🇹🇷 Türkei mit dem Wohnmobil – Vom Salda Gölü auf die Traumstraße D400 🚐🌊🏔️☀️14.06. - 18.06.2026

🚐 Die D400 ruft – und wir kommen! 🌊☀️😎

Die letzten Tage unserer Türkeireise hatten wieder einiges zu bieten. 🚐😎 Traumhafte Strände, die beeindruckenden Sinterterrassen von Pamukkale, die antike Stadt Hierapolis und eine Höhle, die uns mit ihrer Schönheit regelrecht umgehauen hat. Dazu kamen wieder viele nette Begegnungen und die Erkenntnis, dass die besten Reisetipps meistens von Menschen kommen, die man ganz zufällig trifft. 🍻

Jetzt wartet das nächste große Abenteuer auf uns. Otto nimmt Kurs auf Fethiye und von dort aus wollen wir die berühmte D400 entlang der türkischen Mittelmeerküste in Richtung Antalya erkunden. 🌊☀️🏔️ Was uns auf dieser Traumstraße erwartet, wissen wir selbst noch nicht genau – aber wenn die vergangenen Wochen eines gezeigt haben, dann dass die schönsten Geschichten meistens ungeplant entstehen. 😎🇹🇷🚐

🌞 14. Juni 2026 – Die Malediven der Türkei mit Tweety 🛵🏝️

Nachdem es gestern bei unserer Ankunft am Salda Gölü fast den ganzen Tag geregnet hatte, versprach uns der Himmel heute Morgen endlich besseres Wetter. Zwar war es noch bewölkt und für türkische Verhältnisse fast schon frisch, aber der Wetterbericht machte Hoffnung auf einen schönen Tag. Also vertrieben wir uns zunächst die Zeit. Tweety wurde aus der Garage geholt, ich schrieb etwas Reiseblog und Ela verschwand mal wieder in ihrem Buch. 📖 Nach einem gemütlichen Frühstück waren wir dann startklar.

Helme auf, Tweety gestartet, noch schnell ein paar Tipps von unserem netten Stellplatzvermieter abgeholt und schon ging es los. 🛵😎 Zunächst dachten Ela und ich allerdings, wir hätten die Wegbeschreibung falsch verstanden. Die ersten Kilometer führten uns nämlich über eine Schotterpiste direkt am See entlang. Uns war das allerdings völlig egal, denn so ergaben sich gleich die ersten schönen Fotostopps. 📸 Kurz darauf wechselte der Untergrund auf Asphalt und wir wussten, dass wir doch richtig unterwegs waren.

mit unserem Roller Tweety am Salda Gölü in der Türkei

Gemütlich fuhren wir am Salda Gölü entlang und kamen aus dem Staunen kaum noch heraus. Nicht umsonst wird der See auch als die "Malediven der Türkei" bezeichnet. 🏝️ Verantwortlich dafür sind sein strahlend weißer Strand und die unglaublich intensiven Türkis- und Blautöne des Wassers. Der helle Sand besteht aus besonderen Mineralien, die zusammen mit dem glasklaren Wasser dieses faszinierende Farbenspiel entstehen lassen. Natürlich mussten wir immer wieder anhalten, um die Aussicht zu genießen und ein paar Erinnerungsfotos zu schießen.

Farbenspiel am Salda Gölü Türkei




Als wir an einem Restaurant mit einem großen Schriftzug vorbeikamen, war natürlich sofort klar: Auch hier musste ein Bild her. 😄 Da ich aber unbedingt noch einen Überblick über den ganzen See bekommen wollte, warf ich einen Blick auf Google Maps. Das Timing hätte kaum besser sein können. Keine 300 Meter weiter führte eine Straße den Berg hinauf. Na ja, Straße ist vielleicht etwas übertrieben, eher eine Schotterpiste. Aber Tweety ließ sich davon nicht beeindrucken und wir folgten ihr.


Oben angekommen wurden wir reich belohnt. 🤩 Gleich zwei Stellen boten einen traumhaften Blick über den gesamten Salda Gölü. Hier entstanden einige unserer schönsten Bilder und natürlich auch ein Video, in dem ich die Besonderheiten des Sees erklärte.




Und die sind wirklich beeindruckend. Der Salda Gölü ist mit knapp 200 Metern einer der tiefsten Seen der Türkei. Seine weißen Ufer bestehen aus besonderen Mineralien, die so außergewöhnlich sind, dass sogar die NASA sie untersucht hat. 🚀 Tatsächlich gibt es hier Gesteinsformationen, die denen auf dem Mars erstaunlich ähnlich sind. Die Wissenschaftler nutzen den Salda Gölü sogar, um besser zu verstehen, welche Mineralien der Mars-Rover Perseverance im Jezero-Krater untersucht. Verrückt eigentlich – man steht mitten in der Türkei und blickt auf eine Landschaft, die den Forschern Hinweise auf einen anderen Planeten liefert.

Nachdem wir genug gestaunt, gefilmt und fotografiert hatten, ging es wieder hinunter zur Seestraße. Mittlerweile meldete sich langsam der Durst. Kurz darauf tauchte ein kleines Dorf auf und wir waren uns sicher, dort würde sich bestimmt ein Café oder eine kleine Kneipe finden lassen.

Also fuhren wir auf den Dorfplatz und tatsächlich gab es gleich zwei Lokale. Allerdings saßen dort, wie in der Türkei häufig üblich, ausschließlich die Männer des Dorfes und schauten uns neugierig an. Ela und ich berieten uns kurz und beschlossen, lieber weiterzufahren. Ela fühlte sich dort alleine unter all den Männern nicht so richtig wohl. 🤷‍♂️

Nach etwa drei Kilometern entdeckten wir dann ein Schild zu einem Restaurant und davor standen sogar einige Fahrzeuge. Also Tweety geparkt, Helme runter und vorbei an kleinen Verkaufsständen mit Lavendel und allerlei regionalen Produkten. 🌿 Leider mussten wir feststellen, dass das Restaurant geschlossen hatte. Na ja, am Verdursten waren wir noch nicht und immerhin gab es dort ein großes Infoschild über den Salda Gölü, auf dem wir noch ein paar interessante Dinge lesen konnten, die wir bisher nicht wussten. Zum Beispiel dass der See vor circa 2,5 Millionen Jahren durch eine tektonische Landverschiebung entstanden war und dass es hier Pflanzen gab die einzigartig auf der Erde sind. Wobei wir uns natürlich schon im Vorfeld bei unserem persönlichen Reiseführer ChatGPT über den See schlau gemacht hatten. 😎

Kristall klares Wasser am Salda Gölü Türkei


Also Helme wieder auf, Tweety gestartet und weiter ging die Fahrt. Natürlich durfte hier und da noch ein kurzer Foto Stopp nicht fehlen. 📸 In der nächsten Ortschaft wurden wir dann endlich fündig und kehrten in ein kleines Restaurant ein, wo wir etwas trinken und eine Kleinigkeit essen konnten.


