🇬🇷 Griechenland mit dem Wohnmobil – Aufbruch nach Halkidiki, der Berg Athos und alte Erinnerungen 🚐🌊⛰️ | 10.08. – 16.08.2026

Nach unseren entspannten Tagen rund um Alexandroupolis hieß es nun Abschied nehmen und weiterziehen. 🇬🇷🚐 Wir hatten die letzten Tage genutzt, um den Blog wieder auf Vordermann zu bringen, Otto technisch ein wenig zu optimieren, viel Zeit am Strand zu verbringen und natürlich unseren Plan für die nächsten Wochen zu schmieden. 🏖️☀️

Nun geht es weiter Richtung Halkidiki – genauer gesagt auf die Halbinsel Sithonia. 🌊🏝️ Was uns dort erwartet, wo wir landen werden und welche kleinen und großen Abenteuer wieder auf uns warten, erfahrt ihr im nächsten Abschnitt unseres Griechenland-Abenteuers. 😉🚐🇬🇷


📅 10. August 2026 – Abschied von Alexandroupolis und auf nach Sithonia 🚐🇬🇷🌊

Ja, der Tag des Abschieds war gekommen. Von Evi hatten wir uns bereits gestern verabschiedet und Markus wollte heute noch einmal bei uns vorbeischauen. Also hieß es erst einmal alles zusammenpacken. Da wir in den letzten Tagen praktisch unser komplettes Camp draußen aufgebaut hatten, dauerte das natürlich ein paar Minuten. 😅 Unser Plan war eigentlich ganz einfach: alles verstauen, noch schnell zum Lidl zum Einkaufen fahren, am ATM noch Bargeld holen, anschließend zurück zum Stellplatz, Markus bezahlen, uns verabschieden und dann ab Richtung Halkidiki.

Natürlich kam es ein kleines bisschen anders. 😂 Gerade als wir unseren Tweety einladen wollten, kam unser Nachbar aus seinem Wohnmobil und wir begannen zu plaudern. Kurz darauf tauchte auch Markus auf und beteiligte sich an der Unterhaltung, während Ela sich mit der Frau unseres Nachbarn unterhielt. So verging die Zeit und irgendwann meinte ich, dass wir vielleicht langsam los sollten, wenn wir heute noch irgendwie unser Ziel erreichen wollten. 😉 Mittlerweile war auch alles so verstaut, dass Otto wieder fahrtauglich war. Wir verabschiedeten uns von unseren netten Nachbarn aus Garmisch und machten uns auf den Weg Richtung Lidl.

Unterwegs hielten wir noch bei dem älteren Mann, der hier offenbar jeden Tag von morgens bis abends an der Straße stand und Honig verkaufte. 🍯 Natürlich konnten wir da nicht einfach vorbeifahren und so wechselte noch ein Glas Honig den Besitzer. 

Danach aber wirklich: zackig zum Lidl! 😁 Dort war die Hölle los, aber wir schafften es trotzdem, unsere wichtigsten Einkäufe zu erledigen, Bargeld am Automaten abzuheben und schon ging es wieder zurück zum Stellplatz. Wir hatten nämlich kein Bargeld mehr gehabt und mussten Markus ja noch bezahlen. Also erledigten wir auch das, verabschiedeten uns nun wirklich endgültig von ihm und schon rollte Otto auf die Autobahn in Richtung Halkidiki. 🚐💨

Noch am Morgen hatte ich in der Facebook-Gruppe "Griechenland mit dem Wohnmobil" einen Tipp für einen Stellplatz bekommen. Die Bilder sahen vielversprechend aus und so hatte ich den Platz kurzerhand als Ziel in Google Maps eingegeben. Etwas mehr als 300 Kilometer und ungefähr vier Stunden Fahrzeit lagen vor uns. Ob wir die komplette Strecke heute noch fahren würden, wollten wir einfach unterwegs entscheiden. Also fuhren wir erst einmal munter drauflos. 🚐 Die Fahrt verlief auf der Autobahn ziemlich entspannt, auch wenn wir wieder einmal feststellen mussten, wie schnell das Geld an den griechischen Mautstationen unseren Geldbeutel verließ. 💶😂

Die letzten rund 30 Kilometer wurden dann richtig schön. Die Autobahn lag hinter uns und wir schlängelten uns durch eine wunderschöne, hügelige Landschaft über kurvige Straßen immer weiter in Richtung unseres Ziels am Beginn der Halbinsel Sithonia. 🌿⛰️ Als wir schließlich dort ankamen, waren wir allerdings zunächst etwas erschlagen. Der Strand war wunderschön, aber touristisch komplett erschlossen und entsprechend viel los. 🏖️😳 Google Maps zeigte uns allerdings noch ein Stückchen Fahrstrecke an, also fuhren wir einfach weiter.

Und dann kam der Moment, an dem wir über einen letzten kleinen Hügel fuhren und plötzlich den großen Parkplatz vor uns vom Pirgos Strand sahen. 👀 Dort standen bereits einige Wohnmobile und es sah auf den ersten Blick vielversprechend aus. Wir fuhren hin, fanden tatsächlich gleich einen freien Platz ganz vorne am Meer und das Beste: Otto stand sogar ziemlich waagerecht! 😁🚐🌊

Unser Wohnmobil Otto am Strand von Pirgos, Griechenland

Nach der langen Fahrt war jetzt aber erst einmal Pause angesagt. Wir stellten unsere Stühle raus, machten es uns gemütlich und genossen einfach das Szenario vor uns. Meer direkt vor der Nase, Otto in der ersten Reihe und endlich ein bisschen Ruhe nach den gut 300 Kilometern. 🏖️☀️ Zeit für einen Kaffee und um erst einmal anzukommen. 




Mittlerweile war es schon später Nachmittag und wir ließen den Tag ganz gemütlich ausklingen. 📖☀️ Wir lasen ein bisschen, ich beschäftigte mich mit der Frage, wie und wo es für uns weitergehen könnte, und natürlich durfte auch ein bisschen Handy-Daddeln nicht fehlen. 😁 Besonders schön war der Blick am Abend auf den Berg Athos, der im Licht der untergehenden Sonne einfach traumhaft aussah. 🌅⛰️ So etwas könnte man sich stundenlang anschauen.

der Berg Athos bei Sonnenuntergang

Zum Kochen hatten wir heute überhaupt keine Lust. 😄 Schließlich hatten wir am Vormittag beim Lidl jede Menge leckere Sachen eingekauft und so gab es einfach eine gemütliche Brotzeit. 🥖🧀🍅 Genau das Richtige nach einem langen Fahrtag. Danach noch ein bisschen mit dem Handy herumgespielt und schon wurden die Augen schwer. 😴 Wir machten es uns in Otto gemütlich und gingen relativ früh schlafen.

