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Willkommen unterwegs

Wir sind nicht auf der Suche nach Orten. Wir sind auf der Suche nach Leben.

Man kann reisen, um etwas abzuhaken. Oder man kann reisen, um sich selbst wieder zu spüren. Wir haben uns für Letzteres entschieden.

Seit wir unseren alten Alltag hinter uns gelassen haben, leben wir zwischen Straßen, Begegnungen, Zufällen und dem guten Gefühl, nicht mehr funktionieren zu müssen. Im Sommer mit dem Wohnmobil, im Winter mit leichtem Gepäck und viel Neugier.

Hier geht es nicht um perfekte Routen, sondern um echte Tage. Nicht um Tipps, sondern um Erlebnisse. Um Zweifel, Lachen, Staunen – und um das, was passiert, wenn man sich traut, sein Leben neu zu denken.

Wenn du spürst, dass da draußen vielleicht noch mehr ist als Termine, Pflichten und Gewohnheit, dann bist du hier richtig.

Mittwoch, 16. Juli 2025

Ungarn 2025 Teil 5, von Budapest bis nach Ajka

Tag 18 – Ungarns wilde Schönheit 🌿🏞️


Wie geplant ging es heute weiter ans sagenumwobene Donauknie. Eine Gegend, die völlig zu Recht als eine der schönsten Landschaften Ungarns gilt und nicht umsonst gerne als ungarische Toskana bezeichnet wird.

Unser Ziel war das Nomad Camp – ein Stellplatz so pur und reduziert, dass selbst eingefleischte Minimalisten anerkennend nicken würden. Kein Schnickschnack, kein Luxus, kein ChiChi. Dafür etwas viel Wertvolleres: absolute Ruhe, Natur pur und ein Panorama, das direkt ins Herz geht. Direkt an der Donau, direkt im Moment.

Gut vorbereitet ist halb entspannt 🛒🚐

Ganz nach dem Motto „Vorbereitung ist alles“ deckten wir uns vorab noch mit Lebensmitteln und Frischwasser ein. Man weiß ja nie – und gerade an solchen Orten genießt man es, autark und unabhängig zu sein.

Die Strecke selbst war mit rund 50 Kilometern zwar überschaubar, dafür aber umso schöner. Kleine Dörfer, sanfte Hügel, sattes Grün – Ungarn zeigte sich von seiner ruhigen, fast schon meditativen Seite.

Ankommen ohne Worte 😌

Und dann gibt es diesen einen Moment auf Reisen: Du biegst um die letzte Kurve und weißt sofort – jetzt bist du da. Kein Zweifel, kein Suchen. Einfach ankommen.

Genau so fühlte es sich hier an. Still, weit, kraftvoll. Ein Ort, der nichts fordert und alles gibt.






Nomad Camp – mehr Herz als Abenteuer 🐔🐐🚐

Nomad Camp. Der Name klang erstmal nach wildem Abenteuer und staubiger Wildnis. In Wirklichkeit erwartete uns eine ziemlich charmante Mischung aus Mini-Bauernhof, kreativer Selbstbau-Oase und Stellplatz mit ganz viel Seele.

Schon beim Einfahren wurden wir standesgemäß begrüßt: Hühner, Ziegen und allerlei weiteres Getier kreuzten unseren Weg. Für einen kurzen Moment dachten wir ernsthaft, wir müssten gleich Eintritt fürs Streichelzoo-Ressort bezahlen. Doch dann winkte uns ein Mann ganz entspannt durch – freundlich, ruhig, völlig unaufgeregt. Ganz ungarisch eben.

Ankommen ohne Regeln 🏕️😌

Hinten auf dem Gelände reihten wir uns zwischen ein paar Vans und Zelten ein. Freie Stellplatzwahl, keine Parzellenschlacht, kein nerviges Rangieren. Einfach hinstellen, Motor aus, da sein.

Die Stimmung? Gechillter geht kaum. Eine bunte Mischung aus Aussteigern, Weltreisenden und Familien mit Lagerfeuerromantik. Menschen, die sich zunicken, ohne viel zu fragen. Jeder macht sein Ding, und genau das verbindet.