Frisch gestärkt ging es anschließend weiter nach Yeşilova. 🛒 Für das Abendessen mussten noch ein paar Einkäufe erledigt werden. Gestern hatte uns unser netter Stellplatzvermieter bereits frischen Salat aus seinem Garten geschenkt und dazu brauchten wir natürlich noch die passenden Zutaten. Wir steuerten einen A101-Markt an, der uns empfohlen worden war und in dem wir bisher noch nie eingekauft hatten. A101 und BIM gehören hier in der Türkei eher zu den günstigeren Supermärkten, während Migros, wo wir auch schon eingekauft hatten, etwas teurer ist. Wir fanden alles, was wir brauchten und machten uns anschließend auf den Rückweg zu Otto. 🚐

Mittlerweile war es fast 15 Uhr und eigentlich wäre jetzt eine kleine Siesta angesagt gewesen. Aber daraus wurde mal wieder nichts. 😅 Ich biss mich beim Schneiden unserer Reels fest, denn gestern hatte das Internet nicht gerade Höchstleistungen vollbracht und einiges war liegen geblieben. Außerdem kümmerte ich mich noch um die Stellplatzsuche für Fethiye. Das Freistehen in der Türkei gestaltet sich zunehmend schwieriger, vor allem an der Küste. Während Ela gemütlich weiterlas, verging der Nachmittag wie im Flug.

Als es Zeit fürs Abendessen wurde, kamen wir beide wieder in die Gänge. Ela kümmerte sich um das Gemüse und ich brachte unseren Omnia in Stellung. 🍽️ Heute sollte es wieder ein Döner-Omnia-Töpfchen geben. Das hatte uns beim letzten Mal so hervorragend geschmeckt, dass eine Wiederholung einfach Pflicht war.

Unser Döner Omnia Töpfchen

Während wir am Kochen waren, schaute unser netter Vermieter noch einmal vorbei und brachte uns eine weitere Portion frischen Salat aus seinem Garten. 🥗 Da unser Töpfchen heute schon reichlich mit Bohnen und Kartoffeln gefüllt war, beschlossen wir, den Salat erst morgen Abend zu genießen.

Da der Salda Gölü von unserem Stellplatz aus genau im Westen lag, versprach die Kombination aus Himmel und Landschaft einen traumhaften Sonnenuntergang. 🌅 Also machten Ela und ich uns nach dem Essen noch einmal auf den Weg zum See. Die Kulisse war wirklich perfekt. Allerdings hatten wir beide die Rechnung ohne den kräftigen Wind gemacht. Uns wurde ziemlich schnell klar, dass wir die falsche Kleidung gewählt hatten. Also machten wir noch ein paar schöne Bilder vom Sonnenstand und traten dann doch etwas fröstelnd den Rückweg zu Otto an. 🥶



Sonnenuntergang am Salda Gölü Türkei

Zurück am Wohnmobil wurde noch ein wenig gelesen und der Tag Revue passieren gelassen. Heute war tatsächlich ich derjenige, der als Erster die Augen schloss. 😴 Morgen sollte es weiter in Richtung Fethiye gehen. Drei mögliche Stellplätze hatte ich bereits gefunden und mit etwas Glück würden wir dort stehen können, ohne gleich ein kleines Vermögen ausgeben zu müssen. Mal sehen, welches Abenteuer dort schon auf uns wartet. 🚐🇹🇷

🌞 15. Juni 2026 – Auf nach Fethiye, den Spuren von Elas Vater folgend 🚐🛵

Wie schon gestern hatten wir hier wieder eine wunderbar ruhige und erholsame Nacht. Wirklich ein kleines Traumplätzchen, das wir so schnell nicht vergessen werden. 😴🌿 Doch heute hieß es wieder Abschied nehmen, denn unser Ziel war Fethiye beziehungsweise Ölüdeniz. Elas Vater war vor vielen Jahren in Fethiye gewesen und hatte immer davon geschwärmt. Also dachten wir uns, schauen wir doch mal, ob der gute Mann recht hatte und folgen einfach seinen Spuren. 😄

Also packten wir mal wieder unser rollendes Zuhause zusammen. Währenddessen drehte ich noch schnell ein kleines Reel über das Vanlife. Viele sehen ja nur die schönen Seiten – Sonnenuntergänge, einsame Buchten und traumhafte Stellplätze. Dass aber fast jeden zweiten Tag das große Einpacken, Aufräumen und Weiterfahren dazugehört, vergisst man gerne. 🚐📱



Des Vermieters kleiner, junger Hund mit dem Ela gerade noch gespielt hatte schnappte sich dann noch unbemerkt Elas Flip Flop und wir fanden ihn später zernagt wieder, auch dies gehört dazu 😂😂😂😏


Wir bekamen noch Frischwasser, bezahlten unseren Aufenthalt und verabschiedeten uns von dem netten älteren Herrn, der die letzten beiden Tage unser Gastgeber gewesen war. Solche Begegnungen machen das Reisen einfach besonders.

In Yeşilova wurde noch schnell getankt und ich versuchte außerdem unsere Gasflasche mit LPG zu füllen. Der Versuch scheiterte allerdings an irgendwelchen Adapterproblemen. Na ja, wäre ja auch langweilig gewesen, wenn mal alles auf Anhieb funktioniert hätte. 😂

Kurz darauf waren wir auf der D330 in Richtung Fethiye unterwegs. Dort hatte ich schon im Vorfeld einen Platz entdeckt, auf dem man mitten in Ölüdeniz frei stehen und sogar übernachten konnte. Wirklich mitten im Ort. Ob das wohl funktionieren würde? Wir waren gespannt.

Die Strecke führte uns durch eine herrliche Berglandschaft und immer wieder fielen uns die riesigen Marmorabbaugebiete auf. 🏔️ Tatsächlich gehört die Türkei zu den Ländern mit den größten Marmorvorkommen der Welt und gerade diese Region ist für ihren hochwertigen Naturstein bekannt. Teilweise werden hier ganze Berghänge abgetragen und die gewaltigen weißen Steinblöcke später in alle Welt exportiert. Schon beeindruckend, wenn man diese riesigen Steinbrüche aus der Nähe sieht.



Marmorabbau in der Türkei

Mindestens genauso überraschend waren allerdings die schneebedeckten Gipfel, die wir unterwegs entdeckten. ❄️ Ja, tatsächlich Schnee in der Türkei! Viele denken bei der Türkei nur an Sonne, Strand und Sommerurlaub. Dabei ragen die Berge des Taurusgebirges auf über 3000 Meter Höhe und selbst im Juni halten sich dort oben noch Schneefelder. Für uns war das schon ein verrückter Anblick – unten angenehme Temperaturen und ein paar Kilometer weiter oben noch der letzte Winter.

