🇹🇷 Türkei mit dem Wohnmobil – Von Myra über die Feuer der Chimaera bis nach Side 🚐🔥🏛️🌊☀️19.06. - 25.06.2026

 🚐 Von antiken Wundern, ewigen Feuern und alten Freunden

Nach traumhaften Seen, beeindruckenden Canyons, einem eher durchwachsenen Tauchtag und jeder Menge spontaner Planänderungen geht unsere Reise entlang der türkischen Mittelmeerküste weiter. Alte Kulturen, geheimnisvolle Naturphänomene und lebendige Großstädte warten auf uns, während Otto und Tweety Kilometer um Kilometer sammeln. Und als wäre das nicht schon spannend genug, steuern wir auch noch auf ein Wiedersehen mit guten Freunden zu. Mal sehen, welche Abenteuer zwischen Myra, Antalya und Side noch auf uns warten. 😎🌊🚐

🌞 19. Juni 2026 – Antike Wunder und der Ruf der ewigen Feuer 🏛️🔥🚐

Nach der letzten Chaosnacht war diese eine reine Wohltat gewesen. 😴 Keine laute Musik, kein Gegröle und kein Techno bis in die frühen Morgenstunden, sondern einfach nur himmlische Ruhe. So muss das sein! Ganz gemütlich standen wir auf, kochten uns einen Kaffee ☕ und genossen den wunderschönen Morgen an dieser geschichtsträchtigen Stätte.

Myra in der Türkei
Myra gehörte einst zu den bedeutendsten Städten des antiken Lykien und war über Jahrhunderte ein wichtiges Handels- und Kulturzentrum. Berühmt wurde der Ort nicht nur durch seine beeindruckenden Felsengräber, sondern auch durch den heiligen Nikolaus, der hier einst als Bischof wirkte und später die Vorlage für unseren Nikolaus wurde. Schon verrückt, wo einen Otto so alles hinbringt. 🚐😄

Ela und ich hatten gestern beschlossen, dass wir uns die Ruinen und die Felsengräber anschauen würden, wenn wir schon durch einen glücklichen Zufall hier gelandet waren. Nicht umsonst werden wir auf dieser Reise immer wieder von irgendwelchen höheren Mächten an die schönsten Orte geführt. Also stärkten wir uns erst einmal mit einem gemütlichen Frühstück und schon standen wir am Ticketschalter, um die 26 Euro für uns beide loszuwerden. 🏛️

Von der einst wirklich bedeutenden Stadt Myra ist heute allerdings gar nicht mehr so viel zu sehen. Große Teile der antiken Stadt liegen unter dem heutigen Demre begraben und wurden bis heute nicht ausgegraben. Gleich nach dem Eingang fiel unser Blick auf das beeindruckende Amphitheater und natürlich wurde dieses erst einmal gründlich erkundet. Von oben nach unten, kreuz und quer und einmal rundherum. Es fasziniert uns immer wieder, welche Bauwerke die Menschen damals erschaffen haben und wie viele davon heute noch stehen. Ganz im Gegensatz zu manchen modernen Bauwerken, die schon nach wenigen Jahren Probleme bekommen. Da musste ich doch glatt wieder an die eingestürzte Brücke in Dresden denken. 😄







das Theater von Myra, Türkei




Nachdem wir das Theater ausgiebig bestaunt hatten, ging es weiter zu den berühmten Felsengräbern. Und die hatten es wirklich in sich. Direkt in die steile Felswand gehauen, thronen sie hoch über dem Theater und sehen auch nach über 2000 Jahren noch beeindruckend aus. Die Lykier glaubten damals, dass ihre Verstorbenen von geflügelten Wesen in den Himmel getragen würden und deshalb legten sie die Gräber möglichst hoch in den Felsen an. Wenn man bedenkt, dass diese Bauwerke etwa 400 Jahre vor Christus ohne moderne Maschinen in den Berg geschlagen wurden, kann man nur den Hut ziehen. 🤩




die Felsengräber vom Myra, Türkei

Natürlich machten wir jede Menge Bilder und Videos 📸 und das passende Reel muss ich natürlich auch noch zusammenschneiden. Nach gut anderthalb Stunden hatten wir aber genug gesehen und machten uns wieder auf den Rückweg zu Otto.

Dort gönnten wir uns erst einmal etwas zu trinken beim netten Betreiber des Stellplatzes, unterhielten uns noch ein wenig und genossen die entspannte Atmosphäre. Solche Begegnungen sind oft mindestens genauso schön wie die Sehenswürdigkeiten selbst.

Irgendwann war dann allerdings eine Dusche fällig. 🚿 Nicht nur für mich, sondern auch für mein treues T-Shirt aus Indonesien, das mittlerweile ehrlich gesagt auch schon bessere Tage erlebt hatte. 😂 Nach der erfrischenden Dusche fühlten wir uns beide wieder wie neue Menschen und es war Zeit, weiterzuziehen.

Als nächstes Ziel hatte Ela die Feuer von Chimaera ausgesucht. 🔥 Dort sollen seit Jahrhunderten kleine Flammen direkt aus einem Berghang züngeln und niemals erlöschen. Das klang natürlich ganz nach unserem Geschmack und so machten wir Otto startklar für das nächste Abenteuer.

Was uns dort erwarten würde, davon hatten wir allerdings noch keine Ahnung… 😎🚐

Die Fahrt führte uns zunächst wunderschön über die D400 direkt an der Küste entlang und wir waren einmal mehr begeistert von dieser Traumstraße. 🚐🌊 Hinter jeder Kurve eröffnete sich ein neuer Blick auf das Meer und die Berge und wir konnten gut verstehen, warum diese Strecke bei Wohnmobilfahrern und Motorradfahrern gleichermaßen so beliebt ist. 


Wohnmobil Otto auf der berühmten D 400 in der Türkei


Kurz hinter Finike bog die D400 dann ins Landesinnere ab und der Himmel wurde plötzlich wieder bedrohlich schwarz. Schon in Myra hatten wir es donnern gehört und nun waren Ela und ich überzeugt, dass uns das Gewitter diesmal voll erwischen würde. Aber irgendwie schlängelten wir uns genau am Rand der Regenfront entlang und Otto bekam leider keine reinigende Dusche ab. Dabei hätte die ihm durchaus gutgetan. 😂 Mittlerweile hatte unser treues Zuhause schon eine ordentliche Reisepatina angesetzt und sah aus, als hätte es die halbe Türkei eingesammelt.

Kurz vor Ulupınar verließen wir dann die D400 und fuhren wieder in Richtung Meer. Madame Google führte uns einmal mehr perfekt ans Ziel und mittlerweile konnten wir uns auf ihre Weg Führung wirklich verlassen. Noch ein bisschen den Berg hinuntergeschlängelt und schon standen wir auf dem Parkplatz der berühmten Feuer von Chimaera. 🔥 Bei Park4Night hatten wir gelesen, dass man hier übernachten könne und so stellten wir Otto gleich so hin, dass dies bequem möglich gewesen wäre. Eigentlich war der Plan ganz einfach. Erst eine gemütliche Mittagspause, dann die Feuer besichtigen und anschließend hier die Nacht verbringen.