Wie es am nächsten Morgen weitergehen sollte, war allerdings noch nicht ganz klar. Die Ankunft hier hatte uns doch gezeigt, dass in dieser Gegend ziemlich viel los war. Im August hatten natürlich die Griechen selbst Urlaub, dazu kamen jede Menge Italiener und auch viele Rumänen und Bulgaren waren in Griechenland unterwegs. Da stellte sich natürlich die Frage, ob wir uns noch ein bisschen weiter auf Sithonia umschauen, vielleicht noch einen Tag hierbleiben oder doch gleich weiter auf den ersten Finger von Halkidiki fahren sollten: die Halbinsel Kassandra.

Eine Sache reizte mich dabei ganz besonders. In Pefkochori wollte ich unbedingt nach einem Lokal schauen, in dem ich vor fast 40 Jahren einmal gearbeitet hatte und mit dem ich auch ganz besondere Erinnerungen verbinde. ❤️ Ob es dieses Lokal nach all den Jahren überhaupt noch gibt? Das wollte ich unbedingt herausfinden. Die Entscheidung wollten wir aber erst am nächsten Morgen ganz in Ruhe treffen.

Eines stand allerdings schon fest: Auf die Insel Evia, beziehungsweise Euböa, wollten wir auf jeden Fall. 🏝️ Die Insel soll noch weitgehend vom Massentourismus verschont geblieben sein und hatte laut unseren bisherigen Recherchen einige richtig schöne Highlights zu bieten. Genau das klang nach einem Ziel, das uns gefallen könnte.

Aber jetzt war erst einmal Schluss mit Planen. Morgen ist schließlich auch noch ein Tag. 😉🚐🌙

📅 11. August 2026 – Pefkochori, Touristenchaos und die Flucht nach Süden 🚐🌊☀️

Der heutige Morgen begann mit einem wunderschönen Sonnenaufgang und zeigte uns mal wieder, welch tolles Leben wir im Moment führen dürfen. 🌅❤️ 

Ela und ich hatten heute Morgen eine Entscheidung getroffen, ab nach Kassandra und dort mal schauen. Da die Zufahrtsstraße zu unserem Stellplatz gestern durch die vielen parkenden Autos doch ziemlich eng gewesen war, wollten wir lieber frühzeitig vom Fleck kommen. Kein Problem, denn wir waren sowieso jeden Morgen früh wach. Also kurz alles zusammengepackt, das Frühstück wieder einmal ausfallen lassen und los, bevor der große Ansturm der Strandgäste begann. Der Plan ging hervorragend auf und schon waren wir unterwegs in Richtung der nächsten Halbinsel von Halkidiki: Kassandra. Laut Google Maps lagen knapp 90 Kilometer und etwas mehr als eineinhalb Stunden Fahrzeit bis Pefkochori vor uns. 🚐💨 Bis kurz vor Kallithea war die Straße sogar vierspurig und wir kamen gut voran. 


Bei einem Tankstopp bemerkte ich allerdings, dass an unserem Otto etwas fehlte: Das komplette Glas vom linken Rücklicht war verschwunden und auch eine Radzierblende fehlte. 😳 Ich hatte absolut keine Ahnung, wann und wo wir die beiden Teile verloren hatten. Darum würden wir uns wohl noch kümmern müssen, aber im Moment konnten wir sowieso nichts daran ändern.

Je näher wir Pefkochori kamen, desto mehr nahm der Verkehr zu und schließlich gipfelte alles in einem absoluten Verkehrschaos. 😳🚗🚕🚐 Was war bloß aus diesem Ort geworden??? Als ich hier vor fast 40 Jahren gelebt hatte, war Pefkochori für mich ein kleines, verschlafenes Örtchen gewesen. Heute ist es eines der am stärksten entwickelten Feriengebiete auf Kassandra und ganz Halkidiki, mit Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants, Bars und einem entsprechend großen touristischen Angebot. Die offizielle Tourismusverwaltung beschreibt den Ort heute sogar als das sommerliche Herz von Halkidiki, das in der Hauptsaison den Eindruck einer geschäftigen Stadt vermittelt. Und genau so fühlte es sich für uns auch an: Menschen über Menschen, Autos ohne Ende und dazu wildes Gehupe. 😵‍💫🚗📣 

Für uns war das einfach nur schrecklich. Ela und ich waren regelrecht erschlagen. Als wir endlich eine Möglichkeit fanden, etwas abseits der Straße anzuhalten, schauten wir uns an und waren uns ziemlich schnell einig: Die Suche nach der Bar, in der ich vor fast 40 Jahren gearbeitet und damals auch eine Freundin hatte, lassen wir lieber bleiben. Bei diesem Gewusel hatten wir einfach keine Lust, uns noch weiter durch Pefkochori zu quälen.

Den Platz, an dem wir gerade standen, nutzten wir dann gleich für ein spätes Frühstück. 🥖☕️ Dabei überlegten wir, wie es nun weitergehen sollte. Eigentlich hatten wir ja den Plan gehabt, eine oder sogar beide Halbinseln von Halkidiki zu erkunden. Beide waren uns jedoch absolut zu überlaufen. Also trafen wir kurzerhand eine Entscheidung: Wir fahren direkt weiter in Richtung Evia, beziehungsweise Euböa. 🏝️ Wir hatten uns im Internet noch einmal genauer über die Insel informiert und je mehr wir darüber lasen, desto interessanter wurde sie für uns. Selbst in der Hauptsaison sollte es dort noch deutlich ruhiger zugehen und außerdem versprach die Insel einige richtig schöne Highlights. Genau das klang nach unserem Geschmack.

Also hieß es wieder: einsteigen und los! 🚐💨 Trotz Autobahn lagen bis zum Hafen von Glifa fast 400 Kilometer vor uns und Google Maps zeigte eine Fahrzeit von mehr als vier Stunden an. Wir beschlossen einfach loszufahren und unterwegs zu entscheiden, wann es für heute genug sein würde. Thessaloniki umfuhren wir und irgendwann machten wir auf einem Parkplatz eine Pause. Langsam hatten wir wirklich genug von der Fahrerei und jetzt musste erst einmal ein Stellplatz für die Nacht her. Im Bereich von Paralia wurden wir schließlich auf Park4Night fündig. Noch knapp 50 Kilometer – genau die Strecke, auf die wir noch Bock hatten. 😄 Dort sollte es sowohl Parkmöglichkeiten am Strand als auch einen Campingplatz geben. Irgendwas würden wir schon finden.

