31. Oktober 2025 – Aufbruch ins richtige Bali 🚗🌴
Heute war es soweit:
Ela und ich wollten Sanur verlassen und uns mit unserem gebuchten Mietwagen endlich auf Inselerkundung begeben. Die Tage mit Peter hier waren zwar wunderschön – aber nun galt es, das richtige Bali zu erleben. Sanur gehörte ja zu Denpasar und war eigentlich nichts anderes als Großstadt. Wie lange sich dieses urbane Gewusel hinzieht, durften wir im Laufe des Tages noch eindrucksvoll feststellen.
Elas alten Koffer – wir hatten ja vorgestern einen neuen, etwas größeren gekauft – gaben wir bei Peter ab. Er wollte ihn im Laufe des Tages an eine Bedienung weiterreichen. Peter nannte sie stets „Maria“, was sie regelmäßig ziemlich ärgerte. Aber gut – wir hatten es ihr versprochen. 🎒😊
Erstaunlich schnell kam ich mit dem Linksverkehr und dem Trubel auf den Straßen zurecht. Zunächst mussten wir tanken – auch das lief problemlos. Dann kämpften wir uns gute zwei Stunden durch den Moloch Denpasar und alles, was dazugehört. ⛽🚦 Auf Google Maps hatte ich gut erkennen können, dass sich die farbliche Darstellung erst kurz vor dem Tempel Tanah Lot von Grau in Grün wandelte – also: erst dort würde die Stadt endlich enden.
Teilweise in Schrittgeschwindigkeit, teilweise im Stop-and-Go ging es vorwärts. Das Gewusel der Mopedfahrer war schlicht grandios – ein einziges geordnetes Chaos, das man gesehen haben muss. 🛵😄
Kurz vor Tanah Lot ließ der Verkehr langsam nach, und wir kamen zügiger voran. Schließlich erreichten wir das Tempelareal. Natürlich musste man Eintritt bezahlen – das taten wir und parkten unseren kleinen Flitzer. 🎫🚗
Wie überall in Indonesien wurde man auf dem Weg zur Sehenswürdigkeit erst einmal durch ein Labyrinth aus Verkaufsständen und Essensständen geleitet. Hat hier wohl System. Aber gut – wir meisterten das mit Bravour und standen endlich vor dem Tempel.
Ein toller Anblick:
Tanah Lot, wie er da draußen auf einer kleinen Felsinsel im Meer steht. 🌊🏯
Wichtige Infos über Tanah Lot:
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Der Tempel liegt an der Westküste Balis und gilt als eines der wichtigsten Meer‐Heiligtümer der Balinesen.
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Er ist der Legende nach im 16. Jahrhundert von dem Hindu‐Priester Dang Hyang Nirartha errichtet worden.
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Bei Sonnenuntergang bietet sich hier ein spektakuläres Farbenspiel – heute hatten wir zwar noch Helligkeit bei Ankunft, aber schon einen Vorgeschmack darauf.
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Achtung: Die Felsen rund um Tanah Lot gelten als heilig, besonders die Meeres‐Schlangen, denen lokale Legenden Nachts besondere Kräfte zuschreiben. 🙏🐍
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Es gibt mehrere Aussichtsplattformen und einen schön angelegten Garten – der im Eintritt enthaltene Park lud zum Verweilen ein.
