🇹🇷 Türkei mit dem Wohnmobil – Zwischen Europa und Asien auf Entdeckungstour 🚐🌍01.06. - 05.06.2026
🇬🇷🚐 Abschied von Griechenland und Aufbruch ins nächste Abenteuer 🇹🇷✨
Die vergangenen Tage standen ganz im Zeichen des Abschieds von Griechenland. Nach unseren letzten Arbeitstagen bei Ivo und Sabine auf dem Pilion ☀️🌿, vielen gemeinsamen Essen, einem Besuch der beeindruckenden Petralona-Höhle 🪨 und einigen entspannten Tagen am Meer bei Alexandroupoli 🌊, rückte die Türkei immer näher.
Unterwegs gab es noch jede Menge schöner Begegnungen 😊, meinen ersten erfolgreichen Solo-Flug mit dem Modellflugzeug ✈️, spannende Reiseplanungen und natürlich die eine oder andere kulinarische Köstlichkeit 🍽️😋. Während wir die letzten Tage in Griechenland noch einmal in vollen Zügen genossen, wuchs gleichzeitig die Vorfreude auf das nächste große Abenteuer, Türkei.
🇹🇷 01. Juni 2026 – Grenzübertritt, ein U-Boot und die Vorfreude auf Wracks 🤿⚓🚢
So, die Warterei war vorbei. Heute ging es endlich los in Richtung Türkei. Wir waren schon sehr gespannt, wie es dort sein würde und vor allem, wie wir über die Grenze kommen würden. Schließlich verließen wir mal wieder Europa – und das ist irgendwie immer etwas Besonderes. 😊 Also packten wir erst einmal ganz gemütlich unseren Otto zusammen.
🚐💨 Der erste Stopp war gleich die Tankstelle, denn Otto hatte ordentlich Durst. Also bekam er neuen Stoff, damit er auch weiterhin kräftig brummen konnte. ⛽😁
Gerade als wir am Tanken waren, lief Carla vorbei, schwer bepackt mit ihrem Rucksack. Mit ihr hatten wir uns bereits vor zwei Tagen auf dem Campingplatz unterhalten. Carla ist Deutsche, lebt mittlerweile in Spanien und jetzt kommt der Hammer: Sie läuft von Spanien nach Jerusalem! 😲🥾🌍 Zwar nicht am Stück, sondern in Etappen, aber trotzdem eine unglaubliche Leistung. Sie fragte uns, ob wir sie ein Stück mitnehmen könnten, denn ihre heutige Etappe wäre sonst deutlich über 30 Kilometer lang geworden. Natürlich sagten wir sofort zu. 👍😊
Gemeinsam gingen wir noch kurz Zigaretten kaufen und während der Fahrt plauderten wir weiter. Carla erzählte uns, dass das Gefährlichste beim Wandern gar nicht Menschen oder Wetter seien, sondern wilde Hunde. Mehr als einmal hatte sie schon ziemlich brenzlige Situationen erlebt. 🐕😳 Da es nur knapp acht Kilometer waren, verging die Zeit wie im Flug und schon mussten wir uns wieder verabschieden. Gute Reise Carla und weiterhin viel Erfolg auf deinem verrückten Weg nach Jerusalem! 👋😁
Danach ging es direkt weiter zur Grenze. Bei der Ausreise aus Griechenland staute sich der Verkehr zwar etwas, aber länger als 15 Minuten mussten wir nicht warten. Pässe aus dem Fenster, kurzer Blick der Beamten und schon durften wir weiterfahren. 🇬🇷➡️🇹🇷
Dann kam die berühmte Brücke über den Grenzfluss. Auf beiden Seiten standen die Militärposten und mitten auf der Brücke wechselten die Flaggen. Ein cooler Moment, denn plötzlich waren wir offiziell in der Türkei. 😊
Auch an der türkischen Grenzstation ging alles erstaunlich schnell. Reisepässe vorzeigen, fotografieren lassen, kurzer Blick in unseren Otto, Kontrolle der grünen Versicherungskarte und Eintragung der Fahrzeuge in meinen Reisepass. Das sollte man wissen: Die Fahrzeuge werden auf den Pass des Halters registriert und bei der Ausreise muss alles wieder zusammenpassen. Sonst kann es richtig teuer werden. 💰😬 Was mich besonders überraschte: Fast alles wurde direkt vom Fahrzeug aus erledigt. Kein Herumrennen, keine Schalter suchen und kein Papierkrieg. Genau so hatte ich den Grenzübertritt vor über zwanzig Jahren in Erinnerung. 👍 Unglaublich auch wieviel Frauen alleine mit dem Fahrrad hier unterwegs auf Reisen zu sehen sind, Hut ab!
Nach der Grenzabfertigung ging es noch kurz zum Duty-Free-Bereich. Dort besorgten wir uns türkische Lira und eine türkische SIM-Karte. Beim Preis mussten wir allerdings erst einmal schlucken. Rund 100 Euro für 100 GB Datenvolumen. 😳📱💸 Na ja, ohne Internet läuft heutzutage fast nichts mehr, also Augen zu und durch.
Nachdem alles erledigt war, knurrte uns inzwischen ordentlich der Magen. Frühstück hatten wir noch keines gehabt, also wurde erst einmal ein Parkplatz angesteuert und gemütlich gefrühstückt. ☕🥐😋 Dank meinem Buddy ChatGPT hatten wir bereits eine grobe Planung für unsere Türkei-Rundreise. Beim ersten Ziel, der Gallipoli-Halbinsel, hatte ich eine Tauchbasis entdeckt, die Wracktauchgänge zu den Schiffen der berühmten Dardanellen-Schlacht aus dem Ersten Weltkrieg anbot. Na wenn das nicht nach mir klingt! 🤿⚓😁 Also ab Richtung Gallipoli. Die Straßen waren hervorragend ausgebaut und die Landschaft wunderschön. Dann tauchte plötzlich die gigantische Çanakkale-Brücke vor uns auf. Ein echtes Monster von einer Brücke. 🌉😲
Kaum hatten wir diesen Anblick verarbeitet, entdeckte ich draußen auf dem Meer eine seltsame Silhouette. Beim genaueren Hinschauen wurde klar: Das war ein U-Boot in Überwasserfahrt! 😳⚓ So etwas hatten wir beide noch nie gesehen. Ela zückte sofort die Kamera und machte Bilder aus dem fahrenden Otto heraus.
