🇬🇷 Griechenland mit dem Wohnmobil – Auf Entdeckungstour über den Peloponnes 🚐🏛️🌊 17.08. – 22.08.2026

Nach unseren wunderschönen Tagen auf Euböa heißt es nun schon wieder Abschied nehmen. 🏝️🇬🇷 Die Insel hat uns mit ihren ruhigen Stränden, Thermalquellen, netten Menschen und dem entspannten Leben richtig gut gefallen – aber unser Weg führt uns weiter.

Unser nächstes Ziel steht fest: der Peloponnes! 🚐🌊🏛️ Auf dem Weg dorthin wartet mit dem Kanal von Korinth gleich das erste Highlight auf uns. Und natürlich sind wir gespannt, welche Abenteuer, Begegnungen und Überraschungen dieser neue Abschnitt wieder für uns bereithält. 😄🇬🇷🚐

📅 17. August 2026 – Von Euböa Richtung Peloponnes 🚐🇬🇷

Heute hieß es zusammenpacken und uns auf den Weg in Richtung Peloponnes zu machen. Genauer gesagt zunächst einmal in Richtung Kanal von Korinth, den ich mir ja unbedingt anschauen wollte.

Vor uns lagen rund 250 Kilometer und als erstes Ziel hatte ich gestern noch den Stellplatz Camperstop Ancient ausgesucht. Der Platz hatte auf Park4Night gute Bewertungen und lag für uns strategisch günstig am Kanal – also quasi in Tweety-Reichweite. 😉

Da wir gestern schon angefangen hatten, unseren Otto reisefertig zu machen, mussten wir heute Morgen nur noch den Rest erledigen, unseren Tweety in der Garage verstauen und schon konnte es losgehen. Bezahlt hatten wir unseren Stellplatz für die fünf Tage ebenfalls bereits gestern. Also sagten wir nur noch Tschüss und schon waren wir unterwegs.

Unser erstes Ziel für heute war der Lidl in Istiaia. Nachdem wir dort unsere Vorräte aufgefüllt hatten, wurde noch schnell getankt und dann machten wir uns auf den Weg über die Insel Euböa. Wir waren ja mit der Fähre auf die Insel gekommen und wollten Euböa nun über die Brücke bei Chalkida wieder verlassen. Das bedeutete aber auch, dass wir noch ein ganzes Stück über diese herrliche Insel fahren konnten – und wir genossen wirklich jeden Kilometer.

mit dem Wohnmobil unterwegs auf der Insel Euböa

Für mich hatte Euböa etwas von Sardinien oder Korsika. In der Mitte Berge, Schluchten und Felsen, außen herrliche Strände und das Meer. Einfach eine wunderschöne Landschaft! Das eine oder andere Mal machten wir deshalb auch eine kleine Pause, um ein paar Bilder zu machen. 



Auffallend war allerdings, dass an vielen Stellen Feuerwehrfahrzeuge in Bereitschaft standen. Kein Wunder, denn die Natur war wirklich furztrocken. Waldbrände gehörten zu dieser Zeit leider fast täglich zu den Nachrichten – und auch in Deutschland brannte es ja an verschiedenen Stellen.






So fuhren wir ganz gemütlich über die Insel in Richtung Chalkida und verließen Euböa schließlich über die Brücke zum griechischen Festland. Da ich jetzt allerdings genug vom „Schlingel-Schlangel-Fahren“ hatte – die Straßen auf Euböa waren doch teilweise ziemlich hügelig und kurvig –, stellte ich das Navi kurzerhand auf Autobahn. Und tatsächlich: Kaum hatten wir die Insel verlassen, waren wir schon auf der Autobahn und kamen jetzt richtig flott voran.



Auch rund um Athen lief der Verkehr erstaunlich gut. Von der Autobahn aus konnten wir sogar schon einen kurzen Blick auf den Kanal von Korinth erhaschen. Viel Zeit blieb aber nicht zum Schauen, denn kurze Zeit später waren wir auch schon an unserem heutigen Ziel angekommen: dem Camperstop Ancient.

Wir fuhren auf den Platz und entdeckten ein Schild mit der Aufschrift: „Suchen Sie sich einen Stellplatz aus.“ Gesagt, getan. Wir suchten uns einen schönen Platz und machten uns anschließend auf die Suche nach jemandem, bei dem wir uns anmelden konnten. Wir wurden tatsächlich fündig und checkten völlig unkompliziert ein. Das Ganze lief ungefähr so: „Schön, dass ihr da seid. Wenn ihr etwas braucht, meldet euch.“ Das war's! 😄

Okay … so einfach kann die ganze Sache also sein. Keine große Bürokratie, kein kompliziertes Einchecken – einfach ankommen und wohlfühlen. Genau mein Ding!




Während der Fahrt hatten Ela und ich uns übrigens noch einmal über unser nächstes großes Reiseziel für 2027 unterhalten. Nach dem Nordkap, das wir gemeinsam mit Petra und Udo in Angriff nehmen wollen, hatte Ela kurzerhand entschieden: „Wir fahren nach Südamerika!“ Na gut … dann machen wir das einfach mal! 😂🌎🚐

Kurzerhand schrieb ich noch am selben Tag eine Mail an die Firma Seabridge, die unter anderem für Fahrzeugverschiffungen nach Südamerika bekannt ist. Und damit hatten wir unser nächstes Abenteuer eigentlich schon gestartet – obwohl wir gerade erst August 2026 hatten und ab November zunächst einmal wieder Asien auf unserem Reiseplan stand.

Ich wusste allerdings, dass die Möglichkeiten für die Verschiffung von Fahrzeugen, besonders in der Größe von Otto, nicht gerade unbegrenzt waren. Deshalb konnte man mit der Planung dieser Reise eigentlich gar nicht früh genug anfangen. Auf der Webseite von Seabridge entdeckte ich dann auch noch, dass vom 9. bis 11. Oktober ein Seabridge-Treffen in Bad Königshofen stattfinden sollte. Da mussten wir natürlich hin!

Und plötzlich hatten wir auch für Oktober schon wieder einen kleinen Plan. Das Ganze ließ sich nämlich hervorragend mit einem Besuch bei Elas Sohn Alex in Düsseldorf verbinden. Perfekt – zwei Fliegen mit einer Klappe! 😉

Also beschäftigte ich mich erst einmal ein bisschen mit dem Thema Südamerika, während Ela las. Später bereitete Ela ein leckeres Abendessen vor. Und natürlich bekam auch unser neuer kleiner Freund etwas ab.

Unser „schwarzer kleiner Teufel“! 🐈‍⬛❤️

Die Katze war einfach so süß und unglaublich zutraulich, dass ich gar nicht anders konnte. Da musste ich mich einfach um sie kümmern. 😍 So verbrachten wir einen richtig gemütlichen Abend auf unserem Stellplatz.

Morgen wollten wir dann mit unserem Tweety zum Kanal von Korinth fahren und anschließend auch noch hinauf zur Festung.

