kurz darauf hörten wir schon das Quad 🏍️ und wenig später stand er vor uns. „Fahrt einfach hinterher.“ Ab da wurde es dann doch etwas abenteuerlicher. Der Weg wurde schmaler, steiler und teilweise echt grenzwertig. Ohne ihn vorneweg hätten wir vermutlich abgebrochen. Zum Glück war es trocken, denn bei Regen wäre das für uns nicht machbar gewesen – was wir später noch merken sollten.
Die letzten Meter ging es dann zwischen Olivenbäumen hindurch, bis wir schließlich auf dem Grundstück ankamen und herzlich begrüßt wurden. Vor Ort war erstmal etwas Bewegung, da ein anderes Pärchen mit zwei Kindern gerade abreiste. Sie waren schon länger da und wollten eigentlich noch bleiben, mussten aber wegen Komplikationen in der Schwangerschaft früher los – wie sich am nächsten Tag herausstellen sollte, eine sehr gute Entscheidung.
Für uns hieß es erstmal ankommen, einrichten die Sonne und eine entspannte Mittagspause genießen 😌.
Am Nachmittag saßen wir dann mit Ivo und Sabine zusammen, quatschten eine ganze Weile und bekamen einen ersten Eindruck von dem, was sie sich dort aufgebaut haben. Wirklich schön gemacht und mit viel Eigenleistung entstanden – genau so ein Fleckchen Erde, wie man es sich fernab vom Trubel vorstellt.
Am Abend zogen wir uns in unseren Otto zurück – zufrieden, ein bisschen platt und ohne zu ahnen, dass das der letzte sonnige Tag für die nächste Zeit gewesen war 🌞. Morgen wollten wir dann loslegen – und ganz nebenbei hatte ich ja auch noch Geburtstag 🎂 Na mal schauen, was der nächste Tag so bringt.
01. – 03. Mai 2026 – Geburtstag im Schlamm und griechische Lebenskunst 🌧️😅
Tja… schon in der Nacht hörten wir es deutlich – das gleichmäßige Prasseln des Regens auf Ottos Dach. Und morgens? Keine Änderung. Es schüttete wie aus Eimern und unser Stellplatz hatte sich über Nacht in eine einzige Schlammpfütze verwandelt. Ein paar Schritte draußen reichten, und die Schuhe hatten gefühlt das doppelte Gewicht. Dazu ein kalter Wind – kurz gesagt: echtes Mistwetter.
So verbrachten Ela und ich meinen 62. Geburtstag größtenteils im Otto. Nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt hatte 🎂😉, aber gut – das Wetter macht halt, was es will. Gegen Nachmittag ließ der Regen etwas nach, und Ivo und Sabine luden uns zu sich ins Haus ein. Es gab eine kräftige Hühnersuppe, wir saßen gemütlich zusammen und quatschten – und so wurde es dann doch noch ein schöner, wenn auch etwas anderer Geburtstag.
Die Prognose für die nächsten Tage sah leider nicht viel besser aus, und so stellten wir uns innerlich schon auf mehr „Innenleben“ ein. In der Nacht ging das Ganze direkt weiter – Regen ohne Pause. Erst am nächsten Morgen wurde es etwas ruhiger. Nach dem Frühstück bin ich zu Ivo hoch und habe ihm geholfen, eine Ständerbohrmaschine wieder fit zu machen. Danach lief ich den Weg, den wir am Vortag gefahren waren, mal zu Fuß ab – und war mir ziemlich schnell sicher: Mit Otto geht hier aktuell gar nichts mehr. Komplett aufgeweicht, keine Chance durchzukommen.
Als für den Mittag Wetterbesserung angesagt war und sich tatsächlich die Sonne zeigte 🌤️, beschlossen wir spontan, in die nahegelegene Ortschaft Promyri zu fahren – einkaufen und typisch griechisch essen gehen. Der Plan: Ivo, Sabine und Ela aufs Quad, ich mit Tweety hinterher.
Der Weg dorthin war… sagen wir mal sportlich. Tweety hatte ordentlich zu kämpfen im Matsch, und ich auch 😅 Aber irgendwie haben wir es bis zum besseren Schotterweg geschafft und von dort hoch zur Straße. Ab da lief es wieder entspannt, Ela stieg bei mir auf und gemeinsam ging es weiter nach Promyri.
Dann kam der kulinarische Teil – und der hatte es in sich. Ivo erklärte uns das „System“: kleine Flasche Schnaps bestellen (so in Richtung Grappa), und zu jeder Flasche gibt’s einen Teller mit Essen dazu. Das wurde hier Tsiporou und Meze genannt. Also haben wir das Ganze direkt getestet – vier Fläschchen bestellt… und vier Teller bekommen.
