🇹🇷 Türkei mit dem Wohnmobil – Von Mardin zum Vansee und auf den Spuren der Arche Noah 🚐🏔️🌊 10.07. – ⏳.07.2026

 🌄 Vom Dach der Götter ins Herz Mesopotamiens

Die vergangenen Tage haben uns tief beeindruckt. Zwischen den weltberühmten Mosaiken von Gaziantep, dem heiligen Fischteich von Şanlıurfa, den bewegenden Spuren des Erdbebens in Adıyaman und den monumentalen Steinköpfen auf dem Nemrut Dağı haben wir eine Seite der Türkei kennengelernt, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Doch unsere Reise geht weiter. Vor uns liegen die geschichtsträchtigen Städte Mesopotamiens, neue Begegnungen und sicher wieder jede Menge Abenteuer mit Otto. 🚐😊

📅 10. Juli 2026 – Mardins Altstadt und der Blick über Mesopotamien 🕌🌄

Na ja, die Nacht war jetzt nicht gerade prickelnd – zumindest nicht für mich. 😴 Schon seit geraumer Zeit fällt mir das Einschlafen schwer. Und wenn ich dann endlich schlafe, bekomme ich durch mein Atemgerät irgendwann nachts Durst. Also muss ich Ela wecken, weil ich über sie drüber klettern muss, um aus dem Bett zu kommen. Nicht gerade die beste Voraussetzung für eine erholsame Nacht. 😅

Als wäre das nicht schon genug, liegt der Campingplatz in Mardin auch noch direkt an einer viel befahrenen Straße. 🚛🚗 Erst weit nach Mitternacht wurde es langsam ruhiger und der Verkehr ließ endlich nach. Aber jetzt genug gejammert! 😄 Schließlich stand heute unser Besuch der Altstadt von Mardin auf dem Programm, und darauf hatten wir uns schon riesig gefreut. 🥰 Außerdem war Ela heute wieder richtig fit, sodass wir nach einem gemütlichen Frühstück voller Vorfreude losziehen konnten. ☕🥐

Blick von der Zinciriye Madrasa auf die Mesopotamische Tiefebene, Türkei
Der Besitzer des Campingplatzes erklärte uns noch schnell, wo sich die Bushaltestelle befand. Praktischerweise lag sie direkt vor dem Campingplatz. 🚌 Keine fünf Minuten später kam auch schon ein Kleinbus angefahren. Der Campingplatzbetreiber hielt ihn kurzerhand an, sagte dem Fahrer, wohin wir wollten, und schon konnten wir für umgerechnet gerade einmal etwa 50 Cent pro Person – ganz bequem mit der Kreditkarte bezahlt – einsteigen. 💳


Nach einer kurzen Fahrt durch die Straßen von Mardin machte uns der Busfahrer mit einem freundlichen Hinweis klar, dass wir unser Ziel erreicht hatten. Wir stiegen aus, blickten den Hang hinauf und wussten sofort: Hier sind wir richtig. 👀

Direkt über uns thronte bereits die beeindruckende Zinciriye Madrasa. 🕌 Die ehemalige Koranschule wurde im Jahr 1385 während der Artuqiden-Herrschaft erbaut und zählt heute zu den bedeutendsten historischen Bauwerken Mardins. Besonders bekannt ist sie für ihre aufwendig verzierten Steinmetzarbeiten und ihre erhöhte Lage, die einen der schönsten Ausblicke über die Stadt und die mesopotamische Ebene bietet. Wir stiegen die wenigen Stufen hinauf und standen zunächst staunend vor dem kunstvoll behauenen Eingangsportal. 😍 Es ist kaum zu glauben, mit welcher Präzision die Steinmetze vor über 600 Jahren diese filigranen Ornamente in den hellen Kalkstein gemeißelt haben.


Kaum hatten wir den Innenhof betreten, fiel unser Blick auf das elegante Minarett der Dinaripamuk Camii 🕌, das sich direkt neben der Madrasa in den Himmel erhebt. Doch das eigentliche Highlight wartete dahinter. Vor uns öffnete sich ein Panorama, das uns für einen Moment sprachlos machte. 🤩 Die riesige mesopotamische Tiefebene breitete sich bis zum Horizont aus. 🌾🌄 Soweit das Auge reichte, verschmolzen Himmel und Landschaft miteinander. Irgendwo dort draußen liegen Syrien und der Irak – und genau hier wird einem bewusst, wie weit man inzwischen von Mitteleuropa entfernt ist. 🌍

Zunächst schauten wir uns die beiden wunderschönen Gebäude an, die sich direkt neben der ehemaligen Koranschule befanden. 🕌 Im ersten war eine kleine Ausstellung untergebracht und im zweiten... tja, das sah irgendwie nach einer Schule aus. 🤷‍♂️ Keine Ahnung, was dort genau untergebracht war.



Danach war endlich die Zinciriye Madrasa selbst an der Reihe. Für einen kleinen Obolus durften wir das historische Gebäude betreten. Gleich im Innenhof fiel uns der wunderschön gestaltete Brunnen ins Auge, aus dem sogar heute noch Wasser floss. 💧 



Die Architektur des gesamten Gebäudes war wirklich beeindruckend. Die Räume selbst waren allerdings eher schlicht gehalten – leere Zimmer eben. Nicht ganz so prickelnd. 😅

Als wir schließlich die Dachterrasse erreichten, war das aber sofort vergessen. 🤩 Von hier oben bot sich ein noch schönerer Blick über die Altstadt von Mardin und die schier endlose mesopotamische Tiefebene. 🏘️🌄 Einfach herrlich! 