Das wird bestimmt spannend! 🇬🇷🚐🏰

📅 18. August 2026 – Vom Kanal von Korinth hinauf nach Akrokorinth 🇬🇷🚐🌊🏰

Wir hatten richtig gut geschlafen und starteten den Tag ganz entspannt mit einem leckeren Frühstück. ☕🥐 Danach holten wir unseren Tweety aus seiner Garage und machten uns auf den Weg zu unserem ersten Ziel für heute: die Senkbrücke bei Poseidonia am westlichen Ende des Kanals von Korinth.

Als wir dort ankamen, war die Brücke gerade tatsächlich unter Wasser. 😳 Und genau das ist hier das Besondere: Wir standen vor einer von nur zwei solchen Senkbrücken auf der ganzen Welt! 🌍 Die andere befindet sich am gegenüberliegenden Ende des Kanals bei Isthmia.

Senkbrücke bei Poseidonia, Korinth

Die Brücke bei Poseidonia wurde 1985 gebaut und ist 33 Meter lang und 7 Meter breit. Sie hat zwei Fahrspuren und kann komplett unter der Wasseroberfläche verschwinden. 🚗🌊 Das Prinzip ist wirklich faszinierend. Wenn Schiffe den Kanal passieren wollen, wird die komplette Fahrbahn abgesenkt und verschwindet tatsächlich im Wasser. Ist die Schifffahrt durch, taucht die Brücke wieder auf und der Straßenverkehr kann weitergehen.

Wir stellten uns also erst einmal hin und beobachteten das Schauspiel. Bei unserem Besuch schien sich das Ganze ungefähr im halbstündigen Rhythmus abzuspielen. Immer wieder kamen Schiffe und Boote durch den Kanal und die Brücke blieb währenddessen unten. 🚢👀



Und dann begann sie sich langsam wieder aus dem Wasser zu heben. Das sieht schon ziemlich verrückt aus! 😳 Eine Straßenbrücke, die einfach aus dem Wasser auftaucht – so etwas sieht man schließlich nicht alle Tage. Die Brücke bewegt sich dabei mit ungefähr vier Metern pro Minute und braucht rund dreieinhalb Minuten, bis sie vollständig abgesenkt beziehungsweise wieder aufgetaucht ist. ⬇️⬆️

Wir warteten natürlich gespannt, bis die Fahrbahn wieder oben war. Und dann war unser großer Moment gekommen: Wir durften mit Tweety tatsächlich über die Brücke fahren. 😎🚙



Schon irgendwie cool! Mit unserem kleinen Flitzer über eine Brücke zu fahren, die wenige Minuten vorher noch komplett unter Wasser gelegen hatte, erlebt man schließlich nicht jeden Tag. Und wenn man dann auch noch weiß, dass es weltweit nur zwei solcher Brücken gibt, macht die kleine Überfahrt gleich noch ein bisschen mehr Spaß. 🌍😂

Danach ging es weiter zu unserem nächsten Aussichtspunkt. Wir fuhren zur großen Brücke über den Kanal, an der auch das berühmte Bungee-Jumping stattfindet. Und hier bekamen wir den Kanal von Korinth endlich in seiner ganzen Pracht zu sehen. 🤩

Was für ein Anblick! 😲🌊




Abenteuer Pur am Kanal von Korinth

Der Kanal von Korinth ist tatsächlich ein ziemlich unglaubliches Bauwerk. Er durchschneidet die schmale Landenge von Korinth und verbindet den Golf von Korinth mit dem Saronischen Golf. Dadurch wurde der Peloponnes praktisch zu einer Insel, denn Schiffe mussten früher einmal komplett um die gesamte Halbinsel herumfahren. 🚢🌊

Die Idee, an dieser Stelle einen Kanal zu bauen, ist übrigens schon sehr alt. Bereits in der Antike gab es Überlegungen, die Landenge zu durchbrechen. Statt eines Kanals entstand damals allerdings zunächst der sogenannte Diolkos, eine Art antike Transportstraße. Schiffe beziehungsweise deren Ladungen konnten dort über Land von einer Seite zur anderen transportiert werden. Schon die alten Griechen wussten also ganz genau, dass man sich die gefährliche Umrundung des Peloponnes gerne ersparen würde.


Der römische Kaiser Nero ging im Jahr 67 nach Christus schließlich noch einen Schritt weiter und ließ tatsächlich mit dem Bau eines Kanals beginnen. Tausende Arbeiter machten sich mit einfachsten Mitteln daran, die Landenge zu durchbrechen. Nach Neros Tod wurden die Arbeiten allerdings wieder eingestellt und der Traum vom Kanal verschwand für viele Jahrhunderte. 🏛️

Erst im 19. Jahrhundert wurde das Projekt wieder ernsthaft in Angriff genommen. Der eigentliche Bau begann schließlich 1881 und dauerte rund zwölf Jahre. 1893 wurde der Kanal offiziell eröffnet. 🏗️🇬🇷


Und wenn man heute hier oben steht, kann man sich kaum vorstellen, was für eine gewaltige Arbeit dahintersteckte. Der Kanal ist rund 6,3 Kilometer lang, an der Wasseroberfläche etwa 24 Meter breit und an manchen Stellen ragen die steilen Felswände bis zu rund 80 Meter über dem Wasser empor. 🏔️🌊

Genau diese fast senkrechten Felswände machen den Kanal so spektakulär. Tief unten schieben sich die Schiffe durch die schmale Wasserstraße und darüber stehen wir auf der Brücke und schauen einfach nur staunend nach unten. 🚢😮

Der große Vorteil des Kanals war natürlich die enorme Abkürzung für die Schifffahrt. Statt den kompletten Peloponnes zu umrunden, konnten die Schiffe einfach durch diesen schmalen Durchstich fahren. Heute ist der Kanal allerdings für die ganz großen Schiffe zu schmal und zu wenig tief. Trotzdem nutzen ihn jedes Jahr zahlreiche kleinere Frachtschiffe, Ausflugsschiffe, Yachten und andere Boote. ⛵🚢

Wir konnten von der Brücke aus einige dieser Schiffe beobachten und ich muss sagen: Je länger man dort steht, desto beeindruckender wird das Ganze. Links und rechts die gewaltigen Felswände, tief unter uns das unglaublich blaue Wasser und dazwischen die Schiffe, die sich langsam durch den Kanal bewegen. 🇬🇷❤️

Ganz ehrlich: Dafür hatte sich die Fahrt hierher schon gelohnt! 😍

Und dann wurde es noch etwas spektakulärer. 😳 Direkt an der Brücke befindet sich die Bungee-Jumping-Anlage und tatsächlich machte sich gerade ein Springer fertig. Wir konnten beobachten, wie er sich an den Rand stellte, noch einmal tief durchatmete und dann einfach sprang. 😱😂

Also ich muss ja sagen: Mir reicht es völlig, den Kanal von oben anzuschauen! 🤣

Der Typ hing kurz darauf ziemlich entspannt an seinem Seil über dem Kanal und wir standen daneben und dachten uns nur: Was für ein verrückter Kerl! 😅🪂

Nachdem wir genug geschaut hatten, genehmigten wir uns direkt an der Brücke erst einmal etwas zu trinken. 🥤 Bei der Hitze war das auch dringend nötig! Anschließend fuhren wir natürlich auch noch über die große Brücke und machten uns mit Tweety ganz gemütlich auf den Weg zu unserem nächsten Ziel.