Ich wollte das Ganze natürlich genauer sehen und drehte bei der nächsten Gelegenheit um. 🚐💨 Direkt am Meer parkte ich Otto und wartete. Dann kam es langsam näher. Und was für ein Anblick! 😍 Natürlich kann man über Militär und Kriegsgerät unterschiedlicher Meinung sein, aber die Technik dahinter fasziniert mich einfach. Also wurde gefilmt, was das Zeug hielt. Mir war sofort klar: Daraus wird später ein Reel. 🎥😁
Anschließend ging es weiter zum Hafen der Tauchbasis. Da ich zunächst nicht ganz durchblickte, parkte ich Otto kurzerhand auf einer Fährspur und machte mich auf die Suche, während Ela beim Fahrzeug blieb. 🚢😂 Meine Suche endete schließlich beim Hafenmeister. Mithilfe des Google Übersetzers erklärte ich ihm, was ich suchte. Als Erstes bekam ich allerdings einen Tee serviert. ☕😁 Willkommen in der Türkei! Der Hafenmeister griff zum Telefon und wenige Minuten später hatte ich Murathan von der Tauchbasis am Apparat. Wir unterhielten uns kurz und er bestätigte mir, dass ich am nächsten Tag mit zum Tauchen kommen könnte. Kurz darauf hatte ich bereits seine WhatsApp-Nachricht auf dem Handy. So einfach kann es manchmal sein. 👍🤿 Zurück bei Otto war gerade eine Fähre angekommen. Zum Glück hatte ich so geparkt, dass die Fahrzeuge noch vorbeikamen. Beinahe hätte ich hier für ein kleines Verkehrschaos gesorgt. 😂🚢
Murathan hatte uns noch einen Campingplatz empfohlen. Dort angekommen erfuhren wir den Preis: 50 Euro für eine Nacht. Wir schauten uns kurz an, bedankten uns höflich und fuhren direkt wieder weiter. 😳💸 Dank Park4Night fanden wir in Eceabat einen deutlich günstigeren Stellplatz mit herrlichem Blick auf die Dardanellen. Viel mehr als ein Parkplatz war es zwar nicht, aber die Aussicht war klasse. 🌅😊
Kurz nachdem wir Otto eingeparkt hatten, kam der Betreiber angefahren und sprach uns im besten Deutsch an. „Ich bin Berliner!“ Na, das war mal eine Überraschung. 😄🇩🇪 Wir plauderten eine Weile, bekamen Einkaufstipps und bezahlten unseren Obolus. Anschließend marschierten Ela und ich mit unseren Einkaufstaschen ins Dorf, besuchten den kleinen Supermarkt und anschließend noch den örtlichen Metzger. 🛒🥩😊
Zurück bei Otto schickte ich Murathan noch meine Versicherungsunterlagen und Brevets per WhatsApp. Er wollte sich melden, sobald feststand, wann es am nächsten Morgen losgehen würde. 📱🤿 Währenddessen zauberte Ela ein leckeres Abendessen. Danach saßen wir noch eine Weile vor Otto, beobachteten die riesigen Schiffe auf den Dardanellen und ließen den Tag gemütlich ausklingen. 🚢🌅😊
Ich freute mich bereits wie die Sau auf den nächsten Tag. Wracktauchen! Endlich wieder unter Wasser! 🤿😁 Von Murathan hatte ich bis zum Einschlafen zwar noch nichts gehört, was mich ein wenig wunderte, aber das würde schon werden. So ging unser erster Tag in der Türkei zu Ende. Müde, zufrieden und voller Vorfreude auf das, was morgen kommen würde. 😴🇹🇷✨
🇹🇷 02. Juni 2026 – Geplatzte Wrackträume und Kurs auf Çanakkale 🚐🤿⛴️
Welche Vorfreude! 😁 Mit genau diesem Gedanken wachte ich heute Morgen auf. Schließlich sollte es heute zum Wracktauchen bei den Dardanellen gehen. Mein erster Blick fiel deshalb natürlich auf das Handy, denn bislang hatte ich noch keinerlei Informationen erhalten, wann die Tauchausfahrt überhaupt starten sollte. Das machte mich langsam etwas stutzig, aber ich wollte Murathan noch etwas Zeit geben. Schließlich war es erst 06:30 Uhr. Also setzte ich mich erst einmal an den Laptop und begann damit, den gestrigen Tag für den Reiseblog aufzuschreiben. 💻☕😊
Gegen 07:30 Uhr versuchte ich dann, den Knaben per WhatsApp zu erreichen – ohne Erfolg. Langsam wurde ich etwas stinkig. 😏 Gegen 08:00 Uhr kam dann immerhin eine Nachricht. Sein Partner Volcan würde sich bei mir melden. Na gut, zumindest tat sich jetzt endlich etwas. Also schrieb ich weiter an meinem Blog und wartete. Um 08:45 Uhr kam dann endlich die Nachricht von Volcan: Abfahrt des Tauchbootes um 09:30 Uhr. 😳
Das war schlichtweg zu knapp. Wir waren schließlich gestern zum Übernachten nach Eceabat gefahren und allein die Fahrt zum Hafen dauerte fast zwanzig Minuten. Das Tauchequipment war noch nicht gepackt und wir waren einfach noch nicht fertig. Vielleicht hätte man das mit viel Stress, Hektik und fliegenden Flossen irgendwie hinbekommen, aber ehrlich gesagt war ich inzwischen auch ziemlich enttäuscht. 😕 Alles hatte am Vortag so gut begonnen und der Abschluss durch die Tauchbasis war aus meiner Sicht einfach unprofessionell gelaufen.
Also schrieb ich Volcan zurück, dass wir das so leider nicht schaffen würden. Gleichzeitig erklärte ich ihm auch ganz deutlich, dass die Kommunikation nicht gerade optimal gewesen war. Immerhin entschuldigte er sich dafür und wir vereinbarten, dass ich am Ende unserer Türkei-Rundreise noch einmal vorbeischauen würde. Vielleicht sollte es einfach noch nicht sein. 🤷♂️🤿
Also packten wir stattdessen den nächsten Punkt an, der auf meiner To-do-Liste für diese Region stand. In Çanakkale hatte ich bereits vor einigen Tagen eine Wohnmobil-Werkstatt entdeckt. Dort wollte ich nachfragen, ob sie einen 30-Ampere-Booster für Otto hätten. Mir war nämlich aufgefallen, dass während der Fahrt gerade einmal rund 200 Watt in unserer Aufbaubatterie ankamen. Für die verbaute Lichtmaschine war das viel zu wenig. Mit dieser Leistung konnte ich nicht einmal den Kühlschrank vernünftig während der Fahrt betreiben, geschweige denn gleichzeitig die Bordbatterie laden. 🔋⚡🚐
Mein Buddy ChatGPT hatte mir bereits erklärt, woran das lag. Der vorhandene Booster war schlicht zu klein dimensioniert und deshalb musste früher oder später eine andere Lösung her. Also machten wir Otto klar Schiff, unterhielten uns noch kurz mit Mustafa aus Sindelfingen, der sich gestern Abend mit seinem Wohnmobil neben uns gestellt hatte, tauschten Telefonnummern aus und verabschiedeten uns. 👋😊
Kurz darauf waren wir schon auf dem Weg zur Fähre. Dort lief alles herrlich unkompliziert ab. Einfach auf die richtige Spur fahren, am kleinen Häuschen das Ticket kaufen – aussteigen musste man dafür nicht einmal – und anschließend direkt auf die Fähre rollen. ⛴️😁