Mit dem Wohnmobil Otto bei den Feuern der Chimaera

Eine kleine Eingebung brachte uns allerdings auf die Idee, vorher doch noch kurz zum Eingang zu laufen und nachzufragen, was der Eintritt kostet, wie das Ganze abläuft und ob man tatsächlich hier übernachten darf. Die ersten Antworten waren vielversprechend. Der Eintritt war günstig, man sollte möglichst spät hinaufgehen, weil die Feuer bei Dunkelheit am schönsten wirken und der Weg sei gut zu laufen. Dann kam allerdings die schlechte Nachricht: Übernachten streng verboten! 😄


Mit dieser Erkenntnis marschierten Ela und ich zurück zu Otto und schmiedeten einen neuen Plan. Kurze Mittagspause, anschließend zu den Feuern hinauf und danach weiter in Richtung Kemer. Dort sollte es einen schönen Stellplatz direkt am Strand geben. Gesagt, getan. Während der Mittagspause nickte ich sogar noch ein wenig ein und sammelte Kräfte für den Aufstieg. 😴

Kurz darauf schnappten wir unseren Rucksack und standen schon wieder am Ticketschalter. Zwei Euro pro Person – das war für türkische Verhältnisse fast schon ein Schnäppchen. Also Tickets gekauft und los ging der Aufstieg. Über einen guten Kilometer führte der steinige Weg stetig bergauf. Gut zu laufen war er schon, aber wir kamen trotzdem ordentlich ins Schwitzen und unsere Dusche vom Vormittag war praktisch umsonst gewesen. 🚶‍♂️🥵



Dann wurde der Wald plötzlich lichter und zwischen den Felsen tauchten die ersten Flammen auf. Was für ein Anblick! 🔥🤩 Die Feuer von Chimaera brennen hier tatsächlich seit Jahrtausenden ununterbrochen. Schon in der Antike berichteten Seefahrer von den geheimnisvollen Flammen, die nachts hoch oben am Berg loderten und ihnen als Orientierung dienten. 





Der Legende nach besiegte der Held Bellerophon hier das feuerspeiende Ungeheuer Chimaera, ein Mischwesen aus Löwe, Ziege und Schlange. Der Sage nach sollen die ewigen Flammen der Atem dieses Wesens sein. 

Die Wissenschaft kennt die Ursache heute natürlich genauer. Aus tiefen Gesteinsschichten tritt hier Erdgas aus, das sich beim Kontakt mit Sauerstoff von selbst entzündet und die kleinen Feuer seit Jahrhunderten, wahrscheinlich sogar seit Jahrtausenden, am Brennen hält.



Zwischen den Flammen entdeckten wir auch alte Ruinen. Dabei handelt es sich um Überreste eines antiken Heiligtums, das einst dem Feuergott gewidmet war. Schon die Menschen der Antike hielten diesen Ort für etwas ganz Besonderes und errichteten hier Tempel und Kultstätten. Wenn man zwischen den Felsen steht und überall kleine Flammen aus dem Boden züngeln sieht, kann man gut verstehen, warum dieser Platz die Fantasie der Menschen seit so langer Zeit beflügelt. Irgendwie hatte das Ganze schon etwas richtig Spukiges. 👻🔥



Ruinen bei den Feuern der Chimaera

Wir liefen gemütlich über das Gelände, schauten uns die verschiedenen Feuer an und genossen diese ganz besondere Atmosphäre. Bevor wir uns wieder an den Abstieg machten, legten wir noch eine kleine Getränkepause ein. 🥤 Dabei konnten wir eine Katzenmutter mit ihren beiden Jungen beobachten, die hier zwischen den Ruinen spielten und vermutlich irgendwo in der Nähe ihr Zuhause hatten. Wieder so einer dieser kleinen Momente, die man gar nicht planen kann und die eine Reise oft genauso besonders machen wie die eigentlichen Sehenswürdigkeiten. 😸😸😎

Nachdem wir etwas getrunken und dem putzigen Katzenspiel eine ganze Weile zugeschaut hatten, machten wir uns an den Abstieg. 😸🔥 Noch wussten wir ja nicht, ob unser restlicher Plan für den heutigen Tag überhaupt aufgehen würde. Unten angekommen starteten wir Otto, fuhren wieder hinauf auf die D400 und nahmen Kurs auf den ausgesuchten Stellplatz bei Kemer, den ich auf Park4Night gefunden hatte. 🚐🌊

Je näher wir unserem Ziel kamen, desto mehr beschlich uns allerdings das Gefühl, dass es diesen Platz in der beschriebenen Form wohl nicht mehr geben würde. Tatsächlich führte uns die Straße mitten durch riesige Hotelanlagen und an der markierten Stelle fanden wir zwar einen Parkplatz, dieser gehörte aber zu einem Strand voller Liegestühle und Sonnenschirme und war als Übernachtungsplatz für uns völlig ungeeignet. 😄 Wieder einmal mussten wir unseren Tagesplan über den Haufen werfen. Aber diesmal diskutierten wir gar nicht lange. Schon vor ein paar Tagen hatte ich einen offiziellen Wohnmobilstellplatz in Antalya entdeckt, den wir eigentlich erst in ein oder zwei Tagen ansteuern wollten. Von hier waren es noch etwa 50 Kilometer und wir beschlossen kurzerhand, diese Strecke auch noch zu fahren.

Natürlich hofften wir, dass dort überhaupt noch Plätze frei waren, denn vernünftige Stellplätze sind in Antalya nicht gerade an jeder Ecke zu finden. Außerdem wollten wir uns von dort aus mit Thomas und Simone treffen, die gerade ihren Urlaub hier verbrachten. Zumindest glaubten wir das zu diesem Zeitpunkt noch. 😎

Unterwegs fiel uns immer wieder auf, dass Warnschilder am Straßenrand vor Schleudergefahr bei Nässe warnten. Ich schaute mir die Straße an und dachte noch so bei mir: "Jetzt übertreiben die aber ein bisschen." Nicht ahnend, dass wir nur kurze Zeit später eine Geschichte hören würden, die diese Schilder in einem ganz anderen Licht erscheinen ließ.

Irgendwann erreichten wir schließlich den Antalya Büyükşehir Belediyesi Karavan Park und diesmal hatten wir wirklich Glück. 🍀 Es waren tatsächlich noch Stellplätze frei. Schon bei der Einfahrt fielen uns zwei Fahrzeuge mit Esslinger Kennzeichen auf, darunter sogar ein beeindruckender Unimog als Expeditionsmobil. Kaum hatten wir Otto abgestellt, kamen wir auch schon mit den Besitzern ins Gespräch.

Wohnmobil Otto auf dem Campingplatz in Antalya

Und was wir da hörten, war wirklich eine haarsträubende Geschichte.

Die beiden waren vor einiger Zeit auf der Durchreise durch die Türkei gewesen und bei regennasser Fahrbahn ins Schleudern geraten. Der Unimog war dabei sogar umgekippt und zu allem Unglück war ein entgegenkommendes türkisches Fahrzeug in das umgestürzte Expeditionsmobil geprallt. Dabei wurde ein Insasse des anderen Fahrzeugs schwer verletzt.

Seitdem saßen die beiden hier fest.

Roland, der Halter des Fahrzeugs, durfte die Türkei nicht verlassen, solange das Verfahren nicht abgeschlossen war. Und das zog sich mittlerweile schon seit vielen Wochen hin. Die beiden hofften jeden Tag darauf, dass der Prozess endlich beginnen würde, doch scheinbar hatte niemand so richtig Eile. Auch von deutscher Seite fühlten sie sich ziemlich allein gelassen und die Behörden vor Ort schienen wenig Interesse daran zu haben, dass jemand vielleicht seinen Arbeitsplatz oder andere Verpflichtungen in der Heimat verlieren könnte.