Tja... ganz so einfach war es natürlich wieder einmal nicht. 😂 Auch hier herrschte touristischer Vollalarm und die Suche nach einem geeigneten Platz gestaltete sich schwieriger als gedacht. Wir fuhren hier hin, dort hin, schauten uns den Campingplatz an – hoffnungslos überfüllt! Also suchten wir einfach entlang der Straße nach einem geeigneten Plätzchen. Gerade als wir einen Parkplatz gefunden hatten und Otto abstellten, kam ein junger Mann von der dortigen Beachbar auf uns zu. Er erklärte uns freundlich, dass wir lieber zu ihnen auf den Parkplatz fahren sollten, denn hier würde mit Sicherheit irgendwann die Polizei kommen und uns verscheuchen. Natürlich nahmen wir dieses nette Angebot gerne an. 😊 Wir stellten Otto dort ab und gingen erst einmal in die Beachbar, um etwas zu trinken. 🍹🏖️ Und plötzlich war der ganze Stress der letzten Stunden vergessen. Im Hintergrund konnten wir wunderschön den Olymp sehen und das Plätzchen war einfach perfekt, um ein bisschen Leute zu beobachten und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. ⛰️🌅



Morgen sollte es dann endgültig weiter Richtung Fähre nach Glifa gehen. Noch rund 200 Kilometer Autobahn lagen vor uns und diesmal mussten wir tatsächlich ein bisschen auf die Uhr schauen. Mein Buddy ChatGPT hatte mir bereits den Fahrplan herausgesucht und festgestellt, dass die letzte Fähre von Glifa nach Agiokampos morgen um 12:00 Uhr ablegen würde. ⛴️ Die mussten wir also unbedingt erreichen. Jetzt hieß es aber erst einmal schlafen, denn morgen würde der Wecker wieder früh klingeln und dann stand uns die nächste Etappe unseres Griechenland-Abenteuers bevor. 😴🚐🌊

📅 12. August 2026 – Euböa, wir kommen! 🚐⛴️🏝️

Die Vorfreude auf unser neues Abenteuer Euböa ließ uns heute Morgen schon früh wach werden – was sich später noch als ausgesprochen gute Entscheidung herausstellen sollte. 😄 

Ela machte im Innenraum kurz klar Schiff, sodass wir fahrfertig waren, und wieder einmal ging es ohne Frühstück los. Mittlerweile hatte sich das bei uns richtig eingespielt: Wenn wir früh losmussten, frühstückten wir einfach unterwegs, denn Ela hatte morgens sowieso noch keinen Hunger. Also ab auf die Autobahn und los ging es Richtung Glyfa. 🚐💨 

Irgendwann fuhr bei einer Auffahrt ein Wohnmobil mit deutschem Kennzeichen auf die Autobahn und eine ganze Weile fuhren wir tatsächlich so etwas wie im kleinen Konvoi. Auf einer Raststätte machten wir schließlich Halt, denn mittlerweile hatte ich richtig Hunger. 🥐☕️ Kurze Zeit später stand auch das Wohnmobil wieder neben uns und natürlich wurde erst einmal geplaudert. Es handelte sich um eine fünfköpfige Familie, die jedes Jahr sechs Wochen in Griechenland verbringt. Auch sie wollten kurz nach Euböa, allerdings über die Brücke bei Chalkida, dort ein paar Tage bleiben und anschließend weiter auf den Peloponnes. Da wir später ebenfalls dorthin wollten, bestand durchaus die Möglichkeit, dass wir uns irgendwann noch einmal über den Weg laufen würden. Aber zunächst stärkten wir uns erst einmal ordentlich und dann ging es weiter.

Madame Google zeigte uns inzwischen eine Ankunftszeit von 11:15 Uhr am Hafen von Glyfa an. ⏰ Das bedeutete: Jetzt durfte wirklich nichts mehr dazwischenkommen. Da wir die Fähre nicht vor gebucht hatten, waren wir natürlich gespannt, ob das alles so klappen würde. Mittlerweile hatte ich auch Kontakt mit dem Camping Dionysos aufgenommen und angekündigt, dass wir gegen 13:00 Uhr bei ihnen eintreffen würden. Sollte die Fähre voll sein oder etwas anderes dazwischenkommen, müssten wir uns eben etwas einfallen lassen und notfalls erst am nächsten Tag übersetzen. Als wir am Hafen ankamen, parkte ich Otto und lief sofort zum Ticketschalter. 


Da erstaunlich wenige Fahrzeuge dort standen, stieg unsere Hoffnung. Und tatsächlich – es klappte! Keine fünf Minuten später war ich wieder bei Ela und hielt unsere Tickets in der Hand. 😁⛴️ Die Überfahrt kostete uns inklusive Otto insgesamt 41 Euro. Unser Otto wurde dabei nach seiner Länge abgerechnet und mit seinen mehr als acht Metern ist er schließlich nicht gerade ein Kleinwagen. 😂

Dann kam die Fähre auch schon angefahren, legte an, die Fahrzeuge rollten von Bord und wir fuhren drauf. Easy peasy! 😎 



Pünktlich um 12:00 Uhr legte die Fähre ab und wir genossen die Überfahrt nach Euböa. Vor uns lag die Insel und machte bereits vom Wasser aus einen wunderschönen Eindruck. 🌊🏝️ 

unser Wohnmobil Otto auf der Fähre nach Euböa, Griechenland



Nach ungefähr 20 Minuten legten wir auf Euböa an und da der Camping Dionysos gerade einmal etwa fünf Minuten vom Fährhafen entfernt lag, waren wir auch schon kurz darauf dort. Ich liebe es einfach, wenn meine Pläne aufgehen! 😂🚐 Als wir ankamen, war das Tor allerdings geschlossen. Weiter unten auf dem Gelände sahen wir einen Mann arbeiten und da niemand auf unser Rufen reagierte, öffneten wir kurzerhand das Tor, fuhren hinein und machten uns bemerkbar. Der Mann rief irgendetwas und kurze Zeit später kamen ein jüngeres Pärchen auf uns zu und begrüßte uns. Der Mann war Kevin, ein Franzose, mit dem ich bereits Kontakt gehabt hatte. Seine Begleiterin stellte sich ebenfalls vor, sie kam aus dem Iran und hatte einen für uns ungewohnten Namen, den ich leider schon wieder vergessen hatte. 😅 Der Besitzer des Campingplatzes war ein Ukrainer, der bereits seit rund 30 Jahren in Griechenland lebt, allerdings weder Englisch noch Deutsch sprach. Trotzdem wurden wir herzlich begrüßt und erfuhren dabei noch eine interessante Geschichte: Kevin und seine Begleiterin waren selbst seit drei Jahren auf Weltreise und verdienten sich unterwegs mit Gelegenheitsjobs etwas Geld – so wie jetzt hier auf dem Campingplatz. Schon unglaublich, welche Menschen und Geschichten wir in mittlerweile mehr als zweieinhalb Jahren unterwegs kennenlernen durften. ❤️🌍



Wir stellten unseren Otto passend ab, holten Tweety aus der Garage und Ela machte erst einmal eine kleine Pause. Ich dagegen konnte natürlich nicht stillsitzen und machte mit Tweety meine erste Erkundungsfahrt. 🛵😎 Schon nach den ersten Kilometern war klar: Hier war alles anders! Viel ruhiger, viel entspannter und von dem Hauptsaison-Stress, den wir gerade erst auf Chalkidiki erlebt hatten, war hier überhaupt nichts zu spüren. Wir fühlten uns auf Anhieb wohl. ❤️🇬🇷 Während meiner kleinen Erkundungstour entdeckte ich dann noch einen wunderschönen, langen Strand bei Kanatadika, an dem auch Wohnmobile frei standen und an dem praktisch überhaupt nichts los war. Die Gegend dort ist tatsächlich für ihre lange Küste bekannt – der Strand von Kanatadika zieht sich über rund fünf Kilometer. Das musste ich mir natürlich merken! 

der Strand von Kanatadika, Griechenland


Nach einem kurzen Einkauf bei Lidl – ja, auch den gab es hier! 😂 – fuhr ich zurück zu Ela und erzählte ihr von meinen Entdeckungen.



