🇹🇷 Türkei mit dem Wohnmobil – Vom Meer über Ephesus, Pamukkale zum Salda Gölü 🚐🌊🏛️🤍☀️10.06. - 13.06.2026

🚐 Auf zu neuen Abenteuern! 🌊🏛️😎

Die letzten Tage hatten es wieder in sich. 🚐😎 Wir sind über die Cunda-Halbinsel nach Izmir gefahren, haben spontan unsere Reisepläne über den Haufen geworfen, Flamingos gesucht und natürlich erst entdeckt, als Anhalten unmöglich war. 🦩😂 Mit Tweety ging es durch die steilen Gassen von Izmir zu historischen Bauwerken, Otto wurde mal wieder ein Stück optimiert und ganz nebenbei haben wir viele nette Menschen kennengelernt, die unsere Reise bereichert haben.

Sogar ein neues mögliches Abenteuer hat sich aufgetan. Nachdem uns immer mehr Wohnmobilfahrer von Georgien vorgeschwärmt hatten und selbst unser digitales Reisebüro ChatGPT begeistert von diesem Land war, schwirrt diese Idee inzwischen in unseren Köpfen herum. 🇬🇪🤔

Doch bevor wir von neuen Zielen träumen, wartet die nächste Etappe unserer Türkeireise auf uns. Ein letztes Mal wollen wir ans Meer, bevor wir tiefer in die Geschichte dieses faszinierenden Landes eintauchen. Mit Ephesus und später Pamukkale liegen gleich zwei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Türkei vor uns. 🏛️🤍 Ob dabei alles nach Plan läuft? Ihr kennt uns mittlerweile... eher nicht! 😂 Also kommt mit und begleitet Otto und Tweety auf ihrem nächsten Abenteuer. 🚐🛵🍻

10. Juni 2026 – Zurück ans Meer 🌊🚐☀️

Außer ein paar bellenden Hunden, die witzigerweise immer zu jaulen anfingen, sobald der Muezzin vom Minarett seinen Gesang anstimmte, war es eine herrlich ruhige Nacht. 😂🐕🕌 Gemütlich aufstehen, noch ein bisschen mit unseren Nachbarn plaudern, die gestern ebenfalls in Izmir unterwegs gewesen waren, nebenbei Otto fahrbereit machen und zwischendurch noch Mehmets Fragen beantworten – so sah unser Morgenprogramm aus.

Nachdem Tweety wieder sicher verstaut war, kam auch schon der Bäcker vorbei und wir kauften noch schnell ein frisches Brot. 🥖😋 Jetzt waren Ela und ich endgültig startklar. Unsere deutschen Nachbarn waren schon ein kleines Stück früher losgefahren und da sie in dieselbe Richtung wollten, war es durchaus möglich, dass wir uns noch einmal über den Weg laufen würden.

In der Nähe von Özdere hatte ich bei Park4Night einen Stellplatz entdeckt. Die Beschreibung war genau nach unserem Geschmack: „Schöner Strand und sonst nichts.“ 😎🏖️ Genau das lieben wir! Also machten wir uns gemütlich auf den Weg dorthin und staunten einmal mehr über die hervorragend ausgebaute vierspurige Straße.

Da sich langsam ein kleines Hüngerchen bemerkbar machte, hielten wir Ausschau nach einem schönen Frühstücksplatz. Genau an einer der zahlreichen Radarstellen bog ein kleiner Weg Richtung Meer ab und wenige Augenblicke später standen wir direkt am Wasser. 🚐🌊 Als wir ein paar Fotos machen wollten, fragte uns ein türkischer Wohnmobilfahrer sogar, ob er sein Fahrzeug wegfahren solle, damit wir mehr Platz hätten. Unglaublich freundlich, diese Menschen! 😊 Wir erklärten ihm, dass wir nur gemütlich frühstücken wollten, und genau das taten wir dann auch.




Danach noch schnell ein Zwischenstopp am Supermarkt, Getränke und etwas fürs Abendessen einkaufen und schon waren wir wieder unterwegs. Als wir die Abzweigung zu unserem Strand erreichten, wurde die Straße immer schmaler. Aber das konnte uns mittlerweile nicht mehr erschrecken. 😂 Und dann standen wir da.