Zum Glück hatten die beiden ausreichend Zeit mitgebracht. Eigentlich wollten sie auf ihrer Reise bis zum Pamir Highway fahren, doch daraus war nun erst einmal nichts geworden. Da denkt man selbst manchmal über kleine Reiseprobleme nach und merkt plötzlich, wie gut man es eigentlich hat. 🤔

Nach diesem interessanten Gespräch unterhielten wir uns noch kurz mit dem zweiten Esslinger, einem Deutsch-Türken, der ebenfalls auf dem Platz stand. Man kommt auf solchen Stellplätzen eben immer wieder mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch und genau diese Begegnungen machen das Reisen oft so spannend. Dann noch das Telefonat mit Thomas, den wir vermeintlich in Antalya wähnten und von ihm bekamen wir die Info dass sie in Antalya gelandet waren sich aber in Side aufhielten, na ja dann müssen wir halt auch noch diesen Plan etwas anpassen 😁😂😂😂

Irgendwann meldete sich dann aber unser Magen und es war höchste Zeit für das Abendessen. 🍽️ Nach diesem langen und ereignisreichen Tag schmeckte das natürlich besonders gut. Anschließend ließen wir den Tag noch einmal Revue passieren. Myra, die ewigen Feuer von Chimaera, spontane Planänderungen, eine wunderschöne Fahrt über die D400 und zum Abschluss noch diese unglaubliche Geschichte auf dem Stellplatz in Antalya – langweilig wird es auf dieser Reise wirklich nie.

Und da dieser Tag doch ganz schön anstrengend gewesen war, fielen uns danach auch ziemlich schnell die Augen zu. 😴🌙

Gute Nacht.

🌞 20. Juni 2026 – Wenn Pit zu MacGyver wird 🔧🚐🍒

Trotz dass der Campingplatz mitten in Antalya lag, war es nachts erstaunlich ruhig gewesen und so konnten Ela und ich wieder einmal hervorragend schlafen. Wunderbar ausgeruht wachten wir auf, gönnten uns den ersten Kaffee des Tages ☕, ich schrieb wie jeden Morgen ein wenig Reiseblog und wir ließen den Tag ganz entspannt beginnen. Mittlerweile hatte sich diese Morgenroutine fest eingespielt und wir genossen sie beide sehr.

Nach dem Frühstück plauderte ich noch eine ganze Weile mit den Unimog-Fahrern. Deren Geschichte ließ mich einfach nicht los. Dabei erfuhr ich, dass im schlimmsten Fall sogar eine Haftstrafe von bis zu anderthalb Jahren, vermutlich auf Bewährung, im Raum stand. Keine schöne Vorstellung, wenn man eigentlich nur auf der Durchreise gewesen war. Irgendwann fiel mir dann ein, dass wir dringend Gas benötigten. Unsere erste deutsche Flasche war inzwischen leer und nachdem das Nachfüllen unterwegs nicht funktioniert hatte, musste nun eben eine türkische Flasche her. Zum Glück hatte Ela währenddessen mit dem anderen Esslinger geplaudert. Der meinte ganz entspannt, das sei überhaupt kein Problem. Einfach an der Rezeption Bescheid geben und die Flasche würde geliefert werden. Genau so war es dann auch. Gemeinsam regelten wir alles und kurze Zeit später wurde die neue Gasflasche geliefert und ruckzuck im Gasfach von Otto installiert. 😎 Gasproblem gelöst.

Wo wir schon beim Herumwerkeln waren, kam Ela die Idee, auch unsere Abwasserentsorgung etwas zu optimieren. Der Abfluss von Otto sitzt hinten mittig unter dem Fahrzeug und wird über einen Schieber geöffnet. Dafür muss man allerdings immer genau über einer Entsorgungsstation stehen. Viele Plätze, so auch hier in der Türkei, haben jedoch gar keine klassische Entsorgungsstation, sondern lediglich einen Kanalanschluss am Stellplatz. Nur leider hatten wir keine Möglichkeit, dort einen Schlauch anzuschließen. Wer mich kennt, weiß natürlich, dass mir da sofort etwas einfiel. 😂 Also kroch ich unter Otto, nahm Maß und stellte fest, dass der Innendurchmesser ziemlich genau 50 Millimeter betrug. Dieses Maß kam mir bekannt vor und tatsächlich gab es dafür passende Rohre und Zubehör.

Also wurde Tweety aus seiner Garage befreit 🛵 und ich machte mich auf den Weg zu einem Baumarkt, der witziger weise direkt neben einem Decathlon lag, mein Lieblingsgeschäft für alles sportliche. 

Bauhaus in Antalya, Türkei

Dort fand ich nach einigem Suchen tatsächlich alles, was ich brauchte. Ein passender Deckel, Schlauchanschluss, Dichtungen und sogar ein Kegelbohrer wanderten in meinen Einkaufswagen. Mit der Kundenfreundlichkeit war es allerdings nicht weit her. Nach meinen Erfahrungen in Thailand, wo die Mitarbeiter einem gefühlt jeden Wunsch von den Augen ablesen, wirkte das Personal hier eher so, als würde ich sie bei etwas Wichtigem stören. 😄 Aber egal, ich hatte schließlich alles, was ich brauchte.

Zurück bei Otto legte ich sofort los. Nachdem ich mir beim ersten Vermessen ordentlich den Kopf angeschlagen hatte, fuhr ich Otto zunächst auf die Auffahrrampen. Das verschaffte deutlich mehr Platz zum Arbeiten. 

Dann bohrte ich den Deckel auf, montierte den Schlauchanschluss und war mit dem Ergebnis zunächst sehr zufrieden. Bis zu dem Moment, als ich das Ganze in den Abfluss einsetzen wollte. Es fehlten nur wenige Millimeter, aber genau diese verhinderten den Einbau. Das Material war zudem so hart, dass ich keine Chance hatte, es irgendwie zu dehnen. Also blieb mir nichts anderes übrig, als den kompletten Ablauf auseinanderzubauen. Abwasser ablassen, vier Schrauben lösen und schon hielt ich das gute Stück in der Hand.

Nun stellte sich die Frage, wie ich den Durchmesser etwas vergrößern konnte. Da kam mir Roland mit seinem Unimog in den Sinn. Wenn einer das passende Werkzeug dabeihatte, dann vermutlich er. Also spazierte ich hinüber und tatsächlich zauberte er einen kleinen Fräser hervor, den ich in meinen Akkuschrauber einspannen konnte. Perfekt! 🔧 Ich fräste, probierte, fräste erneut und irgendwann passte alles so gut, dass ich den Deckel einkleben konnte. Aus meiner Modellbauzeit hatte ich noch einen Spezialkleber dabei und das Ding hielt anschließend bombenfest. Noch ein bisschen Klebeband, das Allheilmittel eines Schraubers, und schon war das Ding wieder bereit eingebaut zu werden. 


Also wieder alles zusammengebaut, ein Testlauf und siehe das es funktionierte wie erwartet. 


Eigentlich dachte ich, jetzt wäre Feierabend. Aber natürlich kam alles anders. 😄 Während ich gerade unter Otto hervorkroch, erschien unser türkischer Nachbar von gegenüber. Mit Händen und Füßen machte er mir klar, dass er Hilfe brauchte. Offenbar hatte er mich die ganze Zeit beim Basteln beobachtet und daraus geschlossen, dass ich technische Probleme lösen könne. Ganz falsch lag er damit ja nicht. Also folgte ich ihm zu seinem Wohnwagen. Dort stellte sich heraus, dass seine Tür nicht mehr richtig schloss. Eigentlich eine Kleinigkeit, dachte ich zumindest. Daraus wurde dann allerdings eine mehr als einstündige Bastelaktion. Zum einen war die Konstruktion ziemlicher Lumpenkruscht, zum anderen verstanden die Besitzer weder Deutsch noch Englisch. So arbeiteten sie manchmal genau in die entgegengesetzte Richtung von dem, was ich eigentlich wollte. 😂

Irgendwann war aber auch dieses Problem gelöst und die Tür ließ sich wieder vernünftig schließen. Die Nachbarn bedankten sich überschwänglich und wollten mir sogar Geld geben. Das lehnte ich natürlich ab. Hilfe sollte von Herzen kommen. Stattdessen bekam ich einen großen Teller Kirschen geschenkt. 🍒 Darüber freute ich mich ehrlich gesagt sogar mehr.