Der Eintritt beinhaltete auch den Zugang zu einem wunderschönen Park, in dem sich noch weitere Tempelanlagen versteckten. Wir spazierten umher, machten Fotos, genossen die besondere Atmosphäre und das herrliche Panorama. 📸🌅
Als das klar war, suchten wir uns auf Booking.com eine Unterkunft, die uns gefiel, buchten diese – und schon waren wir wieder unterwegs. 🏠📱
Google hatte uns für die knapp 120 Kilometer weit über zwei Stunden Fahrtzeit angezeigt – und wir merkten schnell, warum. ⏱️
Der Großstadtverkehr war zwar weg, aber die Straßen waren teilweise sehr eng. Wenn ein LKW entgegenkam, musste man oft anhalten. 🚚 Zudem zierten gewaltige Schlaglöcher die Strecke, und man musste höllisch aufpassen, damit man sich nicht die Reifen oder Felgen zerstörte. 🕳️😬
Wir hatten uns bewusst nicht für die Küstenroute entschieden, sondern wollten durchs Inland von Bali fahren – diese Strecke erschien uns interessanter. Und wir wurden nicht enttäuscht. ✅
Es ging über enge Straßen bergauf und bergab, teilweise mitten durch den Dschungel. 🌿 Wenn gerade kein Dschungel war, lagen kleine Ortschaften, Reisterrassen oder Bananenplantagen am Wegesrand. Einfach herrlich. 🍌🌾
Zwischendurch legten wir kurze Raucher-pausen ein und genossen die Fahrt – langsam, aber äußerst sehenswert. 🚬👀
Gegen Spätnachmittag erreichten wir dann unsere Unterkunft:
Putu Guest House Pemuteran – und wir waren total geflasht! 😍
Schon auf den Bildern hatte sie toll ausgesehen, aber in Natura war es noch schöner. Wir wurden herzlich empfangen und entschieden, gleich zwei Nächte zu bleiben. Gebucht hatten wir vorerst nur eine.
Wir wollten uns am nächsten Tag das Riff-Projekt anschauen. Und hier kommt der Clou: In Pemuteran befindet sich das weltweit größte künstliche Korallenriff-Projekt, basierend auf der sogenannten Biorock‑Technologie. lovebali.baliprov.go.id+3Bali.com+3Global Coral Reef Alliance+3
Diese Methode verwendet unter Wasser Metallgerüste, durch die eine sehr schwache Stromspannung geleitet wird – das fördert das Wachstum der Korallen erheblich schneller als normale Bedingungen. tamansaribali.com+1
Das Riff-Projekt erstreckt sich auf rund 2 Hektar Fläche und zählt damit zu den größten Korallen-Wiederherstellungs-Initiativen der Welt. Global Coral Reef Alliance+1
Für uns war das ein echtes Highlight – die Idee, dass hier nicht nur Tourismus stattfindet, sondern aktive Naturschutzarbeit geleistet wird, passte wunderbar zu unserem Stil unterwegs. 🙏✨
Leider wurde uns auf Nachfrage gesagt, dass die Unterkunft ab morgen komplett ausgebucht sei. 🙈 Also beschlossen Ela und ich, am kommenden Tag weiter in Richtung Wasserfall-Region zu fahren – dort lag noch ein weiteres Riff-Projekt auf dem Weg. Shit happens. 🤷♂️
Zum Abschluss des Tages gab es noch ein leckeres Abendessen direkt beim Nachbarn. 🍜
Erschöpft von der langen Anfahrt fielen wir schließlich ins Bett. 😴Beim letzten Blick aufs Handy sah ich eine Nachricht von Peter auf WhatsApp dass "Maria" ihren Koffer erhalten hatte und sie glücklich war.
Nachdem wir gestern nicht viel ausgepackt hatten, mussten wir heute Morgen auch nicht viel einpacken. Nach einem leckeren Frühstück, das im Zimmerpreis enthalten war, ging unsere Rundreise weiter. 🍽️🙂
Wir hatten gestern Abend unser neues Ziel gegoogelt: die Wasserfälle Balis. Über Booking.com hatten wir auch schon unsere nächste Unterkunft gebucht – das Sugi Gede Homestay, mitten im Dschungel. 🌴🏡
Vor uns lagen knapp 80 Kilometer, und Google meinte einmal mehr, dass die Fahrt über zwei Stunden dauern würde. Naja – wir hatten ja Zeit. Und wenn man langsam fährt, sieht man schließlich mehr von der Landschaft. ⏱️🌄
Da wir am Vortag durch das Landesinnere gefahren waren, entschieden wir uns diesmal für die Strecke entlang des Meeres – eine wunderschöne Fahrt! 🌊 Die Straße war für balinesische Verhältnisse recht gut ausgebaut und wir kamen ordentlich voran.