Da nun unser weiterer Sommerreiseplan ziemlich klar war – Euböa, anschließend ein bisschen Peloponnes, dann mit der Fähre nach Bari und zum Abschluss ein Treffen mit unseren Freunden Tommy und Gerlinde am Po – konnten wir uns auch langsam um unsere Winterpläne kümmern. Eigentlich hatten wir geplant, im Winter nach Malaysia zu fliegen, anschließend auf die Philippinen und noch einmal nach Indonesien, genauer gesagt nach Lombok und Bali, um dort Freunde zu besuchen. Danach sollte es nach Pattaya gehen, um nach unserem Apartment zu schauen. Da sich das Verhältnis zu unserer Vermietagentur allerdings seit einiger Zeit etwas eingetrübt hatte, kam Ela auf die Idee, zunächst einmal nach Thailand zu fliegen und die Sache mit unserem Apartment persönlich zu klären. 💡✈️ Ich fand die Idee klasse und ehe man sich versah, war der Flug gebucht: Am 04. November geht es nach Bangkok und der Rückflug war für den 15. April 2027 vorgesehen. Dank unserer jahrelang genutzten Buchungsplattform Check24 war das überhaupt kein Problem. 😄✈️

Da ich sowieso gerade am Laptop saß, erledigte ich noch ein paar Bankgeschäfte, während Ela sich um unsere Wäsche kümmerte. Auch wenn der Campingplatz eher einfach war, eine Waschmaschine gab es immerhin. 🧺😉 Und um diesen ohnehin schon erfolgreichen Tag endgültig perfekt zu machen, holte ich noch mein Fliegerle aus dem Kofferraum und ging damit vor zum Strand. ✈️🌊 Ein bisschen fliegen musste schließlich auch noch sein – und diesmal klappte alles hervorragend und meine Landeanflüge auf dem Parkplatz waren fantastisch. Was für ein erfolgreicher Tag! 😁 Nach einem kleinen Abendessen wurden wir dann allerdings doch ziemlich müde. Morgen wollten wir endlich einmal wieder einen richtigen Strandtag einlegen und freuten uns schon darauf. 🏖️☀️

📅 13. August 2026 – Wind, Wellen und griechische Schlemmerei 🌊🌬️🐟

Man, was für eine ruhige und erholsame Nacht! 😴🌙 Da es gestern Abend begonnen hatte, windig zu werden, war unser Otto im Inneren herrlich kühl und so schliefen wir tatsächlich wie die Murmeltiere. Ein weiterer Grund war natürlich der Campingplatz selbst. Er lag absolut ruhig und auch von größerem Hundegebell war weit und breit nichts zu hören. 🐕😇 Das war auf unserer bisherigen Reise doch schon das eine oder andere Mal der Grund für eine eher unruhige Nacht gewesen. Da wir heute außer einem Strandtag sowieso nichts weiter vorhatten, ließen wir den Tag ganz geruhsam angehen. Ela kümmerte sich weiter um die Wäsche, ich schrieb an meinem Reiseblog und irgendwann frühstückten wir dann auch. ☕️🥖 Der Wind, der gestern Abend begonnen hatte, frischte inzwischen noch mehr auf und sorgte dafür, dass es draußen angenehm temperiert war.

Gegen späten Vormittag packten wir unsere Strandsachen zusammen und liefen zum Nisiotissa-Strand, der gerade einmal etwa 400 Meter vom Campingplatz entfernt lag. 🏖️🚶‍♂️ Als wir um die Ecke auf die Straße kamen, merkten wir allerdings schon, dass der Wind deutlich stärker blies, als wir es auf dem Campingplatz wahrgenommen hatten. Und direkt am Strand war dann endgültig klar: Heute würde es windig werden! 🌬️😂 Ich versuchte trotzdem unseren Sonnenschirm aufzubauen, bohrte unseren neuen Sonnenschirmhalter ordentlich in den Sand und wollte gerade stolz auf mein Werk sein, als der Wind die komplette Konstruktion kurzerhand wieder aus dem Boden arbeitete. 😂⛱️ Da hatte ich dann doch keine Lust auf einen fliegenden Sonnenschirm und packte alles wieder zusammen. Also lief ich kurzerhand zur Beachbar, die Sonnenschirme und Liegen anbot. Ich war wirklich gespannt, was man hier für so ein Schattenplätzchen verlangen würde. Schließlich hatten wir in Alexandroupolis satte 10 Euro pro Person bezahlen müssen. Die Auskunft war dann allerdings eine richtig angenehme Überraschung: Bei einem Mindestverzehr von 5 Euro pro Person waren die Liegen mit Sonnenschirm kostenlos. 😎🍹 Na bitte, das ließ sich hören! Also beschlagnahmten wir zwei Liegen samt Sonnenschirm und machten es uns gemütlich.


Der Wind war mittlerweile ziemlich heftig und die Wellen wurden immer höher. 🌊🌬️ Das hielt mich natürlich nicht davon ab, meine Schnorchelsachen zu packen und für ungefähr eine halbe Stunde ins Meer zu gehen. 🤿😂 Ela waren Wind, Wellen und die doch etwas unruhige Wassersituation dagegen zu heftig und so blieb sie gemütlich auf ihrer Liege und las in ihrem Buch. 📖❤️ Wir genossen die Zeit am Strand und natürlich auch die Getränke, die wir uns bestellt hatten. 