Währenddessen hatte Ela unsere gesamte Baustelle aufgeräumt, Wäsche gewaschen und Otto von innen wieder auf Vordermann gebracht. Nachdem ich mein Werkzeug verstaut hatte, war dann tatsächlich Feierabend. Zeit für ein wohlverdientes Feierabendbier. 🍺

Auf das Abendessen freute ich mich heute ganz besonders. Es sollte Hähnchenschenkel aus dem Omnia geben, gewürzt mit der Gewürzmischung, die wir in Fethiye gekauft hatten. Während Ela den Salat vorbereitete, brachte ich den Omnia in Stellung und rund 45 Minuten später saßen wir wieder einmal vor einem richtig leckeren Abendessen. 😋

Anschließend wurde noch ein wenig gelesen, entspannt und der Tag Revue passieren gelassen. So ein Basteltag steht zwar selten in einem Reiseführer, gehört aber mindestens genauso zum Vanlife dazu wie Traumstrände, antike Ruinen und spektakuläre Ausblicke.

🌞 21. Juni 2026 – Wasserfälle, Fledermäuse und ein verdammt knappes Gas-Abenteuer 💦🦇🔥🚐

Für heute hatten wir eigentlich überhaupt keinen Plan und so ließen wir es vom Aufstehen an ganz geruhsam angehen. Ela wusch noch die restliche Wäsche, brachte unser Badezimmer auf Vordermann und ich kümmerte mich hauptsächlich um mich selbst. 😄 

Zwischendurch ging ich noch zu unseren Nachbarn aus Esslingen hinüber, plauderte ein wenig und ansonsten passierte erst einmal nicht viel. Vielleicht wollten wir später noch an den Strand, aber Roland, der dort jeden Morgen schwimmen ging, meinte nur, dass dieser heute hoffnungslos überfüllt sei. Klar, es war Sonntag. Also ließen wir den Vormittag gemütlich verstreichen.

Immer wieder bemerkte Ela allerdings, dass es irgendwo nach Gas riechen würde. Da ich selbst nichts wahrnahm, schenkte ich der Sache zunächst keine große Beachtung. Ein Fehler, wie sich später noch herausstellen sollte. 😬

Weil mir langsam langweilig wurde, öffnete ich Google Maps und schaute nach, was es in der Umgebung Interessantes gab. Dabei entdeckte ich ein Fähnchen, das ich irgendwann einmal gesetzt hatte. Das bedeutete normalerweise, dass ich dort irgendwann etwas gefunden hatte, das mich interessierte. Als ich den Eintrag öffnete, erschien der Düden-Wasserfall auf dem Bildschirm. 💦 Ich zeigte Ela die Bilder, wir lasen die Bewertungen, die wie so oft von „absolut fantastisch“ bis „völlig überbewertet“ reichten, und beschlossen spontan: Da fahren wir jetzt hin!

Also Getränke eingepackt, Helme aufgesetzt und schon saßen wir auf Tweety. 🛵 Die rund 25-minütige Fahrt hatte es temperaturmäßig in sich. Immer wieder erwischten uns heiße Windböen und zeitweise hatte man das Gefühl, direkt auf einen laufenden Föhn zuzufahren. Der Deutsch-Türke aus Esslingen hatte uns bereits erzählt, dass man spätestens Ende Juli aus dieser Region verschwinden sollte, weil Temperaturen deutlich über 40 Grad dann völlig normal seien. Da konnten wir uns schon vorstellen, wie unangenehm das werden würde.

bei den Düden Wasserfällen in Antalya

An den Düden-Wasserfällen angekommen, parkten wir Tweety und bezahlten umgerechnet etwa einen Euro Eintritt. Das war wirklich günstig. Obwohl einiges los war, hörten wir fast ausschließlich türkische Stimmen. Offenbar war dieser Ort nicht nur bei Touristen beliebt. 

Wir folgten den Schildern durch die schöne Parkanlage und näherten uns langsam dem Wasserfall. Das Rauschen wurde immer lauter und schon standen wir am oberen Bereich der Fälle. Der Anblick war wirklich schön und wir konnten die negativen Bewertungen auf Google Maps einmal mehr nicht nachvollziehen. 📸



Nachdem wir Fotos und Videos gemacht hatten, stiegen wir über eine Wendeltreppe in die Höhlen hinab. Dort war es angenehm kühl und aus verschiedenen Öffnungen in den Felsen konnte man direkt auf den Wasserfall schauen. Ein wirklich gelungener Aussichtspunkt. 



Durch die Höhle gelangte man anschließend bis ans Wasser. Dort fiel uns auf, dass ein großer Teil des Wassers gar nicht über den eigentlichen Wasserfall kam, sondern direkt aus dem Berg austrat. Vermutlich verbarg sich dahinter ein größeres Höhlensystem und der Fluss verlief über weite Strecken unterirdisch.

Wir verweilten eine ganze Weile dort unten und folgten anschließend dem Wasserlauf weiter. Stromschnellen, kleine Schluchten und immer wieder herrliche Ausblicke sorgten dafür, dass uns nicht langweilig wurde. 



Dann erreichten wir plötzlich einen Bereich, in dem ein ziemlich unangenehmer Geruch in der Luft lag. 🦇 Wir waren an der Fledermaushöhle angekommen. Hoch oben in den Felsen befand sich eine größere Öffnung, in der zahlreiche Fledermäuse lebten. Einige flatterten gerade umher und verteilten ihre Hinterlassenschaften großzügig auf den darunterliegenden Boden. Nicht gerade ein Duft, den man als Parfüm vermarkten könnte. 😂

Nachdem wir den gesamten zugänglichen Bereich erkundet hatten, ging es wieder nach oben. 



Klar, nach dieser kleinen Abenteuerwanderung hatten wir Durst bekommen. Also setzten wir uns in eines der Lokale im Park und gönnten uns erst einmal etwas zu trinken. Dabei erinnerte sich Ela daran, dass wir irgendwo von einem zweiten Düden-Wasserfall gelesen hatten. Also wurde erneut Google Maps bemüht und tatsächlich fanden wir den sogenannten unteren Duden-Wasserfall, wo der Fluss direkt ins Mittelmeer stürzt.

Natürlich mussten wir uns das anschauen.

Also Getränke ausgetrunken, zurück zu Tweety und wieder hinaus in die trockene Hitze. Die Fahrt dauerte knapp 30 Minuten und schon standen wir vor dem nächsten Naturschauspiel. 🌊 Was für ein Anblick! Mit gewaltigem Getöse stürzte der Fluss hier rund 40 Meter tief ins Meer. Mehrere Ausflugsboote näherten sich dem Wasserfall und ein kleines Schlauchboot mit einigen Passagieren hatte dort unten offensichtlich den Spaß seines Lebens. Das Gelächter war bis oben zu hören. 😄


am unteren Düden Wasserfall, Antalya



Ela und ich blieben eine ganze Weile dort stehen und genossen die Aussicht. Solche Naturwunder gehören für uns nach wie vor zu den schönsten Erlebnissen auf unseren Reisen. Irgendwann hatten wir aber genug gesehen und fuhren ganz entspannt entlang der Küste und quer durch Antalya zurück zu Otto.

Dort wurden wir allerdings ziemlich aufgeregt von unseren Nachbarn empfangen. Schon beim Aussteigen bemerkte ich es. Es roch massiv nach Gas. 😳 Unter unserem Gaskasten war der Boden bereits feucht vom austretenden Gas. Sofort öffnete ich das Fach, drehte die Flasche zu und wechselte den Dichtring. Danach war das Problem zum Glück schnell behoben. Kurz darauf erschien auch der Betreiber des Stellplatzes und erklärte, dass er bereits versucht hatte, uns zu erreichen. Wir hatten unterwegs allerdings nichts mitbekommen.

