Tag 24 – Finale am Plattensee 🏁🌊
Nachdem in Ajka alles wieder reisefertig war, hieß es: Leinen los Richtung letztes Ziel in Ungarn. Der Campingplatz Badacsony am Balaton wartete bereits auf uns – reserviert für das große Finale dieser Reise: das Balaton-Schwimmen 🏊♂️🔥
Da der Check-in offiziell erst ab 15:00 Uhr möglich war, beschlossen Ela und ich, die Zeit sinnvoll – oder sagen wir: genussvoll – zu überbrücken. Ein Zwischenstopp bei den Einsiedlerhöhlen von Tihany stand auf dem Plan.
Ankommen in Tihany 🚐😅
Vor Ort erwartete uns dann eine Parkplatzsituation, die man wohlwollend als kreativ bezeichnen kann. Nach ein bisschen Rangieren, Augenmaß und Glück fanden wir tatsächlich eine passende Lücke. Der Magen meldete sich ebenfalls recht deutlich, also machten wir kurzerhand genau das, was wir unterwegs am besten können: Pause.
Frühstück auf dem Parkplatz, mit Blick auf die Hügel von Tihany, Sonne im Gesicht und Ruhe im Kopf. Ganz nach unserem bewährten Motto: Wo Otto steht, ist Zuhause 🏡😄
Planänderung bei Hitze ☀️
Die Einsiedlerhöhlen selbst haben wir dann ausgelassen. Zu heiß, zu voll – und ehrlich gesagt waren wir mental schon längst am See. Also wieder rein in den Otto, einmal tief durchatmen und weiter.
Der Plattensee glitzerte bereits am Horizont, dieses besondere Licht lag in der Luft, und wir wussten beide: Jetzt sind wir wirklich angekommen.
Badacsony & erstes Balaton-Bad 💦😍
Kurz vor 12 Uhr rollten wir auf den Campingplatz in Badacsony – und hatten Glück. Wir durften sofort einchecken. Ein schöner Platz in Seenähe, genau nach unserem Geschmack.
Otto wie immer sauber ausgerichtet, Tisch raus, Markise gespannt – Routine mit Herz. Und dann gab es kein Halten mehr: rein in die Badehose, ab an den See.
Das erste Bad im Balaton war einfach traumhaft. Warmes Wasser, weiter Blick, absolute Entspannung. Genau so fühlt sich ein perfekter Reiseabschluss an 🌊❤️
Der Rest des Tages – einfach nur Sein 😌🌅
Der restliche Tag bestand aus genau dem, was auf Reisen oft viel zu kurz kommt: nichts müssen. Keine Termine, keine Pläne, kein Zeitdruck. Einfach sitzen, schauen, atmen und genießen.
Der Balaton lag ruhig vor uns, die Gedanken wurden langsam leiser und dieses wohlige Gefühl machte sich breit, das nur entsteht, wenn man genau da ist, wo man sein will.
Jetzt steigt die Vorfreude 🎉🏊♂️
Mit jedem Moment wächst die Spannung auf das große Event: das Balaton-Schwimmen. Ein besonderer Abschluss, ein kleines persönliches Highlight – und genau der richtige Ort dafür.
Manchmal braucht es nicht mehr als Wasser, Sonne und das Wissen: Genau so passt es gerade.
Tag 25–27 – Fokus, Wasser und Worte 🏊♂️✍️🌞
Die nächsten drei Tage standen ganz im Zeichen der Vorbereitung auf das große Ziel: die Balaton-Durchquerung. Täglich schnappte ich mir meine Schwimmbrille und drehte meine Trainingsrunden im angenehm warmen See. Meter sammeln, Rhythmus finden, Vertrauen aufbauen.
Ela machte es sich derweil gemütlich, las, chillte und schwamm ebenfalls fleißig. Bei diesem Wetter war das Leben am und im Wasser kaum zu toppen – genau diese Mischung aus Bewegung und Gelassenheit, die uns beiden guttut 😌🌊
Kreativzeit unter der Markise ✍️💭
Neben dem Training gab es noch etwas, das mir besonders am Herzen liegt: mein Buchprojekt „Der letzte Lebensabschnitt“. Zusammen mit ChatGPT arbeitete ich intensiv an Texten, feilte an Formulierungen und ließ viele Erinnerungen aus meinem Leben wieder aufleben.
Die kreativen Stunden unter der Markise von Otto, mit Blick auf den Balaton, hatten fast etwas Meditatives. Gedanken flossen, Sätze fanden ihren Platz, und manchmal blieb ich einfach sitzen und schaute auf den See – Schreiben und Sein in perfekter Balance.
