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Willkommen unterwegs

Wir sind nicht auf der Suche nach Orten. Wir sind auf der Suche nach Leben.

Man kann reisen, um etwas abzuhaken. Oder man kann reisen, um sich selbst wieder zu spüren. Wir haben uns für Letzteres entschieden.

Seit wir unseren alten Alltag hinter uns gelassen haben, leben wir zwischen Straßen, Begegnungen, Zufällen und dem guten Gefühl, nicht mehr funktionieren zu müssen. Im Sommer mit dem Wohnmobil, im Winter mit leichtem Gepäck und viel Neugier.

Hier geht es nicht um perfekte Routen, sondern um echte Tage. Nicht um Tipps, sondern um Erlebnisse. Um Zweifel, Lachen, Staunen – und um das, was passiert, wenn man sich traut, sein Leben neu zu denken.

Wenn du spürst, dass da draußen vielleicht noch mehr ist als Termine, Pflichten und Gewohnheit, dann bist du hier richtig.

Donnerstag, 1. Januar 2026

Indonesien 2025, Reisepause Senggigi Teil 5, 25.12. - 31.12.2025

Nach ein paar sehr entspannten Vorweihnachtstagen – irgendwo zwischen Pool, Yoga, Pilates, Massage und gutem Essen – waren die Akkus wieder geladen. Körperlich, geistig und auch ein bisschen kulinarisch 😅.

Jetzt juckte es wieder in den Füßen. Die Pause war schön, aber jetzt durfte es wieder etwas mehr Bewegung, Spontanität und Entdeckergeist sein. Kein fester Plan, kein Zeitdruck – aber definitiv Lust auf neue Geschichten. Doch es kam anders als geplant.

25. Dezember 2025 – Zwischen Hoffnung, Training und griechischer Versuchung 🇬🇷😅

Eigentlich war der Plan klar: Ab dem 25. Dezember wollten wir wieder aktiver werden. Doch irgendwie kamen wir einfach nicht richtig in die Gänge.

Zum einen zickte Elas Bauch wieder ordentlich herum – Durchfall, dieses fiese Steingefühl im Magen und einfach keine richtige Ruhe. Schon seit ein paar Tagen waren die Magenprobleme wieder größer geworden, sie hatte wieder diesen Stein im Bauch und stellenweise Durchfall. Diese ganze Geschichte mit ihrem Magen war wirklich unerquicklich – ein Tag ging es halbwegs, am nächsten war wieder alles durcheinander. So richtig durchschaubar war das Ganze nicht mehr.

Zum anderen regnete es deutlich mehr als zuvor, was spontane Rollertouren eher unattraktiv machte 🌧️🛵.

Bei mir kam noch etwas anderes dazu: Ich spürte diese innere Unruhe. Die schöne, ruhige Zeit in Senggigi war toll gewesen, keine Frage – aber langsam wollte ich weiterziehen. Neues sehen, Neues erleben. Trotzdem hatten wir unsere Unterkunft samt Roller bis zum 05.01.2026 bezahlt, also machten wir das Beste aus den Tagen.

Nachdem wir an Heiligabend ordentlich geschlemmt hatten und am nächsten Tag bereits Gerhards Geburtstag anstand (also wieder Essen, Essen, Essen 😄), beschlossen wir, es heute zumindest ein bisschen ruhiger anzugehen.

Ich startete mein Reise-Trainingsprogramm – und merkte schnell, dass es durchaus fordernd ist, wenn man alles am Stück durchzieht. Vor allem mein Wadentraining sollte mir in den kommenden Tagen noch ordentlich in Erinnerung bleiben … was ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht ahnte 😅.

Ela machte währenddessen ihr Schwimmprogramm, und so plätscherte der Tag ruhig vor sich hin.

Gegen Nachmittag meldete sich dann doch wieder der Hunger. Spontan fragte ich Ela, ob sie Lust auf den griechischen Warung hätte, von dem wir schon so viel gehört hatten. Da es ihr gerade besser ging, sagte sie zu – und so machten wir uns auf den Weg.

Der Laden lag unscheinbar in einer Seitenstraße am Eingang des Green Valley. Kein großes Schild, nichts Auffälliges – eher wie der Eingang zu einem Privathaus. Kurz dachten wir, wir wären falsch, aber nein: genau hier waren wir richtig.

Drinnen war es klein, gemütlich und liebevoll eingerichtet. Wir wurden herzlich empfangen und bestellten:
Ich ein Bifteki, Ela eine Pita, dazu Tzatziki mit Brot.