Was soll ich sagen? Einfach nur herrlich! 😍 Außer uns waren nur noch ein anderes Wohnmobil, ein kleiner Wohnwagen und zwei Autos mit Badegästen dort. Ansonsten gab es nur Strand, Meer und jede Menge Ruhe.



mit dem Wohnmobil Otto frei stehen am Strand von Özdere, Türkei

Wir parkten Otto, schauten uns kurz um, machten ein paar Bilder und begrüßten unsere türkischen Nachbarn. Für mich ging es dann direkt ins Wasser und ich schwamm erst einmal eine gute halbe Stunde im herrlichen Meer. 🏊‍♂️🌊 Als ich wieder herauskam, gesellte sich auch Ela zu mir und wir genossen gemeinsam noch eine Weile den Strand. Leider wurden der Wind und die Wellen im Laufe des Tages immer stärker, sodass Ela lieber nur noch mit den Beinen ins Wasser ging. Aber egal, wir hatten ja beschlossen, gleich zwei Nächte hier zu bleiben. ☀️😎

Den restlichen Nachmittag ließen wir gemütlich verstreichen. Unsere Nachbarin brachte uns sogar noch ein paar köstliche Pflaumen vorbei 🍑, ich bastelte gleich ein kleines Reel über diesen traumhaften Platz und ehe wir uns versahen, war es schon wieder Zeit fürs Abendessen.

Im Supermarkt hatten wir 500 Gramm abgepacktes Dönerfleisch gekauft und wollten daraus zusammen mit Paprika, Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln eine kleine Omnia-Kreation zaubern. Ela schnibbelte fleißig das Gemüse und ich schichtete anschließend alles sorgfältig in unseren Omnia. 🍖🫑🧅🥔 Schon während des Kochens zog ein herrlicher Duft durch den Otto und wir waren richtig gespannt auf das Ergebnis.

Nach etwa 45 Minuten war das Essen fertig und ich kann euch sagen – es war einfach ein Genuss! 😋🍽️ Unser Omnia hat sich wieder einmal bestens bewährt und entwickelt sich langsam aber sicher zu unserem Lieblingskochtopf, Backofen oder was auch immer dieses geniale Teil eigentlich ist. 😂

Nach dem Essen fiel mir auf, dass der Stand der Sonne heute wohl einen spektakulären Sonnenuntergang versprechen würde. Also schnappte ich mir die Kamera und ging nach draußen. Genau in diesem Moment fuhr ein Geländewagen an den Strand und ich war sofort geflasht. Orange und schwarz lackiert, höhergelegt und mit allem ausgestattet, was man fürs Offroadfahren braucht – einfach eine richtig geile Karre! 🚙🔥 Natürlich musste ich sofort hinlaufen, dem Besitzer erklären, wie genial ich sein Auto fand und dass es auch noch genau meine Lieblingsfarben hatte. Der war richtig nett und so entstanden sogar noch ein paar Fotos von mir zusammen mit dem Fahrzeug.



Jetzt wurde es aber Zeit, sich um den eigentlichen Star des Abends zu kümmern. Der Sonnenuntergang war einfach atemberaubend. 🌅📸 Natürlich machte ich unzählige Fotos und Videos, bevor ich wieder zu Ela zurückging. Und ich konnte es mir natürlich nicht verkneifen, aus dem ganzen Material noch schnell ein kleines Reel zu basteln. Ein bisschen neidisch durften die Leute zu Hause ja ruhig werden. 😂🍻

Wohnmobil Otto beim Sonnenuntergang am Strand in der Türkei





Jetzt noch ein bisschen auf dem Handy stöbern und dann ab ins Bett. Für morgen hatten wir den Plan, noch einen schönen Strandtag einzulegen. Und vielleicht, wenn der Wind mitspielte, würde ich hier sogar noch eine Runde mit meinem Modellflugzeug drehen. Der Platz dafür wäre jedenfalls wie geschaffen. ✈️😎🌊

11. Juni 2026 – Ein perfekter Strandtag mit kleinen Wehwehchen 🌊🚐😎

Na ja, die Nacht war jetzt nicht gerade der Knaller. 😬 Meine Hüfte machte mir seit ein paar Tagen wieder ordentlich zu schaffen. Schon seit über eineinhalb Jahren habe ich immer mal wieder Schmerzen und so langsam sollte ich der Sache wohl einmal auf den Grund gehen. Ob es Arthrose ist oder irgendwelche verkürzten Sehnen und Bänder – keine Ahnung. Auf jeden Fall kann das nachts ganz schön unangenehm werden. Da werde ich mich wohl demnächst mal darum kümmern müssen.

