🇹🇷 Türkei mit dem Wohnmobil – Auf ins geheimnisvolle Ostanatolien 🚐🏔️🌍 05.07. – 2026
🌍 Die Reise geht weiter – auf nach Ostanatolien
Nach unzähligen Kilometern entlang der türkischen Mittelmeerküste, spektakulären Landschaften und den märchenhaften Felsformationen Kappadokiens wartet nun ein völlig neuer Abschnitt unserer Reise auf uns. Unser Ziel führt uns weit in den Osten der Türkei – eine Region, die viele Reisende kaum kennen und die für ihre jahrtausendealte Geschichte, beeindruckende Landschaften und ihre außergewöhnliche Gastfreundschaft bekannt ist.
Was uns dort erwartet, wissen wir selbst noch nicht genau. Genau das macht dieses Abenteuer so spannend. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg nach Ostanatolien – bereit für neue Begegnungen, überraschende Entdeckungen und unvergessliche Momente.
🚐 05.07.2026 – Von Yumurtalık nach Gaziantep – Kurs auf Ostanatolien
Gestern hatten wir tatsächlich noch kurz mit dem Gedanken gespielt, einfach einen weiteren Strandtag einzulegen. 🌊 Unser Stellplatz direkt am Meer war einfach zu schön. Der breite Sandstrand, das angenehm warme Wasser und die herrliche Ruhe hatten uns die letzten Tage wirklich begeistert. Doch heute war Sonntag – und genau das sollte unsere Pläne komplett über den Haufen werfen.
Wie immer waren wir schon ziemlich früh wach, doch bereits beim ersten Blick nach draußen merkten wir, dass heute irgendetwas anders war. Eine Unruhe lag in der Luft, die wir hier bisher überhaupt nicht kannten. Ich trat vor die Tür und traute meinen Augen kaum. Fahrzeug um Fahrzeug rollte auf den Platz, am Strand wimmelte es bereits von Einheimischen und vor dem Einfahrtstor bildete sich sogar schon eine kleine Autoschlange. Überall herrschte hektisches Treiben, denn natürlich wollte jeder noch einen der begehrten Schattenplätze ergattern. 🌴 Ela und ich schauten uns nur kurz an. Mehr Worte brauchte es gar nicht. Unser Blick sagte alles: "Nichts wie weg hier!" 😂 Also verschwanden Tisch und Stühle blitzschnell im Kofferraum von Otto, die Markise war zum Glück schon gestern Abend eingefahren worden und auf ein gemütliches Frühstück verzichteten wir ebenfalls. Stattdessen stellten wir uns mit Otto strategisch günstig an die Ausfahrt. Ich musste nur noch schnell unseren Aufenthalt bezahlen. Ali, der Besitzer des Platzes, erklärte mir lächelnd, dass an Sonntagen im Sommer unzählige Familien aus dem Landesinneren ans Meer fahren, um gemeinsam ihren freien Tag zu verbringen. Für viele gehört dieser Ausflug einfach zum Wochenende dazu. Als sich endlich eine kleine Lücke zwischen den ständig ankommenden Fahrzeugen auftat, machten wir uns kurzerhand vom Acker. 🚐💨 Was uns dabei entgegenkam, war schon beeindruckend. Kleine Lieferwagen, deren Ladeflächen bis oben hin mit der ganzen Familie, Sonnenschirmen, Grill, Kühlboxen, Stühlen und gefühlt dem halben Hausrat beladen waren. Da wurde wirklich das komplette Wohnzimmer an den Strand verlegt. 😄
Unser Aufbruch war allerdings so spontan gewesen, dass wir weder Frischwasser aufgefüllt noch die Toilette geleert hatten. Selbst das Frühstück war ausgefallen. Aber überhaupt kein Problem. Da wir ohnehin Wäsche waschen mussten, hatte ich bereits am Vortag in Gaziantep einen kommunalen Caravanpark herausgesucht. Der war nicht nur erfreulich günstig, sondern Waschmaschine und Trockner waren sogar schon im Übernachtungspreis enthalten. 👍 Also hielten wir nach dem ganzen Trubel erst einmal kurz an, gaben den neuen Stellplatz in Google Maps ein und ich kontrollierte vorsichtshalber nochmals die Route. Nach unserer kleinen Abenteuerfahrt durchs Taurusgebirge vor ein paar Tagen wollte ich diesmal lieber sicher gehen. 😅 Doch Madame Google war heute ausgesprochen freundlich zu uns und schickte Otto über eine ganz entspannte Strecke. Zunächst ging es über kleinere Straßen hinauf zur D817, später wieder auf die uns mittlerweile bestens bekannte D400. Als wir unterwegs an einem kleinen Parkplatz anhielten und ich dort tatsächlich meine geliebten Sesamringe entdeckte, war die Frühstückspause natürlich sofort beschlossen. 🥨 Mittlerweile knurrte uns beiden nämlich ganz ordentlich der Magen.