Schon von weitem fiel uns ein markanter Felsen auf, der hoch über der Landschaft thronte. Und genau dort oben lag unser nächstes Ziel: Akrokorinth. 🏔️🇬🇷 Also fuhren wir mit Tweety hinauf, immer höher und höher, bis wir schließlich oben auf dem Parkplatz ankamen.

Und erst dort oben wurde uns so richtig bewusst, was für ein gigantisches Bauwerk hier einmal gestanden haben muss. 😳 Die Festung von Akrokorinth liegt auf einem rund 575 Meter hohen Felsen und gehört zu den größten und beeindruckendsten Festungsanlagen Griechenlands. Schon die Lage allein ist spektakulär. Von hier oben hat man einen gewaltigen Rundumblick über den Golf von Korinth, die umliegende Landschaft und weit hinein über den Peloponnes. 🌊🏔️

Abenteuer Pur in der Festung von Akrokorinth


Der Felsen war allerdings nicht nur wegen seiner tollen Aussicht wichtig. Wer diesen Berg kontrollierte, kontrollierte auch die Landenge von Korinth und damit eine der strategisch wichtigsten Stellen Griechenlands. Genau deshalb wurde Akrokorinth über Jahrtausende immer wieder ausgebaut, erweitert und befestigt.



Die Geschichte reicht dabei weit zurück. Schon in der Antike befand sich hier eine Festung und die Akropolis von Korinth. Später kamen verschiedene Herrscher und Kulturen hinzu. Griechen, Römer, Byzantiner, fränkische Kreuzfahrer, Venezianer und schließlich die Osmanen hinterließen hier ihre Spuren. 🏛️⚔️



Besonders beeindruckend sind die gewaltigen Mauern, die sich über den Berg ziehen. Die Festungsanlage besitzt mehrere hintereinanderliegende Verteidigungslinien und gewaltige Tore. Wer hier hinein wollte, musste sich seinen Weg buchstäblich nach oben erkämpfen. Die Lage auf dem steilen Felsen machte Akrokorinth schon von Natur aus zu einer nahezu perfekten Festung.



Und natürlich mussten Ela und ich uns das genauer anschauen. 😅 Bei einer Bruthitze, die uns ordentlich zusetzte, machten wir uns auf den Weg durch die Anlage. 🥵☀️




Wir liefen durch die alten Mauern, schauten uns die verschiedenen Bereiche an und versuchten uns dabei vorzustellen, wie es hier wohl früher ausgesehen haben muss. Überall begegnet einem Geschichte. Alte Mauern, Tore, Türme und Überreste verschiedener Epochen liegen hier praktisch übereinander.

Und obwohl die Sonne erbarmungslos vom Himmel knallte, wollten wir natürlich möglichst viel sehen. Wenn man schon einmal hier oben ist, kann man schließlich nicht einfach wieder umdrehen. 😜

Nach unserer ausgiebigen Runde waren wir allerdings irgendwann komplett durchgegart. 😂 Also wieder zurück zu Tweety und den Berg hinunter.

Auf dem Weg zurück kamen wir noch an Ancient Corinth vorbei. Dort machten wir allerdings nur einen kurzen Stopp und ein paar Fotos. 📸 Wir gingen diesmal nicht hinein und liefen auch nicht durch die Ausgrabungen. Dafür war es einfach zu heiß und wir hatten für heute schon mehr als genug gesehen.



Im alten Korinth gönnten wir uns stattdessen einen richtig leckeren Frappe. ☕🧊🇬🇷 Und der tat bei diesen Temperaturen vielleicht sogar besser als eine Klimaanlage. 😂


Danach ging es zurück zu Otto. Dort angekommen, machte ich mich erst einmal daran, aus unserem Ausflug zum Kanal von Korinth ein Reel zu schneiden. 🎬📱 Schließlich muss so ein erlebnisreicher Tag ja auch noch für unsere Zuschauer aufbereitet werden.

Während ich noch am Reel bastelte, trudelte tatsächlich schon die erste Nachricht von Seabridge ein. 😳 Die Firma, mit der wir uns inzwischen wegen der Verschiffung von Otto nach Südamerika im nächsten Jahr beschäftigten, wollte die wichtigsten Fahrzeugdaten haben.

Also hieß es: Länge, Breite, Höhe und Gewicht von Otto zusammensuchen und an Seabridge schicken. 🚐📏⚖️ Diese Daten sind schließlich entscheidend dafür, was die Verschiffung unseres kleinen Wohnmobil-Monsters am Ende kosten wird.

Und während ich schon einmal gedanklich mit Otto über den Atlantik unterwegs war, hatte ich gleich noch eine andere Baustelle. Unser Rücklichtglas! 😂

Also machte ich mich mit meinem Buddy ChatGPT auf die Suche nach einem passenden Ersatzteil. Und tatsächlich wurden wir im Internet fündig. 🎉

Jetzt musste das Glas nur noch irgendwie zu uns kommen. Also schrieb ich unseren Freund Tommy in Deutschland an und fragte ihn, ob er das Teil für mich besorgen und nach Italien mitbringen könnte. Anfang September wollten wir uns dort am Po treffen – perfekt, dann könnte Tommy gleich noch unser kleines Ersatzteil mitbringen. 👍

So langsam wurde aus unserem ganz normalen Urlaubstag also eine wilde Mischung aus Griechenland, Südamerika, Ersatzteilen und Reiseplanung. 😂🚐🌎

Irgendwann hatten wir dann aber genug von Organisieren, Planen und Technik und machten es uns gemütlich. Es gab Abendessen und natürlich wurde auch unser kleiner schwarzer Teufel wieder ordentlich verwöhnt. 🐈‍⬛❤️ Der Kerl hatte uns mittlerweile offensichtlich komplett um den Finger gewickelt. 😍

Danach holten wir noch das Damebrett heraus und spielten eine Runde. 🎲 Und weil wir gerade dabei waren, gab es anschließend auch noch eine Partie Backgammon. 😄

So ließen wir diesen wirklich abwechslungsreichen Tag ganz gemütlich ausklingen. Ein Tag mit einem gigantischen Kanal, einer noch gigantischeren Festung, Bungee-Jumping, Frappe, Südamerika-Plänen, einem neuen Rücklichtglas und natürlich unserem kleinen schwarzen Freund. 😂🇬🇷🚐❤️

Morgen geht es weiter über den Peloponnes. Unser erstes zweites Ziel wartet schon auf uns: die Kastania Cave. 🪨🦇🇬🇷