Zum Glück entschädigte uns der Morgen sofort für die unruhige Nacht. ☀️🌊 Außer uns war weit und breit niemand am Strand zu sehen und so entschied ich mich, mal wieder mein Modellflugzeug auszupacken. Das ist hier in der Türkei ja so eine Sache. Eigentlich ist das Fliegen nicht ganz unkompliziert und man bewegt sich eher in einer Grauzone. Also ließ ich mein Fliegerle ganz gemütlich und vor allem schön niedrig über den Strand fliegen. 😎✈️

Dabei stellte ich fest, dass das eigentlich das beste Training überhaupt ist. So dicht über dem Boden wird jeder noch so kleine Flugfehler sofort mit einer Bruchlandung bestraft. 😂 Gerade als ich so richtig im Flow war, tauchte allerdings ein Schäfer mit seiner Herde auf. Da beschloss ich lieber, den Flugbetrieb einzustellen. Ärger mit meinem Fliegerle oder den Schafen wollte ich dann doch nicht riskieren. 🐑😂

Anschließend schrieb ich noch ein bisschen an unserem Reiseblog, wir frühstückten gemütlich und nachdem alles verdaut war, gönnte ich mir eine einstündige Trainingseinheit im Meer. 🏊‍♂️🌊 Das Wasser war einfach herrlich. Kurz darauf kam auch Ela dazu und wir genossen gemeinsam das warme Meer. Bevor uns die Sonne allerdings komplett verkokelte, verzogen wir uns wieder in den Schatten von Otto. ☀️🚐

Nachdem das Salzwasser von der Haut geduscht war, machten wir es uns vor unserem Zuhause auf Rädern gemütlich und genossen einfach den Tag. Genau für solche Momente lieben wir diese Art zu reisen. 😎🍻Um nicht ganz in der absoluten Faulheit zu versinken stiefelte ich noch ein bisschen umher und machte ein paar Bilder von unserem herrlichen Stellplatz und der Umgebung.

Unser Wohnmobil Otto am Strand bei Özdere, Türkei





Der Wind hatte inzwischen wieder ordentlich aufgefrischt. Diesmal allerdings nicht so böig wie am Vortag, sondern schön gleichmäßig. Perfekt also, um meinen Kite auszupacken. 🪁 Ich war selbst gespannt, ob ich das Teil überhaupt noch beherrschen würde. Aber siehe da – es klappte hervorragend! So flog ich eine gute Stunde über den Strand und hatte jede Menge Spaß dabei. Ela machte ein paar Bilder und ein kleines Video und was lag da näher, als gleich wieder ein Reel daraus zu basteln. 😂📸

Pit beim Kite fliegen, Türkei

Gegen Abend zauberten Ela und ich noch ein leckeres Essen und ließen den Tag gemütlich ausklingen. 🍽️😋 Danach wurde noch eine Runde Mahjong gezockt, bevor wir langsam ans Schlafengehen dachten.

Eine Sache hatten wir allerdings noch zu erledigen. Mittlerweile waren wir nämlich ganz schön von Mücken zerstochen worden. 🦟😤 Als ich in der vergangenen Nacht wegen meiner Hüfte nicht schlafen konnte, erinnerte ich mich plötzlich daran, dass wir doch tatsächlich noch unseren elektrischen Mückenkiller dabeihatten. Also wurde das gute Stück ausgepackt. Jetzt wollten wir den kleinen Plagegeistern wenigstens nachts mal ordentlich auf die Pelle rücken! 😂⚡🦟

Morgen wollten wir dann endgültig weiter in Richtung Ephesus ziehen und mal schauen, was man dort erleben kann, ohne gleich ein kleines Vermögen auszugeben. 🏛️🚐😎

12. Juni 2026 – Neue Reiseziele, ein neuer Hut und Pamukkale in Sicht! 🚐🏛️🤍

Gerade als wir gemütlich aufgestanden waren und unseren ersten Kaffee genossen, eigentlich schon in Aufbruchstimmung, denn heute sollte es ja weitergehen, kam ein Mann von einem Wohnmobil zu uns herüber und sprach uns im besten Deutsch an. 😄 Wieder ein Türke, der rund 40 Jahre in Deutschland gelebt hatte und anschließend wieder in seine alte Heimat zurückgekehrt war.