Im Nachhinein wurde uns schon etwas mulmig. Ein einziger Funke hätte gereicht und aus Otto wäre vermutlich eine Brandruine geworden. Die Fahrzeuge daneben wahrscheinlich gleich mit. Gestern hatte ich natürlich nach der Installation alles kontrolliert und dabei keinen Austritt festgestellt. Sonst hätte ich sofort reagiert. Aber manchmal steckt der Teufel eben im Detail. Zum Glück ging die Sache glimpflich aus. 🙏

Nachdem wieder Ruhe eingekehrt war, gönnten wir uns erst einmal eine kleine Pause. Um 18:30 Uhr waren wir nämlich mit dem netten Paar aus Esslingen verabredet, um gemeinsam essen zu gehen. Also duschten wir den Schweiß des Tages ab und machten uns pünktlich auf den Weg. Am Strand entlang schlenderten wir gemütlich zum Restaurant. Dort war trotz der Uhrzeit immer noch jede Menge los und wir hatten natürlich viel Gesprächsstoff. Die beiden waren bereits zwei Jahre mit ihrem Unimog durch Südamerika gereist, anschließend auf der Arabischen Halbinsel unterwegs gewesen und hatten sogar dieselbe Krankenversicherung wie wir. 🚐🌎

So verging die Zeit wie im Flug. Erst als es längst dunkel geworden war, machten wir uns wieder auf den Rückweg. Im Park und an der Strandpromenade herrschte immer noch reges Treiben. Wieder einmal stellten wir fest, dass die Südländer einen ganz anderen Tagesrhythmus haben. Wenn wir langsam ans Schlafengehen denken, legen viele hier erst richtig los. 😄

Zurück auf dem Stellplatz verabschiedeten wir uns voneinander und kurze Zeit später fielen uns die Augen zu. Morgen wollten wir uns die Altstadt von Antalya anschauen und endlich auch einmal ins Meer springen. Danach sollte es weiter nach Side gehen, wo Thomas, Simone und auch Elas Bekannte Ella auf uns warteten. 🚐🌊☀️

🌞 22. Juni 2026 – Zwischen Altstadtgassen und Mittelmeerstrand 🏛️🌊☀️

Da wir heute tatsächlich einen Plan hatten – und sogar gleich zwei Ziele auf unserer Liste standen 😄 – ließen wir es am Morgen nicht ganz so gemütlich angehen wie sonst. Reiseblog schreiben, frühstücken und alles für den Tag vorbereiten, das gehörte natürlich trotzdem dazu. Kurz bevor wir uns auf Tweety schwingen wollten, hörten wir jedoch das unverwechselbare Brummen des Unimogs. Roland und seine Frau Petra kamen ein letztes Mal bei uns vorbei und erzählten, dass ihnen die vergangene Nacht einfach zu heiß gewesen war. Deshalb wollten sie wieder in die kühleren Berge fahren. Das konnten Ela und ich gut nachvollziehen. Die vergangene Nacht gehörte definitiv zu den heißesten, die wir bisher in der Türkei erlebt hatten. Der türkische Hochsommer stand praktisch schon vor der Tür. 🌞

Wir verabschiedeten uns voneinander, wünschten den beiden natürlich alles Gute für den bevorstehenden Prozess und vor allem viel Glück, dass ihre lange Zwangspause endlich ein Ende finden würde. Dann rollte der Unimog vom Platz und auch für uns wurde es Zeit aufzubrechen.

Mit Otto einen Parkplatz in Antalya zu finden, ist schon schwierig genug. In der Altstadt wäre das praktisch unmöglich gewesen. Genau für solche Situationen lieben wir unseren Tweety. 🛵 Also Helme auf und los ging es in Richtung Kaleiçi, der historischen Altstadt von Antalya.

Unser erstes Ziel war der Panorama-Aufzug, der die höher gelegene Altstadt mit dem alten Hafen verbindet. Hier konnten wir Tweety bequem abstellen und anschließend zu Fuß weiterziehen. Der Aufzug erinnerte uns sofort an den bekannten Aufzug in Izmir, auch wenn uns dieser dort optisch deutlich besser gefallen hatte. Der Panorama-Aufzug von Antalya ist eher modern gestaltet und wirkte auf uns auch nicht ganz so gepflegt. Dafür entschädigte die Aussicht sofort. 🤩 Vor uns lagen der alte Hafen, das tiefblaue Mittelmeer und dahinter das mächtige Taurusgebirge. Ein wirklich beeindruckender Anblick.

der alte Hafen von Antalya


Blick auf das Taurus Gebirge

Anschließend schlenderten wir durch die engen Gassen mit ihren hübschen alten Häusern. Fast jedes davon schien gleichzeitig ein Geschäft oder Souvenirladen zu sein. Natürlich wurden wir regelmäßig angesprochen und zum Schauen eingeladen. Ohne konkretes Ziel ließen wir uns einfach treiben, bummelten durch die Straßen und glaubten eigentlich die ganze Zeit, wir würden bereits mitten durch Kaleiçi laufen. Später stellten wir allerdings fest, dass wir uns eher am westlichen Randbereich der Altstadt herumgetrieben hatten. 😄






Um uns besser orientieren zu können, liefen wir etwas weiter in Richtung Norden und gelangten dabei zunächst zur Yivli-Minare-Moschee. 🕌 Das auffällige geriffelte Minarett ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Antalyas und stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert. Mit seinen markanten roten Ziegeln und den acht Rillen ist es schon von weitem zu erkennen und gilt als Symbol der Stadt.

die Yivli Minare Moschee in Antalya

Von dort aus ging es weiter zum berühmten Uhrenturm. 🕰️ Dieser wurde Anfang des 20. Jahrhunderts während der letzten Jahre des Osmanischen Reiches errichtet und gehört zu den wenigen erhaltenen Türmen der ehemaligen Stadtbefestigung. Rund um den Platz herrschte reges Treiben und irgendwie spürte man hier deutlich das Herz der Altstadt.



der Uhrenturm in Antalya

Während wir uns dort umsahen, fiel uns plötzlich eine rote Straßenbahn auf, die gerade an einer Haltestelle anhielt. 🚋 Die nostalgische Bahn gehört mittlerweile ebenfalls zu den Wahrzeichen Antalyas. Besonders interessant fanden wir, dass die historischen Straßenbahnwagen ursprünglich aus Nürnberg stammen. Die Fahrzeuge wurden im Rahmen der Städtepartnerschaft nach Antalya abgegeben und drehen seitdem hier ihre Runden durch die Altstadt. Irgendwie passten sie perfekt in das historische Ambiente und sorgten zusätzlich für ein wenig nostalgisches Flair.

In der Nähe der Straßenbahnhaltestelle setzten wir uns erst einmal in den Schatten und schauten auf Google Maps, wo wir uns eigentlich genau befanden und wie wir weiterlaufen mussten. Dabei stellten wir fest, dass wir uns noch gar nicht im eigentlichen Kaleiçi-Viertel befanden. 😄 Was tun? Eine Runde mit der nostalgischen Straßenbahn fahren oder doch lieber zu Fuß ins historische Zentrum laufen? Nach kurzer Beratung entschieden wir uns für Letzteres. Bevor es weitergehen konnte, musste allerdings erst einmal etwas zu trinken her, denn die trockene Hitze forderte ihren Tribut.

Auf dem Weg zu einem Lokal entdeckte ich noch ein weiteres historisches Relikt direkt vor meinen Füßen. 📸 Eine alte Kodak-Filmrolle lag tatsächlich auf dem Boden. So etwas hatte ich schon ewig nicht mehr gesehen. Irgendwie ein kleiner nostalgischer Moment inmitten der modernen Welt.

