Toraja: Kultur, Chaos und Gänsehaut
Nach den ersten Tagen in Makassar, unserem Abstecher nach Ramang-Ramang mit Höhlen, Mangroven, Schlamm und Flughunden, der ungeplanten Vollbremsung durch eine saftige Lebensmittelvergiftung und der langen Busfahrt quer durch Sulawesi, sind wir nun endlich im Toraja-Land angekommen.
Ein neuer Abschnitt unserer Reise beginnt – mit fremder Kultur, beeindruckender Landschaft und Ritualen, die wir so noch nie erlebt haben.
Der Magen ist halbwegs beruhigt, die Neugier wieder voll da – und das Abenteuer geht weiter. 😄🌍
11. Januar 2026 – Zwischen Müßiggang, Motivation und Mausgeklicke 😄💻🌿
Nach einem leckeren Frühstück 🍳☕ verzog sich Ela auf die Terrasse und las 📖😌, während ich erst einmal ein paar Bilder von unserer herrlichen Unterkunft Villa Luna machte 📸. Sogar unser Roller war inzwischen angeliefert worden und stand schon brav vor dem Haus 🛵😄 – läuft.
Danach beschäftigte ich mich, zusammen mit meinem Partner ChatGPT 🤖😎, intensiv mit meinem Reiseblog. Warum ich hier so ein starkes Bedürfnis habe, „professionell“ zu arbeiten, ist mir selbst noch nicht ganz klar.
Zum einen möchte ich die Sache einfach gut machen, zum anderen habe ich vielleicht immer noch die Hoffnung, durch das Schreiben des Blogs ein bisschen Geld nebenher zu verdienen 💶😅.
Ich bin es halt mein ganzes Leben lang gewohnt, mein Geld zu verdienen – und das noch mehr in der Zeit, in der ich selbstständig war. Vielleicht komme ich aus dieser Nummer auch einfach noch nicht ganz raus… ich will halt was tun.
Und ganz ehrlich: Ich finde es auch wichtig, sich im Alter oder in der Rente sinnvoll zu beschäftigen. Gerade auf Langzeitreisen oder als Expat ist die Gefahr groß, dass man sinnvolles Tun durch exzessiven Alkoholgenuss ersetzt 🍺😬. Uns sind auf unserer Reise schon ein paar Exemplare begegnet, die dieses Thema sehr, sehr ernst nehmen… und das ist definitiv nicht die Art, wie ich mein Leben gestalten möchte.
Mal ein leckeres Bierchen – vor allem mein geliebtes Gruibinger 🍺😄 – darf natürlich schon sein. Aber eben nicht als Lebensinhalt.
Also tauchte ich zusammen mit ChatGPT tief in die Optimierung der Webseite ein 💻🔧 – und wir landeten tatsächlich mitten in der HTML-Programmierung. Ich hätte selbst nicht gedacht, dass ich mich da noch einmal reinfuchse 😅.
Langsam, aber sicher bekam ich ein Gefühl für die Sache, und so verbrachte ich tatsächlich den ganzen Tag und bis in den Abend hinein am Computer. Nerd-Alarm 🤓😄
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Es gab noch Abendessen – diesmal ganz bequem geliefert 🍽️🚚 – danach noch ein bisschen Lesen im Bett 📖🛌 und das war’s dann auch.
Zwischendurch hatte Dommingus, unser Guide für die nächsten zwei Tage, Kontakt mit uns aufgenommen 📱.
Wir vereinbarten, dass er uns morgen um 08:00 Uhr abholen würde.
Geplant war eine geführte Rollertour zu den Sehenswürdigkeiten von Toraja 🛵🌄😍.
Und da wussten wir:
Morgen geht’s wieder richtig los. 😎🌍
12. Januar 2026 – Sarongs, Spannung und der erste Schritt in den Totenkult 😳🖤🏍️
Mit großer Vorfreude auf die heutige Tour wachten wir auf 😄, nahmen ein kleines Frühstück zu uns 🍞☕ und schon traf – mehr als pünktlichst – unser Guide Dommingus bei uns ein 👋😎.
Er erklärte uns den Plan für den Tag, und zur Vorfreude mischte sich plötzlich noch ein ganz anderes Gefühl: Unsicherheit… und ein bisschen banges Erwarten 😬.
Denn gleich am ersten Tag sollte es zu einer Beerdigungszeremonie gehen. Von diesen hatten wir schon gehört und auch Bilder gesehen… und da floss reichlich Tierblut. Viel. Sehr viel. 🐃🩸
Aber dazu später mehr…
Da wir uns für die Zeremonie passend kleiden mussten, bekamen wir von Lynda zwei schwarze Sarongs 🖤 und Ela noch ein Tuch für die Schultern. Wir waren also offiziell zeremonientauglich 😄.