Ich fotografierte noch ein paar alte Aufnahmen, die zeigten, wie Zinciriye Madrasa früher einmal ausgesehen hatte, und schon konnte unser eigentlicher Stadtrundgang beginnen.



Unser persönlicher Reiseführer – ChatGPT. 🤖😂 – hatte uns empfohlen, ganz oben zu starten und uns dann Stück für Stück durch die Gassen nach unten zu arbeiten. Das war auch sinnvoll, denn höher hinauf ging es ohnehin nicht mehr. Die Festung von Mardin, die hoch über der Stadt thront, ist bis heute militärisches Sperrgebiet und deshalb für Besucher nicht zugänglich.

Also schlenderten wir gemütlich durch die engen Gassen der Altstadt. 🚶‍♂️🚶‍♀️ Überall reihten sich die wunderschönen honigfarbenen Steinhäuser aneinander, deren Fassaden teilweise schon mehrere hundert Jahre alt sind. Mardin gilt als eine der ältesten dauerhaft bewohnten Städte Mesopotamiens. Schon vor über 4.000 Jahren siedelten hier verschiedene Völker, später hinterließen Römer, Byzantiner, Araber, Seldschuken und Osmanen ihre Spuren. Genau diese Mischung macht den besonderen Charme der Stadt aus. ❤️ Gleich als wir die erste Gasse betraten stach mir ein Friseur ins Auge. Da ich einige Stiche auf dem Kopf gehabt hatte konnte ich seit fast zwei Wochen meine Haare nicht rasieren, Da die Stiche mittlerweile nicht mehr vorhanden waren nutzte ich die Chance und ließe mir einen ordentlichen Haarschnitt verpassen, ein tolles Erlebnis da die türkischen Friseure natürlich auch die Nasen- und Ohrenhaare entfernen. 













Was uns allerdings überraschte: Der eigentliche Basar beschränkt sich nur auf den oberen Teil der Altstadt. Vielleicht fünf oder sechs Querstraßen lang reiht sich dort ein Geschäft ans nächste. Läuft man weiter bergab, verändert sich das Bild deutlich. Viele Häuser sind renovierungsbedürftig, manche wirkten sogar verlassen. Vermutlich sind viele Bewohner inzwischen in die moderne Neustadt gezogen, die sich unterhalb der Altstadt ausbreitet.



Außerdem mussten wir feststellen, dass der nette Türke, der uns zuvor von Mardin erzählt hatte, wohl ein klein wenig übertrieben hatte. 😂 Er hatte berichtet, dass in den engen Gassen heute noch fleißig mit Eseln transportiert würde. Tja... wir haben während unseres gesamten Rundgangs genau ein Maultier gesehen. 🫏 Das stand gemütlich in einer Seitengasse und schien genauso wenig arbeiten zu wollen wie wir Urlaub machen wollten. 😄

Davon ließen wir uns natürlich nicht die Laune verderben. Wir spazierten weiter durch die uralten Gassen, schauten uns eine kleine protestantische Kirche ⛪ an, warfen einen Blick in den ruhigen Innenhof einer Moschee 🕌 und genossen einfach die besondere Atmosphäre dieser faszinierenden Stadt. Zwischendurch mussten wir natürlich auch immer mal wieder eine kleine Trinkpause einlegen. 🥤 Bei den Temperaturen absolut notwendig.
















Irgendwann hatten wir dann aber genug gesehen und machten uns gemütlich auf den Rückweg zu Otto. 🚐




Als wir auf dem Campingplatz ankamen, stand inzwischen ein weiterer kleiner Van neben uns. Natürlich kamen wir sofort mit der Fahrerin ins Gespräch. 😊 Sie stammte aus Heidelberg, war Deutsch-Türkin, hatte sich eine Auszeit genommen und bereiste die Türkei ganz alleine mit ihrem kleinen Camper. Solche Begegnungen gehören für uns einfach zum Reisen dazu und sorgen immer wieder für nette Gespräche.

Langsam gingen uns allerdings die Getränke aus. Also holten wir kurzerhand Tweety aus seiner Garage 🛵 und ich fuhr noch schnell einkaufen. Wieder zurück auf dem Campingplatz ließen wir den Abend ganz entspannt ausklingen. Ein bisschen am Blog schreiben, noch etwas plaudern und den Tag Revue passieren lassen. ✍️☕🌅

Denn morgen sollte es weiter zum Vansee gehen. 🌊 Und da uns eine ordentliche Etappe bevorstand, wollten wir ausgeschlafen und fit in den nächsten Reisetag starten. 🚐😊




 



Unterstütze unsere Reise ☕

Wenn dir gefällt, was wir hier machen und du uns ein Stück auf unserem Weg begleiten möchtest, kannst du uns hier einen Kaffee ausgeben.

Kein Muss. Kein Abo.
Einfach eine kleine Geste 😊

Und wir freuen uns wirklich über jeden einzelnen ❤️ ☕ Kaffee spendieren