🇹🇷 Türkei mit dem Wohnmobil – Mit Otto entlang der Ägäis von Cunda bis Izmir 🚐🌊☀️06.06. - 09.06.2026
🇹🇷🚐 Auf geht's in den nächsten Abschnitt unserer Türkei-Rundreise!
Der Motor läuft, Otto ist startklar und Ela und ich haben wie immer keinen blassen Schimmer, was uns hinter der nächsten Kurve erwartet. Genau das lieben wir an unseren Reisen. Also steigt ein und begleitet uns weiter durch die Türkei. Mal schauen, welche kleinen und großen Abenteuer diesmal auf uns warten. 😁🌍☕
06. Juni 2026 – Auf nach Ayvalik und zur Cunda-Halbinsel 🚐🌊🇹🇷
Da wir den heutigen Platz gestern eher durch Zufall entdeckt hatten und er eigentlich gar nicht auf unserem Plan gestanden hatte, machten wir Otto startklar und rollten ganz gemütlich los. Unser Ziel war Ayvalik. Wir hatten gelesen, dass die Stadt früher griechisch gewesen sein soll und sich dieser Flair bis heute erhalten hat. Außerdem interessierte uns die Cunda-Halbinsel. Dort sollte es ebenfalls richtig schön sein, zumindest hatte das unser Reisebüro ChatGPT behauptet. 😄 Also nichts wie hin!
Als Erstes gab ich in Maps einen Brunnen direkt hinter der Brücke zur Cunda-Halbinsel ein. Da wir ja immer noch keine funktionierende Wasseranzeige hatten, galt die Devise: Wasser tanken, wann immer sich die Gelegenheit bietet. 💧🚰
Wieder einmal waren wir von den Straßen begeistert. Statt Autobahn fuhren wir auf der E87, einer Bundesstraße, oder wie auch immer man diese Straße hier nennt. Vier Spuren, guter Belag und genau richtig, um mit gemütlichen 90 km/h vor sich hin zu schnurren. 🚐💨 Kurz vor Ayvalik ging es dann rechts Richtung Cunda-Halbinsel ab und schon die Fahrt über die Brücke war ein schöner Anblick.
Am Brunnen angekommen, wurden erst einmal die Wasservorräte aufgefüllt.
Jetzt galt es nur noch, einen schönen Platz für Otto zu finden. Zunächst steuerten wir einen Stellplatz an, der 800 türkische Lira kosten sollte. Was für ein Dreck! 😂 Im Grunde war das nur ein kleiner Parkplatz in der Nähe eines Hafens. Das war also schnell erledigt.
Also schaute ich noch einmal bei Park4Night nach und fand einen weiteren Platz, der vielversprechend klang. Dort angekommen machten wir den obligatorischen Checkpot – und Volltreffer! 😎 Traumhaft gelegen und ein riesiger Parkplatz, der teilweise zu einem Restaurant gehörte. Wir stellten Otto auf einem verlassenen Basketballfeld ab. Betoniert, eben und perfekt für die Nacht.
Natürlich gingen wir erst einmal ins Restaurant, gönnten uns etwas zu trinken und fragten vorsichtshalber, ob wir dort über Nacht stehen bleiben dürften. Die Antwort war herrlich unkompliziert: „Wenn die Polizei nicht kommt, dann ja.“ 😂 Na, das reichte uns doch völlig als Genehmigung.
Da es dort auch Liegen und Sonnenschirme zu mieten gab und das Wasser richtig einladend aussah, fragten wir gleich noch nach den Preisen. Für zwei Liegen und einen Sonnenschirm sollten wir umgerechnet 16 Euro für einen Tag bezahlen. Da wurde uns endgültig klar, dass die Türkei mittlerweile kein günstiges Urlaubsland mehr ist. 💸😳
Ela und ich schauten uns kurz an und mussten grinsen. Warum Geld ausgeben? Wir hatten doch unseren eigenen Sonnenschirm und zwei Campingstühle dabei! Also schnell die Ausrüstung aus Otto geholt und unseren ganz persönlichen Strandplatz eingerichtet. 😁🏖️
Keine fünf Minuten später hüpften wir das erste Mal ins türkische Meer. Das Wasser war herrlich angenehm und sogar Ela stürzte sich begeistert in die Fluten. 🌊🏊♀️🏊♂️ So verbrachten wir einen wunderschönen Nachmittag am Strand und genossen einfach das Leben.