Er und sein Kumpel waren erst mitten in der Nacht mit ihren Wohnmobilen angekommen. Die beiden waren zuvor an einem anderen Strand gestanden und dort tatsächlich von der Polizei gebeten worden, sich einen anderen Übernachtungsplatz zu suchen. Tja, auch in der Türkei kann einem das passieren. 🚔😂

Wir plauderten eine ganze Weile miteinander und schon nach wenigen Minuten wurde aus dem netten Gespräch eine richtige Reiseberatung. Er versorgte uns mit unzähligen Tipps für lohnenswerte Ziele in der Türkei. Besonders schwärmte er von einem See, der auf unserer Route Pamukkale / Kaklik Höhle liegen sollte und scheinbar etwas ganz Besonderes war. Außerdem erzählte er von tollen Orten entlang der syrischen Grenze und zeigte uns auf seinem Handy einen Fähnchen übersäten Google-Maps-Plan. 🇹🇷🗺️

Irgendwann wollten wir dann aber doch aufbrechen. Wir machten ihm klar, dass Otto langsam weiterrollen wollte, verabschiedeten uns herzlich, frühstückten noch kurz und schon ging es los.

Bis Ephesus waren es gerade einmal rund 40 Kilometer und die waren schnell geschafft. Besichtigen wollten wir die berühmte antike Stadt allerdings nicht. Die Eintrittspreise hatten uns dann doch etwas die Sprache verschlagen. Tatsächlich sollten hier 40 Euro pro Person fällig werden. 😳💸 Das war uns ehrlich gesagt zu viel.



Zumal wir ja wussten, dass uns bei Pamukkale ebenfalls beeindruckende Ruinen erwarteten und unser neuer türkischer Reiseführer am Morgen uns noch viele weitere antike Städte entlang unserer Route empfohlen hatte. Da konnten wir Ephesus guten Gewissens auslassen.


Ruinen von Ephesus, Türkei

Ganz vorbeifahren wollten wir aber auch nicht. Also hielten wir kurz an, machten ein paar Fotos und ärgerten uns noch ein bisschen über die Eintrittspreise. Immerhin nutzte ich die Gelegenheit, mir einen neuen Hut zu kaufen. 😂🤠 Ela hatte nämlich schon seit geraumer Zeit über mein schwarzes Käppi gelästert. Jetzt hatte ich endlich einen richtigen Abenteuerpur-Hut und ich muss sagen, der stand mir richtig gut. Ela war zufrieden und wir stellten im gleichen Atemzug fest, dass ihr mein altes schwarzes Käppi ebenfalls hervorragend stand. Also waren am Ende alle glücklich. 😎



Der Andrang und der Preis bei Ephesus waren uns zu groß


Zu den Eintrittspreisen muss man allerdings noch wissen, dass diese von der türkischen Regierung festgelegt werden und Einheimische hier nur einen Bruchteil bezahlen. In Ephesus wären das gerade einmal etwa vier Euro gewesen. Na ja, so ist das eben.

Nachdem wir unsere Bilder gemacht hatten, ging es weiter Richtung Pamukkale. Rund 178 Kilometer lagen noch vor uns und Google Maps versprach etwa drei Stunden Fahrzeit. Da wir Mautstraßen und Autobahnen vermieden, führte uns die Route über die gut ausgebaute vierspurige D320. Eigentlich wären wir flott vorangekommen, wenn nicht gefühlt alle paar Kilometer eine neue Stadt aufgetaucht wäre, durch die die Straße mitten hindurchführte. 🚐😂 Irgendwie hatten wir unterwegs ständig die berühmte rote Welle.

Aber auch das ging irgendwann vorbei und gegen Nachmittag erreichten wir Pamukkale. Schon aus über 30 Kilometern Entfernung konnte man die weißen Sinterterrassen wie einen hellen Fleck in den sonst braun-grünen Bergen erkennen. 🤍🏞️ Ein wirklich beeindruckender Anblick.

Pamukkale, ein weißer Fleck in der Landschaft

Dort angekommen machten wir erst einmal ein paar Fotos und fuhren hinauf zum Stadteingang, um uns einen Überblick zu verschaffen. Eigentlich war unser Plan gewesen, noch bis zur Kaklik-Höhle weiterzufahren, dort zu übernachten und Pamukkale erst am nächsten Tag zu besichtigen.

Ein kurzer Blick auf Google Maps zeigte allerdings, dass die Höhle noch rund 40 Kilometer entfernt lag. Genau in diesem Moment bot uns ein freundlicher Mann direkt vor Ort einen Übernachtungsplatz für gerade einmal fünf Euro an. 😎🚐 Das war schnell entschieden. Wir nahmen das Angebot an und stellten Otto direkt in der Nähe der berühmten Sinterterrassen ab. Kaum dass wir standen kam der Mann auch schon mit einem Roller daher gefahren, gab uns noch ein paar Tipps für die morgige Besichtigung und wollte uns noch ein Broschüre verkaufen. Damit wir ihn wieder los wurden, er redete und redete,  gab ich ihm umgerechnet 2 € Trinkgeld und er machte sich wieder vom Acker. Für die 2 € hatten Ela und ich aber auch noch die Information erhalten dass morgen früh ab 05:30 Uhr hier die Heißluftballons starten würden, das wollten wir uns natürlich anschauen!