Der Schnaps wurde mit Eis und Wasser getrunken – und ehrlich: richtig lecker 😄
Und dann nahm das Ganze seinen Lauf…
Vier Stunden später standen da deutlich mehr leere Fläschchen auf dem Tisch als am Anfang geplant waren 😅 Die Teller wurden immer wieder neu serviert, und keiner war wie der andere. Wir haben uns einmal quer durch die griechische Küche probiert – alles frisch, alles unglaublich gut.
Irgendwann waren die Bäuche voll und der Schnaps natürlich auch spürbar – aber erstaunlicherweise war keiner richtig betrunken. Dafür passierte etwas anderes: Unsere Nichtraucherei war Geschichte… Ela und ich sind schwach geworden 🚬🙈
Am späten Nachmittag machten wir uns dann auf den Rückweg, kauften noch Getränke an der örtlichen Tankstelle (die gleichzeitig auch Getränkemarkt ist – typisch pragmatisch 😄) und fuhren zurück. Da es nicht mehr geregnet hatte, war der Weg etwas besser, und wir kamen gut wieder bei Otto an.
Und dann kam mein persönlicher Anfängerfehler:
Ivo hatte noch gesagt: „Nach dem Schnaps keinen Alkohol mehr!“
Tja… ich meinte, zwei Gläser Rotwein gehen schon noch 🍷
Spoiler: gingen sie nicht.
Mich hat’s komplett ausgeknockt – Lichter aus, gute Nacht 😄
In der Nacht wurden wir dann mehrfach von Gewitter und Starkregen geweckt ⛈️ und am nächsten Morgen das gleiche Spiel wie zuvor: Regen, Matsch, drinnen bleiben. Also verbrachten wir den Tag wieder im Otto – lesen, schreiben, einfach ein bisschen runterkommen.
Erst am Mittag verzog sich der Regen endlich, und die Sonne kam raus ☀️ – was für ein Unterschied, was für ein Genuss! Laut Wetterbericht sollte es jetzt auch endlich besser bleiben. Na also, geht doch 😎
Ich nutzte die Sonnenstrahlen gleich aus und ging mal kurz zu Ivo und Sabine hoch, die wir den ganzen Tag noch gar nicht gesehen hatten. Die beiden saßen entspannt auf ihrer Terrasse. Ivo meinte, er wolle das schöne Wetter noch nutzen, um mit seinem Mini-Bagger ein paar Baumwurzeln auf dem zukünftigen Anbaufeld zu entfernen. Außerdem stand für den nächsten Tag an, das dort zwischengelagerte Holz nach unten zum Holzsammelplatz zu tragen.
Mit den Infos im Gepäck lief ich zurück zu Ela, die in der Zwischenzeit schon fleißig war und leckere Spaghetti mit Tomatensoße und Muscheln vorbereitet hatte 🍝 – alles frisch aus dem Dorfladen vom Vortag. Genau das Richtige nach den letzten Tagen.
Wir haben noch eine Runde Mahjong gezockt 🎮 und dann war auch gut für den Tag – Augen zu und ab in die Koje.
04. – 06. Mai 2026 – Alltag im Paradies 🌞🛠️🌊
Die nächsten Tage zeigte sich das Wetter endlich wieder von seiner guten Seite und langsam stellte sich bei uns so etwas wie Alltag ein. Da Ivo und Sabine ihre große Mahlzeit immer mittags machten und diese gerne gemeinsam in geselliger Runde genossen, stellten Ela und ich kurzerhand unseren Tagesablauf um. Bisher gab’s morgens Kaffee, später ein ordentliches Frühstück und abends warmes Essen. Jetzt lief das Ganze etwas griechischer 😄 – morgens Kaffee ☕, mittags gemeinsam warm essen und abends nur noch ein kleines Vesper.
Das gemeinsame Mittagessen bedeutete gleichzeitig auch Feierabend. Danach machte jeder so sein eigenes Ding und genoss die freie Zeit. Heute hieß es zunächst noch einmal: Wurzeln und Steine vom Feld sammeln. Ela war mit Feuereifer dabei und half kräftig mit 💪.
Nach dem Essen verbrachten wir den Nachmittag gemütlich am und im Otto. Neben Duschen und Faulenzen arbeiteten wir gemeinsam mit meinem „Budda“ Chat GPT 😎 an unserer Webseite abenteuerpur.blog. Außerdem kam wieder die geniale Walddusche zum Einsatz – warmes Wasser mitten in der Natur, wirklich ein Duscherlebnis der besonderen Art 🚿🌲.