Kurz gesagt: Vanlife-Vibes pur. Ein Ort, an dem man automatisch einen Gang runterschaltet – und genau dafür sind wir hier.











Slow-Modus an der Donau 🐢🌿

Nach einer kleinen Erkundungstour durch diese grüne Oase entschieden wir uns ganz im Sinne von Otto für den Slow-Modus. Ein bisschen lesen, ein bisschen rumliegen, einfach sein.

Als kleines Tageshighlight gab es dann noch eine ausgiebige Krafttrainingseinheit. Jawohl – ein bisschen Bewegung musste sein. Damit war das Aktivitätskonto für diesen Tag dann aber auch mehr als erfüllt. Mehr Action hätte ohnehin nicht hierher gepasst.

Goldene Stunde & echte Freiheit 🌅😌

Als die Sonne langsam begann, die Donau in warmes Gold zu tauchen, wurde endgültig klar: Hier bleibt man gerne länger. Und das nicht wegen WLAN, nicht wegen moderner Sanitäranlagen oder schicker Extras.

Dusche und Toilette gibt es – wenn man es so nennen will – nur in ihrer einfachsten Form. Aber genau das ist der Punkt.

Was diesen Ort besonders macht, ist dieses unglaubliche Gefühl von Freiheit und Einfachheit. Kein Überfluss, kein Lärm, kein Müssen.

Weniger ist hier definitiv mehr.






Tag 19 – Auf zwei Rädern am Fluss 🚴‍♂️🌊

Nach einer wunderbar ruhigen Nacht direkt an der Donau begrüßte uns der neue Tag mit angenehmer Bewölkung und idealen Temperaturen. Bestes Wetter also für eine kleine Entdeckungstour auf zwei Rädern.

Nach einem gemütlichen Frühstück war alles schnell klar gemacht: Räder raus, Rucksack gepackt, Wasserflaschen verstaut – los geht’s. Genau diese kleinen Routinen machen unterwegs irgendwie glücklich.

Ziel: Nagymaros 🚲

Unser Ziel war Nagymaros, ein nettes kleines Örtchen direkt gegenüber von Visegrád. Dort verbindet eine kleine Fähre die beiden Donauufer – mehr Fluss-Shuttle als klassischer Fährbetrieb.

Die Strecke dorthin führte uns direkt entlang des Donau-Radwegs. Herrlich ruhig, kaum Verkehr, und immer wieder fantastische Ausblicke auf den Fluss und die bewaldeten Hänge auf der anderen Seite. Radfahren wie aus dem Bilderbuch.

Warten mit Aussicht ⏳😌

In Nagymaros angekommen, rollten wir direkt zur Fährstation. Tja – die Fähre war gerade auf der anderen Seite. Laut Fahrplan ging es erst um 12:00 Uhr weiter. Also hieß es: warten.

Aber ganz ehrlich – was soll's. Die Kulisse war traumhaft. Ein kleiner Getränkestand versorgte uns mit kühlen Erfrischungen, und die Wartezeit verging mit Donau-Schauen, Plaudern, Fotografieren und einfachem Genießen.

Manchmal sind es genau diese ungeplanten Pausen, die einen Reisetag besonders machen.






Warten, schauen, freuen ⛴️🌊

Gegen 11:30 Uhr kam endlich Bewegung ins Spiel. Auf dem kleinen Anleger auf der gegenüberliegenden Seite sammelten sich Fußgänger und ein paar Autos – ein sicheres Zeichen, dass es gleich losgehen würde.

Und tatsächlich: Punkt 11:45 Uhr legte die Fähre ab. Ganz ohne Hektik, ganz entspannt – und trotzdem beeindruckend pünktlich.

Ela und ich standen da und beobachteten, wie sich die kleine Fähre tapfer durch die gemächlich strömende Donau kämpfte. Kein Motorengeheul, kein Gedränge, einfach nur ruhiges Gleiten über den Fluss.