Da die Strecke größtenteils wieder vierspurig ausgebaut war, kamen wir flott voran. Als wir langsam die Hochebene verließen, fiel uns am Straßenrand ein Teestand nach dem anderen auf. Irgendwann konnten wir natürlich nicht widerstehen und legten eine kleine Çay-Pause ein. ☕🇹🇷 Mit herrlicher Aussicht schmeckt der türkische Tee irgendwie gleich doppelt so gut.





ein leckerer Cay kurz vor Fethiye, Türkei



Kurze Zeit später war es dann endgültig vorbei mit der Bergwelt und es ging ordentlich bergab. Hier konnte Otto gleich zeigen, was die Optimierung gebracht hatte. Ich stellte fest, dass die Motorbremse jetzt deutlich besser funktionierte als vorher. Gut so, denn sonst hätten unsere Bremsen wahrscheinlich angefangen zu glühen. 😅🚐

Da unser Ziel nicht direkt Fethiye, sondern Ölüdeniz war, mussten wir uns noch ein wenig durch den Verkehr schlängeln und schon standen wir auf dem ausgesuchten Platz.

Und wir staunten nicht schlecht.

Eigentlich hatten Ela und ich ein verschlafenes kleines Küstenörtchen erwartet. Stattdessen steppte hier sprichwörtlich der Bär. 🐻 Überall Touristen, die man sofort als solche erkannte, unzählige Restaurants, Bars, Souvenirläden und alles, was zu einem richtigen Urlaubsort dazugehört. Damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet.

Aber egal, Hauptsache unser Stellplatz war in Ordnung und wir hatten einen Platz für die Nacht. Genau das war der Fall und somit waren wir erst einmal zufrieden. 👍

Ela und ich gönnten uns eine kleine Pause, bevor wir Tweety wieder aus seiner Garage befreiten. 🛵 Schließlich wollten wir uns die Gegend noch etwas anschauen. Da es allerdings schon fast 15 Uhr war, sollte daraus keine 200-Kilometer-Tour werden.

Vielmehr wollten wir die berühmte Steilküste und die traumhaften Strände rund um Ölüdeniz erkunden. Besonders gespannt waren wir auf den berühmten Schmetterlingsstrand. Dieser ist nur mit dem Boot erreichbar und gilt als einer der schönsten Strände der gesamten türkischen Riviera. 🏝️ Für uns war allerdings ein Aussichtspunkt das Ziel, von dem aus man die spektakuläre Bucht von oben betrachten kann.

Wir schwangen uns also auf Tweety 🛵 und schon ein paar Kurven später war uns klar, warum diese Gegend mit ihrer Steilküste und den traumhaften Stränden so berühmt ist. Hinter jeder Kurve wartete das nächste Postkartenmotiv auf uns. Mal hielten wir an, machten ein paar Bilder 📸, fuhren weiter und entdeckten gleich den nächsten Aussichtspunkt. So ging das eine ganze Weile und wir kamen aus dem Staunen kaum noch heraus.



Schließlich erreichten wir den legendären Aussichtspunkt über dem Schmetterlingsstrand. 🏝️ Was für ein Anblick! Tief unter uns lag die kleine Bucht mit ihrem glasklaren Wasser, eingerahmt von steilen Felswänden. Der Strand trägt seinen Namen übrigens wegen der zahlreichen Schmetterlingsarten, die hier heimisch sind und in den Sommermonaten durch das Tal flattern. Natürlich stand dort auch eine Warntafel, die wohl verhindern sollte, dass man sich zu weit an den Rand wagt. Da diese aber offensichtlich von allen Besuchern großzügig ignoriert wurde, schloss ich mich der Mehrheit an und konnte von oben ein paar herrliche Fotos schießen. 😇



der Schmetterlingsstrand bei Fethiye, Türkei


Nachdem wir uns sattgesehen hatten, überlegten wir, was wir mit dem restlichen Nachmittag anfangen sollten. Beim Blick auf Google Maps hatte ich entdeckt, dass man hier auf den Hausberg von Fethiye, den Babadağ, fahren konnte. Von dort sollte man einen fantastischen Blick über die gesamte Region haben. Also schlug ich Ela den kleinen Abstecher vor und sie war sofort dabei.

Also ging es zunächst wieder zurück nach Ölüdeniz. Kurz noch etwas zu trinken besorgt 🥤 und schon kämpfte sich Tweety tapfer die Serpentinen hinauf. Unterwegs begegneten wir sogar einer wilden Schildkröte, die offenbar ebenfalls auf dem Weg zum Gipfel war. 🐢😂 Wer weiß, vielleicht hatte sie einfach die bessere Aussicht entdeckt.



wilde Schildkröte in der Türkei

Die Fahrt nach oben war wunderschön. Zunächst führte sie durch dichte Nadelwälder 🌲, später verließen wir die Baumgrenze und die letzten paar hundert Meter verliefen spektakulär direkt an den Felsen entlang. Je höher wir kamen, desto beeindruckender wurde die Aussicht.

Fast ganz oben war dann allerdings Schluss. Eine Schranke versperrte die Weiterfahrt und ein freundlicher Mitarbeiter erklärte uns, dass wir den Roller hier abstellen müssten. Von nun an ging es zu Fuß weiter.

Und das lohnte sich gewaltig. 🤩



Der Ausblick von dort oben war einfach atemberaubend. Unter uns lagen Ölüdeniz, die berühmte blaue Lagune und die gesamte Küstenlandschaft. Der Babadağ ist mit fast 2000 Metern Höhe übrigens einer der bekanntesten Gleitschirmberge der Welt und zieht jedes Jahr tausende Flieger an.



Wir machten natürlich jede Menge Bilder und entdeckten dann auch noch die Startrampen der Gleitschirmflieger. Luxus trifft es eigentlich ganz gut. Hier wurde nicht einfach irgendwo von einem Hang gestartet, sondern von perfekt angelegten Startrampen. 🪂 Wir schauten eine ganze Weile zu, wie die Piloten mit ihren Gästen abhoben. Das Geschäft mit den Tandemflügen scheint hier jedenfalls hervorragend zu laufen.



Mittlerweile war es hier oben allerdings ziemlich frisch geworden und ganz langsam meldete sich bei mir wieder dieses kleine, aber hartnäckige Hüngerchen. 😄 Also machten wir uns auf den Rückweg ins Tal und waren beide froh, wieder in angenehmere Temperaturen zu kommen.

Jetzt noch schnell einkaufen, ein kühles Bier gönnen 🍺 und schon stand der Kochtopf auf dem Herd. Heute sollte es Spaghetti Bolognese geben und der Duft ließ nicht lange auf sich warten.

Inzwischen hatte sich noch ein zweites Wohnmobil auf unseren Stellplatz gestellt. Natürlich winkte ich den Nachbarn freundlich zu und keine fünf Minuten später waren wir schon mitten im Gespräch. Eine lustige Ungarin und ihr rumänischer Mann waren ebenfalls in der Türkei unterwegs. 🚐 Es stellte sich sogar heraus, dass sie in genau dem gelben Heißluftballon in Pamukkale mitgefahren waren, den ich auf meinen Videos festgehalten hatte. Zufälle gibt es wirklich.

Wir tauschten noch ein paar Tipps und Reisegeschichten aus, unterhielten uns prächtig und hätten wahrscheinlich noch länger gequatscht, wenn nicht plötzlich unser Essen fertig gewesen wäre. 😋 Also verabschiedeten wir uns fürs Erste und widmeten uns einer hervorragenden Portion Spaghetti Bolognese.