Je weiter wir nach Osten kamen, desto mehr veränderte sich auch die Landschaft. Gleichzeitig fiel uns auf, dass die Polizeikontrollen nun fast überall gemeinsam mit Militär durchgeführt wurden. Kontrolliert wurden wir allerdings nie. Sobald die Beamten unser deutsches Kennzeichen sahen, wurden wir freundlich weiter gewunken. Kein Wunder – schließlich rückte die syrische Grenze Kilometer für Kilometer näher. Kurz vor Göçedere legten wir auf einer Anhöhe noch einen kleinen Fotostopp ein. Die Landschaft wirkte plötzlich viel weiter, trockener und irgendwie ursprünglicher als an der Mittelmeerküste.
Links von uns lag bereits Syrien, auch wenn dies auf keinem einzigen Straßenschild erwähnt wurde. Schon ein seltsames Gefühl. Gleichzeitig fuhren wir durch die riesige und fruchtbare Çukurova-Ebene, eine der wichtigsten Landwirtschaftsregionen der Türkei. Baumwollfelder, Getreide, Pistazien und unzählige andere Kulturen bestimmten hier das Bild. 🌾 Gemütlich rollten wir mit unseren üblichen 90 km/h weiter. Geblitzt wurde hier erstaunlich oft und nach unserem letzten Strafzettel hatten wir wirklich keine Lust auf eine weitere Spende an den türkischen Staat. 📸😂
Am Nachmittag erreichten wir schließlich den Gaziantep Karavan Parkı. Schon auf dem Weg zur Rezeption entdeckten wir ein großes Wohnmobil mit Ravensburger Kennzeichen. Natürlich wurde sofort freundlich gewunken. 👋 Erst checkten wir jedoch ganz in Ruhe ein, bezahlten zwei Übernachtungen und suchten uns einen schönen Stellplatz aus. Nachdem Otto eingerichtet war, liefen wir zu unseren neuen Nachbarn hinüber und plauderten eine ganze Weile. Sie wollten anschließend genau die Strecke fahren, aus der wir gerade gekommen waren – da konnten wir natürlich gleich ein paar Tipps austauschen.
Weil wir unterwegs leider nicht eingekauft hatten und die Supermärkte hier deutlich seltener wurden, befreite ich anschließend unseren treuen Tweety aus seiner Garage und düste zum nächsten BİM-Supermarkt. 🛵 Getränke, etwas Gemüse und die wichtigsten Kleinigkeiten waren schnell besorgt. Am Abend wurde es wegen der Hitze nur eine gemütliche Vesper. Also fuhr ich noch einmal los, besorgte frisches Brot und zwei schön kalte Biere, die nach meiner Rückkehr selbstverständlich sofort verhaftet wurden. 🍺😄 Nach einem letzten Plausch mit unseren Nachbarn ließen wir den Abend gemütlich ausklingen, bevor wir müde ins Bett fielen.
Morgen wollten wir endlich das berühmte Mosaikmuseum von Gaziantep besuchen, das zu den bedeutendsten seiner Art auf der ganzen Welt gehören soll. Darauf freuten wir uns schon riesig. 🤩 Gleichzeitig wartete nun der Teil unserer Türkei-Reise auf uns, auf den wir uns seit Wochen gefreut hatten. Über Şanlıurfa sollte es weiter nach Adıyaman gehen, anschließend hinauf auf den legendären Nemrut Dağı mit seinen gewaltigen Steinköpfen, danach nach Diyarbakır und schließlich wieder Richtung syrische Grenze nach Mardin – einer Stadt, die seit Jahrhunderten auf einem Felsen über Mesopotamien thront. Schon beim Blick auf die Karte war uns klar: Jetzt begann ein völlig neues Kapitel unserer Reise. 🚐🇹🇷✨
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