📅 19. August 2026 – Eine Küstenstraße zum Verlieben 🚐🌊🇬🇷

Heute machten wir Otto ganz gemütlich reisefertig. Frisches Wasser wurde gebunkert, unsere Trockentrenntoilette noch geleert und entsorgt, dann hieß es bezahlen und Abschied nehmen. Und zum Abschied bekamen wir vom Besitzer des Platzes sogar noch etwas Obst geschenkt. 🍑🍉 Das ist doch mal ein schöner Start in den Reisetag! ❤️

Unser Plan war eigentlich ganz einfach: Es sollte in Richtung Kastania Cave gehen. Die Autobahn wollten wir diesmal komplett vermeiden, genauso wie die Maut. Stattdessen wollten wir immer schön an der Küste entlangfahren und die Landschaft genießen. Vor uns lagen ungefähr 250 Kilometer und laut Navi sollten wir dafür rund fünf Stunden brauchen. Aber wir hatten keinen Zeitdruck. Wir wollten einfach so lange fahren, bis wir keine Lust mehr hatten, und dann irgendwo einen schönen Platz suchen. 😎🚐

Kurz vor der Küste machten wir einen kleinen Stopp unter einer Burganlage die uns an die von gestern erinnerte, jedoch wesentlich kleiner und Ela meinte plötzlich, dass das Städtchen Nafplio doch sehr schön sein soll. 🤔 Wir schauten uns das kurz an, entschieden uns dann aber dagegen. Ich hatte nämlich noch einen anderen Gedanken: „Da gibt es doch dieses Städtchen Monemvasia. Das soll richtig toll sein!“

Also wurde kurz recherchiert und siehe da: Monemvasia lag tatsächlich ziemlich praktisch auf unserer Strecke in Richtung Kastania Cave. Was für ein Zufall! 😂 Also war unser erstes Ziel kurzerhand geändert und Monemvasia stand auf dem Plan.

Und dann ging es endlich auf die Küstenstraße. 🌊🚐

Was soll ich sagen? Was für ein Hammer! 🤩🤩🤩

Diese Strecke war einfach nur gigantisch. Kurve für Kurve schlängelte sich die Straße entlang der Küste, immer wieder öffnete sich der Blick auf das tiefblaue Meer und hinter jeder Kurve wartete gefühlt die nächste spektakuläre Aussicht. Wir machten natürlich immer wieder kleine Stopps, um Fotos zu machen. 📸🌊




Und ich muss ganz ehrlich sagen: Diese Küstenstraße gefiel uns sogar noch besser als die Küstenstrecke, die wir auf unserer Reise durch die Türkei gefahren waren. Und dort hatten wir schon einige richtig geile Strecken dabei! 🇹🇷❤️

Unser Wohnmobil Otto auf der Küstenstraße Peloponnes



Wir kamen deshalb auch nur langsam voran – aber genau das war ja der Plan. 😎 Kein Stress, kein „wir müssen heute unbedingt noch ankommen“, sondern einfach fahren, anhalten, staunen und weiterfahren.

Nach Leonidhio, einem wirklich wunderschönen kleinen Ort, änderte sich die Landschaft dann plötzlich gewaltig. Wir verließen die Küste und die Straße führte uns immer weiter hinauf in die Berge. 🏔️🚐



Und das Meer sahen wir jetzt erst einmal für längere Zeit nicht mehr. Dafür eröffnete sich vor uns eine völlig andere, aber mindestens genauso beeindruckende Landschaft. Rundherum gewaltige Berge, tiefe Täler und immer wieder herrliche Ausblicke auf die umliegenden Gebirgszüge. 🏔️😍



Teilweise wurde es richtig kurvig, steil und auch ziemlich eng. Da musste ich mit Otto schon ein bisschen aufpassen. Aber dafür wurden wir mit atemberaubenden Ausblicken belohnt. Hinter jeder Kurve bot sich ein neues Panorama und immer wieder konnten wir weit über die zerklüftete Berglandschaft schauen.

Irgendwann erreichten wir ein herrliches Hochplateau. Die Straße führte weiter durch eine Landschaft, die kaum abwechslungsreicher hätte sein können. Es ging immer wieder bergauf und bergab, wir sahen Ziegen am Straßenrand 🐐, kaum Menschen und nur sehr wenig Verkehr.

Genau so liebe ich das Reisen mit Otto! ❤️🚐




Irgendwann kamen wir nach Molai. Dort machten wir noch einen Einkaufsstopp und füllten unsere Vorräte auf, bevor es anschließend weiter in Richtung Monemvasia ging.

Für die Nacht fanden wir über Park4Night einen schönen Platz direkt am Meer. 🌊😍 Also Otto abgestellt, einmal tief durchgeatmet und festgestellt: Wir waren tatsächlich nicht nur bei einer wunderschönen Stadt angekommen, sondern auch noch am sogenannten Gibraltar Griechenlands! 🇬🇷🪨

Monemvasia liegt nämlich auf und an einem gewaltigen Felsen, der über eine schmale Landbrücke mit dem Festland verbunden ist. Schon von unserem Stellplatz aus konnten wir erahnen, was uns am nächsten Tag erwarten würde.

Wohnmobil Otto vor dem Gibraltar von Griechenland

Aber heute war erst einmal Schluss mit Sightseeing. Ich ging noch eine Runde im Meer schwimmen. 🏊‍♂️🌊 Danach machten wir es uns gemütlich, ich schnappte mir mein Buch und schnitt noch unser nächstes Reel von dieser unglaublichen Fahrt. 📖📱🎬Mittlerweile waren auch zwei Nachrichten eingegangen. Die Sache mit unserer Agentur in Pattaya kam ins laufen und sie kümmerten sich um die Angelegenheiten die wir besprochen hatten und die zweite war auch toll wir hatten ein Angebot von SeaBridge bekommen um unseren Otto nächstes Jahr nach Südamerika verschiffen zu lassen, läuft doch bei uns!

So ließen wir diesen wunderschönen Reisetag ganz entspannt ausklingen.

Morgen holen wir dann unseren Tweety aus seiner Garage und machen uns auf den Weg in die alte Stadt Monemvasia. Danach geht es weiter zu unserem eigentlichen Ziel: der Kastania Cave. 🛵🇬🇷🪨

Ich glaube, morgen wird wieder ein richtig spannender Tag! 😎🚐❤️

📅 20. August 2026 – Von Monemvasia tief hinein in die Unterwelt 🏰🚐🪨🌊

Der Tag begann schon einmal traumhaft. Wir wurden mit einem herrlichen Sonnenaufgang über dem „Gibraltar von Griechenland“ begrüßt. 🌅🇬🇷 Was wir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wussten: Heute sollte ein ziemlich actionreicher Tag werden! Unser Plan war eigentlich ganz überschaubar: Monemvasia besichtigen und anschließend weiter in Richtung Kastania Cave fahren. Mehr hatten wir uns für heute gar nicht vorgenommen. 😎

unser Wohnmobil Otto vor Monemvasia


Also holten wir unseren Tweety aus der Garage, frühstückten noch eine Kleinigkeit und machten uns auf den kurzen Weg nach Monemvasia. Mit Tweety konnten wir direkt bis vor das Eingangstor der alten Stadt fahren. Da wir noch ziemlich früh dran waren, war erstaunlich wenig los – genau so hatten wir es uns gewünscht. 👍



Am Eingangstor herrschte allerdings schon reger Betrieb. Sämtliche Waren, die in der alten Stadt benötigt wurden, kamen mit Transportern hier an und mussten dann auf kleine Handkarren, die fast wie Schubkarren aussahen, umgeladen werden. Anschließend wurden die Sachen durch das Tor und hinein in die engen Gassen transportiert. 🛒📦

Was für eine Schweinearbeit! 😳 Die schmalen Gassen sind für normale Fahrzeuge natürlich nicht geeignet und so muss wirklich alles, was in den Geschäften, Restaurants und Unterkünften gebraucht wird, auf diese Weise hinein- und auch wieder hinausgebracht werden. Da bekommt man erst einmal einen Eindruck davon, was es bedeutet, in einer solchen historischen Stadt zu leben und zu arbeiten.