Den restlichen Abend ließen wir die vielen Eindrücke des Tages noch einmal auf uns wirken. Die traumhafte Küste, der Schmetterlingsstrand, die wilde Schildkröte, der Babadağ und die Gleitschirmflieger – das war schon ein richtig erlebnisreicher Tag gewesen. 🌅

Irgendwann wurden die Augen dann doch schwer. Und wie schon am Abend zuvor war ich tatsächlich derjenige, der zuerst einschlief. 😴

Morgen wollten wir dann mit Tweety direkt nach Fethiye hineinfahren und uns endlich anschauen, was Elas Vater vor vielen Jahren so begeistert hatte. Mal sehen, ob sein guter Geschmack uns auch diesmal nicht enttäuschen würde. 🛵🇹🇷

🌞 16. Juni 2026 – Fethiye, Geisterstadt und eine unerwartete Punktlandung am Saklıkent Canyon 🚐🛵

Ich hatte eine wunderbare Nacht verbracht, Ela eher weniger. 😴 Scheinbar war bis spät in die Nacht rund um Otto ordentlich Party angesagt, doch ich hatte davon absolut nichts mitbekommen. Ein Gute-Nacht-Bier kann eben manchmal wahre Wunder wirken. 🍺😂 Da Tweety noch geschniegelt neben Otto stand, konnten wir nach dem Frühstück gleich loslegen. Helme auf, den ungarischen Nachbarn noch kurz zum Abschied gewunken und schon waren wir wieder on the road in Richtung Fethiye. 🛵 Nach einem kurzen Tankstopp erreichten wir unser erstes Ziel des Tages, die Amyntas-Felsengräber.


Diese wurden bereits etwa 350 Jahre vor Christus von den Lykiern direkt in die Felswand geschlagen und gehören zu den Wahrzeichen der Stadt. Beim Anblick mussten wir sofort an die Felsengräber im Toraja-Land in Indonesien denken, wo wir damals sogar einige Tage den Totenkult der Einheimischen miterleben durften. Schon verrückt, wie einen solche Reisen immer wieder an andere Orte der Welt erinnern. Ein paar Fotos später war die Besichtigung auch schon erledigt und wir machten uns auf den Weg in die Altstadt von Fethiye. 




Aus dem ehemaligen Fischerdorf ist längst eine richtige Stadt geworden, aber die Altstadt mit ihren kleinen Gassen und Geschäften hat durchaus ihren Charme behalten. Absolut auffallen, wie eigentlich in jeder türkischen Stadt, sind die vielen Schmuckläden wo es von Gold und Silber nur noch so glitzert.




Old Town Fethiye, Türkei


An einem Gewürzstand kauften wir noch Hähnchengewürz 🌶️, schauten kurz am Hafen vorbei und fanden natürlich auch die Umbrella Street, die Ela auf Maps entdeckt hatte. Klar hätte man hier noch stundenlang durch die Gassen schlendern können, aber so richtige Stadtmenschen sind wir beide einfach nicht.



Also setzten wir uns erst einmal gemütlich in den Schatten und überlegten, was wir noch anstellen könnten. Dabei entdeckte ich auf Maps die Geisterstadt Kayaköy. Das hörte sich spannend an und schon waren wir wieder unterwegs. ☀️ Als wir ankamen, zog sich die verlassene Stadt weit den Berghang hinauf. 

die Geisterstadt Kayaköy, Türkei

Früher lebten hier mehrere tausend Griechen und Türken zusammen, bis die griechischen Bewohner im Jahr 1923 ihre Heimat verlassen mussten und das Dorf aufgegeben wurde. Heute stehen dort hunderte verlassene Häuser und Kirchen und die Natur holt sich langsam alles zurück. Ela und ich schauten uns an und waren uns ziemlich schnell einig. Ein paar Fotos mussten natürlich sein 📸, aber bei der Hitze durch die komplette Ruinenstadt zu laufen und dabei überall die gleichen grauen Mauern anzuschauen, musste heute nicht sein. Außerdem hatten wir gelesen, dass es auf dem Gelände nur wenige Informationen geben sollte. Also machten wir uns wieder auf den Rückweg zu Otto.

Tweety verschwand wieder in seiner Garage und schon stand der nächste Fahrzeugwechsel an. 🚐😂 Bereits vor ein paar Tagen hatte ich auf Maps den Saklıkent Canyon entdeckt und die Bilder hatten wirklich Lust auf mehr gemacht. Also fuhren wir dorthin und legten unterwegs noch einen kurzen Einkaufsstopp bei BIM ein. 

Meine Maps-Markierung führte uns direkt auf den Parkplatz des Canyons und dort wurde es mit Otto ganz schön eng. Am Kassenhäuschen fragten wir gleich nach, ob man hier auch übernachten könne. Der freundliche Herr verneinte und wir erklärten ihm, dass wir uns erst einmal einen Stellplatz suchen und dann mit Tweety zurückkommen würden. Er öffnete netterweise die Schranke, damit wir auf dem engen Parkplatz wenden konnten und schon begann die große Stellplatzsuche. 😄 Ich mache es kurz. Rund eine Stunde irrten wir etwas durch die Botanik und suchten nach einer passenden Übernachtungsmöglichkeit. Irgendwann kam ich dann auf die glorreiche Idee, mir die Beschreibung des Campingplatzes, den wir die ganze Zeit ignoriert hatten, einmal genauer durchzulesen.

Und da fiel der Groschen. 😂 Der Platz war gar nicht teuer, verfügte sogar über einen Swimmingpool und lag praktisch direkt neben dem Eingang des Saklıkent Canyons. Da hatte ich wohl vorher mal so richtig gepennt! Also drehten wir um, fuhren genau dorthin und fanden nach kurzer Suche auch jemanden, der uns auf den Platz ließ. Wir waren sofort begeistert. Otto bekam seinen Stellplatz und unser allererster Weg führte direkt in den herrlich kühlen Pool. 🏊‍♂️ Als Belustigung gab es sogar ZIP Liner die direkt über den Pool flitzten, was für ein Spaß und Gejohle 😂😂😂 





Als sich die Sonne so langsam verzog, machten Ela und ich uns wieder auf den Weg zu Otto. 🚐 Nach der Hitze des Tages gönnten wir uns erst einmal eine erfrischende Dusche und ließen die vielen Eindrücke ein wenig sacken.

Da wir mittlerweile gefühlt drei verschiedene Uhrzeiten gehört hatten, wann der Saklıkent Canyon denn morgen öffnen würde, beschloss ich, der Sache selbst auf den Grund zu gehen. Vielleicht konnte ich ja auch gleich die Eintrittskarten besorgen. Also machte ich mich auf den Weg zum Ticketschalter.

Über eine etwas wackelige Brücke gelangte man auf die andere Seite des Flusses. Schon von dort bot sich ein wunderschöner Blick auf den Eingang des Canyons und die gewaltige Schlucht. 🤩 Da stieg die Vorfreude auf den morgigen Tag gleich noch einmal ein gutes Stück an.