Zwischendurch hielten wir bei einem kleinen Elektrogeschäft, um ein neues Kabel für unseren Wasserkocher zu kaufen. Heute Morgen hatten wir festgestellt, dass wir es vermutlich in Yogyakarta im Hotel vergessen hatten. 😅 Kein Problem – das Kabel kostete nicht einmal einen Euro, und weiter ging’s. 🔌💪
Einige Kilometer vor Singaraja wurde der Verkehr deutlich dichter – allerdings bei weitem nicht vergleichbar mit dem Chaos rund um Denpasar. Singaraja liegt an der Nordküste Balis und ist die Hauptstadt des Regierungsbezirks Buleleng. Wikipedia+2Anywhere+2 Der Name bedeutet „Löwenkönig“ („singa“ = Löwe, „raja“ = König) und verweist auf die historische Bedeutung der Stadt. dispar.bulelengkab.go.id+1 Singaraja war unter niederländischer Kolonialherrschaft ein wichtiger Verwaltungspunkt – und heute zeigt die Stadt noch Spuren dieser Zeit mit breiteren Straßen und alten Häusern. en.wikivoyage.org+1 Also: Wenn ich auf Bali leben wollte – dann eher hier.
Wir fuhren einmal quer durch die Stadt und bogen kurz hinter ihrem Ende rechts in Richtung der Berge ab. Hui – jetzt wurde es spannend! 😄
Die Straße schlängelte sich immer steiler bergauf und wurde mit jeder Kurve schmaler. An einem kleinen Kloster machten wir eine kurze Raucherpause 🚬🙏 und nahmen anschließend die letzten Kilometer in Angriff. Bald war es so eng, dass man jedes Mal anhalten und millimetergenau vorbeizirkeln musste, wenn ein Auto entgegenkam. 🛻↔️🚗
Irgendwann verkündete Google: „Sie haben Ihr Ziel erreicht.“ Und tatsächlich – da lag unsere Unterkunft: Sugi Gede.
Wir parkten, wurden herzlich empfangen – wie eigentlich immer in Indonesien – und bekamen erst einmal einen Begrüßungskaffee. ☕😊 Dann brachten wir unser Gepäck ins Zimmer, das wieder einmal herrlich war. Oft sieht man von außen wirklich nicht, was sich hinter diesen unscheinbaren Mauern verbirgt. 😍 Eine wunderschöne Terrasse, mit herrlicher Aussicht auf den Dschungel, rundete das Gesamtbild ab.
Von der Unterkunft aus konnte man direkt zu einem der größten Wasserfälle Balis laufen. Die Region um Singaraja ist bekannt für ihre spektakulären Wasserfälle – zum Beispiel der Sekumpul Waterfall, der im Dschungel liegt und mehrere Kaskaden über 80 Meter Höhe bietet. Auch der Gitgit Waterfall ist nur eine kurze Fahrt von Singaraja entfernt und zählt zu den bekanntesten Wasserfällen in Nordbali. Da der Tag noch jung war, wollten wir das nach einer kurzen Pause auch tun. Unser Gastgeber riet uns jedoch ab – es würde bald regnen. Und er sollte recht behalten: Der Himmel sah schon bedrohlich aus und kurz darauf öffneten sich die Schleusen. 🌧️
So verbrachten wir den Nachmittag gemütlich mit Lesen, etwas Essen und später einem Film auf dem Laptop. 📖🍽️💻
Morgen wollten wir uns dann endlich auf den Weg zu den Wasserfällen machen. 💪💦
02. November 2025 – Tempeljagd und Wasserfalltour 🌧️➡️☀️
Schon beim Aufstehen freuten wir uns wie zwei Kinder vor dem Schwimmbadbesuch. Heute sollten endlich die Wasserfälle dran sein. 🏊♂️🌿
Auf unserer gemütlichen Terrasse strahlte uns blauer Himmel entgegen. Also packten wir voller Vorfreude unsere Badesachen in den Rucksack und machten uns auf Richtung Frühstück.
