🌊 Rückblick auf unsere letzten Tage auf dem Peloponnes 🇬🇷
Die letzten Tage auf dem Peloponnes hatten es noch einmal richtig in sich: Von den erfrischenden Polylimnio-Wasserfällen über unsere abenteuerliche Google-Maps-Odyssee auf der Suche nach der Ochsenbauchbucht bis hin zu unserem Besuch im geschichtsträchtigen Olympia war alles dabei. Dazwischen genossen wir ruhige Stunden am Meer, nette Begegnungen und einfach das süße Nichtstun. ❤️
Nun heißt es Abschied nehmen vom Peloponnes. Doch bevor wir Griechenland endgültig verlassen, haben wir noch einen spontanen Abstecher eingeplant: Lefkada und die Acheron Quellen warten noch auf uns! 🏝️🚐🇬🇷
28. August 2026 – Auf nach Lefkada 🌊🚐
Heute hieß es Abschied nehmen und auf zur Insel Lefkada! Nachdem wir Otto noch einmal auf Vordermann gebracht hatten, kurz mit unseren neuen Nachbarn aus Heilbronn geplaudert und bezahlt hatten, ging es auch schon los. Erst einmal tanken – und das sollte sich später noch als richtig gute Entscheidung herausstellen!
Zunächst ging es gemütlich über die Landstraße bis nach Pyrgos und von dort auf die Autobahn. Die Griechen sind schon ein lustiges Völkchen, denn es stellte sich heraus, dass es bis Patras zwar jede Menge Parkplätze an der Autobahn gab, aber irgendwie noch keine Möglichkeit zum Tanken. Die Tankstellen waren schlichtweg noch nicht fertig! 🤣 Zum Glück hatten wir gerade vollgetankt, sonst hätten wir vermutlich irgendwann kräftig neben der Autobahn nach einer Tankstelle suchen dürfen. So konnten wir entspannt weiterfahren. Die Autobahn war ziemlich leer und wir kamen gut voran, besondere Vorkommnisse gab es zunächst nicht.
Das erste richtige Highlight der Fahrt tauchte dann schon von weitem auf: die Rio-Andirrio-Brücke. Sie erinnerte uns sofort an unsere spektakuläre Bosporus-Überquerung in der Türkei. Die Brücke, offiziell Charilaos-Trikoupis-Brücke genannt, überspannt den Golf von Korinth zwischen Rio und Andirrio und ist mit rund 2,9 Kilometern Länge eine der beeindruckendsten Schrägseilbrücken Europas. Vier riesige Pylonen tragen das Bauwerk und die Konstruktion ist sogar darauf ausgelegt, mit den schwierigen Bedingungen dieser Region klarzukommen – tiefes Wasser, starke Winde und die Erdbebengefahr. Und wir durften tatsächlich mit Otto darüberfahren. 😎 Allerdings ließ man sich das Erlebnis auch ordentlich bezahlen: 24 Euro wurden uns für die Überquerung abgeknöpft. Nur für die Brücke! 🤣💸 Aber gut, wann fährt man schon einmal mit Otto über so ein beeindruckendes Bauwerk?
Auf der anderen Seite angekommen, ging es auf dem Festland munter weiter über die Autobahn. Wieder Kilometer um Kilometer, ohne besondere Vorkommnisse, bis kurz vor Lefkada. Maps zeigte uns plötzlich eine Streckensperrung an und wir mussten einen Umweg fahren. Dann stieg die verbleibende Fahrzeit plötzlich an, anstatt weniger zu werden. Wir dachten natürlich sofort: „Maps spinnt jetzt schon wieder!“ Das hatten wir schließlich erst vor kurzem, als uns Maps völlig überzeugt in eine Feigenplantage geschickt hatte. 🤣 Doch diesmal war tatsächlich etwas anderes los. Plötzlich standen wir im Stau.
Und das ausgerechnet wenige Kilometer vor Lefkada, obwohl wir die Insel schon sehen konnten. Ein Mann erklärte uns schließlich, dass die Zufahrt nach Lefkada über eine Schwenkbrücke führt. Die heutige Brücke ist eine schwimmende Ponton-Schwenkbrücke und kann zur Seite drehen, wenn Schiffe durch die schmale Meerenge passieren müssen. Für die Autofahrer bedeutet das dann ganz einfach: Warten! 🚤😂 Und genau das durften wir nun auch. Wir standen also im Stau, konnten Lefkada schon vor uns sehen und warteten darauf, dass die Brücke ihren maritimen Dienst verrichtete. Und plötzlich war auch klar, warum unsere Fahrzeit bei Maps auf einmal wieder nach oben ging. Maps hatte diesmal ausnahmsweise gar nicht schuld! 🤣🤣🤣
Als sich dann die Brücke wieder geöffnet hatte, löste sich der Stau langsam auf und Ela konnte noch ein paar schöne Fotos von der imposanten Wehranlage direkt vor der Brücke, der Brücke selbst und den putzigen Fischerbooten machen, die am Ufer lagen. Bei der Wehranlage handelt es sich um die Festung Agia Mavra, die direkt an der Zufahrt nach Lefkada liegt und früher den Zugang zur Stadt und zur Insel schützte. Die mächtigen Mauern und die Lage direkt am Wasser machen schon ordentlich was her.