Ein Moment zum Zuschauen, Durchatmen und Schmunzeln. Manchmal ist selbst das Warten Teil des Erlebnisses – vor allem, wenn es so schön verpackt daherkommt.


Punktlandung auf ungarisch ⏱️⛴️😄

Am Ufer angekommen, entlud sich die Fähre zügig. Fußgänger runter, Autos runter – alles lief ruhig und erstaunlich effizient.

Dann waren wir dran. Mit unseren Rädern rollten wir an Bord, zückten die Tickets, ein kurzes Nicken – fertig. Und genau um 12:00 Uhr legte die Fähre wieder ab. Keine Minute zu früh, keine Minute zu spät.

Ela und ich schauten uns an und konnten uns ein Grinsen nicht verkneifen.
Deutsche Bahn, nimm dir bitte mal ein Beispiel! 😄

So fühlt sich Entschleunigung mit Präzision an – ganz ohne Stress, aber mit perfektem Timing.









Kurz, ruhig, beeindruckend 🌊🏰

Die Überfahrt war zwar kurz, dafür aber umso atmosphärischer. Zwischen Fluss, Burgruine und den sattgrünen Hängen des Donauknies lag sofort dieser besondere Zauber in der Luft, den man nicht planen kann – man spürt ihn einfach.

Schon während der Fahrt war klar: Diese Region hat Charakter. Kein lautes Spektakel, sondern stille Größe.

Ankommen ohne Plan 😄🤷‍♂️

Drüben angekommen standen wir erst mal da wie zwei neugierige Touris ohne Plan – was wir im Grunde ja auch waren. Natürlich thronte die altehrwürdige Burg von Visegrád eindrucksvoll auf dem Hügel und machte ordentlich Eindruck.

Aber ganz ehrlich: Nach unserem ausgedehnten Burg-Tag in Eger war die Lust auf „noch mehr Steine auf dem Berg“ eher überschaubar. Also stellten wir uns die einzig logische Reise-Frage:

Was tun? 🤔











Prioritäten setzen auf Reisen 😄🚬🏰

Der Salomon Turm, ein historischer Wachturm direkt am Donauufer, schien eine gute Alternative zur Burg zu sein. Also Kamera gezückt, ein paar Bilder gemacht – Check. Aussicht schön, Geschichte spannend, alles fein.

Und dann meldete sich eine ganz andere Realität: Der Mensch lebt bekanntlich nicht von Aussicht allein. Uns gingen die Zigaretten aus – und das war in diesem Moment eindeutig dringender als mittelalterliche Geschichte 😄

Rettung in letzter Sekunde 🚬😉

In Visegrád wurden wir zum Glück schnell fündig. Eine freundliche Trafik hatte alles, was wir brauchten – Problem gelöst, Laune gerettet.

Zurück am Donauufer gönnten wir uns eine kleine Verschnaufpause. Zigarette, Blick aufs Wasser, Gedanken treiben lassen. Und genau dabei fiel uns etwas Entscheidendes auf:

Der richtig schöne Donauradweg verlief eigentlich auf der anderen Seite des Flusses. Was hier auf unserer Seite lag, war eher… sagen wir mal: Feldweg Deluxe 🚴‍♂️😅

Planlos glücklich ⛴️😌

Wie es der Zufall wollte, legte genau in diesem Moment wieder die Fähre an. Also ganz pragmatisch: Zigaretten aus, Räder aufgeladen, Kurs zurück.

So ändern sich Pläne – selbst dann, wenn es eigentlich gar keine gab. Herrlich unorganisiert, spontan und einfach dem Gefühl folgend.

Genau so lieben wir das Reisen.


Endlich Donauknie 🚴‍♂️🌊🌿

Wieder auf der anderen Seite angekommen, war es dann endlich soweit: Radfahren entlang des Donauknies. Genau das, was eigentlich der Plan war – also unser klassischer Nicht-Plan.