Oben im Restaurant änderte sich die Stimmung allerdings schlagartig. Von dort konnte man auf die andere Seite des Berges sehen – und dort sah es aus, als hätte jemand den „Weltuntergangsfilter“ eingeschaltet. Kurz nachdem wir fertig gegessen hatten, begann es auch schon zu regnen.
Shit happens… again! 🌧️🤦♂️
Unser Gastgeber blieb völlig entspannt und meinte, in ein bis zwei Stunden sei das bestimmt wieder vorbei. Wir waren jedoch nicht in Stimmung fürs gelangweilte Warten und beschlossen, dem Wetter ein Schnippchen zu schlagen.
„Lass uns einfach zu den Reisfeldern hochfahren“, sagte ich. „Vielleicht ist es da oben besser.“
Die lagen nur ein paar Kilometer entfernt – also rein ins Auto und los.
Der Spaß: Strömender Regen, Sicht teilweise nur durch die Wolken erahnbar, Straße so schmal wie die Geduld eines hungrigen Balinesen im Stau. Meine Konzentration war bei 200 %. 🚗🌫️
Oben angekommen standen ein paar Jugendliche bereit, die uns auf Scootern zu den Feldern fahren oder uns Regenponchos vermieten wollten. Ela schaute mich nur an und sagte: „Nee.“
Damit war dieser Ausflug offiziell gestrichen.
Wir wechselten spontan zu Plan B: weiterfahren zum Tempel Pura Ulun Danu Bratan. Dieser gilt als einer der heiligsten und bedeutendsten Tempel auf Bali und liegt hoch oben am Bratan-See. 🏯
Der Tempel stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist der Wassergöttin Dewi Danu gewidmet. Da der See große Teile Nordbalis mit Wasser versorgt, wird man hier schnell verstehen, warum die Balinesen den Ort so verehren. Besonders beeindruckend: Bei hohem Wasserstand sieht es aus, als würde der Tempel auf dem See schweben – ein Effekt, der ihn zu einem der beliebtesten Fotomotive Balis macht. 📸✨
Und wer denkt, hier gäbe es nur Hinduismus: Im Komplex steht auch ein buddhistischer Stupa. Ein schönes Beispiel religiöser Harmonie – Bali eben.
Die Fahrt dorthin war allerdings alles andere als spirituell – eher Survival-Modus im Nebel. Die Wolken wurden immer dichter, der Regen immer kräftiger und ich fragte mich, ob wir am Ende vor einem Tempel stehen würden, den man gar nicht sehen kann.
Einmal war ich sogar kurz davor umzudrehen, denn die Konzentration bei dieser Sicht schlaucht ordentlich. Zum Glück fuhren wir weiter, und kurz darauf landeten wir auf einer breiten, gut ausgebauten Straße.
Pausenzeit!
Wir hielten an einem Supermarkt, gönnten uns eine Raucherpause 🚬 und bemerkten plötzlich, dass der Regen fast aufgehört hatte.
Also weiter – und siehe da: Der Himmel riss auf, die Sonne kam raus und ich fühlte mich wie ein selbsternannter Wetterfrosch mit magischen Kräften.
Ich liebe es, wenn mein Plan funktioniert. 😎☀️
Nun waren es nur noch wenige Kilometer entlang zweier Seen bis zum Tempel. Die Stimmung war bestens, und wir waren gespannt, ob der legendäre Tempel tatsächlich so aussieht, als würde er schweben – oder ob er sich im Nebel versteckt hält. Beides wäre irgendwie cool.
Am Tempel angekommen, präsentierte er sich uns im schönsten Sonnenschein – als hätte er nur auf uns gewartet. ☀️
Wir kauften unsere Tickets und liefen los. Schon beim Betreten der Anlage merkten wir, wie besonders dieser Ort war: mehrere Tempel, perfekt gepflegte Gärten, überall kleine Details, die man erst auf den zweiten Blick entdeckt.