Kurz nach uns kamen noch ein Bus und ein Lkw an Bord. Damit war die Fähre praktisch voll und wenig später legten wir ab. Während sich die Küste langsam von uns entfernte, blickten Ela und ich hinüber nach Çanakkale. Mal sehen, ob wir dort heute die Lösung für Ottos Stromproblem finden würden. 🔋🚐🇹🇷
Die Überfahrt war herrlich und bot wunderschöne Ausblicke. Auf der einen Seite die historisch bedeutende Halbinsel Gallipoli in Europa, vor uns die Dardanellen, im Dunst die berühmte Çanakkale-Brücke, dazu die großen Frachtschiffe und auf der anderen Seite schließlich Çanakkale in Asien. 🌉🚢🌍 Eigentlich war das nichts anderes als Kontinent-Hopping mit Otto auf einer Fähre. 😎🚐 Die Überfahrt dauerte gerade einmal zwanzig Minuten und als wir anlegten, traute ich meinen Augen kaum. Da lag tatsächlich das U-Boot, das wir gestern auf seiner Überwasserfahrt beobachtet hatten. Sehr nice! 😁⚓
Wir fuhren von Bord und machten uns direkt auf den Weg zur Wohnmobil-Werkstatt, die ich bereits in Google Maps eingespeichert hatte. Mit Hilfe des Google Übersetzers erklärte ich den Mitarbeitern und dem Chef, was ich suchte und weshalb ich hier war. Ehrlich gesagt frage ich mich manchmal, was wir früher gemacht haben, als es dieses kleine Zaubermittel noch nicht gab. 😂📱 Nach einigem Hin und Her war dann klar, dass sie den benötigten Booster bestellen konnten. Allerdings würde die Lieferung erst am Donnerstag eintreffen. Ich fragte kurz Ela, ob das für sie in Ordnung sei, denn wir mussten die Zeit bis dahin natürlich irgendwie überbrücken. Als sie zustimmte, machten wir den Deal perfekt. 👍😊
Ich zahlte eine kleine Anzahlung und wir vereinbarten Donnerstag, 12:00 Uhr, als Termin. Dann sollte das Teil geliefert und direkt eingebaut werden. Na ja, schauen wir mal, ob das tatsächlich so klappt. 😏🔋⚡ Ich erklärte den Mitarbeitern noch, dass ich mich bis dahin schon einmal mit der Verkabelung beschäftigen würde, und damit war alles besprochen.
Tja, nun waren wir sozusagen gezwungen, noch ein paar Tage in der Gegend zu bleiben. Schlimmeres kann einem in der Türkei vermutlich passieren. 😁 Also machten wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz. Über Park4Night wurden wir etwa 16 Kilometer außerhalb von Çanakkale fündig und fuhren dort einfach mal hin. Der Plan war eigentlich, Otto dort stehen zu lassen, Tweety wieder aus der Garage zu holen und anschließend mit ihm die Umgebung und natürlich auch die Altstadt von Çanakkale zu erkunden. 🛵🚐
In den Kommentaren auf Park4Night hatten wir gelesen, dass der Platz im Jahr 2025 abgebrannt sei, inzwischen aber wieder geöffnet hätte. Als wir dort ankamen, konnte man die Folgen des Feuers tatsächlich noch deutlich erkennen. Auch ansonsten war der Platz jetzt nicht gerade die Offenbarung, aber für zwei Nächte würde er wohl seinen Zweck erfüllen. 🔥😬
Kaum waren wir angekommen, tauchte ein Mann auf und erklärte uns, der Platz sei geschlossen. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass er gar nicht der Eigentümer war, sondern eher so etwas wie ein Nachbar, Helfer oder guter Geist des Platzes – so genau haben wir das bis heute nicht verstanden. 😂
Ich erklärte ihm, dass ich die Information hätte, der Campingplatz sei wieder geöffnet. Daraufhin griff er zum Telefon und rief den Besitzer an. Kurze Zeit später bekamen wir die Auskunft, dass dieser gleich vorbeikommen würde. Während wir warteten, wurde uns natürlich erst einmal ein Tee serviert. ☕😁
Als der Eigentümer schließlich eintraf, erklärte uns sein Kumpel, der erstaunlich gut Deutsch sprach, den Sachverhalt. Der Platz war offiziell noch nicht wieder eröffnet. Später sollte noch ein Gespräch mit einem Verantwortlichen stattfinden und dabei entschieden werden, ob die Behörde die Wiedereröffnung genehmigen würde oder nicht. Wir könnten derweil stehen bleiben und, falls das offizielle Go kommen sollte, auch gerne die nächsten zwei Nächte dort verbringen. Soweit so gut. Als Preis rief man allerdings 25 Euro pro Nacht auf und das gab letztendlich den Ausschlag. 😏💸 Ela und ich schauten uns kurz an, starteten Otto und fuhren weiter. Für diesen Platz war uns das einfach zu teuer.
Kaum hatten wir den Campingplatz verlassen, wurde uns bewusst, in welch historischer Gegend wir uns eigentlich befanden. Immer wieder hatten wir unterwegs Schilder mit der Aufschrift „Troja“ gesehen, diese aber irgendwie nicht mit dem berühmten Troja in Verbindung gebracht. Wahrscheinlich hatten wir beide unbewusst angenommen, dass dies irgendwo in Griechenland liegen müsste. 😂🏛️ Da das Schild nun erneut auftauchte, recherchierten wir kurz und tatsächlich – genau hier befand sich das legendäre Troja. 😲 Natürlich wollten wir uns das anschauen, allerdings war der Tag inzwischen schon etwas fortgeschritten. Also beschlossen wir, den Besuch auf morgen zu verschieben.
Jetzt galt es erst einmal, einen Übernachtungsplatz zu finden. Also fuhren wir gemütlich die Küste entlang. Immer wieder entdeckten wir schöne Plätze, doch dort standen bereits zahlreiche kleine Wohnwagen. Wir konnten uns zunächst keinen Reim darauf machen. Es sah fast so aus, als würden die Menschen dauerhaft darin wohnen. Infrastruktur gab es jedenfalls keine. Die Wohnwagen standen einfach irgendwo am Straßenrand. 🤔🚐 Das müssen wir bei Gelegenheit noch einmal recherchieren.
Auf Park4Night fand ich schließlich einen weiteren Platz, der sich richtig gut anhörte. Er sollte sich in der Nähe einer alten Geschützbatterie befinden. Also machten wir uns auf den Weg dorthin. Kurz vor dem eigentlichen Ziel entdeckten wir aus dem Augenwinkel einen Pinienwald, in den ein kleiner Weg hineinführte. 🌲😊 Wir hielten an, schauten uns die Stelle genauer an und waren uns sofort einig: Das war unser Platz für die Nacht.
Otto wurde geparkt und erst einmal war eine kleine Pause angesagt. 😎🚐 Den restlichen Nachmittag verbrachten wir ganz entspannt mit Lesen. Ich beschäftigte mich außerdem schon einmal theoretisch mit der Booster-Montage und im Laufe des Nachmittags bekamen wir wieder Besuch von einem vierbeinigen Kumpel auf Zeit. 🐕😁
Gegen Abend zauberte Ela dann eines meiner absoluten Lieblingsgerichte: Fleischküchle. 😋🥩 Gestern hatten wir beim Metzger noch leckeres Rinderhackfleisch eingekauft und nun wussten wir auch, warum. Das schmeckte einfach herrlich.