Am nächsten Morgen kam mir während der Arbeit eine Idee. Die größeren Steine hatten wir oben am Feld gesammelt, die Wurzeln weiter unten. Da dort ohnehin eine kleine Terrasse entstehen sollte, dachte ich mir: Warum nicht gleich anfangen? Also schnappte ich mir die Hacke, ebnete den Boden etwas ein und begann, größere Steine zu einer Trockenmauer aufzuschichten. Da dahinter eine Schräge verlief, füllte Ela den entstehenden Hohlraum mit kleineren Steinen auf. Stück für Stück nahm unser kleines Projekt Form an und zur Mittagszeit – also Feierabend 😄 – war unsere kleine Terrasse fast fertig. Wir waren stolz wie Oskar 😊
Nach Essen, Dusche und einer kleinen Pause schnappte ich mir Tweety und fuhr nach Argalasti. Wir brauchten Bargeld und ich wollte noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Unterwegs machte ich immer wieder Halt, schoss ein paar Bilder 📸 und genoss die Landschaft.
In Argalasti angekommen hob ich erstmal Geld ab und ging dann in einen kleinen Lebensmittelladen. Große Supermärkte gibt es hier kaum, aber in den kleinen Dorfläden bekommt man eigentlich alles, was man braucht. So landeten einige Leckereien im Einkaufskorb – unter anderem ein großes Stück griechischer Schafs- und Ziegenkäse 🧀.
Danach fuhr ich noch hoch zum kleinen Plazza, weil es dort einen Laden gab, in dem ich Zigaretten kaufen konnte 🚬. Der ältere Grieche hinter der Theke war super freundlich, sprach sogar etwas Deutsch und verkaufte mir neben den Zigaretten noch ein Glas selbstgemachte Oliven, die mich irgendwie angelacht hatten 😄.
Nach einem kurzen Tankstopp in Promyri ging es gemütlich zurück zu Ela. Dort machten wir erstmal ein ordentliches Vesper und ich kann euch sagen: Der Käse und die Oliven waren der absolute Hammer 😋.
Nach einem gemütlichen Leseabend fielen wir zufrieden ins Bett und waren gespannt, was der nächste Tag bringen würde.
Also morgens raus, erster Kaffee und hoch zu Ivo und Sabine. Da der Mini-Bagger am Vortag etwas gezickt hatte, schauten Ivo und ich uns die Sache erstmal genauer an. Die möglichen Ursachen hatten wir natürlich vorher mit meinem Kumpel Chat GPT abgeklärt 😄 – der ist manchmal schon ein echter Teufelskerl. Leider konnten wir nichts entdecken, was wir direkt hätten reparieren können. Unsere Vermutung ging schließlich Richtung Ventilspiel im Motor – und da waren wir dann leider raus.
Also suchte ich mir eine andere Aufgabe. Die komplette Fläche musste noch gemäht werden und so nahm ich mir die Motorsense. Ivo drückte mir eine nagelneue Stihl in die Hand, dazu Schutzhelm auf – und los ging’s. Das machte tatsächlich richtig Spaß 🌿😎 und bis zur obligatorischen Mittagszeit hatte ich schon eine ordentliche Fläche geschafft. Den Rest wollte ich am nächsten Tag erledigen. Ela nutzte die Zeit derweil, um Otto mal wieder gründlich auf Vordermann zu bringen.
Nach einer ausgiebigen Walddusche – die hatte ich bitter nötig 😅 – und dem gemeinsamen Essen gönnten wir uns noch eine kleine Pause. Danach schnappte ich mir wieder Tweety und machte mich allein auf Erkundungstour Richtung Meer. Ela hatte keine Lust auf Rumfahrerei und wollte lieber einen ruhigen Nachmittag verbringen.
Die Küste dort ist wirklich ein Traum 🌊. Immer wieder hielt ich an kleinen Stränden an, bestaunte das kristallklare Wasser und genoss die Aussicht. An einem kleinen Strand mit einer alten Kapelle musste ich allerdings feststellen, dass das Plastikproblem leider überall existiert – nicht nur in Asien. Der ganze Müll zerstörte die eigentlich wunderschöne Idylle 😔.
Später landete ich eher zufällig im kleinen Küstenort Katigiorgis direkt an einer kleinen Taverne am Strand. Dort gönnte ich mir erstmal ein kaltes Bier 🍺 und beobachtete das entspannte Treiben. Tatsächlich gingen die Leute hier schon schwimmen – und da war für mich klar: Morgen komme ich nochmal her. Vielleicht sogar mit Ela 😊
Als es langsam frischer wurde, machte ich mich wieder auf den Rückweg. Zuhause bei Otto gab’s dann noch unser kleines Abendessen und einen gemütlichen Ausklang des Tages.
Morgen wollte ich den Rest mähen – und danach hoffentlich mit Ela an den Strand. Sie hatte zumindest schon mal vorsichtig zugesagt 😎🌊
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