Die Route war einfach wunderschön. Direkt am Wasser entlang, schattig gesäumt von Bäumen, immer wieder dieser freie Blick auf das gegenüberliegende Ufer und das satte Grün der Hügel. Ruhig, fließend, fast meditativ. Radeln im perfekten Rhythmus, ohne Zielstress, ohne Uhr.

Pause mit Aussicht 😌🥤

Nach einer richtig guten Strecke erreichten wir das charmante Örtchen Zebegény. Genau der richtige Ort für eine Pause.

Ein kleiner Imbiss versorgte uns mit kühlen Getränken – mehr brauchte es nicht. Hinsetzen, durchatmen, schauen, genießen.

Pause, Genuss, Lebensgefühl.
Manchmal ist Reisen genau das: unterwegs sein, anhalten, glücklich sein.









Im Moment angekommen 😌🌊

Wir saßen einfach da. Blick auf die Donau, auf vorbeiziehende Radfahrer, auf das ruhige Spiel von Licht und Wasser. Und irgendwo dazwischen: wir.

Keine Eile, kein Ziel, kein Plan. Nur das Jetzt.
Dieses stille, tiefe Gefühl, genau richtig zu sein, wo man gerade ist.

Manchmal ist genau das der größte Luxus überhaupt: nichts zu müssen und alles zu haben.

Zurück zu Otto & neue Pläne 🚴‍♂️🚐😌

Irgendwann machten wir uns gemütlich auf den Rückweg. Der Wind wehte uns um die Nase, die Beine liefen locker, der Kopf war frei. Schließlich kamen wir wieder bei Otto an – unserem treuen Gefährten, der geduldig auf uns wartete. Ankommen fühlt sich unterwegs immer ein bisschen wie Heimkommen an.

Maut, Recherche und eine klare Lösung 🛣️🤓

Jetzt war es an der Zeit, sich mit einem eher trockenen, aber wichtigen Thema zu beschäftigen: Maut in Österreich. Nach ein bisschen Internet-Recherche war schnell klar, dass wir für Otto eine Go-Box benötigen. Grund: über 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht.

Die nächste Frage war natürlich: Woher nehmen und nicht stehlen?
Die Lösung war überraschend einfach. In Györ konnte man die Go-Box direkt an einer Tankstelle kaufen. Damit war auch der weitere Reiseplan plötzlich ganz logisch und rund.

Der Plan – ganz entspannt 😄🗺️

Morgen noch einmal chillen auf dem Camp.
Dann nach Györ, die Mautbox für Österreich holen.
Anschließend weiter zum bereits gebuchten Campingplatz am Balaton.
Dort die Balaton-Durchquerung schwimmen.
Und zum Abschluss über Österreich zurück nach Deutschland.

Klang alles easy peasy. Genau nach unserem Geschmack.

Ein perfekter Ausklang 🌙✨

Der Abend verlief dann genauso, wie er sollte: ruhig, entspannt und erfüllt von einem Tag voller kleiner Abenteuer. Kein großes Highlight, kein Spektakel – aber genau diese Tage sind es, die hängen bleiben.

Tag 20

Tag 20 – Grenz-Hopping deluxe 🚐🌍

Nach ein paar absolut entschleunigten Tagen am traumhaften Donauknie hieß es nun: Aufbruch. So sehr uns das Nomad Camp mit seiner charmanten Mischung aus Bauernhof und Naturcamping gefallen hatte – wir wollten weiterziehen.

Ela und ich hatten noch ein paar Dinge auf der Liste. Ganz oben: der Kauf der Go-Box für Österreich. Und dafür mussten wir bis nach Győr.

Google weiß den Weg 😄🗺️

Also Google Maps angeworfen, schnellste Route ausgewählt – und siehe da: Die Strecke führte uns kurzerhand durch die Slowakei.
Warum auch nicht? Grenz-Hopping war inzwischen sowas wie unser neues Hobby geworden.

Kaum hatten wir bei Letkés die ungarisch-slowakische Grenze passiert, änderte sich das Fahrgefühl schlagartig. Die Straßen wurden plötzlich glatt, ruhig, fast schon luxuriös. Wie ausgewechselt!