Natürlich stahl der Wassertempel allen anderen die Show. 🏯💧
Man versteht sofort, warum hier so viele Zeremonien stattfinden. Und tatsächlich – wir hatten Glück und konnten eine beobachten. Die bunten Gewänder, die Musik, der Duft der Opfergaben… einfach faszinierend. Man fühlte sich fast wie in einem Filmset, nur ohne Regisseur und mit deutlich mehr Seele.
Besonders beeindruckend war die Farbenpracht: das tiefe Grün der Berge, das ruhige Blau des Sees und dazwischen die leuchtenden Tempelbauten. Dazu kleine Boote, die gemütlich übers Wasser glitten – kitschig schön, aber auf die beste Art. 😍
An einem kleineren Teich konnte man Kois füttern – und sogar streicheln!
Wir haben das zwar nicht selbst ausprobiert (die Fische fanden das vermutlich gut), aber wir haben andere dabei beobachtet. Die Tiere wirkten, als würden sie bei jedem Menschen an die Tür ihrer Privatvilla klopfen und fragen: „Snacks?“ 🐟
So schlenderten wir durch die Anlage, genossen das Hiersein, machten Fotos ohne Ende 📸 und ließen die friedliche Atmosphäre einfach auf uns wirken.
Es war einer dieser Orte, an denen man automatisch langsamer wird und einfach nur schaut – weil es nichts zu tun gibt außer genießen.
Nach unserer Tempelbesichtigung gingen wir zurück zum Auto und überlegten, was wir als Nächstes machen wollten. Die Reisterrassen oder die Wasserfälle? 🤔
Da man bei beiden ordentlich Treppen steigen musste, entschieden wir uns für die Wasserfälle – schließlich gibt’s in der Nähe von Ubud ja auch noch die Jatiluwih-Reisterrassen, die sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. 🌾🏆 Die wollten wir ohnehin später noch besuchen, also war die Entscheidung klar: heute Wasser, morgen Reis – im wahrsten Sinne des Wortes. 😄
Also ab zurück zur Unterkunft. Dort konnten wir direkt zu einem der höchsten Wasserfälle Balis hinlaufen – praktisch, wenn das Abenteuer quasi vor der Haustür liegt. 🏞️
Da es nicht mehr regnete, war die Fahrt diesmal doppelt so schnell. Und ehrlich gesagt, das Fahren machte gleich viel mehr Spaß, wenn man nicht das Gefühl hatte, gleich mit einem Boot weiterfahren zu müssen. 🚗☀️
Schon bald standen wir wieder vor unserer Unterkunft, parkten unseren kleinen Suzuki, schnappten den Rucksack – und los ging’s zu Fuß in Richtung Wasserfall.
Der Weg führte direkt von unserer Unterkunft aus bergab – zunächst noch ganz gemütlich. Klar, ein paar Auf- und Abstiege, aber alles im Rahmen. 😌
Doch das änderte sich schlagartig, als wir am Tickethäuschen vorbeikamen und den ersten Blick auf die Wasserfälle warfen – darunter der berühmte Sekumpul- und der Fiji-Wasserfall. Von hier aus ging es über steile Treppen in ein Tal hinunter – und spätestens jetzt war klar: Das wird ein Abenteuer. 🏞️
Nach wenigen Stufen meinte Ela, dass sie sich das nicht zutraue – allein beim Gedanken an den Rückweg bekam sie weiche Knie. Verständlich – so ein Abstieg ist kein Spaziergang. Ich aber überredete sie, es zu versuchen. Schritt für Schritt ging es tiefer ins Tal.