Der Plan für morgen stand inzwischen ebenfalls fest. Zuerst wollten wir uns die alte Geschützbatterie anschauen, die nur noch ein kurzes Stück entfernt lag, und anschließend sollte es endlich nach Troja gehen. 🏰⚓😊
Mittlerweile hatte sich sogar noch ein zweiter Hund zu uns gesellt. Somit war unser Schlaf bestens bewacht und wir konnten ganz beruhigt die Augen schließen. 🐕🐕😴🌲
🏛️ 03. Juni 2026 – Von Kanakkale, treuen Hunden und dem legendären Troja 😂🐕⚔️
Wie vom Platz erwartet, war es eine ruhige Nacht. Na ja, zumindest fast. Die Frösche in einem nahegelegenen Tümpel quakten teilweise ganz schön laut – unverschämt eigentlich. 🐸😂 Dazu bellten unsere beiden Bewacher das eine oder andere Mal und meldeten vermutlich jeden vorbeikriechenden Käfer persönlich an. Trotzdem wachten wir am Morgen ausgeschlafen auf. Als wir die Tür öffneten, mussten wir grinsen. Unsere beiden Hunde hatten tatsächlich die ganze Nacht bei uns verbracht und waren immer noch da. 🐕🐕😊
Wir tranken gemütlich unseren Kaffee, lobten die beiden für ihren vorbildlichen Wachdienst und streichelten sie ausgiebig. Dann passierte etwas, das mich den restlichen Tag beschäftigen sollte. Auf meinem Handy war eine Sprachnachricht von Julia und Martin, unseren Freunden aus Deutschland, mit denen wir auf Koh Chang eine tolle Zeit verbracht hatten. Die beiden lachten sich halb kaputt über meine Aussprache im gestrigen Reel. 🤣🎥 Ich hatte Çanakkale voller Überzeugung als „Kanakkale“ ausgesprochen. Man muss es gehört haben, um es wirklich zu verstehen. Nachdem die beiden sich darüber köstlich amüsiert hatten, mussten wir natürlich ebenfalls lachen. Warum auch immer kam mir plötzlich die Idee, daraus einen Song zu machen. Na ja, der Tag war schließlich noch jung. 🎵😂
Anschließend füllte ich noch Wasser aus einem Brunnen in unseren Otto und schon waren wir bereit für das erste Tagesziel. Die alte Geschützstellung am Meer, die ich ursprünglich als möglichen Übernachtungsplatz bei Park4Night entdeckt hatte, lag nur etwa zwei Kilometer entfernt. Also fuhren wir los. 🚐💨 Unterwegs kamen wir an einem uralten Friedhof vorbei. Die alten Grabsteine faszinierten mich sofort und natürlich musste ein kurzer Fotostopp eingelegt werden. 📸⚰️ Danach ging es weiter und über einen holprigen Kopfsteinpflasterweg erreichten wir schließlich die Geschützstellung.
Als ich die Tür öffnete, war die Überraschung groß. Unsere beiden Übernachtungshunde waren uns tatsächlich gefolgt. 😳🐕🐕 Im Schlepptau der beiden machte ich mich auf die Suche nach Ela und die staunte nicht schlecht, als ich samt Begleitschutz bei ihr ankam. So erkundeten wir das Gelände kurzerhand zu viert.
Wieder einmal wurde uns bewusst, wie sinnlos und schrecklich Kriege eigentlich sind. Gleichzeitig konnte man sehr gut nachvollziehen, weshalb genau an dieser Stelle eine solche Stellung errichtet worden war. Von hier aus hatte man die Dardanellen praktisch unter Kontrolle. Das Bauwerk mit seinen Bunkern und den beiden Geschützen war schon beeindruckend und dazu kamen noch die fantastische Aussicht und die wunderschöne Landschaft. ⚓🏰🌊 Wir schauten uns alles in Ruhe an, machten Fotos, drehten Videos und ließen unsere Gedanken ein wenig schweifen.
Anschließend liefen wir zurück zu Otto. Unsere beiden vierbeinigen Begleiter natürlich ganz selbstverständlich mit uns. 😁🐕🐕 Da ich vermutete, dass die beiden inzwischen ordentlich Durst haben müssten, füllte ich unseren Putzeimer mit Wasser. Und tatsächlich – innerhalb kürzester Zeit war der Eimer leer. Danach tat ich etwas, bei dem Ela beinahe vom Glauben abfiel. 😂
Von den Fleischküchle vom Vorabend waren noch zwei Stück übrig geblieben. Jeder der beiden Hunde bekam eines davon spendiert. 🥩🐕 Nach dieser kleinen Raubtierfütterung waren dann wir an der Reihe. Ela hatte inzwischen das Frühstück vorbereitet und so ließen wir es uns erst einmal schmecken. ☕🥐😋
Nach dem Frühstück ging es weiter zu unserem nächsten Ziel: Troja, das wir ja eher aus Versehen am Vortag entdeckt hatten. 🏛️😁 Wir waren schon gespannt, ob unsere beiden Hunde uns noch einmal folgen würden. Deshalb schaute ich bei der Abfahrt immer wieder in den Rückspiegel. Diesmal hatten die beiden allerdings wohl andere Pläne. Zumindest konnten wir sie nirgendwo entdecken. Ehrlich gesagt waren wir darüber auch ein wenig erleichtert, denn wir wussten nicht so genau, was wir gemacht hätten, wenn uns die beiden bis nach Troja gefolgt wären. 🐕🐕😂
Die Ausgrabungsstätte mit ihrem Museum lag nur etwa acht Kilometer entfernt und so waren wir ruckzuck dort. Uns wurde empfohlen, zuerst das Museum und anschließend die Ausgrabungsstätte zu besuchen. Also hielten wir uns an diesen Rat. Otto wurde auf dem Parkplatz des Museums abgestellt, wir kauften unsere Eintrittskarten und waren zunächst einmal etwas überrascht über den Preis. Ganze 27 Euro pro Person wollten sie haben. 😳💸 Ganz schön stattlich, allerdings galt das Ticket sowohl für das Museum als auch für die Ausgrabungsstätte.