Dann ging unsere eigene Entdeckungstour los. Wir starteten am Eingang und liefen zunächst in Richtung Ostmauer. Und schon die ersten Gassen waren einfach nur sehenswert. 😍 Überall diese engen Durchgänge, Torbögen und kleinen verwinkelten Wege. Ich liebe solche Perspektiven und natürlich musste ich immer wieder versuchen, durch eine dieser Öffnungen zu fotografieren. 📸





Besonders faszinierend war der Blick von unten hinauf. Über den Häusern und Mauern ragte der gewaltige Felsen empor und man konnte erst richtig erkennen, wie eng die Stadt an diesen Berg gebaut wurde. 🏔️🏰 Es sah teilweise so aus, als würden die Häuser direkt aus dem Felsen herauswachsen.


Monemvasia ist wirklich ein ganz besonderer Ort. Die Stadt liegt auf einem gewaltigen Felsen, der etwa 1,5 Kilometer lang, bis zu 600 Meter breit und fast 200 Meter hoch ist. Mit dem Festland ist der Felsen nur über eine schmale Verbindung erreichbar. Genau daher kommt auch der Name Monemvasia, der sinngemäß „einziger Zugang“ bedeutet.




Die Geschichte dieses Ortes reicht bis ins 6. Jahrhundert zurück. Damals suchten Bewohner der Region auf dem schwer zugänglichen Felsen Schutz vor Angriffen. Aus dieser Zuflucht entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte eine bedeutende byzantinische Festungs- und Handelsstadt. Ihre Lage war strategisch perfekt: Wer Monemvasia kontrollierte, kontrollierte einen wichtigen Seeweg entlang der südöstlichen Peloponnesküste. 🚢⚔️

Im Mittelalter erlebte die Stadt ihre große Blütezeit. Händler brachten Waren aus dem gesamten Mittelmeerraum hierher und Monemvasia wurde zu einem bedeutenden Handels- und Hafenplatz. Berühmt wurde auch der süße Malvasia-Wein, der von hier aus in viele Teile Europas exportiert wurde. 🍷

Und natürlich wollten viele andere Mächte diesen strategisch wichtigen Ort ebenfalls besitzen. Byzantiner, Franken, Venezianer und Osmanen wechselten sich im Laufe der Jahrhunderte als Herren der Festung ab. Selbst Belagerungen waren hier extrem schwierig, denn die natürliche Lage auf dem Felsen machte Monemvasia zu einer Festung, die nur sehr schwer einzunehmen war. 🏰⚔️

Wir schlenderten weiter durch die engen Gassen und kamen schließlich immer weiter zur Ostmauer. Von dort ging es noch höher hinauf bis zu den Felsfangzäunen. Und dann kam der nächste Wow-Moment! 🤩




Plötzlich hatten wir einen völlig anderen Blick auf die Stadt. Von oben schauten wir über die Dächer und Mauern hinweg hinunter auf Monemvasia und hinaus aufs Meer. 🌊🏰 Einfach wunderschön!


Und an einer Stelle konnten wir sogar sehen, dass die Felsfangzäune tatsächlich nicht nur zur Dekoration dort oben stehen. 😂 Zwei ordentliche Felsbrocken hatten sich darin verfangen und hingen tatsächlich im Netz. 🪨😳 Da bekommt man schon eine Vorstellung davon, was hier oben bei einem Steinschlag passieren kann.

Wir schlenderten anschließend noch weiter durch die alte Stadt, ließen uns treiben und genehmigten uns irgendwann ganz gemütlich etwas zu trinken. ☕🥤 Dabei merkten wir allerdings, dass es langsam deutlich voller wurde. Immer mehr Besucher strömten durch das Eingangstor und die kleinen Gassen füllten sich.











Für uns war deshalb langsam der Zeitpunkt gekommen, den Rückweg anzutreten. Wir liefen wieder zurück zu Tweety und machten uns auf den Weg zu Otto.

Und dann kam der nächste Überraschungsmoment dieses Tages! 😳🚢

Gerade als wir Tweety wieder in seiner Garage verstauten, tauchte vor Monemvasia ein richtig interessantes Schiff auf. Auf den ersten Blick sah es aus wie ein kleines Kreuzfahrtschiff mit mehreren hohen Masten. Irgendwie sah das Ding einfach anders aus als die üblichen großen Kreuzfahrtschiffe, die man so kennt.

Also musste natürlich wieder mein Buddy ChatGPT ran. 😂📱

Und tatsächlich: Es war die Wind Star von Windstar Cruises! ⛵

Die Wind Star ist kein gewöhnliches Kreuzfahrtschiff, sondern eine kleine, luxuriöse Segelyacht. Sie ist rund 134 Meter lang, bietet Platz für gerade einmal 148 Gäste und wird von etwa 100 Crewmitgliedern betreut. Insgesamt besitzt sie vier Masten und sechs große, selbstfurlende Segel mit einer Gesamtfläche von rund 2.200 Quadratmetern. 😳⛵

Das ist schon eine ziemlich außergewöhnliche Kombination: ein luxuriöses Kreuzfahrtschiff, das tatsächlich unter Segeln unterwegs sein kann. Mit ihren Segeln erreicht die Wind Star unter günstigen Bedingungen bis zu etwa 15,8 Knoten, während sie unter Motor rund 10 Knoten fährt.

Und genau dieses Schiff lag jetzt plötzlich vor unserem Monemvasia. Was für ein Anblick! 🤩🌊

Die Wind Star fährt verschiedene Kreuzfahrten, unter anderem im Mittelmeer, und gerade die Kombination aus kleinen Häfen und Buchten ist der große Vorteil eines solchen kleinen Schiffes. Mit nur 148 Gästen kommt man eben ganz anders in kleinere Häfen hinein als mit den riesigen Kreuzfahrtschiffen mit mehreren tausend Passagieren.