Nachdem wir unseren Durst gestillt hatten, beschlossen wir, das Kaleiçi-Viertel so zu betreten, wie es sich gehört – durch das berühmte Hadrianstor. Von unserem Standort aus waren es nur wenige Minuten zu Fuß in Richtung Osten und schon standen wir vor diesem beeindruckenden Bauwerk. 🏛️ Das Hadrianstor wurde im Jahr 130 nach Christus zu Ehren des römischen Kaisers Hadrian errichtet, der Antalya damals besuchte. Es gilt als eines der am besten erhaltenen römischen Stadttore der Türkei. Besonders beeindruckend fanden wir die kunstvoll verzierten Säulen und die alten Wagenrillen im Steinboden, die noch heute davon zeugen, dass hier vor fast 2000 Jahren bereits reger Verkehr herrschte.

am Hadrianstor in Antalya




Natürlich bestaunten wir das Tor ausgiebig und liefen anschließend durch die engen Gassen des historischen Viertels in Richtung Meer. Die alten Häuser mit ihren wunderschönen Innenhöfen gefielen uns ausgesprochen gut. Viele davon waren heute kleine Hotels, Pensionen oder Restaurants. Im Gegensatz zu dem Bereich, durch den wir zuvor gelaufen waren, gab es hier deutlich weniger Geschäfte und wir wurden wesentlich seltener angesprochen. Das machte das Bummeln deutlich entspannter. 😊




So schlenderten wir gemütlich durch die Straßen von Kaleiçi und gelangten schließlich zum Hıdırlık-Turm sowie zu einer Aussichtsplattform direkt daneben. Der Hıdırlık-Turm stammt vermutlich aus dem 2. Jahrhundert nach Christus und wurde von den Römern erbaut. Bis heute ist nicht ganz geklärt, ob er ursprünglich als Leuchtturm, Wehrturm oder Beobachtungsposten diente. Fest steht jedoch, dass er zu den ältesten erhaltenen Bauwerken Antalyas gehört. 🏛️

der Hidirlik Turm in Antalya

Von der Aussichtsplattform bot sich uns ein regelrechtes Postkartenmotiv. 📸 Vor uns lag das tiefblaue Mittelmeer, daneben der historische Turm und im Hintergrund erhob sich majestätisch das Taurusgebirge. Die Taurusberge ziehen sich über weite Teile der türkischen Südküste und erreichen Höhen von über 3000 Metern. Sie bilden die beeindruckende Kulisse für viele Abschnitte der D400 und gehören für uns zu den schönsten Landschaften der gesamten Türkei. ⛰️🌊



Nachdem wir uns an dem Ausblick sattgesehen hatten, liefen wir hinunter zum alten Hafen, fuhren mit dem Aufzug wieder nach oben und gönnten uns erst einmal erneut etwas zu trinken. Die trockene Hitze verlangte uns heute wirklich einiges ab. 🥤☀️






Da wir ja heute auch noch ins Meer wollten und gerade die größte Mittagshitze herrschte, schwangen wir uns wieder auf unseren Tweety und fuhren zurück zum Stellplatz. Dort machten wir zunächst ein kleines Päuschen, packten anschließend unsere Badesachen und liefen hinüber zum Strand. 🏖️

Dort genossen wir das lebendige Treiben, beobachteten die vielen Familien und Urlauber und ließen uns natürlich auch das herrlich erfrischende Wasser nicht entgehen. 🌊 Nach den heißen Stunden in der Altstadt tat das richtig gut.

Mittlerweile war es schon nach 17 Uhr geworden und langsam meldete sich der Hunger. Also machten wir uns auf den Rückweg zu Otto. Unterwegs kaufte ich noch etwas vermeintlich leckeres Fleisch und frisches Brot ein, während Ela bereits einen Salat und ihre berühmte Guacamole vorbereitete. 🥗

Dann wanderte das Fleisch in den Omnia.

Was für eine Enttäuschung! 😂 Das Fleisch schmeckte einfach furchtbar. Zum Glück hatten wir noch das Brot, die Guacamole und den Salat. Ich kämpfte mich tapfer durch ein paar Stücke, Ela blieb lieber gleich vegetarisch und die Katzen bekamen schließlich den Rest serviert. Die schienen damit deutlich zufriedener zu sein als wir.

Den restlichen Abend verbrachten wir ganz entspannt. Langsam ließ die Hitze nach, wir genossen die angenehmere Luft und kurz vor dem Schlafengehen gönnten wir uns beide noch eine herrlich kalte Dusche. 🚿

Morgen sollte es dann endlich nach Side gehen. Wir freuten uns schon darauf, unsere Freunde Thomas und Simone wiederzusehen und außerdem Ella kennenzulernen, von der wir schon einiges gehört hatten. 😎🚐🌊

🌞 23. Juni 2026 – Weiter nach Side und neue Bekanntschaften 🌊🚐😎

Reisetag, yeahh! 🚐 Mit diesem Gefühl wachten Ela und ich heute Morgen auf. Nicht dass es uns hier in Antalya nicht gefallen hätte oder der Stellplatz nicht schön gewesen wäre, ganz im Gegenteil. Aber wir merken immer mehr, dass wir einfach zum Reisen geboren sind. Neue Orte entdecken, ständig neue Eindrücke sammeln und nie lange an einem Ort bleiben – genau das macht für uns den Reiz dieser Reise aus. Also machten wir Otto wieder startklar, bezahlten den Stellplatz und schon ging es los in Richtung Side.

Eigentlich hätte das nur ein kurzer Ritt werden sollen. Wäre da nicht mein kleiner Navigationsfehler gewesen. 😄 Irgendwo in Antalya verpasste ich eine Abzweigung und plötzlich eierten wir durch irgendwelche Randgebiete der Stadt. Irgendwann standen wir sogar wieder in der Nähe der Düden-Wasserfälle. Definitiv die falsche Richtung! Zum Glück behielt Madame Google, wie wir unsere digitale Reiseleiterin mittlerweile nannten, die Nerven und führte uns langsam aber sicher wieder auf den richtigen Weg. Wenig später rollten wir vierspurig auf der D400 in Richtung Side. Auf einem Rastplatz, auf dem wir gerade ein Päuschen machten, kamen wir gleich ins Gespräch mit einem jungen türkischen Pärchen, er war der Inhaber von einem Unternehmen für Rafting, Canyoning und so weiter in den Bergen und gab mir natürlich gleich seinen Kontakt. Mal sehen ob wir ihn besuchen werden.

Unser erstes Ziel war ein Stellplatz am Kumköy-Strand, den ich auf Park4Night gefunden hatte. Praktischerweise lag dieser ganz in der Nähe des Side Story Hotel & Spa, in dem Thomas und Simone ihren Urlaub verbrachten. Als wir dort ankamen, war allerdings schnell klar, dass dieser Platz nicht wirklich unser Ding war. Der Stellplatz selbst war zwar in Ordnung, aber er lag mitten zwischen riesigen Hotelanlagen, Souvenirläden, Bars, Restaurants und allem, was zu einer klassischen Touristenhochburg dazugehört. Eine komplette Touristenenklave westlich von Side. 🏨🍹 Ela und ich schauten uns an und wussten sofort, was der andere dachte: „Nö.“ 😂 Wir konnten uns schon lebhaft vorstellen, wie hier bis tief in die Nacht hinein gefeiert werden würde. Also ging es weiter.

An der nächsten Haltemöglichkeit studierten wir erneut Park4Night. Insgesamt gab es hier drei Möglichkeiten. Der zweite Platz direkt in Side fiel sofort raus, da er nur für kleinere Fahrzeuge geeignet war. Also blieb noch die dritte Option östlich von Side. Und das sollte sich als Volltreffer herausstellen. Schon auf den letzten Kilometern nahm die Bebauung deutlich ab und wir merkten beide sofort, dass uns diese Gegend wesentlich besser gefiel. Schließlich bogen wir auf eine Straße direkt am Strand ab und erreichten kurze Zeit später den Bogaz Park, eine Anlage der Gemeinde Manavgat. Ein Träumchen. 