Von außen machte das Museum zunächst keinen besonders spektakulären Eindruck. Es wirkte eher wie ein großer brauner Betonklotz, der mitten in die Landschaft gesetzt worden war. Innen sah die Sache allerdings ganz anders aus. Das Museum war modern gestaltet, hervorragend aufgebaut und die Ausstellungsstücke beeindruckend präsentiert. 👍😊
Wir schlenderten gemütlich durch die verschiedenen Etagen und erfuhren eine Menge über das legendäre Troja. Ela hatte sich bereits am Vorabend etwas eingelesen und ob die berühmte Geschichte um Helena, Paris, Achill und das Trojanische Pferd nun exakt so stattgefunden hat oder nicht, darüber streiten Historiker bis heute. Fakt ist aber, dass Troja tatsächlich existierte und hier über Jahrtausende hinweg Menschen gelebt haben. 🏛️⚔️
Was mich gleich zu Beginn etwas verwunderte, waren mehrere Plakate und sogar ein Bildschirm, auf denen Troja mit Star Wars in Verbindung gebracht wurde. Den Zusammenhang konnte ich zunächst überhaupt nicht erkennen. Also zückte ich mein Handy und googelte kurz nach. Dabei erfuhr ich, dass sich George Lucas bei der Entwicklung von Star Wars teilweise von klassischen Mythen und Heldengeschichten inspirieren ließ, zu denen auch Elemente der Trojanischen Sage gezählt werden. Wer Lust hat, kann dazu gerne selbst einmal recherchieren. 🎬⭐
Besonders faszinierend fanden wir die unglaubliche Geschichte der Stadt selbst. Die ersten Siedlungen entstanden hier bereits etwa 3000 Jahre vor Christus. Im Laufe von fast 5000 Jahren wurden immer wieder neue Städte auf den Überresten der alten errichtet. Deshalb können Archäologen heute insgesamt zehn verschiedene Siedlungsschichten nachweisen, die praktisch übereinander liegen. Wenn man sich das vorstellt, ist das schon verrückt. Während bei uns ein Haus vielleicht hundert Jahre alt wird, entstanden hier über Jahrtausende hinweg ganze Städte auf den Ruinen ihrer Vorgänger. 😲🏛️
Dort angekommen parkten wir wieder unseren Otto und dann begann sie – unsere kleine Reise in die Vergangenheit. 🏛️😊 Gleich nach dem Eingang stand natürlich das berühmte Trojanische Pferd. Na gut, nicht das Original, sondern ein Nachbau, aber trotzdem musste hier selbstverständlich erst einmal die obligatorische Fotosession stattfinden. 📸🐴😁
In Çanakkale steht übrigens tatsächlich die originale Filmrequisite aus dem Film Troja mit Brad Pitt. Diese wollten wir uns am nächsten Tag ebenfalls noch anschauen. Für heute musste aber erst einmal die echte Geschichte herhalten. 🎬⚔️
Wir umrundeten die Ausgrabungsstätte praktisch gegen den Uhrzeigersinn und obwohl heute überwiegend nur noch Steinmauern und Grundmauern erhalten sind, konnte man sich dank der vielen Erklärungen und Informationstafeln erstaunlich gut vorstellen, wie das hier früher einmal ausgesehen haben muss. Immer wieder blieben wir stehen, schauten auf die Überreste und versuchten uns vorzustellen, wie hier vor tausenden von Jahren das Leben abgelaufen sein könnte. 🤔🏛️
Besonders beeindruckt waren wir von der großen Eingangsrampe. Sie ist noch heute deutlich zu erkennen und sofort begann in unseren Köpfen das Kopfkino. Natürlich stellten wir uns vor, wie die Trojaner damals das riesige Pferd voller Stolz durch genau diesen Zugang in ihre Stadt gebracht hatten. Ob die Geschichte nun tatsächlich genauso passiert ist oder nicht – die Vorstellung hatte schon etwas. 🐴⚔️😁
An vielen Stellen konnte man noch erkennen, wie gewaltig die Mauern einst gewesen sein mussten. Immer wieder lasen wir, dass Troja über Jahrhunderte hinweg als wichtige Handelsstadt zwischen Europa und Asien galt. Wenn man hier oben steht und die Umgebung betrachtet, versteht man auch warum. Die Lage war strategisch hervorragend gewählt. 🌍⚓
Eine Stelle, an der früher eine Kirche gestanden hatte, fanden wir ebenfalls sehr interessant. Kurz darauf erreichten wir ein kleines Amphitheater, in dem man sich die Menschen vergangener Zeiten ebenfalls gut vorstellen konnte. Zwar waren wir beide nie die größten Fans von alten Steinen, aber hier war das irgendwie anders. 😊
Vielleicht lag es an der berühmten Geschichte, vielleicht an den vielen Mythen und Legenden oder einfach daran, dass man den Namen Troja schon seit seiner Schulzeit kennt. Jedenfalls hatte dieser Ort eine ganz besondere Atmosphäre.
Dabei mussten wir unweigerlich an Pompeji zurückdenken, das wir auf unserer Reise ebenfalls besucht hatten. Dort war vieles noch wesentlich besser erhalten. Ganze Straßenzüge, Häuser und Plätze standen noch fast vollständig da. Durch die vielen Besucher fühlte man sich damals teilweise wie mitten im alten Dorfleben. Hier in Troja war es anders. Weniger spektakulär auf den ersten Blick, dafür aber geheimnisvoller. Man musste deutlich mehr Fantasie mitbringen, wurde dafür aber mit einer ganz besonderen Stimmung belohnt. 🏛️😊
So liefen wir gemütlich unsere Runde, staunten, fotografierten und erfreuten uns nebenbei an den heutigen Bewohnern von Troja. 🐿️😁 Überall huschten Eichhörnchen zwischen den Mauern umher, kletterten auf die alten Steine und lieferten sich wilde Verfolgungsjagden. Irgendwie passte das wunderbar zu diesem Ort.
Da die Sonne inzwischen ordentlich vom Himmel brannte und kaum Schatten zu finden war, hatten wir nach gut einer Stunde genug gesehen. ☀️🥵 Also machten wir uns langsam wieder auf den Rückweg zu unserem Otto, der geduldig auf dem Parkplatz auf uns wartete. 🚐💨
Nach Çanakkale waren es nur noch knapp 30 Kilometer und da die Straße hier vierspurig ausgebaut war, kamen wir zügig voran. 🚐💨 Bereits vor der Abfahrt hatten Ela und ich besprochen, dass wir unbedingt noch einkaufen mussten. Unsere Getränkevorräte gingen langsam zur Neige und ohne ausreichend Nachschub wird das Leben im Wohnmobil schnell unerquicklich. 😁🥤
Wie praktisch, dass direkt am Stadteingang, genau dort wo wir ohnehin abbiegen mussten, ein riesiges Einkaufszentrum lag. Also verließen wir kurz die Route und gingen einkaufen. Das war mal wieder so ein Shoppingtempel, in dem man gefühlt alles bekam, was das europäische Shopper-Herz begehrt. 🛒🏬 Von Kleidung über Elektronik bis hin zu Lebensmitteln war alles vertreten.
Wir füllten unsere Vorräte auf, gönnten uns noch eine Kleinigkeit zu essen und machten uns anschließend wieder auf den Weg zu dem Parkplatz, den wir uns für Çanakkale ausgesucht hatten.