Zum Abendessen gab es Köfte mit Salat, die wir im Supermarkt in Canakkale eingekauft hatten. 🥗🍖 Danach wurde noch ein bisschen gelesen und ehe wir uns versahen, fielen uns schon wieder die Augen zu. 😴📚
Für morgen steht der Plan jedenfalls fest: Tweety wird ausgepackt und wir schauen uns Ayvalik einmal genauer an. Mal sehen, was uns dort alles erwartet. 🛵😎🇹🇷
07. Juni 2026 – Planänderung? Können wir! 🚐😄🇹🇷
Nach einer wunderbaren Nacht standen wir morgens auf und irgendwie roch es verdächtig nach einer Planänderung. 😂 Eigentlich hatten wir ja vorgehabt, heute Tweety aus der Garage zu holen und uns Ayvalik einmal genauer anzuschauen. Aber irgendwie kamen wir beide nicht so richtig in die Gänge. Ela und ich schauten uns an und in unseren Blicken war eindeutig zu lesen: „Komm, lass uns weiterziehen!“
Warum das so war, kann ich bis heute nicht sagen, denn der Platz war eigentlich wirklich schön. Na ja, ich fragte Ela, wo es denn hingehen sollte, und wie aus der Pistole geschossen kam die Antwort: „Nach Izmir!“ Na gut, dann eben Izmir! 😎
Also schnell zusammenpacken, gemütlich frühstücken und schon waren wir wieder on the road. 🚐💨 Ela machte noch ein paar Fotos von den alten Windmühlen auf Cunda und ich erinnerte mich daran, dass es südlich von Ayvalik irgendwo ein Gewässer mit Flamingos geben sollte. Dort wollten wir einen kurzen Zwischenstopp einlegen und die schönen Tiere bewundern. 🦩Davor galt es jedoch unserem Otto etwas Diesel zu verpassen.
Fröhlich ging es weiter Richtung Süden.
Langsam aber sicher merkten wir am Verkehr und an der immer dichteren Bebauung, dass wir uns Izmir näherten. Da unser Stellplatz auf der anderen Seite der Stadt lag, mussten wir einmal quer durch Izmir hindurch. Aber das war überhaupt kein Problem, denn die vierspurige Umgehungsstraße ließ sich hervorragend fahren. In Meeresnähe ragten moderne Hochhäuser in den Himmel und an den Hängen klebten gefühlt tausende kleinere Häuser dicht an dicht. Da waren wir schon gespannt, was uns diese Millionenstadt noch alles zeigen würde. 🌇
Mit Hilfe seines persönlichen Dolmetschers, einem Türken, der viele Jahre in Australien gelebt hatte und hier seine neue Heimat gefunden hatte, fanden wir schnell unseren Stellplatz und wurden eingewiesen. Mehmet half sogar beim Aufbau der Markise und war sichtlich enttäuscht, dass Ela und ich Tweety bereits aus der Garage geholt hatten, ohne auf ihn zu warten. 😂
Als schließlich alles aufgebaut war, kehrte Ruhe ein. Fast schon etwas zu viel Ruhe für meinen Geschmack. Also schnappte ich mir kurzerhand Tweety und düste zum nahegelegenen Carrefour-Supermarkt. Schließlich brauchten wir noch etwas fürs Abendessen. 🛵🛒🥗
Insgeheim hatte ich ja die Hoffnung, im Carrefour-Supermarkt auch Schweinefleisch oder Wurstwaren aus Schweinefleisch zu bekommen. In den Carrefour-Märkten in Marokko hatten wir damit schließlich gute Erfahrungen gemacht. Also parkte ich Tweety und marschierte voller Zuversicht hinein. 😎🛵
Der Supermarkt war gigantisch groß und hatte eigentlich alles, was das Herz begehrte. Nur eines gab es nicht: Schweinefleisch. 🐷❌ Na ja, auch damit lässt sich leben. Also kaufte ich Gurken, Tomaten und Paprika für einen frischen Salat und ließ mir an der Fleischtheke drei richtig fette Scheiben Entrecôte abschneiden, auf die ich mich schon richtig freute. 🥩🤤 Noch ein paar Getränke eingepackt und schon ging es zurück zu Ela und Otto.