Danach wurden noch ein paar Bilder gemacht und ein kleiner Schlachtplan für den nächsten Tag ausgearbeitet. Es gab drei verschiedene Eingänge nach Pamukkale und wir entschieden uns für den Südeingang. Schließlich musste so eine Besichtigung ja gut geplant sein. 😂🏛️


Unser Wohnmobil Otto vor den berühmten Sinterterrassen von Pamukkale, Türkei

Zum Abendessen gab es noch einmal die Reste vom Vortag, bevor wir den Tag ganz entspannt ausklingen ließen. Morgen würden wir dann endlich eines der bekanntesten Naturwunder der Türkei aus nächster Nähe erleben. 🤍🇹🇷🍻

13. Juni 2026 – Ballons, Ruinen und die erste Überraschung von Pamukkale 🎈🤍🏛️

Da wir gestern wieder einmal recht früh ins Bett gegangen waren und ich heute Nacht endlich einmal vorzüglich geschlafen hatte, war es überhaupt kein Problem, dass ich heute Morgen sogar als Erster wach wurde. 😎 Gerade als ich das typische Zischen der Brenner hörte, war ich auch schon aus Otto heraus. Was für ein Anblick! Rund zehn Heißluftballone schwebten über den weißen Sinterterrassen von Pamukkale und ich machte natürlich Fotos und Videos wie verrückt. 🎈📸🤍


Heißluftballon über Pamukkale, Türkei



Kurz darauf kam auch Ela dazu und damit war das Glück perfekt. Da sie das Thema Ballonfahren in letzter Zeit schon ein paar Mal angesprochen hatte, stand mein Entschluss eigentlich schon fest. In Kappadokien werden wir wohl auch einmal in einen solchen Ballon steigen. Das bleibt aber erst einmal eine kleine Überraschung für sie. 🤫🎈😎

Gemeinsam schauten wir den Ballons zu, tranken gemütlich unseren Kaffee und freuten uns auf die Besichtigung von Pamukkale. Gestern hatten wir erfahren, dass die Eingänge bereits um 8 Uhr öffnen sollten und bis dahin hatten wir noch genügend Zeit. Unser Plan war, mit Otto zum Südeingang hinaufzufahren, dort zu parken und von dort aus das Abenteuer Pamukkale zu starten.

Kurz nach sieben Uhr wurde ich allerdings ungeduldig und drängte zum Aufbruch. Vielleicht konnten wir ja schon auf den Parkplatz. 😂 Also machten wir Otto startklar und fuhren los. Pustekuchen! Der Parkplatz war noch geschlossen. Immerhin gehörten wir zu den ersten Fahrzeugen, die dort warteten.

Nur herumstehen war aber nicht so mein Ding und so fuhren wir noch ein Stück weiter den Berg hinauf. Ich hoffte auf einen schönen Aussichtspunkt und tatsächlich wurden wir fündig. Noch schnell ein paar Bilder gemacht und schon waren wir wieder zurück. Kurz nach unserer zweiten Ankunft öffnete dann auch der Parkplatz. 🚐📸


Ausblick vom Berg auf Pamukkale

Wir parkten Otto und liefen zum Kassenhäuschen. Da wir im Internet bereits darüber gelesen hatten und gestern sogar zweimal darauf angesprochen worden waren, waren wir sehr gespannt, wie sich die Dame an der Kasse verhalten würde.

Betrugsversuch beim Eintritt Pamukkale

Anscheinend passiert es hier regelmäßig, dass man zwei Eintrittskarten für jeweils 30 Euro kaufen möchte, beim Bezahlen aber plötzlich 40 Euro pro Person von der Kreditkarte abgebucht werden. Der Unterschied ist ein Audioguide, den viele Besucher gar nicht haben möchten. 💸😳

Also sagte ich ganz ausdrücklich, dass wir zwei Tickets für jeweils 30 Euro kaufen möchten. Als mir die Dame das Kartenlesegerät hinhielt, stellte ich fest, dass sie tatsächlich wieder die teurere Variante eingegeben hatte. Zum Glück hatte ich den Betrag vorher schon umgerechnet. Ich sprach sie ziemlich deutlich darauf an und mit völlig ausdruckslosem Gesicht sowie einem Schulterzucken änderte sie den Betrag. Was für eine Sauerei! 😤 Ich informierte gleich noch die Besucher hinter uns über diese Masche und sie bedankten sich herzlich.