Pit am Nisiotissa Strand auf Euböa, Griechenland


Doch irgendwann hatten wir nach ungefähr zwei Stunden die Faxen dicke. Der Wind wurde einfach immer stärker und so packten wir unsere Sachen zusammen und liefen zurück zu Otto. Der stand dort sozusagen im Windschatten und kaum waren wir wieder zurück, kehrte auch die gemütliche Urlaubsstimmung zurück. 🚐😊

Gegen 18:00 Uhr, nach einer erfrischenden Dusche und herrlich relaxt, schnappten wir uns unseren Tweety und machten uns auf den Weg zum Abendessen. 🛵🍽️ Bei meiner Erkundungstour am Vortag hatte ich in den kleinen Ortschaften ein paar nett aussehende Lokale entdeckt und genau in diese Richtung fuhren wir nun. Was wir allerdings wieder einmal nicht bedacht hatten: Wir waren in Griechenland! 😂 In zwei Lokalen, bei denen wir anhielten, bekamen wir die freundliche Auskunft, dass die Küche erst um 20:00 Uhr öffnen würde. Na gut, dann eben weiter. Dank Google Maps fanden wir schließlich ein Lokal in Oreoi, das laut Anzeige geöffnet hatte. Also nichts wie hin – und tatsächlich, die Türen waren offen. 👍

Da es sich um ein Fischlokal handelte, bestellten wir uns natürlich nach bester griechischer Art verschiedene Leckereien. 🐟🦐🍋 Und was soll ich sagen: Es war wieder einmal richtig lecker! Frischer Fisch, leckere Beilagen und dazu dieses typisch griechische Gefühl, einfach gemütlich draußen zu sitzen und den Abend zu genießen. 🇬🇷❤️ Nach dieser kleinen Schlemmerei fuhren wir satt und zufrieden zurück zu unserem Otto und ließen den Abend ganz gemütlich ausklingen.



Morgen wollen wir uns dann bei Loutra die Thermalquellen anschauen, die sogar direkt ins Meer fließen sollen. ♨️🌊 Das klingt doch schon wieder nach einem interessanten nächsten Abenteuer!

📅 14. August 2026 – Heiße Quellen, kalte Stimmung und ein Tag voller Frust ♨️🌊😤

Voller Vorfreude wachten wir heute Morgen auf, denn schließlich sollte es zu den berühmten Thermalquellen nach Loutra Aidipsou gehen. ♨️🌊 Loutra Aidipsou im Nordwesten Euböas ist seit der Antike für seine heißen Quellen bekannt. In der Gegend gibt es mehr als 80 Thermalquellen, deren Temperaturen je nach Quelle zwischen etwa 28 und 86 Grad liegen. Besonders faszinierend ist, dass das heiße Wasser an einigen Stellen direkt aus dem Boden kommt, über die Felsen Richtung Meer läuft und dort tatsächlich ins Meerwasser mündet. Schon die Vorstellung davon hatte mich richtig neugierig gemacht. Allerdings ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass unser Ausflug später einmal in einem ausgewachsenen Streit zwischen Ela und mir enden würde. 😬 Aber noch war die Welt in Ordnung.

Wir frühstückten gemütlich und ich machte anschließend noch schnell ein paar Bilder von unserem Stellplatz. 📸 Da ich wirklich fand, dass der Betreiber Unterstützung verdient hatte, schrieb ich anschließend sowohl bei Park4Night als auch bei Google Maps eine richtig gute Rezension. Wenn jemand als Einzelkämpfer den Mut hat, sich ein solches Projekt aufzubauen, sollte man das meiner Meinung nach auch entsprechend unterstützen. 👍 Aus dem Campingplatz kann wirklich noch etwas werden und aller Anfang ist schließlich schwer. 




Dionisos Camping auf Euböa, Griechenland




Danach packten wir unsere Badesachen zusammen, schwangen uns auf unseren Tweety und machten uns auf den knapp 15 Kilometer langen Weg nach Loutra. 🛵💨

Was uns dort erwartete, war für mich eigentlich keine Überraschung, denn ich hatte mich vorher über die Thermalquellen informiert. Die Stellen, an denen das heiße Wasser ins Meer läuft, befinden sich direkt in der Ortschaft Loutra und nicht irgendwo abgeschieden in der Wildnis, wie wir es beispielsweise schon in Albanien erlebt hatten. Ela hatte sich dagegen vorher nicht wirklich damit beschäftigt und war bei unserer Ankunft dermaßen enttäuscht, dass sie sofort ein entsprechendes Gesicht machte. 😒 Ich kenne meine Frau mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass sie gerade ziemlich angepisst war. Und ganz ehrlich: In diesem Moment war auch meine komplette Vorfreude schlagartig dahin. Es wurde nicht besser, als wir uns die einzelnen Stellen anschauten. Überall Menschen und natürlich waren die schönsten kleinen Badeplätze bereits belegt. 🥵🌊 




Ela und ich bei den Thermalquellen von Loutra, Griechenland






Wir schauten uns das Treiben eine Weile an, bis Ela mich irgendwann einfach stehen ließ. Und da platzte dann auch mir der Kragen. 😤 Ich wurde ebenfalls stinksauer und erklärte ihr, dass ich sie jetzt zurück zu Otto fahren würde und anschließend alleine mit dem Moped weiterfahren wollte.

Nach dieser Ansage war natürlich endgültig der Fisch geputzt. 😂🐟 Wir stiegen wieder auf unseren Tweety, die Stimmung war inzwischen auf dem absoluten Tiefpunkt und fuhren zurück. Tatsächlich ließ ich Ela am Eingangstor des Campingplatzes absteigen, drückte ihr Schlüssel und Rucksack in die Hand, drehte um und fuhr wieder davon. Was für eine Scheiße! 😤 Zunächst fuhr ich in die nächste Ortschaft, kaufte mir im Supermarkt ein Bier und trank dieses erst einmal. 🍺 Danach ging es weiter. Auf Google Maps hatte ich eine Rundstrecke über die Berge entdeckt und so fuhr ich einfach drauflos. 

Irgendwann war ich auf der anderen Inselseite angekommen und natürlich musste ich dort gleich noch einmal an einer Strandbar anhalten. Ein weiteres Bier musste her. 🍺😂 Man nennt das wohl Frustsaufen. Mittlerweile hatte mir Ela eine Nachricht geschrieben, dass die Schlüssel an einem bestimmten Platz lagen. Na prima, dann war sie wohl an den Strand gegangen.

Nach diesem Bier fuhr ich weiter und mir gingen wirklich die verrücktesten Gedanken durch den Kopf. Ich könnte mir jetzt einfach den Tweety schnappen und alleine weiterfahren und was weiß ich noch alles. 🤦‍♂️ Ich war wirklich ziemlich angepisst und konnte Elas Reaktion überhaupt nicht verstehen. Klar, einem kann ein Ausflug nicht gefallen. Aber ein einfaches "Pit, das ist nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Lass uns morgen noch einmal herkommen oder etwas anderes anschauen" wäre doch völlig ausreichend gewesen. Was mich zusätzlich schon seit längerer Zeit beschäftigte, war die Tatsache, dass Ela sich meiner Meinung nach viel zu wenig mit unserer Reise beschäftigte. Natürlich war sie mit mir unterwegs, aber manchmal hatte ich das Gefühl, sie war nicht wirklich dabei. Fast sämtliche Planungen für Sehenswürdigkeiten, die weitere Strecke und die Frage, was wir als Nächstes machen, lagen bei mir. Ich hatte ihr inzwischen bestimmt hundertmal gesagt, dass ich mir wünschen würde, dass sie sich mehr einbringt – leider bisher ohne großen Erfolg. Und genau das kam an diesem Tag alles zusammen und nervte mich einfach gewaltig. 😤