Zum Glück hatten wir vorher noch etwas Zeit, denn wir wollten zuerst noch ein paar Dinge anschauen und einkaufen.
Also ging es mit dem Roller ins Zentrum von Rante Pao 🛵💨, zunächst in einen Laden.
Ela wollte sich eine Sweatjacke kaufen, da es hier morgens und abends doch recht kühl ist – und bei Busfahrten sowie beim Fliegen hat man ja oft das Gefühl, man sitzt im Kühlschrank ❄️😅.
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Unser nächster Stopp war das traditionelle Dorf Ke’te Kesu 🏠🌴.
Dieses Dorf ist eine Mischung aus Touristenattraktion und tatsächlicher Nutzung. Die traditionellen Häuser werden hier hauptsächlich noch für Beerdigungszeremonien genutzt, während die Bewohner ansonsten in moderneren Häusern leben. Das ist nicht überall in Toraja so – in manchen Gegenden wohnen die Menschen noch ganz klassisch in den Tongkonan-Häusern. Das sollten wir später noch sehen.
Besonders bekannt ist Ke’te Kesu aber auch für den alten Friedhof, bei dem die Särge der Familien hoch oben in den Felsen hängen 😳🪦.
Allein die Vorstellung war schon beeindruckend – und ein bisschen unheimlich.
Wir waren auf jeden Fall sehr gespannt, was uns dort erwarten würde…
Also liefen wir zunächst in die Siedlung hinein, und Dommingus erklärte uns alles in richtig gutem Englisch 😄. Überall rund um die Häuser wurde kräftig gebaut, gehämmert und geschleppt 🛠️🏗️. Ela und ich erfuhren, dass dies die Vorbereitungen für eine Beerdigungszeremonie hier im Dorf waren. Alle Bewohner halfen zusammen, um temporäre Hütten für die Gäste der Beerdigung zu errichten. Ein echtes Gemeinschaftsprojekt 💪😌.
Welche gigantischen Ausmaße das Ganze tatsächlich annimmt, sollten wir später bei unserer Zeremonie noch hautnah erleben 😳.
Nach diesem Besuch ging es weiter zu den heutigen Grabstätten des Dorfes 🪦. Hier erklärte man uns, was es mit den Statuen auf sich hatte, die vor den Gräbern saßen oder standen. Diese Figuren heißen Tau-Tau und sind die Abbilder der Verstorbenen. Sie wachen symbolisch über die Gräber und stellen den Verstorbenen dar.
Und wenn solche Tau-Tau vorhanden sind, dann war die Beerdigung definitiv eine teure Angelegenheit 💸😬.
Denn pro Tau-Tau müssen mindestens 24 Büffel geopfert werden – davon mindestens zwei Albino-Büffel.
Und jetzt haltet euch fest:
Ein normaler Büffel kostet hier umgerechnet etwa 17.000 € 😳
Ein Albino-Büffel liegt bei ca. 50.000 € 😱
Kein Witz. Ich habe mich drei Mal schlau gemacht – immer die gleichen Infos.
Zu den Büffeln kommen noch unzählige Schweine und anderes Getier, die auf diesem fünftägigen Event direkt vor Ort geschlachtet und anschließend verspeist werden 🐖🩸🔥. Ein logistischer und finanzieller Wahnsinn – und gleichzeitig hier ein Zeichen von Respekt, Status und Ehre für den Verstorbenen.
Von diesem Platz aus konnten wir dann auch schon die alten hängenden Gräber sehen, die hoch oben in den Felsen lagen 😮🪨.
Ein wirklich beeindruckender, aber auch leicht beklemmender Anblick.
Spätestens hier war uns klar:
Toraja ist eine andere Welt. 🌍😌
So blickten uns von allen Seiten Knochen und Gebeine an, dann noch die alten Tau-Tau Statuen… ganz ehrlich: spucki 😬.
Nachdem wir hier genug gesehen hatten, liefen wir zurück zu unseren Scootern 🛵 und fuhren in Richtung der Beerdigungszeremonie.
Ela und ich waren jetzt tatsächlich ein bisschen nervös 😅. Man weiß ja theoretisch, was kommt – aber praktisch ist das dann noch mal eine ganz andere Nummer.
Da wir etwas zu früh dran waren, hielten wir noch kurz an einer Häuseransammlung an. Dort konnten wir Handwerker beobachten, die das Holz der Tongkonan-Häuser kunstvoll schnitzten 🔨🎨. Unglaublich, was für eine Detailarbeit das ist.