Jetzt konnten wir endlich das weitläufige Gelände betreten. Da es morgens noch angenehm kühl war, beschlossen wir zunächst, das antike Theater zu besichtigen, das etwas höher am Hang liegt. Dort angekommen waren wir beeindruckt, wie gut erhalten das Bauwerk noch ist. 🏛️





Anschließend schlenderten wir durch die weitläufigen Ruinen von Hierapolis und machten jede Menge Fotos. Die antike Stadt wurde bereits im zweiten Jahrhundert vor Christus gegründet und entwickelte sich dank der heißen Thermalquellen schnell zu einem bedeutenden Kur- und Heilbad. Später gehörte sie zum Römischen Reich und war eine der wichtigsten Städte der Region. Besonders bekannt ist Hierapolis auch dafür, dass hier der Apostel Philippus gelebt und gewirkt haben soll. Heute gehören die Ruinen zusammen mit den berühmten Sinterterrassen sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe. 🤍🏛️

Während wir durch die alten Straßen und zwischen den beeindruckenden Überresten der Gebäude spazierten, wurde uns langsam bewusst, wie riesig diese Anlage eigentlich ist. Gleichzeitig bemerkten wir aber auch, dass trotz der frühen Uhrzeit immer mehr Besucher auf das Gelände strömten.




Also beschlossen wir, uns langsam zu den eigentlichen Sinterterrassen aufzumachen. Keine Minute zu früh, wie sich herausstellen sollte. Bei unserer Ankunft waren die berühmten weißen Terrassen nämlich bereits ziemlich gut von Touristen bevölkert. 😎🤍📸

Ja, noch kurz um das Museum herumgelaufen und schon standen wir an den berühmten Sinterterrassen von Pamukkale. Die hatten ja schon von unten toll ausgesehen, aber hier oben waren sie einfach atemberaubend. 🤍🏞️ Ohne Sonnenbrille tat einem das helle Weiß der Kalkterrassen regelrecht in den Augen weh.





Wir auf den berühmten Pamukkale Terrassen, Türkei

Pamukkale bedeutet übrigens übersetzt „Baumwollschloss“ und wenn man hier oben steht, versteht man auch warum. Die strahlend weißen Terrassen sehen tatsächlich aus wie riesige Baumwollfelder, die sich den Hang hinunterziehen. Seit Jahrtausenden fließt hier kalkhaltiges Thermalwasser den Berg hinab und hat diese einzigartige Landschaft geschaffen. 

Für mich hatten die Terrassen aber noch eine ganz besondere Bedeutung. Früher hatte ich ja Höhlentouren in die Falkensteiner Höhle geführt und meinen Gästen bei den Taufbecken immer erklärt, dass diese ein bisschen so aussehen würden wie Pamukkale in der Türkei – ohne jemals selbst dort gewesen zu sein. 😂 Jetzt wusste ich endlich, dass ich damals niemanden angelogen hatte.

Kein Wunder eigentlich, denn die Entstehung ist nahezu dieselbe. Das heiße Thermalwasser transportiert jede Menge gelösten Kalk mit sich. Sobald das Wasser an die Oberfläche gelangt, abkühlt und Kohlendioxid entweicht, lagert sich der Kalk ab und bildet Schicht für Schicht diese herrlichen weißen Becken und Terrassen. Genau derselbe Vorgang findet auch in vielen Höhlen statt und bildet dort die bekannten Sinterbecken, Tropfsteine und andere Kalkformationen. 🪨💧

Die Terrassen darf man übrigens nur barfuß betreten und so zogen Ela und ich unsere Schuhe aus und stiegen vorsichtig ins Wasser. Vor allem im oberen Bereich muss man höllisch aufpassen, denn dort war es stellenweise ganz schön rutschig. Durch meine Erfahrungen aus den Höhlentouren erkannte ich diese Stellen sofort und lotste Ela sicher daran vorbei. Trotzdem sahen wir in der kurzen Zeit, die wir dort waren, gleich drei Touristen teilweise ziemlich unsanft auf dem Hosenboden landen. Also wirklich Vorsicht dort! 😂🦶

Wir blieben hauptsächlich im oberen Bereich der Terrassen, denn weiter unten sah es ähnlich aus und dort wimmelte es mittlerweile nur so von Besuchern. Aber auch von hier oben konnten wir wunderschöne Fotos und Videos machen. 📸🤍



Als uns der Trubel dann doch etwas zu viel wurde und außerdem ständig die Gefahr bestand, von einem stürzenden Touristen mitgerissen zu werden, beschlossen wir, unsere Schuhe wieder anzuziehen. Kaum hatten wir sie an, haute es neben uns tatsächlich wieder eine Dame auf den Hintern. 😂 Also nichts wie weg und ab ins Museum.