Wir standen also da, schauten diesem außergewöhnlichen Schiff beim Ankern vor Monemvasia zu und dachten uns nur: Was für ein geiler Anblick! 😎⛵🌊

Die Wind Star vor Monemvasia

Und damit war unser Vormittag in Monemvasia eigentlich schon wieder voller Erlebnisse gewesen. Aber unser Tag war noch lange nicht vorbei …

Nach unserem Besuch in Monemvasia ging es gemütlich weiter in Richtung Kastania-Höhle. Die Küstenstraße faszinierte uns immer noch und auch auf diesem Abschnitt gab es wieder jede Menge tolle Ausblicke. 🌊😍 Vor uns lagen gerade einmal knapp 50 Kilometer und laut Navi etwas mehr als eine Stunde Fahrzeit.


Zunächst ging es wieder hinunter an die Westküste nach Neapoli und von dort anschließend erneut hinauf in die Berge. Die Straße führte uns dabei fast wieder hinüber in Richtung Ostküste und auch diese Bergfahrt war einfach wunderschön. 🏔️🚐 Immer wieder öffneten sich grandiose Ausblicke über die zerklüftete Landschaft, den Friedhof 😟 und weit hinaus aufs Meer. Man hätte eigentlich alle paar hundert Meter anhalten können, um ein Foto zu machen. 📸😳


Schließlich erreichten wir die Kastania-Höhle. Unser ursprünglicher Plan war sogar gewesen, hier zu übernachten. Allerdings war schon bei der Ankunft ziemlich schnell klar, dass daraus wohl nichts werden würde. Die vorhandenen Parkplätze waren dafür einfach nicht wirklich geeignet. Also stellten wir Otto ab und machten uns direkt auf den Weg zum Ticketschalter.

7 Euro pro Person kostete der Eintritt. 💶 Und wieder einmal hatten wir richtig Glück: Der Mann am Schalter meinte, dass gleich die nächste Führung beginnen würde.

Perfektes Timing! 😎

Besuch der Kastania Cave auf dem Peloponnes


Also keine lange Wartezeit, sondern direkt los. Wir gingen hinein und waren schon nach wenigen Metern wieder einmal völlig überrascht, was sich unter der Erde so alles verstecken kann. Von außen ist die Kastania-Höhle nämlich überhaupt nicht spektakulär. Eigentlich sieht man zunächst nur ein kleines Gebäude auf ebenen Untergrund. Und dann geht man hinein und plötzlich eröffnet sich eine völlig andere Welt. 😲🪨✨




Die Kastania-Höhle entstand über viele Millionen Jahre durch das Zusammenspiel von Wasser und Kalkstein. Das Wasser drang durch feine Risse und Spalten in den Felsen ein und löste dabei langsam Kalk aus dem Gestein. Tropfte das Wasser später in den Hohlräumen der Höhle von den Decken und Wänden, blieb der Kalk zurück und bildete nach und nach die beeindruckenden Sinterformationen.

Und davon gibt es hier wirklich jede Menge! 😳



Stalaktiten hängen von der Decke, Stalagmiten wachsen vom Boden nach oben und dazwischen finden sich bizarre Formen, Säulen, Vorhänge und ganze Gebilde, bei denen man wirklich zweimal hinschauen muss, um zu verstehen, dass die Natur das alles selbst geschaffen hat. 🪨✨




Die Kastania-Höhle ist zwar nicht riesig, aber gerade der unglaublich vielfältige Höhlenschmuck macht sie so besonders. Über viele Jahrtausende haben sich hier die unterschiedlichsten Formen entwickelt und das Licht der Führung setzt die einzelnen Formationen richtig schön in Szene. 💡😍

Unsere Führung dauerte knapp dreiviertel Stunden und wir kamen aus dem Staunen eigentlich gar nicht mehr heraus. Hinter jeder Ecke wartete wieder eine andere Formation und immer wieder zeigte uns unser Führer etwas, das wir ohne seine Erklärung wahrscheinlich einfach übersehen hätten.

Nach der Führung gönnten wir uns erst einmal ein kühles Getränk in der kleinen Höhlen-Taverne. 🥤😎 Dort gab es natürlich auch jede Menge Souvenirs, falls jemand ein kleines Andenken an die Unterwelt Griechenlands mitnehmen wollte. 😂

Während wir dort saßen, holte ich erst einmal mein Handy heraus und schaute bei Park4Night nach, wo wir denn hier in der Gegend einen schönen Platz für die Nacht finden könnten. Aber irgendwie war nichts dabei, was uns wirklich überzeugte.

Also Plan B!

Ich suchte einen Campingplatz in der Nähe unseres nächsten geplanten Ziels heraus: dem Dimitrios-Schiffswrack. 🚢🌊

Entweder wir würden unterwegs noch einen schönen Platz finden oder wir fahren einfach direkt dorthin und schauen, was passiert. Also wieder rein in Otto und los.

Zunächst ging es die gleiche Strecke zurück nach Neapoli. Dabei hatten wir noch einmal herrliche Ausblicke auf die Insel Elafonisos. 🏝️😍 Und auch die Westküste, die uns auf der Hinfahrt schon so begeistert hatte, war auf dem Rückweg nicht weniger spektakulär.



Wir fuhren wieder Richtung Norden und kamen erneut an Molai vorbei. Dort machten wir noch einen kleinen Einkaufsstopp bei dem Metzger, bei dem wir am Vortag schon Fleisch gekauft hatten. Das war nämlich so lecker gewesen, dass wir einfach noch einmal zuschlagen mussten. 🥩😂

Da von Molai bis zu unserem ausgesuchten Campingplatz nur noch etwas mehr als eine Stunde Fahrt vor uns lag, entschieden wir uns schließlich, einfach durchzufahren.

Und tatsächlich kamen wir dabei sogar noch am Dimitrios-Schiffswrack vorbei! 🚢😳

Natürlich konnten wir es nicht einfach links liegen lassen. Also kurz angehalten, ein Foto gemacht und dann ging es weiter zu unserem heutigen Ziel, dem Campingplatz Meltemi.

Der Platz war ziemlich voll und wir dachten schon, dass wir vielleicht wieder weitersuchen müssen. Aber manchmal muss man einfach Glück haben: Wir bekamen tatsächlich noch einen Platz. Und was für einen! Schön im Schatten. 🌳😎




Also eingecheckt, Otto abgestellt und erst einmal tief durchgeatmet. Jetzt war Fahrer-Bier-Zeit! 🍺😂

Nach der ganzen Fahrerei und den vielen Eindrücken musste erst einmal eine Pause her. Später gab es noch ein zünftiges Vesper. Zum Kochen hatten Ela und ich heute absolut keine Lust. 😅 Das leckere Fleisch vom Metzger musste deshalb bis morgen warten.

Gegen später kam ich noch mit einer Familie ins Gespräch, unseren Nachbarn schräg gegenüber. Die waren mit einem richtig coolen blauen Mercedes Rundhauber unterwegs. 🚛😎 Natürlich gab es einiges zu erzählen und so quatschten wir uns tatsächlich bis ungefähr 21:30 Uhr fest.