Nachdem wir uns dann durch die Stadt Lefkada durchgeschlängelt hatten – überraschend viel Verkehr für eine Insel! – erreichten wir kurz danach den Campingplatz Kariotes Beach, den wir uns ausgesucht hatten.
Natürlich wieder einmal ohne vorher zu reservieren. 🤣 Der Campingplatz war eigentlich ziemlich leer, aber die junge Dame an der Rezeption meinte, sie hätte keinen Platz für uns, denn heute Nacht würde eine Gruppe anreisen, die reserviert hatte. Na toll, da standen wir nun und schauten erst einmal ziemlich blöd aus der Wäsche. 😂
Also Park4Night rausgeholt und tatsächlich ein paar Kilometer weiter noch einen anderen Platz entdeckt: den Camping Village Episkopos. Auch die Bewertungen waren ganz ordentlich und das, was bei den Bewertungen scheinbar nicht ganz so toll wegkam, interessierte uns eigentlich überhaupt nicht. Dusche und WC benutzen wir schließlich sowieso fast ausschließlich von Otto. Also hingefahren, einen Platz bekommen und schon war das Problem gelöst. Tweety wurde aus seiner Garage geholt, Otto so hingestellt, dass alles passte und ich fuhr anschließend noch kurz mit Tweety zum Lidl, wieder zurück Richtung Lefkada, um unsere Vorräte aufzufüllen. Danach wurde gekocht, gegessen und der Abend konnte gemütlich ausklingen.
Ela machte es sich mit ihrem Buch gemütlich und ich hatte noch etwas ganz anderes vor. Zusammen mit meinem Buddy ChatGPT und Suno produzierte ich gleich zwei neue Songs. Beim ersten hatte ich einfach Bock auf einen richtig schönen, harten Deutsch-Rock-Song. Der Titel passt dabei eigentlich perfekt zu unserer Art zu reisen: „Scheiß egal wohin“! 🤘🤣 Ein Song über unsere Einstellung, einfach loszufahren, sich nicht ständig Gedanken darüber zu machen, was andere davon halten und immer offen dafür zu sein, was hinter der nächsten Kurve kommt.
Der zweite Song entstand dagegen aus einem ganz anderen Gefühl heraus. Die schrecklichen Bilder von der Flutkatastrophe in Nepal und die vielen anderen Dinge, die uns Mutter Erde gerade um die Ohren haut, haben mich nachdenklich gemacht. Der Song heißt „Wir sind nur zu Gast“ und beschäftigt sich damit, wie wir mit unserem Planeten umgehen und dass es am Ende leider viel zu oft die Ärmsten der Armen trifft, wenn die Natur zurückschlägt. Auch dieser Song ist richtig cool geworden, aber eben einer, der einen nach dem Hören noch ein bisschen beschäftigt. 🌍❤️
Zwischendurch kümmerte ich mich dann noch um unser Programm für die nächsten Tage und buchte für Ela und mich eine Bootsfahrt, die den ganzen Tag dauern soll, natürlich mit Essen und allem Drum und Dran. Darauf freuen wir uns schon richtig! Und mein Buddy ChatGPT hatte auch noch etwas für morgen ausgearbeitet: eine coole Inseltour mit Tweety. Denn morgen heißt es ganz klar: Moped Time! 🛵😎🌴
29 August 2026 – Nein, keine 99 Luftballons, sondern 99 Kilometer! 🛵💨🇬🇷
Heute war endlich wieder Moped Time angesagt! 😎 ChatGPT hatte uns eine schöne Tour für Lefkadas Westküste zusammengestellt, mit Agios Nikitas, dem Kathisma Beach und – wenn wir Lust hatten – sogar bis ganz runter zum Porto Katsiki. Eigentlich war eine Abfahrt um 08:00 Uhr geplant, aber Ela und ich kamen heute Morgen irgendwie nicht so richtig in die Gänge. 😂 Ein bisschen trödeln, gemütlich frühstücken und noch dies und das erledigen und schon war es wieder ungefähr 09:00 Uhr, als Tweety endlich gestartet wurde. Aber egal, wir waren ja nicht auf der Flucht! 🤣
Ela hatte auf Google Maps den Windmühlenstrand entdeckt und wollte unbedingt die Windmühlen sehen, also wurde das unser erstes Ziel. Der Strand selbst gefiel uns richtig gut. Nicht überlaufen, schön gelegen und deutlich entspannter als das, was uns später noch erwarten sollte. Die alten Windmühlen haben allerdings ihre besten Zeiten schon hinter sich. Im nördlichen Bereich des Agios-Ioannis-Strandes stehen mehrere dieser historischen Mühlen, die früher einmal zur Verarbeitung von Getreide genutzt wurden. Heute sind sie größtenteils außer Betrieb und teilweise nur noch als Ruinen erhalten. Eine der Mühlen ist sogar noch besser erhalten und wird inzwischen als Café genutzt. Irgendwie haben die alten Dinger trotzdem ihren ganz eigenen Charme und geben dem Strand ein richtig schönes griechisches Flair. Nach ein paar Fotos ging es mit Tweety weiter.