Im Bereich mit den Sarkophagen und Statuen staunten wir nicht schlecht über die kunstvollen Steinmetzarbeiten der damaligen Zeit. Einfach wunderschön! 🏛️ Anschließend schauten wir uns die kleineren Ausstellungsstücke an und waren noch mehr beeindruckt. Die filigran gearbeiteten Goldschmuckstücke und kleinen Figuren zeigten, welches handwerkliche Können die Menschen schon damals besaßen.











Wir ließen uns gemütlich treiben und beschlossen irgendwann, dass wir genug gesehen hatten. Man hätte auf diesem riesigen Gelände locker zwei Tage verbringen können, wenn man jede Tafel gelesen und jeden Stein genau betrachtet hätte. Uns genügte aber der grobe Überblick.

Also machten wir uns langsam auf den Weg Richtung Südeingang. Einer spontanen Eingebung folgend liefen wir aber noch einmal zu den Sinterterrassen, diesmal etwas weiter südlich. Und siehe da – hier zeigte sich die ganze Pracht noch einmal von ihrer schönsten Seite und das fast ohne Touristen. 😍🤍

Im Internet hatten wir gelesen, dass die Mitarbeiter aufgrund der Wasserknappheit die einzelnen Bereiche der Terrassen abwechselnd mit Wasser versorgen, um dieses einzigartige Naturwunder langfristig zu erhalten. Genau das konnten wir hier wunderbar beobachten. Zwei Mitarbeiter waren gerade unterwegs und kümmerten sich um die Wasserläufe. So bekamen wir noch einmal einen ganz anderen Eindruck davon, wie viel Arbeit nötig ist, um dieses Naturwunder zu bewahren. 💧🏞️

Noch ein paar letzte Fotos und Videos und schon machten wir uns auf den Weg zurück zu Otto. Mittlerweile knurrte uns nämlich ordentlich der Magen, denn gefrühstückt hatten wir noch gar nicht. 😋🚐






Am Parkplatz angekommen staunten wir allerdings nicht schlecht. Der ganze Platz war mittlerweile voller Reisebusse. Das erklärte natürlich, warum plötzlich so viele Besucher auf dem Gelände unterwegs gewesen waren. Eigentlich wollten wir hier noch gemütlich frühstücken, aber zwischen all den Bussen kamen wir uns doch etwas wie auf dem Präsentierteller vor. 😂🚌

Also beschlossen wir kurzerhand weiterzufahren. Unser nächstes Ziel für heute war die Kaklik-Höhle, ein weiterer Geheimtipp unseres Reisebüros ChatGPT. 😎🚐 Die Strecke dorthin betrug rund 40 Kilometer und entweder würden wir unterwegs ein schönes Plätzchen zum Frühstücken finden oder eben direkt an der Höhle. 

Da wir unterwegs einfach keinen vernünftigen Platz zum Anhalten fanden, fuhren wir mit knurrenden Mägen tatsächlich direkt bis zur Kaklik-Höhle. 😋🚐 Kurz vor der Ankunft waren wir allerdings fest davon überzeugt, dass sich Google Maps diesmal endgültig vertan hatte. Wir bogen von der D320 ab und fuhren schnurstracks auf ein riesiges Marmorabbaugebiet zu. Gefühlt wurde hier die halbe Landschaft abgetragen und wir konnten uns beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich hier irgendwo eine Naturattraktion verstecken sollte.




Marmorabbaugebiet in der Türkei

Doch plötzlich tauchte ein Wegweiser auf und bestätigte, dass unser digitales Reisebüro mal wieder recht behalten hatte. 😂 Schon wenig später standen wir auf dem Parkplatz der Kaklik-Höhle und bezahlten die zwei Euro Eintritt pro Person.

Unser Wohnmobil Otto an der Kaklik Höhle in der Türkei

Im Internet hatten wir gelesen, dass die Kaklik-Höhle auch als das „unterirdische Pamukkale“ bezeichnet wird, weil sich dort wunderschöne Sinterterrassen gebildet haben. Unsere Erwartungen waren also entsprechend hoch. Bevor wir uns aber ins Abenteuer stürzten, musste erst einmal gefrühstückt werden. Jetzt hatten wir nämlich beide wirklich Hunger. 🍞😋

Außer uns standen noch ein paar Autos und sogar zwei Reisebusse auf dem Parkplatz. Zum Glück verschwanden die meisten Besucher während unseres Frühstücks und so konnten wir die Höhle anschließend fast in Ruhe erkunden.