Hier erfuhren wir auch, dass jedes noch so kleine Dorf einen Jugendtreff hat, in dem sich die Jugendlichen jeden Abend treffen – und dabei auch gerne mal ein bisschen Palmwein schlürfen 🍶😄. Dorfleben 2.0.
Dann war es soweit…Wir fuhren weiter zur Zeremonie 😳.
In etwas Abstand parkten wir unsere Roller, schlüpften in unsere Sarongs – noch nicht ganz, aber schon mal halb zeremonientauglich 🖤 – und liefen zum Zeremoniegelände.
Und ich sag’s ehrlich: Mir lief schon ein kalter Schauer über den Rücken… 🥶
Wir liefen in das Gelände hinein und waren geflasht 😳. Es war eine hohe Geräuschkulisse, überall Menschen, überall Bewegung. Es wurde geredet, gelacht, gerufen, Kinder rannten herum 🏃♂️👧 und überall standen diese provisorischen Hütten aus Bambus, die für die Gäste der Beerdigung aufgebaut worden waren 🌿🏗️. Diese waren daran zu erkennen, dass sie mit roten Tüchern behangen waren 🟥. Schweine lagen am Boden und quiekten erbärmlich 🐖😬, was aber offenbar niemanden interessierte. Uns war sofort klar, das hier war kein kleines Dorfereignis, das war richtig groß.
Wir wurden von einem Mitglied der Familie empfangen und begrüßt 👋. Alles glich eher einem Volksfest als einer Beerdigung 🎪. Wir schauten uns noch die Statue der verstorbenen Dame an 🗿 und ließen das Ganze erst einmal kurz auf uns wirken. Danach nahmen wir unsere zugewiesenen Plätze ein 🪑 und warteten, was wohl als Nächstes passieren würde. Alles und jeder Besucher Platz war hier genau organisiert.
Mit Dommingus hatten wir ausgemacht, dass Ela und ich nicht unbedingt beim Töten der Tiere zuschauen wollten, und er meinte, das sei kein Problem 👍. Während wir so dort saßen, übergab unser Guide einem weiteren Familienmitglied unsere Spende 💰. Wir erfuhren später, dass es 300.000 Rupien Bargeld waren, die wir schon im Vorfeld bei unserer Buchung mitbezahlt hatten.
Des Weiteren erfuhren wir, dass wir uns am zweiten Tag von insgesamt fünf Tagen der Zeremonie befanden 📅. Gestern war der Leichnam vom Haus der Familie hierher überführt worden, und heute war der Tag, an dem der Leichnam einmal um die kleine Ortschaft herumgetragen werden sollte 🚶♂️⚰️, bevor er vom kleinen Tragehäuschen in das größere Zeremonienhäuschen umgebettet wurde. Dieses kleine, kunstvoll gearbeitete Tragehäuschen durfte pro Leichnam nur einmal verwendet werden – ein unvorstellbarer Aufwand 😮.
Es kam hier oft vor, dass vom Tag des Todes bis zur endgültigen Beisetzung Wochen, Monate oder sogar Jahre vergehen konnten ⏳, bis zur abschließenden Zeremonie. Die Leiche wurde in dieser Zeit tatsächlich zuhause aufbewahrt 🏠. Damit sie nicht verweste, wurde sie mit Formaldehyd oder auch Essig behandelt 🧪. Wie das dann aussah, sollten wir am nächsten Tag noch zu sehen bekommen 😬.
Irgendwann wurden uns Kaffee, Tee und Kuchen serviert ☕🍰 sowie später dann das Mittagessen 🍛. Wir waren tatsächlich ein Teil der Zeremonie geworden. Direkt hinter unserem Sitzplatz befand sich eine der Küchen, die hier auch provisorisch eingerichtet worden waren.
Nach dem Essen kam Bewegung in die Sache. Das Tragehäuschen mit der Leiche wurde etwas nach vorne gebracht, und uns wurde erklärt, dass nun der Transport der Leiche rund um die Ortschaft beginnen würde 🚶♂️⚰️. Dann kamen die Worte von Dommingus: Bevor dies geschieht, wird nun der erste Büffel der Zeremonie geopfert 🐃😳.
Ich folgte der Zeremonie, Ela war es zu heiß und sie blieb sitzen ☀️😅. Das war ein wildes Treiben. Am Anfang das Tragehäuschen, dann die Gäste, dann ein paar weitere Häuschen, die getragen wurden, und am Schluss die Statue der Dame, die ebenfalls getragen wurde und sich das Spektakel von hinten ansah 🗿😄.