🌴🌊 Wir fuhren hinein, parkten kurz und während wir gerade dabei waren, die Formalitäten zu erledigen, traf direkt hinter uns ein Paar aus Hannover mit ihrem Wohnmobil ein. Wie so oft auf Reisen kamen wir sofort ins Gespräch und verstanden uns auf Anhieb prächtig. Gemeinsam erledigten wir die Anmeldung und stellten anschließend unsere Fahrzeuge auf den großzügigen Stellplätzen ab. 

Nachdem Tweety aus seiner Garage entlassen worden war und alles eingerichtet war, plauderten wir noch ein wenig miteinander. Da wir allerdings Getränke benötigten, schnappte ich mir anschließend unseren Roller und fuhr nach Manavgat zu einem BIM-Markt. Unterwegs entdeckte ich sogar noch einen Modellflugplatz und schaute dort kurz vorbei. Für unsere neuen Nachbarn brachte ich gleich noch ein paar Tomaten mit und wenig später war ich wieder zurück.

Nachdem alles verstaut war, ging es direkt ins Meer. 🌊 Was für ein Genuss! Ela und ich plantschten fast eine Stunde im angenehm warmen Wasser herum, ließen uns treiben und genossen einfach das Hier und Jetzt. Anschließend verzogen wir uns wieder in den Schatten neben Otto. Das Schöne an diesem Platz war, dass wir praktisch direkt am Strand standen. 

Irgendwann meldete sich mein Magen. Also versuchte ich mein Glück am kleinen Imbiss neben dem Stellplatz. Und tatsächlich gab es dort leckeres Essen zu sehr fairen Preisen. Wenig später kam ich mit einem großen Teller Köfte, Pommes und Salat zurück. Alles zusammen kostete umgerechnet gerade einmal sechs Euro. 🍽️😋 Ela und ich ließen es uns schmecken und nachdem ich den Teller zurückgebracht hatte, verquatschte ich mich direkt wieder mit unseren netten Nachbarn aus Hannover. So sehr, dass Ela irgendwann um die Ecke kam und mich daran erinnerte, dass wir noch einen Termin hatten. 😄

Wir waren nämlich um 17:15 Uhr mit Ella verabredet, die seit einigen Jahren hier in Side lebte. Also schnell in die Gänge gekommen, Helme aufgesetzt und schon waren wir wieder mit Tweety unterwegs. Nach rund zwölf Minuten Fahrt erreichten wir ihre Wohnanlage. Dort dauerte es noch ein paar Minuten, bis sie nach unten in das kleine Restaurant der Anlage kam, und schon waren wir mitten im Gespräch. Ich kannte Ella bislang überhaupt nicht und für Ela war sie eher eine Bekannte gewesen, die man immer mal wieder getroffen hatte. Umso spannender war es, sich gegenseitig kennenzulernen. Wie so oft auf Reisen stellte sich heraus, dass jeder Mensch seine ganz eigene Geschichte mitbringt. Wir erzählten von unserem Leben im Wohnmobil, hörten von ihrem Leben in der Türkei und die Zeit verging wie im Flug. Später zeigte sie uns sogar noch ihr schönes gemietetes Apartment und anschließend aßen wir gemeinsam zu Abend. 🍽️😊


Irgendwann war es dann allerdings Zeit für den Rückweg. Es war bereits dunkel geworden und die Müdigkeit machte sich langsam bemerkbar. So fuhren Ela und ich gemütlich durch die warme türkische Nacht zurück zu Otto. Wir hatten vereinbart, in Kontakt zu bleiben, und außerdem stand ja schon das nächste Treffen bevor. Morgen Abend wollten wir Thomas und Simone in ihrem Hotel besuchen. Damit ging ein entspannter und rundum gelungener Tag zu Ende. Für morgen hatten wir keine großen Pläne. Einfach schwimmen, entspannen und das Leben genießen. Manchmal sind genau das die schönsten Tage einer Reise. 😎🌊🚐

🌞 24. Juni 2026 – eine Schildkröte, gute Gespräche und ein Wiedersehen in Side 🐢🌊😊

Schon unser erster tierischer Besuch heute Morgen bestimmte irgendwie den weiteren Tagesablauf. 🐢 Gerade als Ela und ich gemütlich vor Otto unseren ersten Kaffee tranken, besuchte uns eine Schildkröte und frühstückte ganz entspannt auf der Wiese neben uns. Das war irgendwie ein Zeichen und so beschlossen wir, diesen Tag genauso gemütlich anzugehen. 

Schildkröte in Side, Türkei

Erst einmal in Ruhe frühstücken, anschließend noch mit Petra und Wolfgang aus Hannover plaudern, die seit 2019 mehr oder weniger dauerhaft mit ihrem Wohnmobil durch die Welt reisen, und natürlich durfte das herrlich warme Meer auch heute nicht fehlen. 🌊 Fast eine Stunde schwammen wir darin herum und genossen einfach das Leben. Heute hatten wir eigentlich nur einen wichtigen Termin. Um 18 Uhr wollten wir Thomas und Simone an ihrem Hotel treffen und gemeinsam essen gehen.

So taten wir das auch. Gegen Nachmittag gönnten wir uns noch ein letztes Schwimmerchen, duschten anschließend den Sand und das Salz von der Haut und schon saßen wir auf unserem Tweety in Richtung Side Story & Spa Hotel im Touristenviertel Kumköy. Dort angekommen warteten die beiden bereits auf uns und zuerst wurde natürlich herzlich gedrückt. 😊 Es war mittlerweile schon das dritte Mal, dass wir uns irgendwo im Ausland trafen. Das erste Mal 2019 in Khao Lak während unseres 7,5-wöchigen Thailand-Roadtrips, dann 2024 Thomas alleine in Ljubljana in Slowenien und nun standen wir gemeinsam hier in Side. Irgendwie schon verrückt, dass man sich häufiger im Ausland als zuhause begegnet.

Gemeinsam liefen wir zu dem ausgesuchten Restaurant und wunderten uns erneut über die unzähligen Geschäfte, die es hier eigentlich nur für Touristen gab. Gefühlt verkaufte jeder zweite Laden dieselben Taschen, Schuhe, T-Shirts oder Souvenirs. 


Im Restaurant ließen wir es uns dann gut gehen obwohl die Preise hier echt gesalzen waren. 🍽️ Bei leckerem Essen und kühlen Getränken erzählten wir uns gegenseitig, was wir in den vergangenen Monaten alles erlebt hatten und natürlich unterhielten wir uns auch über das deutsche Chaos, das aus unserer Sicht immer größere Ausmaße annimmt. Gesprächsstoff hatten wir jedenfalls mehr als genug und so verging die Zeit wie im Flug.