Als das Essen kam, war sofort klar: Das schaffen wir niemals ganz 😳. Die Portionen waren riesig – und einfach unglaublich lecker. Unser Vorsatz, heute mal kürzerzutreten, war damit offiziell Geschichte.

Mit gut gefüllten Bäuchen fuhren wir zurück und ließen den Abend ruhig ausklingen – satt, zufrieden und ein bisschen bewegungsunfähig 😅.

26. Dezember 2025 – Zwischen Bewegung, Begegnungen und Bauchgefühl 🌧️🧘‍♂️

Am Vormittag stand nochmal Yoga auf dem Programm. Diese Stunde bestätigte uns endgültig, dass Yoga für uns auf Dauer einfach zu intensiv war – vor allem für mich. Zu viel Biegen, zu wenig Wohlgefühl 😅. Pilates hingegen fühlte sich richtig an. Perfektes Timing also, dass David und Indra gerade aus ihrem Hongkong-Urlaub zurückkamen. So konnten wir direkt nach der Stunde unsere verbleibenden Yoga-Einheiten auf Pilates umwandeln.









Danach ging es noch kurz zu Temptations, unserer neuen Lieblingsbäckerei 🥖. Dort trafen wir überraschend auf Manuela und Peter – und zu unserer Freude saß ein paar Tische weiter auch Ulrike. Sie war extra angereist, weil am Abend Gerhards Geburtstag bei Wolfgang gefeiert werden sollte. Kurz darauf kam auch noch Toni dazu.

Also frühstückten wir gemeinsam, plauderten und lachten, bevor Ela und ich zurück in unsere Unterkunft fuhren, um noch etwas zu ruhen. Leider verschlechterte sich Elas Zustand im Laufe des Nachmittags deutlich, und wir überlegten ernsthaft, ob sie abends überhaupt mitkommen könnte. Mir war klar: Darum mussten wir uns dringend kümmern – so konnte das nicht weitergehen. Ich hatte durch mein Wadentraining mittlerweile so Muskelkater dass ich nur noch humpeln konnte, da war wohl etwas zu heftig gewesen 😲😳

Zum Glück stabilisierte sich ihr Magen wieder etwas, und so machten wir uns gemeinsam auf den Weg. Zuerst fuhren wir zu Petra und Roland, um noch schnell den Gutschein und die Geburtstagskarte zu unterschreiben. Den Gutschein für die Cellar Party im Square hatte ich die Tage zuvor organisiert.

Danach ging es weiter zu Wolfgang, wo die Feier stattfand. Wir waren die Ersten, und nach und nach trudelten alle ein – inklusive des Geburtstagskindes. Mit dabei waren Freunde aus unserer Lombok-Runde, ein Schweizer mit seiner philippinischen Freundin, die zwischen den Philippinen und der Welt pendeln, sowie eine Freundin von Toni. Die Namen habe ich mir leider mal wieder nicht alle merken können – mein Gedächtnis ist da manchmal etwas… kreativ 😅.

Das Essen war wie immer hervorragend, die Gespräche herzlich, die Stimmung entspannt und schön. Ein wirklich gelungener Abend in toller Gesellschaft.





Irgendwann merkte ich allerdings, dass es Ela wieder schlechter ging, also traten wir die Heimreise an. Zurück in der Unterkunft hieß es dann: ab ins Bett.

Für den nächsten Tag war klar – wir mussten uns dringend um Elas Magen kümmern. So konnte es nicht weitergehen.

27. Dezember 2025 – Regen, Geduld und ein kleiner Hoffnungsschimmer 🌧️📖

Am nächsten Morgen regnete es bereits beim Aufstehen – und das sollte sich im Laufe des Tages auch nicht ändern. So verbrachten wir den Großteil des Tages mit Lesen, Dösen und Ausruhen. Ich schaffte immerhin noch eine kleine Trainingseinheit im Pool, mehr war heute einfach nicht drin.

So blieb Zeit, mich um etwas Wichtiges zu kümmern: die Arztsuche über die App Air Doctor. In Kambodscha hatte das hervorragend funktioniert, hier gestaltete es sich deutlich schwieriger. Viele Vorschläge waren schlicht zu weit entfernt.

Nach mehreren Versuchen gelang es uns schließlich, einen Videotermin zu bekommen. Um 15:00 Uhr war es dann so weit. Die Ärztin war sehr freundlich und empfahl, es zunächst noch einmal mit Medikamenten zu versuchen. Sollte sich innerhalb von zwei Wochen keine Besserung einstellen, müsse erneut ein Helicobacter-Test gemacht werden. Möglicherweise hatte sich dieses hartnäckige Bakterium – das eigentlich längst verschwunden sein sollte – wieder bemerkbar gemacht.