Immer wieder wurde das Tragehäuschen abgestellt, wieder aufgenommen, wild durcheinander geschüttelt 💪😅, es wurde viel gelacht und geschrien 🔊😄, und so ging es dahin bis zum Wendplatz. Die Ortschaft hatte keinen Rundkurs, und so wurde nach einer gewissen Strecke einfach gewendet, und es ging wieder zurück zum Zeremonieplatz. Ein Riesenspektakel 😳.
Da Worte nicht ausreichen, um das alles zu beschreiben, schneide ich gerade dazu einen Videofilm für YouTube 🎬.
Und da mir langsam auch die Power ausgeht, weiterzuschreiben, und wir kurz danach auch die Zeremonie verließen, fasse ich mich jetzt etwas kürzer.
Nachdem das Tragehäuschen wieder an seinem Platz auf dem Gelände war, wurde es zerlegt, sodass nur noch der eigentliche Sarg mit Untergestell übrig blieb ⚰️. Dieser wurde dann nach oben auf das Zeremonienhäuschen gehievt 💪und gleich nebendran wurde munter weiter ein paar Schweinchen geschlachtet und von dem Büffel war nur noch der Kopf übrig.
Danach folgte eine ziemlich lange Nachrede auf die alte Dame, bei der sämtliche Lebensereignisse aufgerufen wurden 🎤.
Im Anschluss daran prozessierten die eigentlichen Familienangehörigen in das wunderschön hergerichtete Familienhaus 🏠. Als dies alles geschehen war, verließen wir die Beerdigungszeremonie.
Mittlerweile hatten wir hier mehrere Stunden verbracht, und langsam wurden wir müde 😴. Wir erfuhren noch, dass sich die gesamten Gäste hier die nächsten 4–5 Tage aufhalten würden – mit Übernachtung, Verpflegung, allem Drum und Dran 🏕️🍽️.
Wir hingegen schnappten unsere Roller 🛵, fuhren noch eine kleine Runde durch die Berge 🌄 und kamen dann am Nachmittag wieder in unserer Unterkunft Villa Luna an 😌.
Wir verabschiedeten uns von Dommingus 👋, vereinbarten einen Termin für morgen zum zweiten Teil der Rundreise 📅, duschten 🚿, bestellten uns noch etwas zu essen 🍽️ und mussten erst einmal all die Eindrücke dieses Tages sacken lassen 😵💫.
13. Januar 2026 – Tiermarkt, Büffel, Bargeld und blankes Staunen 🐃💰😳
Mit viel Freude wachten Ela und ich heute Morgen auf 😄, schließlich sollte unsere zweitägige Erkundungstour heute weitergehen. Schon um 07:30 Uhr stand Dommingus parat 👋, und nachdem wir noch gemeinsam einen Kaffee getrunken hatten ☕, ging es auch schon los 🛵💨.
Unser erstes Ziel für heute war der legendäre Tiermarkt von Rantepao 🐖🐃. Dieser gilt als der größte seiner Art in Sulawesi – wenn nicht sogar in ganz Indonesien.
Dort angekommen parkten wir unsere Roller und betraten das weitläufige Gelände 🚶♂️🚶♀️.
Gleich zu Beginn kamen wir zum Schweinemarkt 🐖. Wir beobachteten Verkäufer und Käufer beim Handeln. Die großen Tiere konnten sich in den Ställen bewegen, die Ferkel dagegen steckten kurzerhand in Säcken und wurden nur zur verkaufstechnischen Begutachtung herausgezogen 😬.
Tiere sind hier einfach Ware – aber ehrlich gesagt ist das bei uns in Europa auch nicht anders, nur eben nicht so offensichtlich.
Dann kamen wir in den Bereich, wo die Büffel gehandelt wurden 🐃.
Einfach unglaublich, was hier für Werte herumstanden. Mittlerweile kannten wir dank Dommingus die Preise in etwa:
Ein normal gefärbter, ausgewachsener Büffel: ca. 15.000 € 😳
Ein Albino-Büffel, ausgewachsen: im Schnitt 50.000 € 😱
Ja, ihr lest richtig.
Weibliche Tiere oder jüngere waren entsprechend günstiger, besondere Prachtexemplare dagegen noch deutlich teurer.
Bei ungefähr 800 Tieren, die hier so herumstanden, konnte man sich grob ausrechnen, welchen Gegenwert das Ganze hatte 💸💸💸.
Wir beobachteten einen Händler, der gerade ein Tier verkauft hatte – um ihn herum lagen tatsächlich Bündel von Geldscheinen 💵. Hier wird alles in bar abgewickelt. Schon irgendwie surreal.