Ich hatte inzwischen auf Maps das Kloster Faneromeni entdeckt und da es praktisch auf unserer Strecke lag, wurde auch hier kurzerhand ein Abstecher eingelegt. Das Kloster Faneromeni liegt etwa drei Kilometer westlich von Lefkada auf einem bewaldeten Hügel und ist das älteste und bedeutendste noch aktive Kloster der Insel. Schon die Lage ist klasse, denn von hier oben hat man einen fantastischen Blick über die Küste und hinunter auf den Windmühlenstrand.
Interessant ist auch die Geschichte des Ortes: Schon in der Antike soll sich hier ein Heiligtum der Göttin Artemis befunden haben. Das Kloster selbst blickt auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück und erhielt während der venezianischen Herrschaft seine heutige Grundform. Nachdem die Kirche mehrfach durch Brände beschädigt wurde, entstand das heutige Gotteshaus nach einem Brand von 1886 im Jahr 1887 neu.
Die Anlage selbst war ausgesprochen gepflegt und bis 14:00 Uhr konnten wir alles kostenlos besichtigen, natürlich erst nachdem sich Ela ordentlich angezogen hatte 😎😎😂. Zuerst schauten wir uns die Klosterkirche an.
Schon beim Betreten waren wir von den wunderschönen Fresken und der ganzen Atmosphäre beeindruckt.
Wir schauten uns die verschiedenen Bereiche der Kirche an, bevor wir draußen noch einige Fotos machten und natürlich auch den herrlichen Blick hinunter zur Küste festhielten.
Danach ging es noch ins Museum. Hier herrschte Fotografierverbot, das wir ausnahmsweise sogar einmal brav befolgten. 🤣 Anschließend liefen wir noch durch den kleinen Zoo des Klosters, hielten uns dort aber nicht allzu lange auf, denn schließlich stand heute ja noch unsere große Tweety-Tour auf dem Programm.
Weiter ging es Richtung Agios Nikitas. Allerdings waren wir inzwischen schon etwas spät dran und das machte sich bemerkbar. Bereits oben auf der Dorfstraße herrschte das reinste Verkehrschaos. Eine unglaubliche Menge an Autos stand dort und ließ erahnen, was unten im Ort und vor allem am Strand los sein musste. Ela und ich schauten uns kurz an und waren uns ziemlich schnell einig: Das müssen wir uns heute nicht antun. Also wieder Tweety angeworfen und weiter zum nächsten Ziel aus meiner von ChatGPT zusammengestellten Route – dem Kathisma Beach.
Oh weh! Auch hier erwartete uns schon von weitem Verkehrschaos. Je weiter wir nach unten kamen, desto voller wurde es und schon von oben sah der Strand für uns nicht gerade einladend aus. Sonnenschirm an Sonnenschirm, Liege an Liege und dazwischen jede Menge Menschen. Trotzdem stürzten wir uns kurz ins Getümmel, denn inzwischen hatten wir ordentlich Durst und wollten wenigstens etwas trinken. Der große Vorteil von Tweety zeigte sich hier einmal mehr: Während sich die Autos durch die engen Straßen quälten und Parkplätze suchten, konnten wir ganz entspannt bis nach unten fahren und beinahe direkt bis zur Beachbar. 😎 Dort gönnten wir uns etwas zu trinken und beobachteten erst einmal das Spektakel.
Da wir heute sowieso nicht schwimmen wollten – das war schließlich für morgen bei unserer gebuchten Bootstour geplant – ärgerten wir uns auch nicht darüber, dass wir keine Badesachen eingepackt hatten. Und ganz ehrlich: Hier hätten wir sowieso keine große Lust auf ein Bad bekommen. Der Kathisma Beach ist zwar wunderschön gelegen und bekannt für sein klares Wasser und die beeindruckende Steilküste, aber bei dem Trubel war das einfach nicht unsere Welt. Nachdem der Durst gelöscht war, ging es deshalb wieder auf Tweety.