Eingang zum Saklikent Canyon Türkei

Am Ticketschalter bekam ich dann endlich eine klare Auskunft. Morgen sollte der Canyon um 9 Uhr öffnen und die Tickets könne man problemlos direkt am Eingang kaufen. Mission erfüllt! 😄

Auf dem Rückweg traf ich dann noch den netten Mann, der uns auf den Campingplatz gelassen hatte. Wie das eben so ist, blieb man noch ein Weilchen stehen und unterhielt sich über dies und das, bevor ich schließlich wieder zu unserem Stellplatz zurücklief.

Natürlich berichtete ich Ela gleich von meinen neuesten Erkenntnissen und wir freuten uns beide schon auf den nächsten Tag. Der Saklıkent Canyon hatte uns schon jetzt neugierig gemacht.

Währenddessen wärmte Ela den Rest unserer Spaghetti Bolognese auf. 🍝 Und was soll ich sagen? Sie schmeckte mindestens genauso gut wie am Vortag.

Nach dem Essen wurde noch ein wenig gelesen, der Tag Revue passieren gelassen und dann war auch dieser erlebnisreiche Tag schon wieder vorbei. Morgen sollte es endlich in den Saklıkent Canyon gehen und wir waren schon richtig gespannt, was uns dort erwarten würde.

Gute Nacht. 😴🌙

🌞 17. Juni 2026 – Abenteuer Saklıkent Canyon 🌊🪨

Man, was für eine Nacht! 😴 Ela und ich hatten wunderbar geschlafen. Keine bellenden Hunde, kein Partylärm aus irgendwelchen Kneipen, sondern einfach nur die Natur und das stetige Rauschen des Flusses neben unserem Stellplatz. Einfach herrlich! Da wir gestern ja auch wieder relativ früh die Äuglein zugemacht hatten, waren wir heute entsprechend zeitig wach und voller Vorfreude auf den Saklıkent Canyon. Im Internet hatten wir die wildesten Geschichten darüber gelesen und nun wollten wir am eigenen Leib erfahren, was es mit diesem Naturwunder auf sich hatte.

Also ließen wir den Morgen gemütlich angehen. Ich schrieb mal wieder etwas Reiseblog ✍️ und gegen 8:30 Uhr machten wir uns langsam auf den Weg zum Eingang. Da wir gestern gesehen hatten, wie viele Menschen tagsüber in den Canyon strömten, wollten wir möglichst die Ersten sein. Unser Plan ging tatsächlich auf. Bereits um 8:45 Uhr standen wir am Ticketschalter und konnten schon hinein. Außer uns war weit und breit niemand zu sehen. 

Ich bezahlte umgerechnet knapp 10 Euro für uns beide, wir bekamen die vorgeschriebenen Helme ausgehändigt und schon konnte das Abenteuer beginnen. ⛑️

Ela und ich im Saklikent Canyon Türkei

Die ersten hundert Meter führten durch eine Art Käfiggang und wir fragten uns schon, weshalb man hier überhaupt einen Helm tragen musste. Doch kurz darauf öffnete sich der Canyon und wir standen erst einmal auf einer Art Picknickplatz. Hier gab es kleine Buden mit Essen und Getränken, einen Laden für Wasserschuhe und aus allen möglichen Felsspalten schoss Wasser hervor, das sich tosend mit dem Hauptfluss vereinigte. 


Der Saklıkent Canyon gehört übrigens zu den längsten und tiefsten Schluchten Europas. An manchen Stellen ragen die Felswände bis zu 300 Meter senkrecht in die Höhe und die Schlucht ist teilweise so schmal, dass kaum Sonnenlicht bis auf den Grund gelangt. 🌊🪨

Natürlich fiel uns auch hier wieder die riesige türkische Flagge auf, die über dem Eingang wehte. Eigentlich begegnet man ihr überall in der Türkei. Auf Bergen, an öffentlichen Gebäuden und selbst an den entlegensten Orten. Ela und ich unterhielten uns kurz darüber und stellten einmal mehr fest, dass Nationalstolz und Nationalismus für uns zwei völlig unterschiedliche Dinge sind. Aber lassen wir die Politik lieber außen vor, schließlich waren wir hier, um einen Canyon zu erkunden. 😄

Klar war allerdings, dass ab jetzt die Füße nass werden würden. Also tauschten wir unsere Turnschuhe gegen die mitgebrachten Wasserschuhe. 🥾 Dabei beobachtete uns ein Mann ganz genau und kaum waren wir fertig, bot er uns seine Dienste als Canyon-Guide an. Sein Name war Ramalan, er sprach gutes Englisch und wollte für die Führung zunächst 50 Euro haben.

Ela und ich schauten uns an, mussten grinsen und lehnten dankend ab. Das war uns doch etwas zu viel. Also liefen wir los. Doch Ramalan gab nicht auf. Ein paar Minuten später waren es nur noch 30 Euro. Wieder lehnten wir ab. Als er schließlich bei 20 Euro angekommen war, schauten Ela und ich uns noch einmal an und beschlossen, dass das eigentlich ein fairer Preis war.

Im Nachhinein war das wahrscheinlich eine der besten Entscheidungen des Tages. 😎 Ela ist inzwischen bei solchen Aktionen etwas vorsichtiger geworden und ohne Guide wäre unsere Tour vermutlich nach den ersten schwierigen Stellen schon beendet gewesen. Ramalan nahm Ela gleich am Anfang an die Hand und führte sie sicher durch eine Passage mit eiskaltem Wasser und kräftiger Strömung. Danach wurde das Wasser etwas angenehmer und wir wechselten ständig zwischen Bachbett und steinigem Ufer.

Was für eine Kulisse! 🤩 Ich glaube wirklich, dass Fotos die Dimensionen dieses Canyons kaum einfangen können. Links und rechts ragten die Felswände hunderte Meter empor, teils aus Marmor und teils aus Kalkgestein. Von Ramalan erfuhren wir auch, dass im vergangenen Jahr zwei Besucher durch Steinschlag ums Leben gekommen waren und ein Jahr zuvor zwei weitere durch plötzliches Hochwasser. Solche Geschichten sorgen natürlich für den nötigen Respekt vor der Natur.








So liefen, kletterten und wateten wir immer tiefer in den Canyon hinein und genossen jede Minute. Während Ramalan sich um Ela kümmerte und ihr an den schwierigen Stellen half, konnte ich meinen eigenen Weg suchen und musste nicht ständig darauf achten, ob alles in Ordnung war. Wahrscheinlich hätte ich mich sonst viel weniger auf diese grandiose Landschaft konzentrieren können. 👍




Schließlich erreichten wir eine Stelle, an der Ramalan meinte, ab hier würde das Wasser deutlich tiefer werden und auch die Kletterei anspruchsvoller. Außerdem wäre dies das Ende unserer 20-Euro-Tour. Da Ela ohnehin langsam genug Abenteuer für einen Vormittag erlebt hatte, ging ich zusammen mit Ramalan noch ein kleines Stück weiter, schaute mir die Situation an und wir machten uns anschließend gemeinsam auf den Rückweg.


Mittlerweile schien die Sonne immer weiter in den Canyon hinein und tauchte die Felsen in ein wunderschönes Licht. ☀️ Unterwegs entdeckten wir sogar einen riesigen Felsblock, der aussah wie der Kopf einer Schildkröte. 🐢 Nach unserer Begegnung am Babadağ scheinen uns die Schildkröten auf dieser Reise irgendwie zu verfolgen.