Irgendwann war es dann aber Zeit, den Heimweg anzutreten. Gemeinsam liefen wir zurück zum Hotel und machten unterwegs natürlich noch ein Erinnerungsfoto von uns und der wunderschön beleuchteten Moschee. 🕌📸 


Danach verabschiedeten wir uns voneinander, schwangen uns wieder auf Tweety und genossen die Rückfahrt durch die angenehm kühle Sommernacht. Thomas und Simone wollten sich in den nächsten Tagen einmal umhören, ob sie vielleicht ein geeignetes Winterquartier für unseren Otto finden könnten. Dann würden wir Ende Oktober mit Otto zurück nach Deutschland fahren, ihn dort sicher unterstellen und anschließend wieder nach Asien fliegen. Sollte sich hier nichts Passendes ergeben, würden wir Otto vermutlich in Griechenland über den Winter stehen lassen. Wir werden sehen. 😎

Morgen wollten wir uns noch den Basar von Side anschauen, noch einmal das herrliche Meer genießen und übermorgen sollte es dann endlich weiter in Richtung Taurusgebirge gehen. Das nächste große Ziel wartete bereits auf uns: Kapadokien, auf das wir uns beide schon riesig freuten. 🚐⛰️🎈

🌞 25. Juni 2026 – Abschied von Side und ein letzter Bummel durch die Altstadt 🏛️🛵🌊

Der letzte Tag in Side war angebrochen und heute wollten wir einmal schauen, was Ela hier überhaupt noch wiedererkennen würde. Sie war vor vielen Jahren bereits viermal in Side gewesen und war nun echt gespannt, was sich seitdem alles verändert hatte. Klar musste dafür wieder unser treuer Tweety herhalten, denn Otto war für die engen Straßen und die Parkplatzsuche in der Altstadt nur bedingt geeignet. Bevor es losging, sagte ich noch kurz Petra Bescheid, denn unsere große Schildkröte war wieder zu Besuch. Gestern hatte ich den Eindruck gehabt, dass sie das schöne Tier ebenfalls gerne gesehen hätte. So kamen Petra und Wolfgang noch kurz vorbei, bewunderten die Schildkröte und anschließend verabschiedeten wir uns voneinander wie von guten Freunden. Die beiden waren uns in den wenigen Tagen wirklich ans Herz gewachsen. Sie wollten heute schon in Richtung Kapadokien aufbrechen, während wir erst morgen weiterfahren würden. Vielleicht würden sich unsere Wege ja irgendwo noch einmal kreuzen. 🐢🚐

Tweety brachte uns anschließend nach Side und wir parkten rotzfrech direkt oberhalb des Amphitheaters. 

das Amphitheater in Side, Türkei

Schon nach den ersten Schritten meinte Ela, sie erkenne hier eigentlich gar nichts mehr wieder. Klar, das Theater stand noch an seinem angestammten Platz, aber ansonsten hatte sich nahezu alles verändert. In den letzten rund dreißig Jahren hat sich Side von einem beschaulichen Küstenort zu einem der bekanntesten Urlaubsorte der türkischen Riviera entwickelt. Besonders seit den 1990er-Jahren entstanden rund um die Altstadt zahlreiche Hotels, Restaurants und Geschäfte. Gleichzeitig wurden viele antike Bauwerke restauriert und große Teile der historischen Altstadt liebevoll für Besucher hergerichtet. 🏛️

Wir schlenderten gemütlich durch die hübschen Gassen, vorbei an kleinen Häusern mit ihren Geschäften, beobachteten eine Ausgrabungsstätte, auf der gerade gearbeitet wurde, schauten in den einen oder anderen Laden und liefen schließlich hinunter zum kleinen Hafen. 





Von dort ging es weiter zum berühmten Apollon-Tempel mit seinen strahlend weißen Säulen, die direkt am Meer stehen und wohl zu den meistfotografierten Motiven der gesamten Türkei gehören.


der Apollon Tempel in Side, Türkei

Anschließend liefen wir langsam wieder bergauf in Richtung Theater. Es war einfach ein gemütlicher Bummel, bei dem ich mir allerdings innerlich schwor, künftig nur noch wirklich historische Altstädte anzuschauen. Irgendwie ähnelten sich die touristisch geprägten Altstädte in der Türkei mit ihren unzähligen Geschäften und Restaurants doch immer mehr. 😄

Nach so viel Herumlaufen hatten wir ordentlich Durst bekommen. Also setzten wir uns erst einmal hin, gönnten uns etwas zu trinken und beobachteten dabei den geschickten Eisverkäufer, der mit seiner langen Zange wahre Kunststücke vorführte und die Touristen immer wieder auf herrliche Weise zum Lachen brachte. Solche Szenen gehören in der Türkei irgendwie einfach dazu. 🍦😂

Anschließend machten wir uns mit Tweety auf den Weg zu einem Carrefour, denn seit Thailand gehörte es ja zu unserem täglichen Reiseprogramm, Ela wieder ein paar Kalorien mehr zu gönnen. Ihre hochkalorischen Trinkmahlzeiten waren inzwischen aufgebraucht und Nachschub musste her. Leider wurden wir im Carrefour nicht fündig. Also kam mir der Gedanke, unser Glück in einer Apotheke zu versuchen. Die erste hatte leider geschlossen, doch direkt daneben befand sich ein Tiergeschäft. Dort kauften wir zwar nicht Elas Drinks, dafür aber einen Hundenapf, der möglichen Einbrechern künftig suggerieren sollte, wir hätten einen ausgewachsenen Kampfhund an Bord. 😂🐕 Eigentlich wollte ich sogar noch einen besonders großen Maulkorb kaufen, aber hier legte Ela dann doch ihr Veto ein.

Die freundliche Verkäuferin erklärte uns anschließend den Weg zu einer größeren Apotheke. Dort angekommen reichte ein bisschen Übersetzungsarbeit, ein Foto von Elas Trinknahrung und schon wusste das Personal sofort, wonach wir suchten. Tatsächlich hatten sie sogar noch einige Flaschen auf Lager – allerdings nur mit Vanillegeschmack, den Ela überhaupt nicht mochte. Also wurden kurzerhand vierzehn Flaschen in Schokolade bestellt, die wir am Nachmittag abholen konnten. Problem gelöst! 👍

Apotheke in Side, Türkei

Danach ging es zurück zu Otto und jetzt war erst einmal wieder Meer angesagt. 🌊 Nach einer ausgiebigen Schwimmeinheit gönnten wir uns im Schatten noch ein gemütliches Mittagsschläfchen und ehe wir uns versahen, war es schon wieder Zeit, die bestellten Drinks abzuholen. Diesmal fuhr ich alleine mit Tweety los, denn so ging alles etwas schneller. Die Ware war bereits vorbereitet und bezahlt hatten wir ohnehin schon. Auf dem Rückweg kaufte ich noch frisches Brot und Käse ein und wenig später war ich wieder zurück am Stellplatz.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir ganz entspannt mit Lesen, bis sich langsam der Hunger meldete. Also liefen wir hinüber zum Café Bogaz, wo wir wieder einmal günstig und richtig lecker essen konnten. 

Beim zurück laufen zu unserem Otto verabschiedeten wir uns schon innerlich mit ein paar Fotos vom herrlichen Meer, dem schönen Stellplatz und dann gab es auch noch einen wunderschönen Sonnenuntergang. 





Den Abend ließen wir anschließend ganz gemütlich bei einer Runde Mahjong ausklingen, bis es im Otto endlich etwas kühler geworden war. Ich gönnte mir noch eine herrlich kalte Dusche und wenig später fielen uns auch schon die Augen zu. 😴

Jetzt freuten wir uns aber auch wieder auf die Weiterreise. Morgen sollte es endlich weitergehen. Bis nach Kapadokien würden wir es wohl noch nicht schaffen, denn von hier aus lagen immer noch gut 500 Kilometer vor uns. Außerdem wollten wir unterwegs unbedingt noch die Altınbeşik-Höhle im Taurusgebirge besichtigen, die als größte unterirdische Seehöhle der Türkei gilt. Wir waren gespannt, was uns dort erwarten würde. 🚐⛰️😊

Unterstütze unsere Reise ☕

Wenn dir gefällt, was wir hier machen und du uns ein Stück auf unserem Weg begleiten möchtest, kannst du uns hier einen Kaffee ausgeben.

Kein Muss. Kein Abo.
Einfach eine kleine Geste 😊

Und wir freuen uns wirklich über jeden einzelnen ❤️ ☕ Kaffee spendieren