Abstecher nach Révfülöp 🚴♂️🩺
An einem der Tage schwang ich mich aufs Rad und fuhr ins nahegelegene Révfülöp. Zum einen wollte ich mir die Gegebenheiten rund um den Startbereich der Schwimmveranstaltung und das weiter entfernte Ziel anschauen. Zum anderen brauchte ich dringend Schmerzmittel und eine ordentliche Salbe – meine linke Schulter meldete sich seit einiger Zeit dezent, aber ziemlich hartnäckig.
Die Strecke war schön, die Gegend sowieso. Und als Bonus stolperte ich am Hafen ganz zufällig in eine Fernsehaufzeichnung: „Sommer 2025“. Ein elegantes Tanzpaar wurde gerade perfekt in Szene gesetzt. Ich blieb stehen, schaute zu, genoss den Moment und dachte mir schmunzelnd: Ungarn kann auch Showbusiness 🎬💃
Diese Tage waren genau richtig. Vorbereitung, Ruhe, Bewegung, Kreativität – alles da, was man braucht, um sich innerlich wie äußerlich auf etwas Großes einzustimmen.
Zwischen Training und Ernüchterung 🌧️🏊♂️🚴♂️
Am nächsten Tag stand wieder Sport auf dem Programm. Erst eine Schwimmeinheit im Balaton, danach eine knackige Runde auf dem Rad. Körperlich fühlte sich alles gut an, der Rhythmus passte – eigentlich beste Voraussetzungen.
Das Leben am Balaton war schön, fast schon idyllisch. Doch der Blick auf die Wetter-Apps wurde von Tag zu Tag weniger erfreulich. Die Prognosen fürs Wochenende, genau dann, wenn das große Schwimmen stattfinden sollte, wurden zunehmend mieser. Regen, Wind, ordentliche Wellen. Der Wettergott hatte offenbar andere Pläne 🌬️🌧️
Absage – schwarz auf weiß ❌
Am Donnerstag kam dann die Nachricht, die keiner hören will: Der Veranstalter sagte das Balaton-Schwimmen offiziell ab. Schwarz auf weiß. Verdammt ärgerlich – so viel Vorbereitung, so viel Vorfreude.
Als Alternative wurden mögliche neue Termine in einer oder zwei Wochen genannt. Je nachdem, wie das Wetter mitspielte. Für mich war das aber zu vage, zu ungewiss. Warterei ist einfach nicht mein Ding.
Dazu kam, dass Ela am 07.08. einen wichtigen Krankenhaus-Termin in Schwaz hatte, um ihre Schulter checken zu lassen. Das hatte klar Priorität 🏥❤️
Eine klare Entscheidung 🚐➡️🇦🇹
Also fiel die Entscheidung: Ich sagte meine Teilnahme ab. Statt weiter auf besseres Wetter zu hoffen, lieber weiterziehen. Manchmal ist loslassen die vernünftigere Variante.
Da wir den Platz hier noch bis Montag gebucht hatten, beschlossen wir, die verbleibenden Tage entspannt ausklingen zu lassen. Ein bisschen Schwimmen, ein bisschen Lesen, ein bisschen Schreiben. Kein Stress, kein Druck.
Und dann: Kurs Richtung Österreich. Nicht so, wie ursprünglich geplant – aber genauso stimmig. Denn am Ende zählt nicht das Event, sondern der Weg dorthin.
Tag 28 – Spontanität schlägt Trübsal 🚐🎶🌧️
Noch immer leicht enttäuscht vom geplatzten Balaton-Schwimmen begann der Morgen eher gedrückt. Beim Frühstück mit Ela lag der Wetterumschwung förmlich in der Luft: dichter Himmel, kräftiger Wind, wenig Hoffnung auf Besserung.
Ich schaute zu Ela rüber und sagte ganz offen, dass ich ehrlich gesagt keine Lust hatte, das Wochenende hier bei Regen und mieser Stimmung auszusitzen. Der Kliniktermin in Schwaz war ja erst am 07.08., also kein Zeitdruck – aber eben auch kein Grund, sinnlos im Regen festzuhängen.
Ein Satz, der alles änderte 🎵😄
Ela grinste mich an und sagte ganz locker:
„In Göppingen ist gerade das Busfestival – und heute Abend spielt Orange Fuel.“
Unsere gemeinsame Lieblingsband.
Ich schaute sie an, sie mich – und ohne viele Worte war klar: Wir fahren nach Göppingen.
800 Kilometer? Na und. 🚐💨
Rund 800 Kilometer lagen vor uns. Was soll's – das war ja nun wirklich nicht unsere erste Langstrecke. Spontanität gehört zu unserem Leben genauso wie Otto und der Drang, einfach loszufahren, wenn es sich richtig anfühlt.
Also wurde zusammengepackt, gezahlt und Otto auf Kurs gen Westen gebracht.
Regen im Rückspiegel, Vorfreude im Bauch – manchmal braucht es nur einen Satz, um alles zu drehen.






