Da wir außerdem kein Wasser mehr hatten, musste ich sowieso noch einkaufen. Also fuhr ich noch einmal zum Lidl, füllte unsere Vorräte auf und machte mich anschließend wieder auf den Weg zu Otto. 🚐🛒 Ela war noch am Strand und so trank ich zunächst einmal noch zwei Bier und grummelte vor mich hin. 🍺🍺 Irgendwann kam Ela zurück und dann entlud sich kurz und heftig alles, was sich bei uns beiden angestaut hatte. 💥 Aber genauso schnell war es danach auch wieder gut. Wir sprachen miteinander und Ela sah ebenfalls ein, dass sie an diesem Tag über reagiert hatte. Sie versprach mir, sich künftig mehr in unsere Reiseplanung einzubringen. Und genau das war mir eigentlich wichtig. ❤️ Schließlich sind wir gemeinsam unterwegs und unsere Reise soll auch ein gemeinsames Abenteuer sein.

Kaum war dieses Thema einigermaßen aus der Welt, wartete allerdings schon das nächste Reizthema auf mich. Seit geraumer Zeit gab es Probleme mit der Agentur, die unsere Wohnung in Pattaya verwaltete. Die beiden Hauptpersonen, die unsere Ansprechpartner beim Kauf und bei der Vermietung gewesen waren, hatten die Firma Thavorn verlassen und seitdem lief irgendwie nichts mehr richtig rund. Gerade heute hatte ich wieder eine Mail von dem Mann bekommen, der sich nun scheinbar um unsere Wohnung und die ganzen Angelegenheiten kümmerte. Und auch diese Mail enthielt leider nichts wirklich Beruhigendes. Unter anderem teilte er mir mit, dass er meine Steuer nicht bezahlen konnte. 😤 Das fiel ihm allerdings erst jetzt auf, obwohl ich ihm den entsprechenden Beleg bereits vor zwei Wochen geschickt hatte und er mir damals versichert hatte, dass alles in Ordnung sei. Dazu kamen noch einige weitere Dinge, bei denen es klemmte. Das würde jetzt allerdings den Rahmen unseres Reiseblogs sprengen. Kurz gesagt: Da lief momentan einiges schief und mich nervte vor allem, dass ich von hier aus überhaupt keinen Einfluss darauf nehmen konnte.

Zum Glück war Ela ja gerade auf die Idee gekommen, im November zunächst einmal nach Thailand zu fliegen und dort persönlich nach dem Rechten zu sehen. ✈️Und genau deshalb hatte ich jetzt auch keine Lust mehr, mir den restlichen Abend mit diesem Thema zu versauen. Wir ließen die Sache erst einmal ruhen und aßen gemütlich zu Abend. 🍽️ Danach wollte ich am nächsten Tag direkt einmal an die Geschäftsführung von Thavorn schreiben und schauen, ob ich auf diesem Weg etwas erreichen konnte. Zum Abschluss dieses ziemlich nervenaufreibenden Tages spielten Ela und ich noch ein paar Partien Backgammon. 🎲❤️ Danach war wirklich Zeit, die Augen zu schließen. Der Tag hatte mich ordentlich gestresst und ich war einfach nur noch müde.

Morgen würde ein neuer Tag beginnen – und hoffentlich wieder mit etwas mehr guter Laune. 😉🌅

📅 15. August 2026 – Thermalquellen, kaltes Wasser und ein überraschend frischer Sommertag ♨️🌊🥶

Heute stand ganz oben auf unserer Prioritätenliste: In den Thermalquellen und im Meer plantschen! 😄♨️🌊 Bevor es allerdings losging, hatte ich noch eine andere Sache zu erledigen. Nachdem mich die Probleme mit der Agentur, die unsere Wohnung in Pattaya betreute, mittlerweile ziemlich nervten, hatte ich am Morgen eine ausführliche Mail direkt an die Geschäftsführung von Thavorn geschrieben. Ich wollte die dort inzwischen herrschenden Zustände einmal ganz klar ansprechen und sehen, ob ich auf diesem Weg endlich etwas Bewegung in die Angelegenheit bekam. 📧😤 Die Antwort beziehungsweise eine Reaktion darauf erhoffte ich mir nach unserem Ausflug zu den Thermalquellen zu erhalten.

Also packten wir anschließend unsere Badesachen zusammen und machten uns mit unserem Lieblingsroller Tweety auf den Weg nach Loutra. 🛵💨 Da es gestern Abend bereits deutlich kühler geworden war, hatten Ela und ich vorsichtshalber unsere Sweet-Jacken übergezogen. Wie sich später herausstellen sollte, war das eine verdammt gute Entscheidung. 😅 Wir ahnten zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht, was dieser Tag sonst noch alles für Überraschungen bereithalten sollte.

Bei den Quellen am Meer angekommen, ging unser Plan tatsächlich auf. Es waren zwar schon einige Menschen vor Ort und auch im Wasser, was uns zu dieser frühen Stunde doch etwas wunderte, aber mit den Menschenmassen vom Vortag hatte das Ganze überhaupt nichts zu tun. 👍 Leider waren Elas favorisierten Pools bereits alle belegt und dort tummelten sich auch die meisten Besucher. Die Stelle, die wir uns am Vortag ebenfalls angeschaut hatten, war dagegen noch ziemlich leer. Also nichts wie raus aus den Klamotten und rein ins Vergnügen! 🩱😎 




Diesmal hatte ich natürlich meine GoPro dabei und machte im Wasser und unter den kleinen Wasserfällen jede Menge lustige Filme und Bilder. 📹😂 Meine Follower brauchen schließlich neues Material! Die Temperatur des Meeres war eigentlich ganz normal, nur an den Stellen, an denen das warme Thermalwasser aus dem Berg kam, wurde es angenehm warm. Auch die kleinen Wasserfälle hatten teilweise ganz unterschiedliche Temperaturen. Vom Wasser aus betrachtet sahen die Felsformationen richtig schön aus und so hatte ich am Ende genügend Material im Kasten, um später daraus wieder ein schönes Reel zu schneiden. 🎥🌊





Wir genossen einige Zeit einfach das Hiersein und hatten richtig Spaß. Allerdings war es heute bewölkt und trotz der Sonne wollte die Temperatur einfach nicht so richtig steigen. 🌥️☀️ Wir hatten bereits auf der Wetter-App gesehen, dass es heute maximal etwa 26 Grad werden sollten – für diese Region und Mitte August eigentlich ziemlich ungewöhnlich. Ela fröstelte inzwischen ordentlich und gleichzeitig kamen immer mehr Besucher. Da kam mir die Idee, in das nahegelegene Thermalbad zu gehen, das wir bereits am Vortag entdeckt hatten. Ela hoffte natürlich, sich dort im warmen Becken richtig aufwärmen zu können und ich wollte einfach noch ein bisschen mehr Thermalwasser genießen. Also liefen wir in unseren Badesachen dorthin, bezahlten den Eintritt und schon waren wir im Thermalbad. 🩱♨️ Allerdings lag auch dieses komplett im Freien.