Dann war aber endgültig Feierabend. Ab in die Falle! 😴

Morgen wollen wir noch einmal kurz mit Tweety zum Dimitrios-Schiffswrack fahren und dort ein paar richtig schöne Bilder machen. 📸🚐🚢 Und danach steht etwas ganz Wichtiges auf dem Programm:

Strandtag! 🏖️🌊😎

Nach den ganzen Kilometern, Bergen, Höhlen und Festungen haben wir uns den wohl verdient! 😂❤️

📅 21. August 2026 – Das geheimnisvolle Wrack von Dimitrios 🚢🌊🇬🇷

Der Plan für heute war ja mal glasklar: Mit Tweety zum Dimitrios-Wrack! 🚐😎 Also befreiten wir nach dem Frühstück unseren kleinen Flitzer aus seiner Garage. Ich machte mich fahrbereit – Helm auf, Handy und Geldbeutel an den Mann und schon konnte es losgehen. Ela hatte heute keine Lust auf den Ausflug und wollte lieber trainieren. Also war ich heute ausnahmsweise einmal alleine unterwegs.

Die kurze Strecke war schnell geschafft. Ungefähr 19 Kilometer lagen vor mir und schon bald stellte ich Tweety auf dem Parkplatz am Glyfada Beach ab. Von dort ging es zu Fuß weiter zum Wrack.

Und dann stand es da tatsächlich direkt am Ufer. 😳🚢



Schon irgendwie ein spooky Anblick, so ein großes Schiffswrack, das seit Jahren halb im Sand und Wasser liegt und langsam vor sich hin rostet. Die Dimitrios ist inzwischen zu einem echten Wahrzeichen dieser Küste geworden und natürlich konnte ich mir das als alter Taucher nicht entgehen lassen.


am Dimitrios Schiffswrack auf dem Peloponnes

Das Schiff wurde ursprünglich als Frachtschiff gebaut und war unter verschiedenen Namen unterwegs. Bekannt wurde es allerdings erst durch seine Strandung hier bei Valtaki. Im Dezember 1980 wurde die Dimitrios schließlich an diesen Strand gespült und liegt seitdem dort. Wie genau es dazu kam, ist bis heute von verschiedenen Geschichten begleitet. Eine Version erzählt von Problemen mit der Ladung und technischen Schwierigkeiten, andere Geschichten berichten von Schmuggel und einer Flucht vor den Behörden. Ganz eindeutig geklärt ist die Geschichte allerdings nicht. 🤔

Heute erinnert jedenfalls nicht mehr viel an ein einst seetüchtiges Schiff. Der Zahn der Zeit nagt gewaltig an der Dimitrios. Rost, Wind, Wetter und die Brandung haben ihre Spuren hinterlassen und immer mehr Teile des Schiffes zerfallen. 🌊⚓🧱



Als Taucher habe ich natürlich schon einige Schiffswracks gesehen – allerdings normalerweise unter Wasser. 😎🤿 Dieses hier einmal direkt am Strand zu sehen, ist trotzdem etwas Besonderes. Man kann in der Badehose, die ich leider nicht dabei hatte,  ganz in Ruhe um das Wrack herumgehen und es aus allen möglichen Perspektiven betrachten.

Natürlich war ich nicht alleine. Einige Besucher des Strandes waren ebenfalls unterwegs und machten ihre Erinnerungsfotos. 📸😂 Also reihte ich mich natürlich ein und startete meine eigene Fotosession.

Ich machte jede Menge Fotos und auch ein paar Videos. Das Wrack musste schließlich ausgiebig dokumentiert werden! 📸🎬🚢

Je länger ich davorstand, desto faszinierender fand ich den Anblick. Gleichzeitig konnte man aber auch deutlich sehen, wie sehr die Natur inzwischen an dem Schiff arbeitet. Das Meer holt sich Stück für Stück zurück, was einmal ein richtiges Schiff war. 🌊⚓

Nach meiner ausgiebigen Fotosession fuhr ich mit Tweety noch kurz nach Gythio hinein. Ein paar Zigaretten mussten noch her und dann ging es auch schon wieder zurück zu Ela und Otto.

Jetzt begann der gemütliche Teil des Tages. 😎❤️

Nach dem ganzen Herumfahren und Fotografieren ging es erst einmal ins Meer. 🏊‍♂️🌊 Herrlich! Danach machten wir es uns im Schatten von Otto gemütlich und ließen einfach einmal die Seele baumeln.

Gegen Nachmittag holten wir noch einmal das Backgammon-Brett heraus und spielten eine Runde. 🎲😄 Danach gab es Abendessen und wir ließen den Tag ganz entspannt ausklingen.

Zwischendurch kam natürlich auch die Frage auf, ob wir hier nicht einfach noch einen weiteren Tag bleiben sollten. Der Platz war schön, das Meer direkt vor der Nase und eigentlich gab es keinen Grund, weiterzufahren.

Aber Ela hatte inzwischen eindeutig das Höhlenfieber gepackt. 😂🪨

Ihre Antwort war deshalb ziemlich eindeutig: „Nein, morgen fahren wir weiter!“

Denn morgen sollte endlich die berühmte Diros-Höhle auf dem Programm stehen. Und wenn Ela sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, dann wird das auch gemacht. 😜

Mittlerweile hatten wir außerdem unsere Überfahrt von Griechenland nach Italien für den 4. September 2026 gebucht. ⛴️🇬🇷➡️🇮🇹 Damit stand nun auch unser weiterer Zeitplan fest und wir mussten langsam, aber sicher wieder in Richtung Igoumenitsa kommen.

Noch war allerdings ein bisschen Zeit – und die wollten wir natürlich nutzen.

Heute hieß es deshalb einfach nur: Wrack anschauen, Meer genießen, Schatten suchen, Backgammon spielen und den Tag gemütlich ausklingen lassen. Genau dafür sind wir schließlich unterwegs. ❤️🚐🌊

Morgen geht es weiter – Ela ruft die Höhle von Diros! 🪨🇬🇷😎

📅 22. August 2026 – Die faszinierende Welt unter der Mani 🪨🚐🌊

Heute war mal wieder Reisetag. Das bedeutete zunächst einmal: Otto musste wieder klar Schiff gemacht werden, unser Tweety wurde in seiner Garage verstaut und dann konnten wir ganz gemütlich losfahren. Unser heutiges Ziel war die berühmte Diros-Höhle und die lag nur etwas mehr als 30 Kilometer entfernt. Also kein Stress, kein frühes Aufstehen und keine lange Fahrerei. 😎🚐 Die Fahrt war wieder einmal wunderschön. Die Mani zeigte uns erneut, was sie zu bieten hat: schroffe Berge, kurvige Straßen und immer wieder fantastische Ausblicke auf die Landschaft und das Meer. 🇬🇷🏔️🌊