Zurück in die Realität 😉

Leider hielt dieses kleine Straßenparadies nicht allzu lange. Bei Komárno ging es wieder zurück nach Ungarn.

Und siehe da: Die Fahrbahn erinnerte uns innerhalb weniger Meter sehr deutlich daran, wo wir uns befanden. Schlagloch-Feeling inklusive 😉

Aber genau das macht diese Reisen ja aus. Grenzen, Unterschiede, kleine Aha-Momente – und immer wieder das Gefühl, unterwegs genau richtig zu sein.



Ankommen mit Rückenwind 🚐☕🍀

An der angepeilten Tankstelle in Győr lief dann alles wie am Schnürchen. Go-Box geschnappt, Kaffee getankt – Mission erfüllt. Manchmal dürfen Dinge auch einfach mal reibungslos funktionieren.

Jetzt kam der entspannte Teil der Tagesfrage: Wohin geht’s heute Nacht?

Plan B funktioniert meistens am besten 😄🗺️

Der bereits gebuchte Campingplatz am Balaton konnte uns leider noch nicht aufnehmen. Also wie so oft: Park4Night öffnen, scrollen, hoffen. Und siehe da – das Camping-Orakel war uns wohlgesonnen.

In Ajka, einem kleinen Ort westlich des Balaton, fanden wir einen schnuckeligen Stadtcampingplatz direkt neben einem Freibad. Günstig, ruhig und perfekt für eine kleine Pause.

Ferienzeit, Zweifel & ein Volltreffer 🎯

Da die Ferienzeit in Ungarn in vollem Gange war, waren wir zunächst etwas skeptisch, ob wir ohne Reservierung überhaupt einen Platz bekommen würden. Aber: Versuch macht klug.

Also vorher noch schnell Vorräte auffüllen – der Otto-Vorratskeller war mal wieder komplett leer gefuttert – und dann ab Richtung Ajka.

Und was sollen wir sagen? Jackpot!
Eine freundliche Dame begrüßte uns herzlich. Mit Hilfe von Google Translate wurde kurz geplaudert, gelacht und genickt – und wir durften uns einen Stellplatz aussuchen. Freie Platzwahl auf einem fast leeren, herrlich gemütlichen Campingplatz.

Otto rollte zufrieden auf seinen Platz, und da wir beschlossen hatten, gleich vier Nächte zu bleiben, machten wir es uns richtig wohnlich.

Manchmal fühlt sich Ankommen einfach sofort richtig an.



Einfach laufen lassen 🍀😌

Ein echter Glückstreffer. Und wie so oft auf dieser Reise kam er genau deshalb zustande, weil wir nicht alles durchgeplant hatten.

Einfach dem Weg folgen, auf das Bauchgefühl hören und offen bleiben für das, was kommt. Genau dann passieren diese kleinen Wunder am Wegesrand.

Manchmal ist der beste Plan eben: keinen zu haben.

Tag 21 – Bürotag im Vanlife-Modus 💻☕🍃

Nach den letzten Tagen voller Landschaftsgenuss, Radabenteuer und Grenz-Hopping war heute mal Zeit für das, was im Vanlife erstaunlich oft zu kurz kommt: Bürotag.

Schon gestern hatte sich der Himmel immer mehr zugezogen, und heute wehte ein kühler Wind, der förmlich nach Laptop, Kaffee und To-do-Liste rief. Also genau das richtige Wetter, um in meiner Zweitkarriere als angehender YouTube-Reisereporter wieder aktiv zu werden.

Es wurde geschnitten, vertont, hochgeladen – mit voller Konzentration und leichtem Größenwahn. Wer weiß, vielleicht klopft ja bald das ZDF an und will eine eigene Doku-Serie mit uns drehen.
Arbeitstitel: Otto rollt – Abenteuer zwischen Donau und Dschungel 😉

Gesundheit geht vor 🏥❤️

Als Nächstes stand ein Thema an, das uns schon eine Weile begleitete: Elas Schulter. Da die Beschwerden einfach nicht richtig besser wurden, hatten wir gemeinsam entschieden, in Österreich ärztlichen Rat einzuholen. Nicht zuletzt, weil unsere Auslandskrankenversicherung nur vier Wochen Aufenthalt in Deutschland abdeckt.