Der Weg führte uns an zwei spektakulären Aussichtspunkten vorbei, von denen man bereits fantastische Ausblicke hatte. Unsere Vorfreude aufs Baden wuchs – und das nicht zu knapp. 💦
Denn beim Sekumpul-Wasserfall geht es nicht einfach „nur runter“: Der Fall zählt zu den imposanteren Balis – mit mehreren Kaskaden, die teils rund 80 Meter Höhe erreichen. thecommonwanderer.com+4theworldtravelguy.com+4world-of-waterfalls.com+4
Die Umgebung ist dicht bewaldet, das Tal tief und grün – und das macht den Abstieg umso spannender. world-of-waterfalls.com+1
Unten angekommen, sahen wir: Der „Hidden Waterfall“ war gleich um die Ecke – den hatte man beim Abstieg kaum wahrgenommen. Wir liefen zuerst dorthin – und er war eine Wucht: Wasser stürzte aus vielen Öffnungen aus dem Fels, das Becken luden wirklich zum Schwimmen ein. Also Badesachen an, rein ins Wasser, pure Freude. 🏊♂️
Ich probierte sogar zweimal, unter den Hauptfall zu gelangen – keine Chance, aber egal: das Erlebnis war großartig. Danach beobachteten wir noch eine Weile die anderen Gäste, wie sie sich ins Nass wagten.
Ela machte sich dann Richtung „ganz oben“ auf – für den Rückweg wollte sie sich Zeit lassen. Ich wollte noch kurz zur Basis des Sekumpul, denn diese „klassische Aussicht“ ist etwas Besonderes: Eine breite Kaskade, mehrere Ströme, dichte Vegetation drumherum – und wenig Menschen, weil der Weg eben etwas anspruchsvoll ist.
Am Becken selber war nicht viel Platz zum Schwimmen, also entschied ich mich umzudrehen und ebenfalls den Rückweg anzutreten.
Im ersten Drittel erwischte ich Ela wieder ein, und gemeinsam quälten wir uns die Treppen und das steile Stück hinauf. 🥵 Oben beim Tickethäuschen angekommen, bestellten wir ein Moped-Taxi für Ela – gut investiertes Geld, denn ihre Beine meldeten Aufstand.
Der Fahrer brachte sie nach oben, ich trabte weiter zu Fuß.
Etwas später trafen wir uns auf der Terrasse unserer Unterkunft. Ela hatte sich bereits ein Getränk gegönnt, ich bestellte ein kaltes Bier – und genoss das Gefühl, heute was Großes erlebt zu haben. 🍺😄
Es war schon später Nachmittag, also aßen wir gleich zu Abend und machten uns einen ruhigen Resttag. Morgen steht dann der Ausflug zu den Fiji-Reisterrassen an. 🌾
03. November 2025 Eingebung, Reisfelder und ein Monsun zum Dessert
Ich weiß nicht, ob es eine Eingebung war oder einfach nur purer Zufall. Nach dem Aufstehen nahm ich mein Handy 📱 und stöberte ein wenig auf Google Maps 🗺️ herum, um spannende Ziele in der Umgebung zu finden und gleichzeitig eine Idee für unser morgiges Etappenziel zu bekommen.
Dabei fiel mir plötzlich auf, dass die Jatiluwih-Reisterrassen, ein UNESCO-Weltkulturerbe, gar nicht weit von dem Tempel lagen, den wir gestern besucht hatten. Ich war felsenfest davon ausgegangen, dass sie viel näher an Ubud wären und wir sie daher später besuchen würden. Tja – falsch gedacht. Also beschlossen Ela und ich, unseren Tagesplan spontan umzuschmeißen. Statt zu den Fiji-Terrassen zu fahren, die kleiner und weniger spektakulär sein sollten, steuerten wir heute Jatiluwih an. Flexibel reisen ist eben König. 😄🚗
Nach dem Frühstück schnallten wir uns in unseren kleinen Suzuki und machten uns bei herrlichem Sonnenschein auf den Weg. ☀️
Erst jetzt konnten wir sehen, was uns gestern wegen Regen und Wolken entgangen war: Wunderschöne Aussichtspunkte entlang der Strecke, die traumhafte Ausblicke boten. 🌄 Nach etwa eineinhalb Stunden kamen wir an.
Und was für ein Anblick! 😍
Vor uns erstreckten sich die Reisterrassen wie ein riesiges, grün-goldenes Mosaik 🌿, das sich über Hügel und Täler zog. Diese Landschaft gehört nicht ohne Grund zum UNESCO-Erbe 🏆: Sie ist Teil des uralten Subak-Bewässerungssystems, das wohl schon im 9. Jahrhundert entwickelt wurde und Wasser aus den Vulkanbergen über kilometerweite Terrassen verteilt. Dass das Ganze direkt am Fuß des Mount Batukaru liegt 🏔️, erklärt auch das angenehm kühle Klima.