Als nächstes gaben wir einfach einmal Porto Katsiki ins Navi ein. Der Strand liegt ziemlich weit im Süden von Lefkada und gilt als eines der bekanntesten Fotomotive der Insel. Angeblich sollte uns dort der große „Whoooow-Effekt“ erwarten. 😎 Wir beschlossen einfach, so weit zu fahren, wie wir Lust hatten, und dann zu sehen, was passiert. Und weil die Strecke richtig schön zu fahren war, wurde aus dem „mal schauen, wie weit wir kommen“ ziemlich schnell eine richtig schöne Tour. Kurvenreiche Bergstraßen, genau das Terrain, das ich liebe, dazu immer wieder fantastische Ausblicke auf die Küste und das Ionische Meer. Natürlich hielten wir zwischendurch immer wieder an, um das Panorama mit der Kamera festzuhalten. So verging die Zeit wie im Flug und wir kamen trotz der vielen Kurven erstaunlich gut voran.
Und jetzt waren wir gespannt, ob Porto Katsiki seinem Ruf tatsächlich gerecht werden würde … 😎🛵🌊
Tatsächlich schafften wir es direkt bis nach Porto Katsiki und bevor wir den Strand überhaupt zu Gesicht bekamen, gab es erst einmal wieder lange Autoschlangen zu bewundern. Überall hatten die Besucher ihre Fahrzeuge entlang der Straße abgestellt, offensichtlich um sich die Parkgebühren der offiziellen Parkplätze zu sparen. Mit Otto hätten wir hier echt Probleme bekommen, aber dank Tweety konnten wir wieder ganz entspannt bis zu den Imbiss- und Getränkebuden hinunterfahren, bevor es endgültig zum Strand hinunterging.
Tweety abgestellt und dann kam er tatsächlich, der angekündigte Whoooow-Effekt! Der Strand sah wirklich gigantisch aus und die Farben des Meeres waren unglaublich. Dieses tiefblaue und türkisfarbene Wasser vor der hellen Felswand war schon ein Anblick, bei dem man erst einmal staunen musste. Allerdings schossen mir beim ersten Blick auf die riesige Felswand auch gleich andere Gedanken durch den Kopf. Was würde wohl passieren, wenn dort oben plötzlich ein größerer Brocken aus der Wand herausbrechen würde? Ich war offensichtlich noch volles Programm Nepal-Sturzflut-geschädigt. 🤣 Obwohl ich ja gerade versucht hatte, diese Bilder und Gedanken mit unserem Song „Wir sind nur zu Gast“ ein bisschen zu verarbeiten.
Die beiden Animateurinnen der beiden Imbissbuden gingen mir dann allerdings kurzfristig ziemlich auf den Sack. 🤣 Die beiden lieferten sich einen kleinen Wettbewerb darum, wer denn nun den nächsten Besucher in seine Bude ziehen konnte. Wir entschieden uns schließlich für eine der beiden, setzten uns auf ein kühles Getränk und beobachteten das Treiben auf der Treppe hinunter zum Strand. Natürlich wurden auch hier wieder jede Menge Fotos gemacht, denn so einen Anblick nimmt man schließlich gerne mit. So toll Porto Katsiki auch aussah, die Menschenmassen, die sich hier unten tummelten, waren einfach nicht unseres. Irgendwann schauten Ela und ich uns an und waren uns einig: Wir fahren weiter.
Der ursprüngliche Plan meines Buddys sah vor, wieder auf derselben Strecke zurückzufahren. Das war jetzt nicht unbedingt das, worauf wir große Lust hatten. Ein kurzer Blick auf Google Maps brachte dann aber eine viel bessere Idee: Der schnellste Weg führte tatsächlich über die Ostküste wieder nach Norden. Damit war klar, was wir machen würden – eine komplette Inselumrundung mit Tweety! 😎
Genau so lieben wir das! Also los, einmal rund um Lefkada. Die Strecke war wieder richtig schön und wir hatten unterwegs immer wieder tolle Ausblicke. Unter anderem konnten wir Vasiliki von oben bewundern und natürlich mussten wir auch hier wieder den einen oder anderen Fotostopp einlegen.
Irgendwann meldete sich dann allerdings unser Magen und verlangte nach etwas Aufmerksamkeit. 😂 Also suchten wir uns das Restaurant Galazio heraus, das mit einer herrlichen Aussicht auf den Hafen von Sivota lockte. Dort machten wir eine kleine Pause, aßen eine Kleinigkeit und tranken natürlich wieder etwas Kühles. Bei dieser Hitze hatte man inzwischen sowieso das Gefühl, dass alles, was man trank, direkt wieder verdunstete! 🥵🤣
Gut gestärkt ging es weiter und auch auf dem nächsten Abschnitt erwarteten uns wieder tolle Ausblicke, unter anderem auf Vlicho und die wunderschöne Küstenlandschaft.