Ganz gemütlich liefen wir zurück und genossen den Weg noch einmal. Inzwischen kamen uns immer mehr Besucher entgegen und wir waren uns sicher, alles richtig gemacht zu haben. Der frühe Start hatte sich wirklich gelohnt.

Und dann trauten wir plötzlich unseren Augen kaum.

Mitten im Canyon kam uns ein junges Pärchen entgegen und tatsächlich waren es die beiden Studenten aus Ulm, die wir auf dem Stellplatz in Izmir kennengelernt hatten und die damals direkt neben uns gestanden hatten. 😄 Wir plauderten kurz darüber, wer inzwischen wo gewesen war und was jeder so erlebt hatte, machten natürlich noch ein gemeinsames Erinnerungsfoto 📸 und zogen dann wieder unserer Wege.




Mit den beiden hatten wir nun wirklich nicht gerechnet. Eigentlich wollten sie nach Georgien weiterreisen und wir waren fest davon ausgegangen, dass sie längst dort unterwegs wären.

Kurz darauf führte Ramalan Ela noch einmal sicher durch die schwierigste Passage und tatsächlich war das Wasser dort wesentlich kälter als auf dem Hinweg. Wenige Minuten später standen wir wieder am Picknickplatz.






Wir verabschiedeten uns von Ramalan, bezahlten unseren Guide, tauschten die Wasserschuhe wieder gegen unsere Turnschuhe und machten uns glücklich und voller Eindrücke auf den Rückweg zu Otto. 🚐 Was für ein Erlebnis! 😎🌊

Nach der Kür kam erst einmal die Pflicht. 😄 Otto musste wieder auf Vordermann gebracht werden. Frischwasser auffüllen, Toilette reinigen und die üblichen Vanlife-Arbeiten erledigen, denn unser Plan war, wieder ans Meer zu fahren und dort zwei Tage irgendwo frei zu stehen. Als Ziel hatten wir uns den Patara Beach ausgesucht, der nur einen Katzensprung entfernt lag. 🚐🌊

Wir verabschiedeten uns von dem netten Mann des Campingplatzes und machten uns gemütlich auf den Weg. Die Strecke führte wunderschön am Fluss entlang, neben dem wir die letzten Tage gestanden hatten, und siehe da – auf dieser Seite hätte es richtig tolle Freistehplätze gegeben! 😂 Na ja, macht nichts, dafür hatten wir schließlich den herrlichen Pool und den möchten wir auch nicht missen.


Da es nur gut 30 Kilometer bis Patara waren, kamen wir flott voran, auch wenn die Straße an manchen Stellen eher an einen Feldweg erinnerte. Kurz vor dem Strand dann die Ernüchterung. Plötzlich stand eine Schranke mit einem Kassenhäuschen vor uns. Oh nein, das war doch nicht etwa der kostenpflichtige Strand mit den antiken Ruinen? Doch, genau der war es. Davon hatten wir schon im Internet gelesen und ehrlich gesagt hatten Ela und ich darauf überhaupt keine Lust. 😅

Also drehten wir direkt vor dem Kassenhäuschen wieder um, suchten uns einen Platz zum Anhalten und überlegten bei einer kleinen Recherche, was wir jetzt machen könnten. Da wir wussten, dass gleich die berühmte Steilküste mit ihrer spektakulären Küstenstraße beginnen würde, kam mir eine spontane Idee. Warum nicht einfach mal Kaş in Google Maps eingeben und schauen, was passiert? Eigentlich wollten wir dort ja sowieso noch hin, nur eben nicht schon heute.

Die Strecke dorthin war einfach traumhaft. Hinter jeder Kurve warteten neue Ausblicke auf das Meer und dann tauchte auch noch der berühmte Kaputaş Beach auf. 🏝️ Optisch ein absolutes Highlight mit seinem türkisfarbenen Wasser zwischen den steilen Felsen. Als Übernachtungsplatz für Otto allerdings völlig ungeeignet.



So erreichten wir tatsächlich Kaş und hielten erst einmal am Ortseingang an, um einen Plan zu schmieden. Eigentlich wollte ich hier erst später auf der Reise auftauchen, schließlich hatte ich mir vorgenommen, hier tauchen zu gehen. Aber nun waren wir eben schon da und mussten das Beste daraus machen. 😎🤿

Da sich am Hafen ein großer Parkplatz befand und dort scheinbar auch die meisten Tauchbasen angesiedelt waren, fuhren wir einfach dorthin. Nach ein bisschen Herumfragen fanden wir schließlich das Dive Center Dragoman, das direkt in Kaş ein Büro hatte. Viele andere Tauchschulen waren zu dieser Zeit nur mit ihren Booten draußen auf dem Meer unterwegs, sie hatten keine Dive Center im Ort.





Wir gingen hinein und erklärten der netten Dame meine Wünsche. Ich hatte nämlich einen ganz bestimmten Tauchplatz im Auge – den berühmten Canyon, für den Kaş unter Tauchern bekannt ist. Sie wollte alles abklären und mir per WhatsApp Bescheid geben, ob das klappen würde.

Also blieb uns erst einmal nichts anderes übrig, als abzuwarten. Ela und ich nutzten die Zeit und schlenderten durch das hübsche kleine Städtchen Kaş. 🌴 Irgendwie gefiel uns der Ort auf Anhieb. Kleine Gassen, nette Geschäfte und eine entspannte Atmosphäre. Zwischendurch gönnten wir uns noch etwas zu trinken und machten uns dann wieder auf den Rückweg zu Otto.





Dort erkundigten wir uns gleich, ob man auf dem Parkplatz auch über Nacht stehen durfte und bekamen grünes Licht. Direkt am Anfang des Parkplatzes lag ein Restaurant, in dem hauptsächlich Einheimische saßen. Ela und ich schauten uns kurz an und beschlossen spontan, dass wir heute Abend dort essen würden. Vorher machte ich noch schnell ein Foto von dem großen Kreuzfahrtschiff, das draußen im Hafen vor Anker lag. 🚢



Anschließend setzte ich mich an den Laptop und schrieb die Erlebnisse unseres Canyon-Abenteuers auf. Morgen würde ich dafür vermutlich keine Zeit haben, denn mittlerweile kam auch die Nachricht vom Dive Center, dass der Tauchgang tatsächlich stattfinden würde. 🤿 Ich schickte noch schnell die erforderlichen Unterlagen ab und damit war klar – morgen geht es unter Wasser! Ela würde übrigens auch mit an Bord kommen und mich begleiten.

Gegen Abend packte ich noch in aller Ruhe meine Tauchsachen zusammen und legte alles bereit. Dann machten wir uns auf den Weg zum Restaurant Smiley's. Dort wurden wir gleich vom Chef persönlich, Ismael, begrüßt und fühlten uns sofort willkommen. 😊 Wir bestellten unser Essen und bekamen gleich die erste Überraschung serviert. Ohne dass wir etwas bestellt hatten, stellte uns Ismael erst einmal einen Vorspeisenteller auf den Tisch. Natürlich bedankten wir uns herzlich dafür.