Der Name „Jatiluwih“ bedeutet übrigens in etwa „wirklich gut“ oder „wirklich schön“ – und selten hat ein Name besser gepasst. Besonders beeindruckend ist die schiere Größe: über 600 Hektar grüne Pracht, eingebettet in eine ruhige, entspannte Atmosphäre.
Wir parkten 🅿️, ließen den Wagen stehen und machten uns zu Fuß 👣 auf den Weg. Rund um die Terrassen gibt es mehrere Wanderwege, die man zu Fuß oder mit dem Rad 🚴 erkunden kann. Ein Guide erzählte uns, der Regen sei bereits durchgezogen – also entschieden wir uns für die kürzeste Runde, angeblich etwa eine Stunde.
Nun ja… bei uns wurden daraus fast zweieinhalb Stunden.
Warum? Ganz einfach: Der Guide sprach vom „bereits durchgezogenen Regen“ – erwähnte aber nicht, dass da gleich noch ein zweiter hinterherkommen würde. 😅🌧️
Wir machten viele schöne Fotos 📸, während der Himmel langsam immer dunkler wurde. Zum Glück 🍀 gab es immer wieder kleine Stände entlang des Weges, an denen man Getränke, Souvenirs oder lokale Leckereien 🍡 kaufen konnte.
Gerade hatten wir an einem dieser Stände Halt gemacht, als es anfing zu tröpfeln. Und binnen Sekunden verwandelte sich der leichte Nieselregen in ein ausgewachsenes Monsungewitter. 🌩️⛈️
Es goss wie aus Kübeln, Blitze zuckten ⚡, Donner rollte, und man hätte meinen können, wir seien mitten in einem Endzeitfilm gelandet.
Uns blieb nichts anderes übrig, als unter dem Wellblechdach des Standes auszuharren. Wir tranken etwas 🥤, unterhielten uns mit der freundlichen Frau, die hier alles am Laufen hielt, und beobachteten ihre Katzen 🐈🐈, die völlig unbeeindruckt vom Weltuntergang um uns herum spielten. Währenddessen blies der Wind ordentlich über die Terrassen und kühlte uns aus. 💨
Und so saßen wir da – zwei Touris zwischen Reisfeldern 🌾 und Gewitter, begleitet von Katzen und Regen. Abenteuer Bali eben. 😄
Irgendwann war es dann soweit: Die Wolken machten endlich auf und der blaue Himmel zeigte sich wieder. ☀️
Wir verabschiedeten uns von der netten Standbesitzerin 👋 und machten uns erneut auf den Weg, um den Rundkurs zu Ende zu laufen.
Die Landschaft war jetzt noch beeindruckender als vorher. Durch den Regen wirkten die Farben intensiver, fast schon leuchtend, als hätte jemand die Sättigung hochgedreht. 🌿💚
Wir genossen die frische, klare Luft und machten natürlich noch ein paar richtig schöne Bilder 📸 – man konnte sich kaum sattsehen.
Zurück am Auto ging es dann die 1,5 Stunden zurück zur Unterkunft. 🚗
Stellenweise regnete es unterwegs so heftig, dass sich wahre Sturzbäche die Straße hinunterstürzten. An manchen Stellen hätten wir den Suzuki beinahe gegen ein Boot tauschen können – Wasserstraße inklusive. 🌧️🌊
Wieder an unserer Unterkunft angekommen, gönnten wir uns eine kleine Pause und ließen den restlichen Tag ganz entspannt ausklingen – ein leckeres Abendessen, etwas Lesen 📖 und schon war es Zeit, ins Bett zu fallen.
Morgen sollte die Rundreise weitergehen – über Kintamani in Richtung Kubu. 🚗🌋🏝️




















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