Da Ela noch kurz auf die Toilette musste, war ich als Erster im Wasser und stellte ziemlich schnell fest: So richtig warm war das nicht! Von heiß konnte schon gar keine Rede sein. 😂 Die Dame an der Rezeption hatte uns zwar erklärt, dass das heiße Thermalwasser hier mit Meerwasser abgekühlt wird, aber dass es dermaßen frisch sein würde, hatte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Für mich hatte das mit einem Thermalbad nicht mehr allzu viel zu tun. 😅 Dann kam Ela ins Wasser und ihr Gesicht sprach Bände: "Was ist denn das????" 😂 Immerhin gab es direkt am Einlaufrohr des Thermalwassers tatsächlich ein paar etwas wärmere Stellen. So hielt Ela dort ungefähr 20 Minuten aus, während ich ein bisschen durch das Becken schwamm. Nachdem ich meine 30 Minuten vollgemacht hatte, stieg ich aus dem Wasser und ging zu Ela. Und da sah ich, dass sie am ganzen Körper zitterte. 🥶 Ihr war offensichtlich schrecklich kalt. Warum auch immer – klar, das Wasser war nicht heiß und auch die Lufttemperatur war heute nicht gerade sommerlich, aber so starkes Zittern hatte ich dann doch nicht erwartet. Vielleicht hätten wir heute Morgen tatsächlich etwas essen sollen, bevor wir losgefahren waren. Das Frühstück wollten wir schließlich erst nach unserer Rückkehr genießen.


Also schnell in die Umkleidekabine, umziehen und raus in die Sonne. Ela zog ihren Sweater-Pulli an und versuchte, sich in den warmen Sonnenstrahlen wieder aufzuwärmen. ☀️😂 Das sah schon ein bisschen lustig aus: Während alle anderen in Badesachen, kurzen Hosen oder Kleidern herumliefen, saß Ela im Pulli in der Sonne und versuchte, wieder auf Betriebstemperatur zu kommen. Irgendwann war es dann aber soweit und wir konnten losfahren. 🛵💨 Zurück bei Otto gab es erst einmal ein ordentliches Frühstück. 🥖☕️ Danach beschlossen wir, uns beide noch einen Mittagsschlaf zu gönnen. Ela fröstelte immer noch ein bisschen und so war etwas Ruhe sicher nicht verkehrt. 😴

Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Heute war offenbar der Tag der Überraschungen. Und das war bereits das zweite Mal an diesem Tag, dass wir keine Ahnung hatten, was uns noch erwarten würde... 😉

Nach unserem Mittagsschlaf war tatsächlich eine Nachricht von einem Michael von Thavorn auf meinem Handy und parallel kam noch eine zweite von Ronny. 📱 Offenbar hatte meine Mail die Firma doch ein wenig aufgerüttelt. Das ganze Hin und Her zwischen uns erspare ich euch an dieser Stelle, aber das Ergebnis war immerhin positiv: Sie wollten sich jetzt um alles kümmern und versprachen Besserung. Na, da waren wir natürlich gespannt, ob diesen Worten diesmal auch Taten folgen würden. 😏

Da mittlerweile der Wind deutlich nachgelassen hatte, kam ich auf die schicksalhafte Idee, noch eine Runde mit meinem Fliegerle zu drehen. ✈️😅 Bevor ich allerdings loszog, stellte ich meine Fernsteuerung noch einmal um. Mein damaliger Fluglehrer hatte den Sender so eingestellt, dass auf dem linken Steuerknüppel Gas und Querruder lagen und auf dem rechten Seiten- und Höhenruder. Beim Fliegen hatte ich allerdings festgestellt, dass ich Höhen- und Querruder lieber auf dem rechten Steuerknüppel hätte, was meines Wissens auch eine durchaus gängige Einstellung ist. Also baute ich meinen Sender kurzerhand um, schnappte mir mein Fliegerle und marschierte damit vor zum Strand. Alles startete wunderbar und die ersten Flugrunden verliefen völlig problemlos. ✈️🌊

Gerade als ich den Flug richtig genoss, kam zufällig Kevin vom Campingplatz vorbei und wir unterhielten uns kurz. Und dann passierte es! Bis heute weiß ich nicht genau, was da eigentlich passiert war. Ich flog gerade relativ langsam in Strandnähe an mir vorbei, als sich mein Flieger plötzlich zur Seite neigte und einfach ins Meer stürzte. 😳💦 Klar, ich hatte kurz mit Kevin gesprochen, aber das konnte eigentlich unmöglich der Grund für diese Aktion gewesen sein. Ohne lange zu überlegen, zog ich mich bis auf die Unterhose aus und rannte ins Wasser, um meinen Flieger zu retten. 🏊‍♂️😂 Er lag kopfüber in den Wellen und ich konnte ihn schließlich bergen.

Wieder an Land nahm ich das gute Stück erst einmal genauer unter die Lupe. So schlimm sah es glücklicherweise gar nicht aus. Die Tragflächen hatten natürlich wieder einmal etwas abbekommen, aber die hatte ich schließlich schon zweimal mit Sekundenkleber reparieren müssen. 😅 Ansonsten konnte ich auf den ersten Blick keinen größeren Schaden feststellen. Allerdings fiel mir etwas sehr Merkwürdiges auf: Die Querruder standen auf Vollausschlag, obwohl der Steuerknüppel an meiner Fernsteuerung eindeutig auf Neutral stand. 🤔 Das war wirklich komisch und dieser Sache musste ich später unbedingt auf den Grund gehen. Zunächst lief ich mit meinem nassen Fliegerle wieder zurück zum Campingplatz.

Dort wurde ich bereits von Ela mit den Worten empfangen: "Wir haben ein kleines Problem." 😳 Na toll, dachte ich mir, jetzt kommt aber einiges zusammen! Ich legte den Flieger erst einmal zum Trocknen auf den Tisch und fragte dann, was denn nun schon wieder los sei. Ela hatte unter unserem Küchenwaschbecken einen Wasserverlust entdeckt. Sie wollte etwas aus dem Schränkchen holen und dabei festgestellt, dass es dort unten ziemlich nass war. 💧 Na wunderbar!