So langsam machten sich die 99 Kilometer und die Hitze dann aber doch bemerkbar und wir waren ziemlich froh, als wir schließlich wieder auf dem Campingplatz und bei Otto ankamen. Jetzt noch schnell in den Pool, ein kleines bisschen was naschen, ein wenig lesen und dann war eigentlich auch schon Feierabend. Die Augen wurden schwer und irgendwann war einfach Schluss für heute. 😴
Denn morgen wartete schließlich schon das nächste Highlight auf uns: unsere gebuchte Bootstour! Ein ganzer Tag auf dem Wasser, Essen, schöne Buchten und hoffentlich jede Menge neue Eindrücke. Darauf freuten wir uns schon richtig. 🌊⛵☀️
30 August 2026 – Mit der Odysseia übers Ionische Meer ⛵🌊
Nachdem das Boarding auf unserem Ausflugsboot Odysseia bereits um 08:30 Uhr beginnen sollte und wir von unserem Campingplatz immerhin noch 17 Minuten bis zum Hafen von Nidri mit Tweety benötigten, hatten wir den Wecker vorsichtshalber auf 06:00 Uhr gestellt. Aufstehen, Kaffee trinken, beim Bäcker noch schnell ein paar süße Stückchen eingekauft und schon saßen wir wieder auf Tweety, diesmal mit dem Hafen von Nidri als Ziel. Die Luft war am frühen Morgen herrlich kühl und die kurze Strecke machte mit unserem kleinen Flitzer natürlich wieder richtig Spaß. Wir lieben den Kleinen einfach! 🛵❤️
Im Hafen angekommen stellten wir Tweety am Straßenrand ab und machten uns auf zur Odysseia. Das Einchecken war völlig unkompliziert und wir wurden sehr freundlich empfangen. Eigentlich hatten wir schon damit gerechnet, wieder einmal die Ersten zu sein, aber diesmal waren tatsächlich schon einige andere Gäste an Bord. Die Odysseia selbst sah richtig schön aus und hob sich im Hafen deutlich von den anderen Ausflugsbooten ab. Und das nicht ohne Grund: Das Schiff ist ein handgefertigtes Holzboot und eine Nachbildung eines antiken griechischen Kriegsschiffes. Rund 20 Meter lang und 6 Meter breit, verbindet es die Optik einer historischen Galeere mit moderner Technik. Schon im Hafen machte das Schiff ordentlich was her und wir waren gespannt, was uns an diesem Tag alles erwarten würde. ⛵😎
So nach und nach kamen die anderen Gäste an Bord und pünktlich um 09:00 Uhr legte die Odysseia ab. Unser Kurs führte zunächst Richtung Osten, direkt in die aufgehende Sonne hinein – schöner konnte der Start eigentlich kaum sein. ☀️⛵
Allerdings dauerte die erste Etappe nicht besonders lange. Auf Höhe der Insel Madouri stoppte die Odysseia plötzlich mitten auf dem Meer und auf dem Schiff wurde es ein wenig hektisch. Irgendetwas stimmte mit der Technik nicht. 😳 Da wir nun auf offener See lagen, während um uns herum andere Boote munter weiterfuhren, verging die Zeit und bei mir kamen langsam die ersten Zweifel auf, ob das heute mit unserer geplanten Tour überhaupt noch etwas werden würde. Schließlich hatten wir ja einiges vor! Nach ungefähr einer knappen halben Stunde bekam die Crew das Problem aber glücklicherweise in den Griff und wir konnten unsere Fahrt fortsetzen. Puh, noch einmal Glück gehabt! 😅
Wir fuhren vorbei an der berühmten Privatinsel Skorpios, die durch den griechischen Reeder Aristoteles Onassis weltbekannt wurde und heute weiterhin in Privatbesitz ist. Die Insel ist für normale Besucher nicht frei zugänglich, weshalb wir sie zunächst nur vom Wasser aus bestaunen konnten. Später sollte die Odysseia aber noch einmal ganz gezielt Kurs auf Skorpios nehmen. Unser nächstes Ziel lag auf der großen Nachbarinsel Meganisi: die Papanikolis-Höhle. Sie gehört zu den bekanntesten Meereshöhlen der Region und ist nach dem griechischen U-Boot Papanikolis benannt, das sich während des Zweiten Weltkriegs dort versteckt haben soll. Die große Öffnung der Höhle ist schon vom Wasser aus beeindruckend und als wir mit der Odysseia hineinfuhren, konnten wir uns gut vorstellen, warum dieser Ort zu den besonderen Zielen rund um Meganisi gehört.