Auch das eigentliche Essen war ausgesprochen lecker und als wäre das noch nicht genug, bekamen wir zum Nachtisch auch noch frische Melone serviert, die ebenfalls aufs Haus ging. 🍉 Dazu gönnte ich mir meinen ersten Raki und der Abend war einfach rundum gelungen.

Wir verabschiedeten uns von Ismael, bedankten uns noch einmal für die Gastfreundschaft und ich schrieb natürlich sofort eine positive Bewertung bei Google Maps. Solche Menschen und solche Begegnungen sind es schließlich, die eine Reise besonders machen. 👍Da wir beim laufen auch am Boot von Dragoman vorbei kamen fragte ich ob ich meine Ausrüstung schon jetzt bringen konnte dann hatte ich Morgen früh keinen Akt. Die Crew bejahte und schon war kurze Zeit später meine Tauchausrüstung an Bord.

Zurück bei Otto mussten wir erst einmal alle Fenster und Luken öffnen, denn im Wohnmobil hatte sich die Hitze des Tages ordentlich gestaut. Ich schnitt noch schnell ein Reel über unseren Besuch im Saklıkent Canyon und stellte es online. Danach wurde noch ein wenig gelesen und wir waren gespannt, wie die Nacht direkt am Hafen von Kaş wohl werden würde.

Voller Vorfreude auf den morgigen Tauchtag schlossen wir schließlich die Augen. 😴🤿

Nicht ahnend, dass uns eine echte Horrornacht bevorstehen sollte…

🌞 18. Juni 2026 – Horrornacht und große Erwartungen unter Wasser 🤿🌊

Ja, die Nacht war wirklich ein Horror gewesen! 😴 Beim Einschlafen dudelte aus den umliegenden Kneipen noch angenehme Musik zu uns herüber, eigentlich genau richtig, um langsam einzuschlafen. Gerade als wir beide so langsam in Richtung Traumland unterwegs waren, donnerte plötzlich von irgendwo her Techno-Musik los. Und nicht nur laut, sondern für uns besonders schlimm, weil Ela und ich mit Techno nun wirklich gar nichts anfangen können. 😂

Von diesem Moment an war an einen ruhigen Schlaf kaum noch zu denken. Erst Techno, dann klang es zeitweise eher wie auf dem Karneval in Rio. Dazu Gejohle, Geschrei und jede Menge gute Laune bei den anderen, die wir in diesem Moment so gar nicht teilen konnten. Immer wieder dösten wir kurz ein, nur um wenig später wieder hellwach im Bett zu liegen. Gefühlt ging das die ganze Nacht so, auch wenn es wahrscheinlich nicht ganz so schlimm war. Trotzdem war unser Schönheitsschlaf ordentlich in Mitleidenschaft gezogen worden. 😵

Als wir am Morgen aufwachten, waren Ela und ich entsprechend gerädert. Eines war sofort klar: Egal was passiert, eine weitere Nacht würden wir hier definitiv nicht verbringen. Aber gut, abhaken und nach vorne schauen. Heute stand schließlich mein Tauchtag auf dem Programm und für Ela eine schöne Bootsausfahrt. Bis spätestens 9:15 Uhr sollten wir an Bord sein, also überhaupt kein Stress.

Ich schrieb noch ein wenig am Blog, frühstückte eine Kleinigkeit, Ela packte unsere Tasche und schon machten wir uns auf den Weg zum Hafen. 🤿 Klar waren wir wieder einmal unter den Ersten an Bord und wurden freundlich begrüßt. Einer aus der Crew erklärte uns das Boot, Ela machte es sich gemütlich auf dem Oberdeck und ich begann damit, meine Tauchausrüstung zusammenzubauen.





Nach und nach trafen auch die anderen Gäste ein. Ich lernte meinen Tauchbuddy Merlin aus Frankreich kennen und uns wurde unser Guide vorgestellt, dessen Namen ich leider schon wieder vergessen habe. 😄 An Bord herrschte mittlerweile reges Treiben und wenig später legten wir ab.





Unser erstes Ziel war der berühmte Canyon mit dem kleinen Wrack gleich daneben. Genau auf diesen Tauchplatz hatte ich mich besonders gefreut. Kaş gilt schließlich weit über die Türkei hinaus als eines der bekanntesten Tauchgebiete des Landes. 🤿 Die Region bietet zahlreiche Höhlen, Steilwände, Wracks und Unterwasser-Canyons und genießt unter vielen Tauchern einen hervorragenden Ruf. Also eigentlich genau die richtige Spielwiese für mich. ;-)))

Nach etwa 25 Minuten Fahrt erreichten wir den Tauchplatz. Das Boot wurde an einer Boje festgemacht und wir machten uns langsam fertig. Schon von der Oberfläche aus konnte man erkennen, dass die Sicht unter Wasser hervorragend sein musste. Die Vorfreude stieg noch einmal deutlich an.

Nach einem kurzen Briefing durch unseren Guide sprangen wir ins Wasser. Alles war in Ordnung und wir tauchten langsam ab.




Wie erwartet war die Sicht tatsächlich traumhaft. Doch schon die ersten Meter unter Wasser hinterließen bei mir ein etwas seltsames Gefühl. Die gesamten Felsen des Riffs waren praktisch ohne nennenswerten Bewuchs. Außer einer Art Flaum oder Moos war dort nicht viel zu erkennen. Ich dachte zunächst noch, dass sich das bestimmt gleich ändern würde.

Dann erreichten wir den eigentlichen Canyon. Eine schmale Felsspalte führte hier steil in die Tiefe und wir ließen uns nacheinander hinuntergleiten. Das war wirklich ein tolles Gefühl und machte richtig Spaß. 😎

Am Grund des Canyons führte der Weg durch eine kleine Höhle und dort gelang mir auch die Aufnahme des einzigen Feuerfisches, der sich hier in der Höhle befand. Beim Auftauchen aus der Höhle folgte dann einer der schönsten Momente des gesamten Tauchgangs. Das Licht fiel von oben in den Canyon und zauberte zusammen mit den Felsen ein wunderschönes Panorama. 📸 Da gelangen mir ein paar wirklich schöne Aufnahmen mit der GoPro.

Tauchen am Canyon Kas, Türkei

Anschließend tauchten wir weiter hinab zu dem kleinen Wrack. Die etwas trostlose Unterwasserlandschaft hatte sich bis dahin allerdings nicht verändert und am Wrack selbst war ich dann endgültig verblüfft.

Für mich bedeuteten Wracks bislang immer Fisch und Bewuchs. Egal ob im Roten Meer, in Indonesien oder an anderen Tauchplätzen der Welt – Wracks bieten Fischen Schutz und Unterschlupf und sind normalerweise voller Leben.

Hier war schlicht und ergreifend fast nichts.

Wenn ich schreibe gar kein Fisch, stimmt das natürlich nicht ganz. Der eine oder andere schwamm schon herum. Aber für ein Wrack war das wirklich erschreckend wenig. 🐟

Wir schauten uns das Wrack noch etwas an und tauchten anschließend weiter entlang der Felsen. Leider änderte sich an dem Eindruck nichts mehr. Die Landschaft blieb karg und auch die Fische glänzten weiterhin größtenteils durch Abwesenheit.