Zum Glück erinnerte ich mich an einen Tipp von unserem Kumpel Jürgen – Thailand lässt grüßen – der das Krankenhaus in Schwaz wärmstens empfohlen hatte.

Also kurzerhand dort angerufen, freundlich erklärt – sprachlich international leicht chaotisch – worum es geht, und zack: Termin beim Schulterspezialisten am 07.08.2025. Check ✌️

Weltplanung & Fernweh 🌍✈️

Im Büromodus ging es gleich weiter. Eine E-Mail wanderte raus an eine Visaagentur in Indonesien – ein weiterer Geheimtipp, diesmal von Peter Bosch aus Mühlhausen.

Unser nächstes großes Ziel tauchte damit wieder sehr konkret am Horizont auf. Wer länger in Indonesien bleiben will, braucht schließlich das passende Visum. Unsere Wahl fiel auf das D12-Visum, das uns satte sechs Monate Aufenthalt ermöglicht. Und tatsächlich: Schon kurz nach dem Mittag kam die erste Antwort. Ich liebe es, wenn Empfehlungen wirklich Gold wert sind.

Frühstück. Mittag. Nickerchen. 😄

Nach so viel Organisation, Planung und Zukunftsdenken war es dann höchste Zeit für Frühstück. Ja, Frühstück. Zeitgefühl ist relativ im Vanlife.

Danach folgte ganz konsequent ein kleines Verdauungsschläfchen. Körper und Geist müssen schließlich im Gleichklang bleiben.

Park, Enten & Kaffee ☕🦆

Der Nachmittag zeigte sich dann doch noch von seiner freundlichen Seite. Also ging es raus zu einem Spaziergang durch den angrenzenden Stadtpark. Mit dabei: ein hübscher See, Enten, ein paar Schildkröten als Begleitung – und zum Abschluss ein Kaffee als wohlverdiente Belohnung.

Dieses Leben ist manchmal wirklich schwer zu ertragen … 😌







Alltag, der sich richtig anfühlt 🏊‍♂️🍽️😌

Zurück bei Otto war ich inzwischen auf Betriebstemperatur und stürzte mich noch ins Schwimmbad zu einer kleinen Trainingseinheit. Einfach ein paar Bahnen ziehen, Kopf frei bekommen, Körper bewegen – genau das Richtige.

Währenddessen widmete sich Ela ganz entspannt der Schönheitspflege und legte danach kulinarisch ordentlich nach. Es gab ein Festmahl aus Schweinefilet mit Nudeln – frisch, lecker und mit Liebe gemacht.

Ganz ehrlich:
Wenn das hier der Alltag ist, dann bitte mehr davon.

Tag 22 – Freibad statt Fahrplan 🌞🏊‍♂️😄

Der Morgen begann wie aus dem Urlaubsprospekt. Strahlend blauer Himmel, Sonne satt und Temperaturen, die förmlich nach Flip-Flops und Badetuch schrien. Kaum hatten Ela und ich aus dem Fenster von Otto geschaut, war der Tagesplan glasklar: Heute wird geplanscht – und zwar richtig.

Das Freibad direkt neben unserem kleinen, idyllischen Campingplatz in Ajka war unser Ziel. Eintritt quasi in Badeschlappen-Entfernung, kurze Wege, null Stress. Und das Wasser so einladend, dass selbst der sonst eher trainingsfokussierte Teil von mir spontan in den Urlaubsmodus schaltete.

Einfach treiben lassen 😌💦

Also lief alles nach dem bewährten Ablauf: Frühstück, Badehose, Sonnencreme – und rein ins Vergnügen. Wir ließen uns treiben, genossen das Leben und dachten an absolut nichts. Kein Plan, kein Müssen.