Im Internet wurde dieser als idealer Ausgangspunkt für einen Stadtbesuch und sogar zum Übernachten beschrieben. Dort angekommen fanden wir auch recht schnell einen passenden Platz für Otto und machten es uns gemütlich. 😊🚐
Da wir am Vormittag bereits ordentlich unterwegs gewesen waren, wollten wir uns eigentlich erst einmal eine Pause gönnen. Na ja, zumindest Ela. 😇 Mir ging nämlich die Idee mit dem Song über meine „Kanakkale-Aussprache“ einfach nicht mehr aus dem Kopf. 😂🎵
Also setzte ich mich an den Laptop, fragte meinen Buddy ChatGPT um Hilfe und bekam prompt einen passenden Textvorschlag sowie den Tipp mit dem Programm Suno. Gemeinsam bastelten wir daraus tatsächlich einen kleinen Song. Als wir das Ergebnis hörten, mussten Ela und ich Tränen lachen. 🤣🎶 Natürlich wurde das Meisterwerk sofort veröffentlicht und Julia und Martin hatten damit direkt die nächste Gelegenheit, sich über mich kaputtzulachen.
Irgendwann meldete sich dann aber der Hunger. Da wir keine Lust hatten zu kochen, beschlossen wir, essen zu gehen. Ela hatte inzwischen festgestellt, dass unser Übernachtungsplatz mehr als drei Kilometer vom Trojanischen Pferd entfernt lag und wir uns eigentlich in der Nähe des Flughafens befanden. Das berühmte Pferd verschoben wir deshalb auf den nächsten Tag. 🐴⚔️
Auf unserem gemütlichen Spaziergang entlang der Uferpromenade fanden wir schließlich ein kleines Lokal mit einem freundlichen Besitzer und gutem Essen. 🌊🍽️😊 Während wir dort saßen, kam mir plötzlich eine Frage in den Sinn. Überall wurden Bier, Wein und andere alkoholische Getränke ganz selbstverständlich angeboten. Dabei befanden wir uns doch in einem muslimisch geprägten Land.
Also begann ich ein wenig zu recherchieren. Dabei stellte sich heraus, dass die Türkei zwar mehrheitlich muslimisch ist, aber gleichzeitig ein säkularer Staat. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass Religion und Staat offiziell voneinander getrennt sind. Deshalb darf Alkohol grundsätzlich verkauft und konsumiert werden. Zwar gibt es einige Einschränkungen bei Werbung und Verkauf, aber in Restaurants, Bars, Supermärkten oder Hotels bekommt man problemlos alkoholische Getränke. 🍺🇹🇷 Interessant fanden wir auch, dass die Türkei insgesamt deutlich vielfältiger ist, als viele Menschen in Europa vermuten. Je nachdem, in welcher Region man unterwegs ist, erlebt man teilweise ganz unterschiedliche Lebensweisen und Traditionen.
Nach dem Essen machten wir uns wieder auf den Rückweg zu Otto. Der Tag war bereits weit fortgeschritten und wir ließen ihn ganz entspannt ausklingen. 🌙🚐😊
Für den nächsten Tag war der Plan eigentlich klar. Zuerst wollten wir uns endlich das berühmte Trojanische Pferd aus dem Film anschauen und anschließend hatten wir um 12:00 Uhr den Termin mit Otto in der Werkstatt, damit der neue Booster eingebaut werden konnte. Alles schien bestens organisiert.
Niemand von uns ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass der kommende Tag deutlich länger werden würde als geplant und dass wir uns schon bald auf eine unerwartete Suche und Reparaturaktion begeben würden. 🔧😏🚐
🐴 04. Juni 2026 – Das Trojanische Pferd, ein neuer Booster und die Jagd nach einer Sicherung 🔧🚐⚡
Obwohl wir praktisch mitten in der Stadt auf einem Parkplatz geschlafen hatten, wurde es gegen Abend erstaunlich ruhig und wir konnten wunderbar schlafen. 😴🚐 So wachten wir erholt auf, lümmelten noch ein wenig herum, ich schrieb etwas am Blog weiter und da wir nicht zu spät beim Trojanischen Pferd ankommen wollten, machten wir uns rechtzeitig auf den Weg.
Das Pferd befand sich in der Nähe des Fährhafens, an dem wir ein paar Tage zuvor angekommen waren. Schon von der Straße aus konnten wir es sehen. Allerdings gab es dort weit und breit keinen Parkplatz, der für Otto geeignet gewesen wäre. Also bogen wir kurzerhand in eine Seitenstraße ab und versuchten unser Glück. Wie so oft bewies Ela dabei ihren legendären Spürsinn. 😁👀 Aus einiger Entfernung entdeckte sie Fahrzeuge, die auf ein Grundstück abbogen. Also fuhren wir hinterher und siehe da: ein riesiger Parkplatz und dazu noch reichlich Schatten. Perfekt für Otto. 🌳🚐
Von dort war es nur ein Katzensprung bis zum Trojanischen Pferd. Dabei handelte es sich tatsächlich um die originale Filmkulisse aus dem Film Troja mit Brad Pitt. 🐴⚔️🎬 Als wir ankamen, waren gerade einige asiatische Touristen damit beschäftigt, Fotos zu machen. Insgesamt hielt sich der Andrang aber in Grenzen und so konnten auch wir in aller Ruhe Bilder schießen.
Ehrlich gesagt gefiel mir dieses Pferd sogar besser als der Nachbau bei der Ausgrabungsstätte. Vielleicht lag es daran, dass man hier einfach näher dran war oder daran, dass es eben tatsächlich die Filmrequisite war. Außerdem stand hier ein wunderschönes Modell der gesamten Anlage von Troja. Nachdem wir tags zuvor durch die Ruinen gelaufen waren, ergab plötzlich alles ein vollständiges Bild. Jetzt konnte man sich viel besser vorstellen, wie die Stadt einst ausgesehen haben musste. 🏛️😊
Nachdem wir genug gesehen hatten, machten wir noch einen kleinen Einkaufsbummel. Ich brauchte dringend eine Mütze. ☀️🧢 Die türkische Sonne meinte es in den letzten Tagen wirklich gut mit meiner Glatze und diese begann langsam zu protestieren. Glücklicherweise fanden wir schnell ein passendes Geschäft. Ich sprach dazu einfach einen Mann auf der Straße an. Zwar sprach er weder Deutsch noch Englisch, aber mit Händen, Füßen und wilden Gesten verstand ich ungefähr: „Am nächsten Platz links.“ 😂 Und tatsächlich fand ich dort mein neues Käppi. Danach ging es, durch einen wunderschönen Park, zurück zu Otto.
Jetzt war erst einmal Frühstück angesagt. Anschließend machte ich mich an die Vorbereitungen für unseren Werkstatttermin. Dem Besitzer hatte ich versprochen, mich bereits um die Verkabelung zu kümmern, damit der Einbau des neuen Boosters möglichst reibungslos verlaufen konnte. Also begann ich damit, die vorhandenen Kabel zu identifizieren und herauszufinden, welche Leitungen später verändert werden mussten.
Nachdem ich verstanden hatte, welches Kabel woher kam und wohin es führte, begann das große Hirnen. 🤔🔧 Nach einiger Zeit hatte ich schließlich eine Lösung gefunden. Genau so musste es funktionieren.
Besonders schön fanden wir an diesem Vormittag auch die Hilfsbereitschaft der Menschen. Ein Mann, der gesehen hatte, wie ich neben Otto an der Elektrik arbeitete, kam sofort herüber und fragte, ob wir Hilfe benötigen würden. 😊👍 So etwas erlebt man nicht überall.