Da sage noch einer, eine Beerdigung in Deutschland sei teuer…
Wir beobachteten das muntere Handelstreiben noch eine Weile, setzten uns dann wieder auf unsere Roller 🛵 und fuhren weiter zur Begräbnisstätte Lemo 🪦.
Dort angekommen erzählte uns Dommingus die Geschichte dieser Begräbnisstätte 🪦. Im oberen Teil befand sich die neuere Anlage, die heute von allen Dorfbewohnern genutzt wird.
Lief man jedoch etwas weiter ins Tal hinab, kam man zu einem Felsen, der durch seinen Pflanzenbewuchs eine fast runde Form hatte 🌿🪨.
Dies war die Begräbnisstätte, die ausschließlich einer sehr vermögenden Dorffamilie gehörte. Schon allein der Anblick ließ erahnen, welchen Status diese Familie hier hatte 😳.
Wir erfuhren außerdem, dass die Steinmetze für die Herstellung einer Grabkammer mindestens zwei Büffel erhielten 🐃🐃. Hier wurde also tatsächlich noch mit Tieren bezahlt. Geld spielte dabei eher eine untergeordnete Rolle – auch das wieder eine völlig andere Welt.
Wir bestaunten die Anlage, lauschten den Erklärungen unseres Guides 👂😄 und machten natürlich viele Bilder 📸📸.
Vielleicht auch erwähnenswert: In diesen zwei Tagen sahen wir die berühmtesten Begräbnisstätten der Region. Jedes Dorf hat hier seine eigene Stätte, nur sind die meisten davon nicht touristisch bekannt. Es gibt also noch unzählige weitere – nur eben ohne Reisebusse und Besuchergruppen.
Bei unserer Busfahrt nach Rantepao hatten wir in Makale diese riesige Jesusstatue auf einem Berg gesehen ⛰️✝️, die uns sofort an Rio de Janeiro erinnert hatte. Schon damals waren Ela und ich total fasziniert gewesen 😍, und so baten wir unseren Guide, doch unbedingt dorthin zu fahren.
Da unsere Route ohnehin in Richtung Süden ging, baute Dommingus das Ganze geschickt in die Tour ein 🛵💨, und nach einer gemütlichen Fahrt standen wir auch schon hoch oben auf dem Berg, direkt unterhalb der Statue 😳.
Wirklich beeindruckend – sowohl die Statue selbst als auch die Aussicht von hier oben 🌄. Da Indonesien eigentlich eher muslimisch geprägt ist, verblüffte uns dieses riesige Jesus-Abbild hier noch viel mehr.
Wir erfuhren jedoch, dass im Toraja-Land viele Bewohner den katholischen oder evangelischen Glauben angenommen haben, allerdings gemischt mit ihren uralten Sitten und Gebräuchen ⛪🗿.
Natürlich konnte ich es mir wieder mal nicht verkneifen, noch weiter nach oben zu steigen 😅. Von dort hatte man einen noch besseren Ausblick, und ich genoss das Ganze richtig 🌄😌. Als ich so unter der Statue stand dachte ich so bei mir: Ich habe es schon weit im Leben gebracht, ich darf sogar zu den Füßen von Jesus stehen 😎
Ela widmete sich derweil der Völkerverständigung 😄 – kaum war ich losmarschiert, musste sie schon als Fotomotiv herhalten, wie sie mir später erzählte 📸😅.
Von diesem beeindruckenden Symbol des christlichen Glaubens ging es dann zu einem Ort, der widersprüchlicher kaum sein konnte.
Wir fuhren zum sogenannten Babytree 🌳😳.
Ein Baum, in dem verstorbene Babys beerdigt wurden.
Nein, kein Witz.
Ela und ich konnten das zunächst auch nicht so richtig erfassen 🤯, aber als wir dann dort ankamen, konnten wir diesen Totenkult hautnah sehen.
Und wieder war klar: Toraja ist wirklich eine ganz eigene Welt 🌍😌
Die ganze Atmosphäre dieses Platzes hatte irgendwie etwas Magisches ✨. Man hielt tatsächlich unbewusst kurz den Atem an und senkte automatisch die Stimme 🤫.














































































































































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