Hier stand auch unser erster Schwimmstopp auf dem Programm. Natürlich hatte ich meine GoPro dabei, denn so eine Gelegenheit für Unterwasseraufnahmen lasse ich mir natürlich nicht entgehen. 🤣 Also ab ins Wasser und erst einmal ordentlich geplantscht. Wir schwammen vor der Höhle, hinein und natürlich auch ein bisschen um die Felsen herum und genossen das herrlich klare Wasser und die ganze Atmosphäre. Durch unsere technische Zwangspause hatten wir allerdings inzwischen ungefähr eine halbe Stunde Verspätung und hinter uns tauchten bereits weitere Boote auf, die ebenfalls zur Höhle wollten. Vermutlich waren die Zeiten irgendwie miteinander abgestimmt, denn wenn hier alle gleichzeitig mit ihren Gästen angekommen wären, hätte es wahrscheinlich ein ziemliches Durcheinander gegeben. So schwammen wir noch ein wenig vor, in und um die Höhle herum, bevor es langsam wieder zurück an Bord ging.
Irgendwann ertönte dann das „Nebelhorn“ des Kapitäns – allerdings nicht irgendeine Schiffshupe, sondern eine Muschel, aus der unser Käpt'n tatsächlich einen richtig coolen Ton herausbekam. 🐚😂 Das war das Zeichen: Alle Mann zurück an Bord! Also schnell aus dem Wasser und wieder auf die Odysseia, denn es sollte weitergehen.
Unser nächstes Ziel war Porto Spilia, ebenfalls auf Meganisi. Hier gab es nun zwei Möglichkeiten: Wer Lust hatte, konnte an einer geführten Tour hinauf in den Ort Spartochori teilnehmen oder einfach am Wasser bleiben und die Zeit ganz entspannt am Strand verbringen. Spartochori liegt oberhalb der Bucht und ist bekannt für seine weißen Häuser, die engen Gassen und den schönen Blick über die Bucht und die umliegenden Inseln.
Für uns war die Entscheidung ziemlich schnell gefallen. Bei dieser Hitze auf den Berg hochlaufen? Nö! 🤣 Heute war schließlich Relaxtag und nicht Bergwandertag. Also entschieden wir uns für die entspannte Variante und machten es uns am Wasser gemütlich. Nach dem frühen Aufstehen, unserer kleinen technischen Zwangspause und dem ersten Schwimmstopp war genau das jetzt das Richtige für uns. Einfach sitzen, schauen, genießen und mal für eine Weile überhaupt nichts tun, außer wieder schwimmen und was trinken. 😎🌊☀️
Nach rund eineinhalb Stunden Aufenthalt ertönte wieder das Nebelhorn und langsam sammelten sich alle wieder an Bord. Jetzt gab es erst einmal einen Ouzo, sozusagen den kleinen Appetizer für das, was nun kommen sollte. 😂
Unser nächstes Ziel war der Klimaki Beach auf Meganisi, wo bereits das Mittagessen auf uns wartete.
Die Odysseia fuhr praktisch direkt an den Strand und über die Leitern am Bug konnten wir direkt auf den Kiesstrand steigen. Das Wasser war wieder einmal glasklar und so dauerte es natürlich nicht lange, bis wir schon wieder darin verschwanden. 🤣 Während Ela einfach schwimmen ging, musste ich natürlich wieder mit meiner GoPro losziehen und ein bisschen schnorcheln.
Danach wartete das Mittagessen auf uns. Es gab leckeres Souvlaki mit allem, was dazugehört, dazu Wein und alkoholfreie Getränke – und das alles war bereits im Preis der Tour enthalten. Wir ließen es uns richtig gut gehen, schmausten ordentlich und genossen einfach diesen herrlichen Platz. Da der Mittagsstopp etwas länger dauerte, ging es anschließend natürlich noch einmal ins Wasser. Und ich nutzte die Gelegenheit selbstverständlich auch wieder für ein bisschen Blödsinn. 🤣
Irgendwann war es dann aber auch gut mit Sonne, Kiesstrand und Schwimmen. Ela und ich zogen uns auf das Schiff zurück und genossen den Schatten. Nach und nach hatten auch die anderen Gäste genug von der Sonne und gesellten sich wieder an Bord. Die Crew räumte noch alles vom Strand zusammen und als schließlich wieder alles verstaut war, ertönte das vertraute Horn und es ging weiter.