Ich schaute mir die Sache an, fand relativ schnell die undichte Stelle und machte mich an die Reparatur. Zum Glück konnte ich mir vom Campingplatzbesitzer eine Flex ausleihen – eine kleine Säge hätte es allerdings genauso getan. 🔧😂 Damit trennte ich das undichte Stück aus der Leitung heraus. Da ich glücklicherweise noch ein Stück passenden Wasserschlauch und ein paar Schlauchschellen dabei hatte, konnte ich die Leitung provisorisch, aber zuverlässig wieder zusammenbauen. Problem gelöst! Ich kann wirklich jedem empfehlen, der mit einem Wohnmobil längere Zeit unterwegs ist, sich handwerkliche Fähigkeiten zuzulegen!

Allerdings hatte die Reparaturaktion noch einen kleinen Nebeneffekt. Beim Hantieren schnitt ich mir tatsächlich die komplette Kuppe des Mittelgelenks meines linken Zeigefingers ab. 😳🩸 Der Anblick der doch ziemlich großen Wunde und vor allem des kleinen Stückchens Fleisch, das nun irgendwo herumlag, ließ sowohl Ela als auch mich erst einmal ordentlich schlucken. Mit ein paar Pflastern und etwas Tape bekam ich das Ganze zum Glück einigermaßen versorgt und konnte die Reparatur trotzdem fertigstellen. Heute war definitiv nicht mein Tag! 😂

Mittlerweile war es bereits 20:00 Uhr und wir hatten für heute wirklich genug Abenteuer gesammelt. Ich fuhr noch schnell in einen Laden, besorgte Zigaretten und ein Bier für mich 🍺 und anschließend bereitete Ela uns ein leckeres Abendessen. 🍽️ Danach war endgültig Feierabend. Wir lasen noch ein bisschen, ließen den verrückten Tag langsam hinter uns und machten schließlich das Licht aus. 😴

Morgen wollten wir einfach noch einmal einen ganz geruhsamen Tag einlegen. Ich musste mir in Ruhe anschauen, was mit meinem Fliegerle eigentlich passiert war und warum die Querruder plötzlich so einen eigenen Kopf entwickelt hatten. ✈️🔧 Und am Montag sollte es dann weitergehen und wir wollten Euböa weiter erkunden. 🚐🏝️

Nach diesem Tag konnte es eigentlich nur besser werden! 😂


📅 16. August 2026 – Ein ruhiger Sonntag, ein kaputtes Fliegerle und neue Reisepläne 🎲✈️🚐

Heute war Sonntag und gleichzeitig unser letzter Tag auf dem Camping Dionisos. Nach dem turbulenten Vortag ließen wir es deshalb ganz geruhsam angehen. 😌 Außerdem hatte ich ja noch die große Wunde am linken Zeigefinger und konnte damit natürlich nicht ins Wasser. Das bedeutete leider: Meer fiel heute aus! 🩹🌊 Also ließen wir den Tag ganz entspannt beginnen und frühstückten erst einmal in aller Ruhe.

Danach kümmerte ich mich um mein Fliegerle. ✈️🔧 Die Tragflächen hatten beim Absturz natürlich wieder einmal gelitten und so klebte ich sie bereits zum gefühlt hundertsten Mal zusammen. 😂 Anschließend wollte ich mir auch einmal die Elektronik genauer anschauen. Als ich den Akku anschloss, tat sich zunächst einmal schlicht und ergreifend gar nichts. Na toll! Also reinigte ich erst einmal sämtliche Kontakte und siehe da, zumindest die Fernsteuerung erwachte wieder zum Leben. Ich konnte alle Ruder bewegen, doch leider blieb der Motor komplett stumm. Der Regler wurde zwar heiß, Strom floss also offensichtlich, aber der Motor machte keinen einzigen Mucks. 🤔 Ich werkelte noch eine Weile herum, musste dann aber einsehen, dass ich hier momentan nicht weiterkam. Also baute ich mein Fliegerle wieder zusammen und verstaute es in der Garage. Da werde ich wohl bei nächster Gelegenheit ein paar Ersatzteile besorgen und mich noch einmal ausführlicher darum kümmern müssen.



Anschließend machten Ela und ich ein bisschen klar Schiff bei Otto, damit wir am nächsten Morgen nicht mehr allzu viel verstauen mussten. 🚐🧹 Den restlichen Nachmittag verbrachten wir ganz gemütlich mit Backgammon. 🎲 

Und nach dem Abendessen kam natürlich unser inzwischen neu entdecktes Lieblingsspiel an die Reihe: Dame! 😁 Das Brettspiel, das ich in der Türkei gekauft hatte, machte uns inzwischen richtig Spaß und gerade das Dame-Spielen ist nebenbei auch noch eine gute Beschäftigung für unsere grauen Zellen. 🧠😂 So verging unser letzter Abend auf Euböa ganz entspannt.

Bevor wir ins Bett gingen, beschäftigten wir uns natürlich noch mit der Frage, wie es in den nächsten Tagen weitergehen sollte. Irgendwann im September waren wir schließlich mit unseren Freunden Tommy und Gerlinde am Po in Italien verabredet und so mussten wir langsam, aber sicher wieder in diese Richtung kommen. 🇮🇹🚐 Gleichzeitig wollten wir aber unbedingt noch den Peloponnes erkunden. Euböa hatte uns zwar richtig gut gefallen, aber irgendwie spürten wir beide inzwischen wieder diesen Drang, weiterzuziehen. Und dann sprach Ela kurzerhand ein Machtwort: "Wir fahren auf den Peloponnes!" 😂 Na gut, damit war die Entscheidung gefallen.

Praktischerweise lag auf dem Weg dorthin auch noch der Kanal von Korinth, den ich mir unbedingt einmal anschauen wollte. 🇬🇷🚢 Damit stand unser erstes Ziel für morgen ebenfalls fest. Der Peloponnes konnte also kommen!

Natürlich schweiften unsere Gedanken an diesem Abend auch schon wieder weiter in die Zukunft. Der grobe Plan für die nächsten Monate stand ja inzwischen: erst einmal über Italien zurück nach Deutschland, am 04. November nach Thailand fliegen und dort nach unserem Apartment schauen, anschließend noch ein bisschen Asien bereisen – wie genau, würde sich ergeben – und Ende Mai 2027 gemeinsam mit Petra und Udo Richtung Nordkap starten. 🚐❄️🇳🇴 Aber was kommt danach?

Ela erwähnte irgendwann ganz beiläufig, dass sie jetzt eigentlich erst einmal genug von Europa hätte. 😳😂 Na gut... dann eben Südamerika oder Südafrika! 🌎🇿🇦🇦🇷 Beides stand sowieso schon länger auf unserer persönlichen Todo-Liste. Da werden wir wohl noch einmal gründlich darüber nachdenken müssen. Eines ist bei uns jedenfalls sicher: Langweilig wird es auch in Zukunft nicht werden. 😄🌍

Aber jetzt hieß es erst einmal Augen zu. 😴 Morgen war schließlich mal wieder ein Fahrtag und der Kanal von Korinth wartete auf uns. 🚐🌊

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