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Willkommen unterwegs

Wir sind nicht auf der Suche nach Orten. Wir sind auf der Suche nach Leben.

Man kann reisen, um etwas abzuhaken. Oder man kann reisen, um sich selbst wieder zu spüren. Wir haben uns für Letzteres entschieden.

Seit wir unseren alten Alltag hinter uns gelassen haben, leben wir zwischen Straßen, Begegnungen, Zufällen und dem guten Gefühl, nicht mehr funktionieren zu müssen. Im Sommer mit dem Wohnmobil, im Winter mit leichtem Gepäck und viel Neugier.

Hier geht es nicht um perfekte Routen, sondern um echte Tage. Nicht um Tipps, sondern um Erlebnisse. Um Zweifel, Lachen, Staunen – und um das, was passiert, wenn man sich traut, sein Leben neu zu denken.

Wenn du spürst, dass da draußen vielleicht noch mehr ist als Termine, Pflichten und Gewohnheit, dann bist du hier richtig.

Freitag, 30. Dezember 2022

Mexiko Tulum 2022 Tag 5 - 6

Manchmal kommt es anders als man denkt, wobei nicht immer etwas schlechtes dabei rauskommen muss.

Geplant war ein Tag am Strand und wir wollten dazu mal die rechte Seite von Tulum abfahren ob sich hier etwas schönes finden ließ. An unserem zweiten Tag, als wir noch ein Auto hatten und es geregnet hat, entdeckten wir schon ein Plätzchen das uns beiden gefallen hätte. Ein Lokal mit Strandliegen und Sonnenschirmen. Wir fuhren mit Speedy dorthin und auch gleich wieder weiter. Die wollten tatsächlich 1000 Pesos von uns zwei Verzehrumsatz, das sind 50€, damit wir die Liegen benutzen durften. Das war uns too much. Wir fuhren und fuhren immer weiter, da hier der gesamte Strandabschnitt mit Beachclubs belegt war wo man auch eine Menge Kohle abdrücken muss. Eigentlich fast am Ende der Straße hielten wir an um eine Zigarette zu rauchen und dann umzukehren. Da las ich ein Schild 100 Pesos Umsatz und dann Cenote frei. Wir wurden neugierig und schauten uns um. Ja wie schnukkelig. Ein Restaurant und eine Holzkonstruktion zum Liegen und Sitzen, für ganz wenig Geld 💰 und dann auch noch eine tolle Cenote zum schwimmen. Herz was willst du mehr.
Hier verbrachten wir den Tag mit Schwimmen, Apnoe tauchen, Standup Paddling und natürlich Faulenzen. Schee wars.
Cenoten tauchen, das war heute angesagt. Munter fuhren wir mit Speedy morgens zur Tauchbasis. Um 0820 war dort treffen. Wiederum den Geländewagen beladen und los ging die Fahrt zu einer Cenote auf die ich mich schon sehr freute, The Pit. Ela und ich alleine mit dem Guide, sehr schön keine weiteren Taucher zumindest bei uns in der Gruppe. Wir hatten beim letzten Mal schon so einen amerikanischen Pflegefall mit dabei dem eigentlich der Tauchschein entzogen gehört hätte 😞.

Die Fahrt durch den Dschungel war diesmal länger da The Pit tiefer in ihm lag.
Aber schließlich erreichten wir den Ort der Begierde. 
Wieder Briefing und dann rein.
Alleine schon die Örtlichkeit mitten im Dschungel ist super schön und unser Guide erzählte uns was hier so aller kreucht und fleucht. Jaguar, Python, Kobra und alle Arten von Vipern. Gott sei Dank sind die meisten der Tierchen Nacht aktiv.
Die Cenote The Pit besteht grob umschrieben aus zwei Zylindern. Der erste geht relativ senkrecht auf 40 Meter hinab und der zweite dann etwas schräg auf 110 Meter. Wir betauchten den ersten der zwei.
Der Einstieg, steile Treppen führten hinab zur Einstiegsplattform.

Der Tauchgang jetzt komplett anders als in der Dos Ojos. Wir leerten unsere Jackets und ließen uns in die Tiefe auf 40 Meter fallen. Brutal genial. Dort angekommen erkundeten wir den Grund und mein Guide zeigte mir die Fundstelle menschlicher Knochen, also die lagen da noch. In der Eiszeit nutzten die Menschen, die damals Wasser leeren Gänge, als Tunnelsystem um sich fortzubewegen. Wir betauchten auch ein paar Seitengänge und während wir langsam wieder aufstiegen die Tropfsteine an den Seiten der Höhle. Einfach gigantisch.
Nach 40 Minuten kamen wir wieder an der Oberfläche an. Sehr nice. Solange wir tauchen erkundet Ela immer die Umgebung und findet das ein oder andere lustige Tierchen.
Anschließend packten wir zusammen und fuhren zur Cenote Nicte Ha, diese war optisch ziemlich super schön da der offene Teil mit Seerosen bewachsen war.

Der Tauchgang ging praktisch einmal um den offenen Bereich herum und wieder zurück. Diesmal alles sehr flach und manchmal auch ein bißchen eng. Hier war gute Tarierung gefordert.
Auch sehr schön aber wenn man vom whow Effekt der anderen Cenoten verwöhnt ist dann jetzt einfach nur 👌 

Nach diesem herrlichen Tauchgang gingen wir noch lecker Hühnchen essen und verbrachten den Tag vollends Turbo faul.