So wenig Fische habe ich bei einem Tauchgang im Meer tatsächlich noch nie gesehen. Das hatte stellenweise schon fast deutsches Baggersee-Niveau. 😅

Nach knapp 50 Minuten war der Tauchgang schließlich beendet. Wir tauchten auf und gingen zurück an Bord. Natürlich sprach ich unseren Guide auf meine Eindrücke an und meinte, dass die Unterwasserwelt hier doch ziemlich trost- und fischlos wirke. Er erzählte irgendetwas von der falschen Jahreszeit oder ähnlichen Gründen. Außerdem erfuhr ich das in den anderen Höhlen scheinbar nicht mehr getaucht werden durfte da diese zu tief lagen.

Ganz ehrlich? Das kaufte ich ihm nicht so richtig ab. Wahrscheinlich konnte oder wollte er einfach nicht zugeben, dass es um die Unterwasserlandschaft und den Fischbestand hier vielleicht nicht ganz so gut bestellt ist, wie es die vielen Werbebilder und Internetberichte versprechen.

Trotzdem war der Canyon selbst mit seinen Lichtspielen, der kleinen Höhle und den beeindruckenden Felsformationen ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte. 🌊🤿 Und wer weiß, vielleicht würde der nächste Tauchgang ja noch die große Überraschung für uns bereithalten…

Nachdem ich meine Tauchausrüstung abgelegt hatte, ging ich erst einmal hoch zu Ela. 🤿 Sie sah mir meine Enttäuschung sofort an. Ich erzählte ihr von dem Tauchgang und zeigte ihr ein paar Videos, die ich mit der GoPro gemacht hatte. Da Ela sich meine Tauchgänge hinterher sowieso immer anschaut, konnte auch sie sich schnell ein Bild von der Unterwasserwelt machen. Innerlich hatte ich den ersten Tauchgang bereits abgehakt und setzte meine Hoffnung auf den zweiten. Also fragte ich unseren Guide, wohin es als Nächstes gehen würde. Als er meinte, wir würden hierbleiben und einfach eine andere Route tauchen, hatte ich diesen Tauchtag gedanklich endgültig abgeschrieben. 😅

Das Beste an der Tauchpause war dann tatsächlich das Mittagessen, das an Bord frisch zubereitet worden war und wirklich gut schmeckte. 🍽️ Fast hätte ich dabei noch eine weitere Überraschung vergessen. Schon beim ersten Abtauchen war mir aufgefallen, dass mein Tauchcomputer völligen Unsinn anzeigte. Teilweise zeigte er Tiefen von über 60 Metern an, obwohl wir gerade erst unter Wasser waren. Während des gesamten Tauchgangs spielte das Ding komplett verrückt. In der Pause kümmerte ich mich dann darum, nahm die Batterie heraus und versuchte einen Reset zu erzwingen. Leider ohne Erfolg. Mein alter, treuer Suunto-Tauchcomputer hatte wohl endgültig seinen Geist aufgegeben. 😢 Im Internet las ich später, dass bei älteren Modellen durchaus der Drucksensor ausfallen kann und der Computer dann praktisch nicht mehr zu retten ist. Vermutlich war genau das hier passiert. Schade, schließlich hatte mich das gute Stück viele Jahre und viele schöne Tauchgänge begleitet.

Na ja, ich fasse mich kurz. Ich beschloss trotzdem, auch den zweiten Tauchgang mitzumachen. Übung macht schließlich den Meister und vielleicht würde mich dieser Tauchplatz ja doch noch positiv überraschen. Leider blieb die Überraschung aus. Das Schönste an diesem Tauchgang war eine Schildkröte, die wir in einiger Entfernung beobachten konnten. 🐢 Außerdem gab es jede Menge Feuerfische, die hier scheinbar mittlerweile zu einer richtigen Plage geworden sind. Ansonsten blieb leider auch dieser Tauchgang geprägt von einer ziemlich trostlosen Unterwasserlandschaft und erstaunlich wenig Fisch. Nach weiteren knapp 50 Minuten war dann auch dieser Tauchgang beendet und nachdem alle wieder an Bord waren, machten wir uns auf den Rückweg in den Hafen.


Während der Rückfahrt spülte ich meine Ausrüstung vom Salzwasser frei und als wir wieder anlegten, verabschiedeten wir uns von der Crew und gingen zurück zu Otto. Ela und ich verstauten die nassen Tauchsachen erst einmal in unserer Dusche und machten uns anschließend auf den Weg zu unserem nächsten Ziel. 🚐 Schon heute Morgen hatte ich auf Park4Night einen Stellplatz in Demre entdeckt. Dort wollten wir die Nacht verbringen, bevor es weiter auf das Highlight der berühmten D400-Küstenstraße gehen sollte.

Die Fahrt dorthin führte wieder durch wunderschöne Landschaften und als wir in Demre ankamen, mussten wir erst einmal feststellen, dass unser ausgesuchter Parkplatz direkt an einer Baustelle lag und überhaupt nicht erreichbar war. 😂 Also hielten wir kurz an einem Supermarkt, erledigten noch ein paar Einkäufe und warfen erneut einen Blick auf Park4Night.

Und manchmal muss man einfach Glück haben.

Wir fanden einen weiteren Stellplatz direkt bei den berühmten Ruinen und Felsengräbern von Myra, einem der historischen Highlights der Türkei. Das Parken und sogar das Übernachten sollte dort kostenlos möglich sein und in den Bewertungen wurde immer wieder ein netter älterer Herr erwähnt, bei dem man Getränke und sogar etwas zu essen bekommen konnte.

Also war der Plan schnell gefasst und wir fuhren die paar Kilometer dorthin.

Unser Wohnmobil Otto in Myra, Türkei


Was für ein herrliches Fleckchen Erde! 🤩 Schon bei der Ankunft wurden wir freundlich begrüßt und der Blick auf die riesigen Felsengräber war einfach überwältigend. Da mussten wir beide sofort lachen, denn die Gräber von Fethiye wirkten dagegen fast wie Kinderfasching. 😄 Die lykischen Felsengräber von Myra gehören übrigens zu den beeindruckendsten ihrer Art und wurden vor über 2000 Jahren direkt in die steilen Felsen gehauen.

Die Felsengräber von Myra, Türkei

Wir stellten Otto auf seinen Platz, gönnten uns bei dem netten älteren Herrn erst einmal etwas zu trinken und bekamen als Überraschung sogar noch eine frische Papaya direkt vom Baum geschenkt. 🥭 Solche Begegnungen sind doch oft viel mehr wert als jede Sehenswürdigkeit. Anschließend hängten wir unsere nassen Tauchsachen zum Trocknen auf und ließen diesen ereignisreichen Tag ganz gemütlich ausklingen.

Und wenn uns der Zufall schon einmal nach Myra geführt hatte, dann wollten wir uns morgen natürlich auch die berühmten Felsengräber und die antike Stadt etwas genauer anschauen. 😎🚐

Gute Nacht. 😴🌙


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