Höchstens mal kurz an die nächste kühle Erfrischung oder ein schattiges Plätzchen. Und ja – ganz nebenbei war natürlich auch noch Zeit für eine einstündige Trainingseinheit. Man will ja nicht völlig aus der Form geraten 😉

Genau so fühlt sich Sommer an.



Zwischen Sonnenbad und Schreibfluss ✍️🌞📘

Aber ganz ohne Aktivität geht’s bei mir dann doch nicht. Am Nachmittag nutzte ich die entspannte Atmosphäre, um endlich ein echtes Herzensprojekt anzugehen, das schon eine ganze Weile in meinem Kopf herumspukte.

Mit Unterstützung meines digitalen Komplizen – dem lieben ChatGPT – begann ich, die ersten Zeilen meines Buchs zu schreiben. Der Arbeitstitel stand schon länger fest:

Der letzte Lebensabschnitt

Eine Mischung aus Humor, Lebenserfahrung und Inspiration für alle, die den Mut haben, nochmal neu durchzustarten. Kein Ratgeber von der Stange, sondern Geschichten aus dem echten Leben. 💬📘

Was euch darin genau erwartet? Lasst euch überraschen. Nur so viel vorweg: Es wird ehrlich, unterhaltsam und garantiert nichts für Stubenhocker.

Sonne, Zeit und Ideen 😄📖📹

Bis dahin genießen wir hier in Ajka noch ein paar weitere sonnige Stunden. Und wer weiß – vielleicht springt morgen ja wieder eine neue Buchseite heraus.

Oder ein perfekter Bauchklatscher fürs nächste YouTube-Video. 😄

Tag 23 – Pausentag mit Perspektive 🧘‍♂️🌞

Der Tag begrüßte uns erneut mit perfektem Sommerwetter. Sonne, angenehme Temperaturen, ein leichter Wind – eigentlich genau das, was man für einen aktiven Urlaubstag braucht. Eigentlich.

Denn irgendwie kamen wir beide heute nicht so richtig in Fahrt. Aber wie sagt man so schön? Auch ein Pausentag ist ein Fortschritt. Besonders auf einer langen Reise wie dieser. Einfach mal nichts erzwingen, sondern den Rhythmus annehmen.

Ruhige Stunden & ehrliche Arbeit ✍️🚽

Ganz untätig waren wir dann aber doch nicht. Ich nutzte die ruhigen Stunden am Vormittag, um weiter an meinem Buch „Der letzte Lebensabschnitt“ zu schreiben. Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut sich Gedanken in so einem fahrenden Zuhause sortieren lassen.

Parallel kümmerte ich mich um eine der weniger glamourösen, aber unverzichtbaren Aufgaben des Camperlebens: die Toilettenentsorgung. Muss sein – und sorgt zuverlässig dafür, dass man wieder weiß, was im Leben wirklich zählt 😅

Ordnung, Routine & Lieblingsbeschäftigungen 📚😌

Ela hielt währenddessen Ordnung im Otto, putzte ein bisschen durch und setzte unsere zweite Waschmaschinenladung in Gang. Unser kleines autarkes Reiseheim blieb also rundum in Schuss.

Nach dem Frühstück – inklusive obligatorischem Verdauungsschläfchen – vertieften wir uns beide in das, was wir lieben. Ela in ihren spannenden Roman, ich wieder in Blog, Gedanken und die nächsten Etappen der Reiseplanung.

Ungarn-Finale in Sicht 🏊‍♂️🇭🇺

Denn morgen steht das große Ungarn-Finale auf dem Plan. Wir fahren weiter zum Balaton, genauer gesagt zum Campingplatz Badacsony, den wir extra reserviert haben.

Mit einem ganz besonderen Ziel vor Augen: dem legendären Balaton-Schwimmen.

Die Vorfreude ist groß, die Aufregung spürbar. Die letzten Tage in Ungarn brechen an – und wir sind fest entschlossen, sie in vollen Zügen zu genießen.