Den restlichen Tag verbrachten wir ruhig: etwas lesen, eine Kleinigkeit essen und zum Abschluss noch einen Film auf Netflix 🎬.

Für den nächsten Tag nahmen wir uns vor, in die Apotheke zu fahren und die Medikamente zu besorgen.
Hoffnung hatten wir – und Geduld langsam auch wieder ein bisschen mehr. 🌿

28.–30. Dezember 2025 – Wenn die Luft raus ist und neue Pläne entstehen 🌿✈️

So langsam war bei uns beiden spürbar die Luft raus.
Ela kämpfte weiterhin mit ihrem Magen, und ich mit einer inneren Unruhe, die sich einfach nicht abschütteln ließ. Klar, wir funktionierten noch: Medikamente besorgen, ins Studio fahren, unsere Trainingseinheiten absolvieren, abends essen gehen, uns mit den Freunden treffen – aber zwischendurch verbrachten wir auch ganze Tage mit Lesen, Schlafen und Nichtstun.




Und manchmal ist genau das nötig.

Trotzdem wurde immer deutlicher: Es war Zeit für neue Eindrücke. Neue Orte. Neue Energie.

Also begann ich, zumindest gedanklich, schon mal die nächste Etappe zu planen – und buchte schließlich die Flüge für den 05.01.2026 über Trip.com. Eine App, die ich wirklich empfehlen kann, vor allem weil man dort das Gepäck gleich sinnvoll dazubuchen kann (was bei anderen Anbietern manchmal eher nervig ist – oder ich einfach zu doof dafür bin 😅).

Da es von Lombok keinen Direktflug nach Sulawesi gibt, ging es in zwei Etappen:
✈️ morgens um 08:25 Uhr von Lombok nach Bali
✈️ und weiter um 14:40 Uhr von Bali nach Makassar City


Eigentlich wollten wir nach der Ankunft erst einmal außerhalb, in der Nähe des Flughafens,  übernachten und dann weiterziehen, doch dank unseres persönlichen Reiseplaners – ChatGPT 😄 – erfuhren wir, dass Makassar durchaus einiges zu bieten hat. Also buchte ich über Booking.com  das Legenda Beril Hostel in der Stadt und zwar mitten im Geschehen. Auch diese App hat sich für uns immer bestens bewährt.

Nach unserem Aufenthalt in Makassar sollte es dann gemütlich weiter Richtung Norden gehen, mit dem Endziel Manado. Wie genau es danach weitergehen würde, wollten wir ganz entspannt vor Ort entscheiden.

Die Medikamente, die Ela inzwischen nahm, schienen langsam Wirkung zu zeigen. Ihr Zustand stabilisierte sich, und sie hatte deutlich weniger Beschwerden – ein riesiger Hoffnungsschimmer 🌤️.

Am 30. Dezember trafen wir uns dann noch einmal mit Bärbel und Gerhard, die uns zum Essen ins Temptation eingeladen hatten. Anschließend fuhren wir zu ihnen nach Hause – und waren ehrlich beeindruckt.

Sie hatten sich im Green Valley ein wunderschönes Zuhause gebaut: durchdacht, ruhig gelegen, mit einem kleinen Pool und ganz viel Wohlfühlatmosphäre. Genau so stellt man sich einen Altersruhesitz vor – entspannt, grün und voller Lebensqualität.

Zu späterer Stunde machten wir uns wieder auf den Heimweg.
Morgen war schließlich Silvester – und wir waren gespannt, wie dieser hier wohl gefeiert werden würde. Außerdem stand noch eine Pilates-Stunde mit der Maschine auf dem Programm, auf die wir beide sehr neugierig waren.

Was auch immer kommen würde – wir waren bereit. 🌙✨

31. Dezember 2025 – Pilates, Verkehr und der letzte Tag des Jahres 🎆🧘‍♂️

Tja – und schon war er da, der letzte Tag des Jahres 2025.
Fast schon routiniert machten wir uns am Morgen auf den Weg nach Mataram, in unser mittlerweile lieb gewonnenes Indra Yoga Studio.

Schon auf der Fahrt merkten wir: Heute war irgendwas anders. Der Verkehr war deutlich dichter als sonst, alles wirkte hektischer, und man musste beim Fahren noch aufmerksamer sein als sonst.

Im Studio angekommen waren wir ziemlich gespannt, denn heute stand Pilates Reformer auf dem Programm – also Pilates mit einer speziellen Trainingsmaschine. Nach einem kurzen Plausch mit David ging es auch schon los … direkt hinein in die „Folterkammer“ 😄.