Und was wir dort zu sehen bekamen, war wirklich nicht von dieser Welt! 😍🤍 Die Höhle ist zwar nur rund 190 Meter lang, aber sie bietet ein Naturschauspiel der Extraklasse. Für uns war sie eine Mischung aus einer Cenote in Mexiko, den Sinterterrassen von Pamukkale und einem Wasserfall – so etwas hatten Ela und ich tatsächlich noch nie gesehen.





Eingangsbereich Kaklik Höhle Türkei









Überall rauschte Wasser durch die Höhle, teilweise sogar direkt über den Fußweg. Da erinnerte ich mich plötzlich daran, dass irgendwo gestanden hatte, man solle besser nasse Schuhe einplanen. Tja, zu spät! 😂👟💦 Aber das störte uns überhaupt nicht.


Wir genossen jeden Meter dieser faszinierenden Höhle. Die weißen Sinterterrassen, die kleinen Wasserfälle, das glasklare Wasser und die wunderschönen Farben machten diesen Ort zu einem echten Geheimtipp. Vielleicht sogar zu einem der schönsten Naturwunder, die wir bisher auf unserer Reise gesehen haben. 🏞️🤍Eine Formation gab es tatsächlich beinahe genau so aussehend in der Falkensteiner Höhle und ich hatte diese damals als "Des Junggesellen Traum" betitelt 😁😁

Da die Höhle nicht besonders groß ist, hatten wir sie relativ schnell durchquert. Draußen wartete aber schon die nächste Überraschung. In zwei kristallklaren Becken konnten wir Frösche, Fische und sogar Wasserschildkröten beobachten, die dort lebten. 🐸🐢🐟 Was für ein Erlebnis!

Eigentlich hatten wir geplant, hier zu übernachten. Allerdings luden weder der Parkplatz noch die Umgebung so richtig dazu ein. Also erinnerten wir uns an den Tipp unseres türkischen Reiseberaters vom Vortag und beschlossen, noch weiter zum Salda Gölü zu fahren. Dieser See sollte etwas ganz Besonderes sein und wir waren natürlich neugierig geworden. 😎

Da das Gebiet rund um den See unter Naturschutz steht, ist freies Übernachten dort nicht möglich. Auf Park4Night hatten wir aber einen kleinen privaten Campingplatz mit guten Bewertungen gefunden und genau dort wollten wir die Nacht verbringen.

Also starteten wir Otto ein weiteres Mal und nahmen die knapp 80 Kilometer bis zum Salda Gölü unter die Räder. 🚐🌧️ Schon seit einiger Zeit hingen dunkle Wolken am Himmel und unsere Strecke führte immer weiter in die Berge hinein – und damit direkt auf das schlechte Wetter zu.

Natürlich dauerte es nicht lange, bis es ordentlich zu regnen begann. Otto bekam dabei eine kostenlose Wäsche spendiert und gefühlt mussten wir unterwegs sogar die eine oder andere Flussdurchfahrt meistern. 😂 Tatsächlich war es nur das Wasser, das durch die Ortschaften schoss, aber es fühlte sich manchmal wirklich so an.


Trotz des Wetters war die Strecke wunderschön und führte durch herrliche Berglandschaften. Und dann lag er plötzlich vor uns – der Salda Gölü. 🌊🏔️ Leider nieselte es immer noch und wir hatten für heute auch langsam genug erlebt. Also steuerten wir direkt den Campingplatz an.

Dort wurden wir herzlich von einem älteren Herrn empfangen, der sogar erstaunlich gut Deutsch sprach. Wir bekamen einen schönen Platz auf seinem Grundstück zugewiesen und stellten Otto ab. Für heute reichte es dann auch. 😎🚐

Unsere Energie genügte gerade noch, um uns etwas Leckeres zum Abendessen zuzubereiten, ein bisschen Reiseblog zu schreiben und noch schnell ein Reel über Pamukkale zu schneiden. 🍽️📸 Danach war endgültig Schicht im Schacht.

Die Temperaturen hier oben waren angenehm kühl und versprachen eine herrlich entspannte Nacht. Morgen wollten wir dann mit Tweety den besonderen Salda Gölü erkunden – vorausgesetzt, das Wetter spielte mit. Und warum dieser See so besonders ist, das erzählen wir euch dann morgen. 😎🛵🌊🍻

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