Mittlerweile war es kurz vor 11 Uhr. Der Parkplatz füllte sich immer mehr und Ela hatte bereits die Befürchtung, dass wir später vielleicht gar nicht mehr herauskommen würden. Also machten wir uns auf den Weg zur Werkstatt Mek Caravan.
Dort wurden wir empfangen, als wären wir alte Bekannte. Da wir etwas zu früh dran waren und der Elektriker erst gegen 12 Uhr eintreffen sollte, wurde uns erst einmal ein Tee serviert. ☕😁 Währenddessen unterhielten wir uns mithilfe des Google Übersetzers und vertrieben uns die Zeit.
Als der Elektriker schließlich eintraf, ging es los. Ich erklärte ihm erneut die Situation mit den Kabeln und langsam hatte ich das Gefühl, den Google Übersetzer bereits beruflich zu nutzen. 😂📱 Nachdem alles verstanden war, legte er los. Währenddessen zeigte ich einem Mitarbeiter unseren Otto, wir plauderten ein wenig und ich montierte bereits das neue Bedienfeld im Wohnmobilaufbau und verlegte das notwendige Kabel bis zum späteren Einbauort.
Beim Booster handelte es sich um ein türkisches Produkt namens Havensis. Im Vorfeld hatte ich mich bereits schlau gemacht und die Bewertungen waren durchweg positiv. Also hatte ich ein gutes Gefühl. 👍⚡
Etwa eineinhalb Stunden später war es dann soweit. Der große Moment war gekommen. Ich durfte den Motor starten und wir überprüften die Werte. Und siehe da: Erfolg auf ganzer Linie! 😁🎉
Statt der bisherigen knapp 200 Watt kamen nun deutlich über 400 Watt an der Bordbatterie an. Genau das war unser Ziel gewesen. Während der Fahrt sollten künftig sowohl der Kühlschrank elektrisch betrieben als auch die Bordbatterie vernünftig geladen werden können. Mit den neuen Werten war das problemlos möglich. Spiel, Satz und Sieg. 😎⚡🚐
Wir bezahlten, verabschiedeten uns herzlich und machten uns wieder auf den Weg. Eigentlich wollten wir jetzt weiter Richtung Ayvalık fahren, unserem nächsten Ziel. Doch unterwegs kamen wir erneut an dem großen Einkaufszentrum vorbei. Also nutzten wir die Gelegenheit und kauften gleich Lebensmittel für die nächsten drei Tage ein. 🛒😊
Als wir anschließend wieder in Otto saßen und losfahren wollten, merkte ich plötzlich, wie müde ich eigentlich war. Die Lust auf eine längere Fahrt hielt sich in Grenzen. Da erinnerte ich mich an die Geschützstellung, die uns so gut gefallen hatte. Also schlug ich Ela vor, noch einmal dorthin zurückzufahren und dort zu übernachten. Ela war sofort einverstanden. 😁 Die Strecke war mit rund 30 Kilometern überschaubar und als wir ankamen, wurden wir bereits begrüßt. Von unseren beiden Hunden. 🐕🐕😂Die beiden waren tatsächlich immer noch da.
Jetzt stellte sich heraus, dass die spontane Planänderung Gold wert gewesen war. Nachdem wir Otto abgestellt hatten, wollte ich den Hunden etwas Wasser geben. Dabei bemerkten wir plötzlich, dass unsere Wasserpumpe überhaupt nicht mehr funktionierte. Und damit begann die große Fehlersuche. 🔧😏
Ich verfluchte dabei mehrfach unseren Vorbesitzer, der offenbar mit großer Begeisterung zusätzliche Kabel und fliegende Sicherungen im gesamten Fahrzeug verteilt hatte. Also begann ich systematisch zu suchen. Ich arbeitete mich durch die Bedienungsanleitung, schloss mögliche Fehlerquellen aus und zerlegte nach und nach gefühlt den halben Otto. Dabei verfolgte ich das Stromkabel der Wasserpumpe quer durch das Fahrzeug, immer auf der Suche nach der Ursache.
Um die Geschichte etwas abzukürzen: Nach fast drei Stunden Arbeit wurde ich schließlich fündig. 😅Unter der Trockentrenntoilette, versteckt im Bodenbereich, fand ich die entscheidende Sicherung. Ich tauschte sie aus und tatsächlich lief die Wasserpumpe sofort wieder an.
Leider hatte ein Kurzschluss offenbar zusätzlich die Platine für die Wassersteuerung und die Füllstandsanzeige beschädigt. Wasser hatten wir jetzt also wieder, die Anzeige funktionierte allerdings weiterhin nicht mehr. Daran konnte ich im Moment leider nichts ändern. Irgendwann würde wohl eine neue Platine fällig werden. Also baute ich alles wieder zusammen und erklärte den Arbeitseinsatz für beendet. 🔧👍
In solchen Momenten bin ich immer wieder froh, dass ich technisch nicht ganz ungeschickt bin und ausreichend Werkzeug dabeihabe. Ohne diese Kenntnisse hätte uns wahrscheinlich schon wieder der nächste Werkstattbesuch erwartet.
Zum Kochen hatten wir nach diesem Tag allerdings absolut keine Lust mehr. Also vesperten wir einfach noch eine Kleinigkeit, ließen den Abend gemütlich ausklingen und schon bald fielen uns die Augen zu. 😴🌅🚐
Für morgen galt wie so oft auf Reisen:
Neuer Tag, neues Glück. 😊🍀
🌊 05. Juni 2026 – Treue Hunde, enge Bergstraßen und ein Strand voller Überraschungen 🐕🚐🏞️
Wie ich schon beim ersten Anblick vermutet hatte, war die Geschützstellung ein wunderbarer und ruhiger Übernachtungsplatz gewesen. Na ja, fast ruhig. Unsere beiden Hunde schlugen in der Nacht das eine oder andere Mal an und meldeten vermutlich alles, was sich in der Umgebung bewegte. 🐕🐕😂 Unsere persönlichen Wach- und Schutzhunde eben. Beim ersten Morgenkaffee wurden die beiden deshalb auch ausgiebig gestreichelt und für ihren Einsatz gelobt. ☕😊
Ganz gemütlich packten wir anschließend zusammen. Wenn man einfach irgendwo frei übernachtet, hält sich der Aufwand glücklicherweise in Grenzen. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von unseren vierbeinigen Freunden und fuhren zunächst zum nächsten Brunnen, um Ottos Wassertank wieder aufzufüllen. Da unsere Füllstandsanzeige nach dem Defekt ja nicht mehr funktionierte, wollten wir lieber auf Nummer sicher gehen. 🚐💦 Während ich mit der Gießkanne Wasser in den Tank füllte, passierte etwas, das uns beide zum Schmunzeln brachte. Unsere beiden Hunde kamen tatsächlich wieder angelaufen. 😁🐕🐕 Die zwei waren wirklich treue Seelen. In diesem Moment bereute ich fast, dass ich beim letzten Einkauf keinen Sack Hundefutter gekauft hatte. Im großen Einkaufszentrum hatte es sogar ein Tierfuttergeschäft gegeben, aber Ela hatte ihr Veto eingelegt. Wahrscheinlich wusste sie schon, dass ich die beiden sonst am liebsten adoptiert hätte. 😂
Neben dem Brunnen arbeiteten einige Frauen auf einem Feld. Nachdem der Wassertank wieder gefüllt war, verabschiedeten wir uns endgültig von unseren tierischen Freunden und machten uns nun wirklich auf den Weg Richtung Ayvalık.