Jetzt wartete ein ganz besonderer Name auf uns: Skorpios. Die kleine Insel wurde durch Aristoteles Onassis weltberühmt. Onassis kaufte Skorpios 1963 und machte sie zu seinem privaten Rückzugsort. Hier empfing er internationale Prominenz, Politiker und andere berühmte Persönlichkeiten. Der wohl bekannteste Moment in der Geschichte der Insel war seine Hochzeit mit Jacqueline Kennedy, der Witwe des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, am 20. Oktober 1968. Die Hochzeit machte Skorpios endgültig zu einem Mythos der internationalen High Society. 🥂🌴
Von der Odysseia aus konnten wir natürlich nicht einfach auf die Insel spazieren. Anlegen oder Ankern war hier nicht möglich, deshalb fuhren wir langsam an der Küste entlang und konnten vom Wasser aus einen Blick auf die verschiedenen Bereiche der Privatinsel werfen. Besonders interessant war natürlich das Anwesen, das mit Jackie Kennedy verbunden wird, aber auch der kleine Hafen und die anderen Gebäude, die zwischen der üppigen Vegetation immer wieder zu erkennen waren. Man konnte sich schon vorstellen, was sich hier über Jahrzehnte abgespielt haben muss. Onassis nutzte die Insel nicht nur als privaten Rückzugsort, sondern auch als Treffpunkt für Menschen aus Politik, Wirtschaft und internationalem Jetset. Skorpios wurde dadurch weit mehr als eine griechische Privatinsel – sie wurde zu einem Symbol für Reichtum, Macht und die internationale Welt der Superreichen.
Nach Onassis' Tod 1975 blieb die Insel zunächst im Besitz seiner Familie. 2013 wechselte Skorpios dann den Besitzer. Die Familie des russischen Milliardärs und Oligarchen Dmitry Rybolovlev übernahm die Insel beziehungsweise die damit verbundenen Gesellschaften von Athina Onassis. Über den tatsächlichen Kaufpreis wurde offiziell Stillschweigen bewahrt, in den Medien wurden damals aber Summen von etwa 100 bis 120 Millionen Euro genannt. Ganz schön viel Geld für ein kleines Stück Land im Ionischen Meer! 😳💰 Zum Vergleich: Aristoteles Onassis hatte Skorpios 1963 für gerade einmal 3,5 Millionen Drachmen gekauft, was heute ungefähr 13.000 Euro entsprechen würde. 🤣
Und aus der ehemaligen privaten Spielwiese der Onassis-Familie soll inzwischen etwas ganz Besonderes werden. Rybolovlev lässt Skorpios zu einem hoch exklusiven Luxusresort beziehungsweise einem sogenannten VIP Exclusive Club umbauen. Das Projekt soll nach aktuellen Angaben insgesamt rund 165 bis 184 Millionen Euro kosten und umfasst unter anderem luxuriöse Unterkünfte und Villen, Sportanlagen, einen eigenen Strandbereich, ein Amphitheater, Hafenanlagen, einen Hubschrauberlandeplatz und sogar eine biodynamische Farm. Die Idee ist nicht, daraus ein gewöhnliches Ferienresort zu machen, sondern einen abgeschotteten Luxus-Rückzugsort für eine sehr kleine und entsprechend zahlungskräftige Kundschaft. Seit 2025 läuft bereits die schrittweise touristische Nutzung einzelner fertiggestellter Einrichtungen. Wenn das Projekt vollständig umgesetzt wird, dürfte Skorpios also wieder genau das werden, was die Insel unter Onassis schon einmal war: ein ziemlich exklusiver Ort für Menschen, bei denen der Blick auf die Kreditkartenabrechnung vermutlich eher nebensächlich ist. 😂💰🌴
Doch damit war unsere Inselrunde noch nicht vorbei. Als nächstes nahmen wir Kurs auf Madouri, die kleine Insel direkt vor Lefkada, die uns bereits am Morgen begegnet war. Madouri ist gerade einmal rund 0,2 Quadratkilometer groß und komplett bewaldet. Berühmt wurde die Insel vor allem durch die Familie Valaoritis. Der griechische Dichter Aristotelis Valaoritis, einer der bedeutenden griechischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, verbrachte hier viel Zeit und ließ Mitte des 19. Jahrhunderts das heute noch erhaltene Herrenhaus errichten. Das Gebäude liegt versteckt zwischen den Bäumen und ist vom Wasser aus nur teilweise zu erkennen.
Valaoritis war nicht nur Schriftsteller, sondern auch politisch aktiv und setzte sich unter anderem für die Vereinigung der Ionischen Inseln mit Griechenland ein. Madouri wurde dadurch zu einem wichtigen Teil seiner Lebensgeschichte und ist bis heute eng mit seinem Namen verbunden. Heute befindet sich die Insel weiterhin in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich. Von unserem Schiff aus konnten wir also wieder nur einen Blick auf die dicht bewachsene Insel und das historische Herrenhaus erhaschen.