Schon bald erreichten wir die Diros-Höhle. Otto wurde abgestellt und wir machten uns auf den Weg zum Eingang. Tickets gekauft und dann hieß es erst einmal ein Stück hinunterlaufen zum eigentlichen Höhleneingang. Wir waren richtig gespannt, denn die Bewertungen im Internet gingen bei dieser Höhle teilweise gewaltig auseinander. Von „absolute Sensation“ bis hin zu nur einem Stern war eigentlich alles dabei. Besonders häufig wurde die kurze Dauer der Tour kritisiert. 🤔 Also fragte ich natürlich gleich am Ticketschalter nach. Und tatsächlich: Auch wir bekamen nur die kurze Tour. Na gut, dann lassen wir uns einfach überraschen! 😎






an der Diros Höhle auf der Mani Halbinsel, Peloponnes

Am Höhleneingang bekamen wir zunächst eine Schwimmweste umgehängt. 🦺😂 Dann mussten wir noch einen kleinen Moment warten und schon ging es los. Wir stiegen in ein kleines Boot und fuhren hinein in die Dunkelheit. Die Bootsfahrt war tatsächlich ziemlich kurz – vielleicht 300 Meter, mehr waren es nach meinem Gefühl nicht –, aber trotzdem wunderschön. 🌊🪨 Das Boot glitt durch das Wasser und links und rechts tauchten die ersten beeindruckenden Formationen im Licht auf. Nach ungefähr fünf Minuten war die Fahrt allerdings schon wieder vorbei. Wir stiegen aus, gaben unsere Schwimmwesten wieder ab und jetzt begann für uns eigentlich der wirklich schöne Teil der Höhle. 😍





Denn was den Sinterschmuck betrifft, ist die Diros-Höhle wirklich beeindruckend. Überall hingen Stalaktiten von der Decke, vom Boden wuchsen Stalagmiten empor und dazwischen gab es Säulen, Vorhänge und die unterschiedlichsten bizarren Formen. 🪨✨ Und jetzt kam etwas, das uns besonders gut gefiel: Wir mussten nicht ständig dem Führer hinterherlaufen. Wir konnten die Höhle weitgehend selbst erkunden, uns Zeit nehmen, stehen bleiben und in Ruhe schauen. Genau das liebe ich bei solchen Höhlen! 📸😍 Natürlich bedeutete das für mich wieder einmal: viel zu viele Fotos und jede Menge Filmaufnahmen. 😂📸🎬 Man läuft ein paar Meter, entdeckt die nächste Formation und denkt sich: „Das muss ich fotografieren!“ Zwei Minuten später kommt die nächste und schon ist wieder das Handy draußen.



Die Diros-Höhle ist übrigens wesentlich größer, als man während der kurzen Tour überhaupt erahnen kann. Die heute erforschten und kartierten Gänge erstrecken sich auf rund 14,7 Kilometer. Die touristische Strecke ist dagegen im Moment nur etwa 600 Meter lang. Das erklärt vielleicht auch ein bisschen, warum manche Besucher die kurze Tour kritisieren. Wir fanden sie trotzdem spannend, denn gerade der anschließende Rundgang durch die Höhle hat uns richtig gut gefallen. 😍🪨




Und auch archäologisch und paläontologisch hat die Höhle einiges zu bieten. Im Inneren wurden unter anderem fossile Überreste von Panthern, Hyänen, Löwen, Hirschen und sogar Flusspferden gefunden. In der benachbarten Alepotrypa-Höhle wurden außerdem bedeutende Funde aus der Jungsteinzeit entdeckt. 😳🏺





Nach gefühlt einer halben Stunde war unsere Tour dann leider schon wieder vorbei und wir verließen die Höhle am Ausgang. Unser Fazit? Der Sinterschmuck war wieder einmal wunderschön und die Höhle hat uns wirklich begeistert. ❤️🪨 Allerdings fiel uns auch auf, dass durch die dauerhafte Beleuchtung an einigen Stellen schon ziemlich viel Moosbewuchs an den Tropfsteinen zu sehen war. Das nimmt manchen Formationen leider etwas von ihrer ursprünglichen Wirkung. Trotzdem kamen wir wieder einmal mit diesem Gefühl heraus: Was für eine Welt befindet sich eigentlich alles unter unseren Füßen! 😲



Gemütlich liefen wir zurück zu Otto und gönnten uns erst einmal etwas zu essen. Das Frühstück hatten wir heute Morgen wieder einmal ausgelassen – und das war im Nachhinein gar nicht schlecht. 😂 Denn wir hatten die Höhle praktisch für uns alleine gehabt. Als wir wieder draußen waren, änderte sich das allerdings schlagartig. Ein Auto nach dem anderen rollte auf den Parkplatz und plötzlich war richtig Betrieb. 😳 Da hatten wir mit unserem frühen Besuch offenbar genau den richtigen Zeitpunkt erwischt.

Nun musste ein neues Ziel her. Ich öffnete Google Maps und gab einfach einmal die Polylimnio-Wasserfälle ein. Die wollte ich mir unbedingt anschauen. 💦😍 Also war unser nächstes Ziel gefunden. Wir machten uns wieder auf den Weg und folgten der herrlichen Westküste der Mani in Richtung Kalamata. Die Straße war teilweise eng, hügelig und ziemlich kurvig, aber genau das machte die Fahrt wieder zu einem Erlebnis. 🚐🏔️🌊 Immer wieder gab es fantastische Ausblicke und wir konnten uns einfach nicht daran sattsehen. Diese Landschaft ist wirklich etwas ganz Besonderes.





In Kalamata entdeckten wir den ersten Lidl und legten einen Einkaufsstopp ein. Unsere Vorräte mussten schließlich wieder aufgefüllt werden. 🛒😂 Danach schauten wir bei Park4Night nach einem Platz für die Nacht. Und wieder hatten wir Glück: Wir fanden den Camping Petalidi Beach. Der Platz hörte sich gut an, war bezahlbar und lag außerdem strategisch perfekt für unseren morgigen Ausflug zu den Wasserfällen mit Tweety.

Dort angekommen, wurden wir vom Besitzer freundlich begrüßt und durften uns einen Platz aussuchen. Und was soll ich sagen: Der Campingplatz war herrlich leer! 😍🌳 Nachdem Otto abgestellt und Tweety wieder aus seiner Garage befreit war, ging es für uns erst einmal direkt ins Meer. 🏊‍♂️🌊 Was für ein Unterschied zum gestrigen Platz! Dort waren sowohl der Campingplatz als auch der Strand ziemlich voll gewesen. Hier dagegen hatten wir das Gefühl, fast unseren eigenen kleinen Strandabschnitt zu besitzen. Platz, Ruhe, Meer – genau das, was wir nach den letzten Tagen gebrauchen konnten. ❤️




Später kamen wir noch mit unserer Nachbarin ins Gespräch. Eine ältere Dame aus Österreich, die uns gleich einmal fast ihre komplette Lebensgeschichte erzählte. 😂🇦🇹 Aber genau solche Begegnungen gehören für uns einfach zum Reisen dazu. Irgendwann gab es dann ein leckeres Abendessen und anschließend ließen wir den Tag ganz gemütlich ausklingen.

Morgen stehen die Polylimnio-Wasserfälle auf unserem Programm. 💦🏔️ Ich bin schon richtig gespannt, was uns dort erwartet! 😎🚐🇬🇷

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