Unterwegs schaute ich immer wieder auf die Batterie-App und freute mich darüber, wie hervorragend unsere neue Elektrik funktionierte. Der neue Booster machte genau das, was er sollte und ich war mit meiner kleinen technischen Baustelle mehr als zufrieden. 🔋⚡😁
Irgendwann meldete sich dann natürlich wieder mein berühmtes Hüngerchen und wir legten eine gemütliche Frühstückspause ein. Kurz vor Akçay fiel mir plötzlich ein, dass sich hier doch der Hasan Drowned Wasserfall befinden sollte, den ich unbedingt einmal anschauen wollte. Bei genauerem Nachsehen stellte sich heraus, dass hier sogar der Kaz-Mountains-Nationalpark lag. Auf Google Maps hatte ich dort bereits vor längerer Zeit einige Fähnchen gesetzt. Also hielten wir kurz an und gaben den Wasserfall als neues Ziel ein. 🏞️😊 Keine Sekunde zu früh, denn bereits nach knapp 900 Metern mussten wir die E87 verlassen und links in die Berge abbiegen. Wir folgten den Anweisungen von Google Maps und die Straße führte uns immer weiter bergauf. In einer kleinen Ortschaft wurde sie plötzlich deutlich schmaler und bei jeder Kurve mussten wir genau aufpassen, dass Otto überhaupt ums Eck kam. 🚐😅 Das gelang zwar, aber die Straße wurde nicht breiter, sondern immer enger. Besonders schön war dabei, dass ausgerechnet auf Elas Seite keine Leitplanke vorhanden war und es direkt neben der Straße ordentlich in die Tiefe ging. Das liebt Ela bekanntlich ganz besonders. 😂 Kurz vor dem Wasserfall verpassten wir Otto dann auch noch ein paar neue Kratzer. Mittlerweile gehören die wohl einfach zum Charakter unseres treuen Begleiters. Schließlich erreichten wir den kleinen Parkplatz, stellten Otto ab und machten uns auf den Weg zum Wasserfall.
Schon nach kurzer Zeit stand fest: Der kleine Umweg hatte sich definitiv gelohnt. 🌊😁 Natürlich war es kein gigantischer Wasserfall, aber genau das machte seinen Charme aus. Das Wasser plätscherte über die Felsen, ringsherum herrschte eine angenehme Ruhe und die Natur war einfach wunderschön. Wir machten Fotos, drehten Videos und genossen die kleine Auszeit.
Anschließend kehrten wir noch im Wasserfall-Restaurant ein, tranken gemütlich etwas und erlebten gleich die nächste nette Überraschung. Am Nachbartisch feierte ein junger Mann Geburtstag und kurzerhand wurden wir auf ein Stück Kuchen eingeladen. 🎂😊 Solche kleinen Begegnungen sind es oft, die eine Reise besonders machen.
Irgendwann war es aber Zeit weiterzufahren. Also kämpften wir Otto noch einmal durch die engen Straßen und verpassten ihm dabei die eine oder andere zusätzliche Kampfspur. Unten angekommen hielten wir kurz an und beratschlagten, wie es weitergehen sollte. Sollten wir hier im Nationalpark bleiben? Auf Park4Night hatte ich einen kleinen Platz entdeckt, der von zwei Motorrad-Weltenbummlern betrieben wurde. Allerdings schien die Zufahrt mit Otto eher abenteuerlich zu sein. Die Alternative wäre, direkt weiter Richtung Cunda-Halbinsel zu fahren, die vor Ayvalık liegt und von meinem persönlichen Reisebüro ChatGPT ausdrücklich empfohlen worden war. 😁🚐 Ela hatte verständlicherweise keine Lust mehr auf weiteres Berggegurke und damit war die Entscheidung gefallen. Also Kurs auf die Cunda-Halbinsel und dort nach einem schönen Übernachtungsplatz Ausschau halten. Von dort aus wollten wir dann später mit Tweety Ayvalık erkunden, dessen Altstadt für ihr griechisches Flair bekannt sein soll. 🛵🏘️ Das Ziel wurde ins Navi eingegeben und los ging es.
Die Strecke führte uns durch Akçay hindurch und kurz vor dem Ortsende entdeckte Ela mit ihren Adleraugen mal wieder etwas Interessantes. Direkt am Strand standen jede Menge Wohnmobile und Wohnwagen. 🦅🚐 Natürlich mussten wir uns das anschauen. Also bogen wir spontan ab und fuhren dorthin. Obwohl dort ein dickes Verbotsschild stand, campierten jede Menge Türken direkt am Meer. Ela und ich schauten uns kurz an, nickten uns wortlos zu und wenige Augenblicke später stand auch Otto mitten zwischen den anderen Fahrzeugen. 😂👍
Eigentlich war das ein herrliches Fleckchen Erde. Das Meer direkt vor der Tür, eine schöne Aussicht und jede Menge andere Reisende. Wenn da nur nicht überall Müll herumgelegen hätte. Da müssen wir ehrlich sagen: In Sachen Müllentsorgung können die Türken manchmal ganz schöne Schweinchen sein. 🗑️😬
Und als wäre das noch nicht genug gewesen, hatten die örtlichen Stechmücken offenbar beschlossen, uns herzlich in der Region willkommen zu heißen, vor allem als es dämmerte. 🦟😂 Kaum stand man mal zwei Minuten draußen, kamen die kleinen Blutsauger im Tiefflug angegriffen. Irgendwie hatten wir das Gefühl, dass wir heute auf deren Speisekarte ganz oben standen. Andererseits haben wir inzwischen gelernt, solche Dinge etwas entspannter zu sehen. Die Campingplätze an der türkischen Küste sind oft unverschämt teuer und dort, wo frei gecampt wird, gehört herumliegender Müll leider häufig zum Bild. Also arrangierten wir uns mit Müll und Mücken und genossen trotzdem den herrlichen Blick aufs Meer. 🌊🚐😊 Wir schlenderten noch gemütlich über den Platz, fotografierten das eine oder andere interessante Gefährt und verbrachten einen wunderbar gechillten Nachmittag. 📸🚐 Ich nutzte die Zeit außerdem noch, um ein paar Reels über Troja fertigzuschneiden.
Zum Abendessen gab es dann eine Art türkische Tortellini mit einer leckeren Sahnesoße. 😋 Danach ließen wir den Tag gemütlich ausklingen und stellten zufrieden fest, dass dieser Tag ausnahmsweise einmal ganz ohne größere Pleiten, Pech und Pannen verlaufen war. Und das darf auf einer Wohnmobilreise ruhig auch einmal sein. 😁🌅🚐
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