Zwei kleine Privatinseln, zwei völlig unterschiedliche Geschichten – und wir mittendrin auf der Odysseia, die uns gemütlich durch diese faszinierende Inselwelt schipperte. 😎⛵🌊
Nach dieser letzten Privatinsel gab es noch einen kleinen Schwimmstopp, den allerdings nicht mehr alle Gäste wahrnahmen. Auch Ela und ich verzichteten diesmal dankend darauf. Obwohl wir Sonne inzwischen wirklich gewohnt waren, war es jetzt einfach genug. 🥵😂 Nach diesem kurzen Stopp ging es dann endgültig zurück in Richtung Nidri, wo wir am Morgen unsere Tour begonnen hatten.
Dort angekommen gönnten Ela und ich uns noch jeweils einen Mojito und ließen den herrlichen Tag ganz entspannt ausklingen. 🍹😎 Kurz darauf legte die Odysseia wieder an und unser wunderschöner Tag auf dem Ionischen Meer ging tatsächlich schon zu Ende. Jetzt durfte noch einmal unser kleiner Tweety ran, der den ganzen Tag tapfer auf uns gewartet hatte. 🛵❤️ Wir fuhren zurück zum Campingplatz und ließen den Tag gemütlich ausklingen. Zum Essen brauchten wir tatsächlich nichts mehr, dafür gab es noch einen kleinen Hüpfer in den Pool und anschließend machte ich mich daran, das Reel von unserer gestrigen Mopedtour einmal rund um Lefkada fertigzuschneiden. Wenn man schon den ganzen Tag unterwegs ist, muss man die Erlebnisse schließlich auch irgendwie unters Volk bringen! 🤣
Danach war aber endgültig Feierabend. Augen zu und weg. 😴
Für morgen hatten wir ausnahmsweise einmal überhaupt nichts Großes geplant. Einfach einen richtig gemütlichen Relaxtag. Ich musste schließlich noch die beiden vergangenen Ausflugstage im Blog nachschreiben und Ela wollte unser Zuhause einmal wieder ordentlich putzen und auf Vordermann bringen. Nach den letzten beiden Tagen mit Tweety und der Odysseia war das wahrscheinlich auch dringend nötig. 😂🚐❤️
31 August 2026 – Heute mal ganz ohne Action 😎🚐
Den heutigen Tag verbrachten wir tatsächlich komplett auf dem Campingplatz und machten genau das, was wir gestern geplant hatten. Hui, unser Plan läuft momentan doch tatsächlich erstklassig! 😂 Ich fuhr morgens kurz zum Bäcker und holte uns ein Brot und natürlich wieder zwei von diesen oberleckeren süßen Stückchen, die ich schon gestern dort entdeckt hatte. Damit war das Frühstück gesichert. Unsere Hauskatze bekam natürlich auch wieder ihren Anteil und danach setzte ich mich an den Laptop und begann mit dem Schreiben.
Da die letzten beiden Tage vollgepackt mit Erlebnissen und Action gewesen waren, dauerte das Ganze natürlich seine Zeit. Während ich mich durch unsere Erlebnisse arbeitete, beschäftigte sich Ela mit unserem Otto und machte im Inneren einmal ordentlich klar Schiff. Zwischendurch ging es für uns natürlich auch mal in den Pool, ein bisschen abkühlen und einfach die Seele baumeln lassen, bevor es wieder an die Arbeit ging.
Ich schnitt außerdem noch das Reel von unserer Bootstour mit der Odysseia und war dabei einmal mehr erstaunt, wie viel Zeit man als „Hobby Influencer“ eigentlich investieren muss, damit die ganzen Kanäle einigermaßen auf dem Laufenden bleiben. 🤣 Da wird aus einem schönen Urlaubstag ganz schnell ein halber Arbeitstag am Laptop. Aber was soll's, schließlich wollen wir unsere Erlebnisse ja nicht nur für uns behalten, sondern auch euch ein bisschen mit auf unsere Reise nehmen. ❤️
So verging der Tag ganz gemütlich. Wir machten uns noch ein leckeres Abendessen, ließen es uns schmecken und danach einfach den Tag entspannt ausklingen. Kein Zeitdruck, keine großen Pläne und vor allem keine 99 Kilometer mit Tweety! 😂🛵
Morgen sollte es dann tatsächlich weitergehen. Wir wollten Lefkada verlassen und uns auf den Weg zu unserem letzten Ziel in Griechenland machen: den Acheron Springs in der Nähe von Igoumenitsa. Die sollen landschaftlich richtig schön sein und nach allem, was wir darüber gesehen und gelesen hatten, noch einmal ein ganz besonderes Erlebnis werden. Also schauen wir mal, was uns dort erwartet … 🌿💦🇬🇷
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