Wir waren nur zu dritt, was bedeutete, dass unsere Trainerin viel Zeit hatte, unsere Bewegungen ganz genau zu beobachten – und gnadenlos zu korrigieren, wenn etwas nicht ganz sauber ausgeführt war.

Nach einer kurzen Aufwärmphase ging es richtig los. Das Training war deutlich gelenkschonender als normales Pilates, gleichzeitig aber unglaublich effektiv. Durch die Konstruktion der Maschine und das Arbeiten mit dem eigenen Körpergewicht wurden Muskelgruppen aktiviert, von denen man vorher nicht einmal wusste, dass es sie gibt 😅.

So richtig mein Ding war es zwar nicht – aber Ela fand es großartig. Und so kämpften wir uns gemeinsam durch die Stunde.

Nach dem Training plauderten wir noch kurz mit David, bevor wir uns wieder in den Verkehr Richtung Senggigi stürzten. Heil angekommen, gönnten wir uns erst einmal ein ordentliches Frühstück – das gehörte mittlerweile fest zu unserer Trainingsroutine.

Danach hieß es wie so oft: Füße hoch, durchschnaufen, Pause machen.
Schließlich war heute nicht irgendein Tag – es war Silvester 🎆.

Nach unserem Päuschen schafften Ela und ich es tatsächlich noch einmal in den Pool für eine weitere Trainingseinheit. Das zeigte mir ziemlich deutlich, dass Pilates Reformer – zumindest in der Variante, wie wir es heute gemacht hatten – deutlich weniger anstrengend war als Pilates auf der Matte. Nach einer normalen Pilates-Stunde wären wir definitiv nicht mehr in der Lage gewesen, noch eine zweite Einheit dranzuhängen.

Aber egal – zwei Einheiten sind besser als keine 😄.

Nach dem Training ging es unter die Dusche, und schon war es Zeit, uns fertig zu machen. Um 17:30 Uhr waren wir im Verve mit unseren Freunden zum Silvesterabendessen verabredet. Der Plan war, gemeinsam zu essen und danach getrennte Wege zu gehen, da es in den letzten Jahren gegen später regelmäßig zum Verkehrschaos in Senggigi gekommen war – und darauf hatte wirklich niemand Lust.


Ela und ich wollten später einfach noch ein bisschen durch die Gegend schlendern.

Zunächst aber genossen wir das Abendessen in schöner Atmosphäre und mit tollen Menschen um uns herum. Das Personal im Verve hatte heute ordentlich zu tun – es waren deutlich mehr Gäste da als sonst, aber gleichzeitig weniger Personal. Trotzdem tat das der Stimmung keinen Abbruch.




Besonders schön war, dass Wicki und Martina noch kurz vorbeischauten – zusammen mit Wickis Sohn, dessen Frau und ihrem Vater, die gerade erst vom Flughafen gekommen waren. Sie wollten den nächsten Monat hier verbringen, waren aber von der Reise ziemlich geschafft und machten deshalb nur einen kurzen Zwischenstopp.

Irgendwann wurde es Zeit für den allgemeinen Aufbruch. Ela und ich fuhren zurück zur Unterkunft, stellten den Roller ab und wollten eigentlich noch ein wenig durch Senggigi schlendern.

Dabei trafen wir auf Sabri, der uns erzählte, dass die indonesische Regierung ein landesweites Feuerwerksverbot ausgesprochen hatte – aus Respekt gegenüber den vielen Opfern der Überschwemmungen auf Sumatra in den vergangenen Wochen.

Also keine große Knallerei, kein Chaos – eher ruhig und gedämpft.

Wir liefen trotzdem noch ein Stück und landeten schließlich bei Willy’s, wo normalerweise immer gute Musik läuft. Doch auch dort war es überraschend ruhig. Wir setzten uns an die Bar, tranken zwei Silvester-Cocktails 🍹 und schauten uns an.

Irgendwie wollte keine richtige Partystimmung aufkommen. Also beschlossen wir, wieder zurückzugehen.

In unserer Unterkunft angekommen, lasen wir noch ein wenig und schafften es tatsächlich, bis Mitternacht wach zu bleiben. Kurz davor gingen wir noch einmal vor die Tür: ein paar vereinzelte Böller, ein paar Raketen, kein Chaos auf der Straße – das war’s.

Dann zurück ins Zimmer, Licht aus…
und kurz darauf schliefen wir ein.

Na ja – fast.
Aber davon erzähle ich beim nächsten Mal. 🌙✨

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