Kaum angekommen, hatte ich eigentlich nur noch dieses herrliche Fleisch im Kopf. 😂 Ela kümmerte sich um den Salat und ich machte mich später ans Braten der Steaks. Doch dann kam die große Enttäuschung. Die dicken Fleischscheiben wurden in der Pfanne immer dünner und dünner, während sich so viel Wasser sammelte, dass man hätte meinen können, ich wollte eine Suppe kochen. 🍲😳 Einfach eine grottenschlechte Fleischqualität!
Zum Glück schmeckte das Ganze trotzdem richtig gut und so ließen wir uns unser Entrecôte mit frischem Salat und knusprigem Brot schmecken. 🥩🥗🍞
Mittlerweile waren auch unsere Nachbarn von ihrem Stadtbummel durch Izmir zurückgekommen. Da ihr Wohnmobil ein Berliner Kennzeichen hatte, kamen wir natürlich sofort ins Gespräch. Er war Deutscher, sie Französin und ihre kleine Tochter Marlene war einfach zuckersüß. 🥰 Sie wuchs zweisprachig auf und flitzte fröhlich über den Platz.
Wir unterhielten uns eine ganze Weile. Ela zeigte der kleinen Marlene unseren Otto und ich konnte ihrem Papa sogar noch aushelfen. Für eine kleine Reparatur brauchte er einen Lötkolben und den hatte ich natürlich in meiner Werkzeugkiste dabei. 🔧😎 Irgendwie findet man als Wohnmobilfahrer immer einen Grund, sich gegenseitig zu helfen.
Irgendwann wurden Ela und ich dann doch müde. Wir verabschiedeten uns von unseren netten Nachbarn und zogen uns in unseren Otto zur wohlverdienten Nachtruhe zurück. 😴🚐
Für morgen stand der Plan jedenfalls fest: Izmir mit Tweety erkunden. Wobei... wir kennen uns ja mittlerweile. Es würde uns nicht wundern, wenn morgens wieder eine spontane Planänderung in der Luft liegt. 😂🛵🇹🇷
08. Juni 2026 – Schon wieder eine Planänderung! 😂🚐☕
Danach widmeten wir uns unserem Tagesplan. Gleich morgens wollten wir die Wäsche waschen und anschließend mit Tweety zu einer kleinen Sightseeing-Tour nach Izmir aufbrechen, solange es noch nicht so heiß war. Tja, leider mussten wir auch heute wieder feststellen, dass wohl eine Planänderung anstand. 😂 Wir marschierten mit unserer Wäsche zur Waschmaschine und siehe da – auch hier kein Strom. Der ganze Platz war ohne Elektrizität. Da kam Mehmet, unser freundlicher Campingplatzbesitzer, vorbei und erklärte uns, dass er den Stromversorger bereits verständigt hätte. Die würden kommen und das Problem beheben. Wann genau? Das konnte er allerdings auch nicht sagen.
Na toll... da war sie wieder, unsere tägliche Planänderung! 🤣 Da wir dringend Wäsche waschen mussten, beschlossen wir einfach abzuwarten. Also trödelten wir gemütlich vor uns hin. Gegen zehn Uhr kam der Bäcker vorbei und brachte frisches Brot. 🥖😋 Wir frühstückten in aller Ruhe und ich beschäftigte mich ein wenig mit meiner neuen kleinen Freundin Marlene. Die Kleine war wirklich super aufgeweckt und einfach goldig. 🥰
Irgendwann war es dann endlich so weit. Der Strom war wieder da und die Waschmaschine konnte ihre Arbeit aufnehmen. Natürlich mussten wir die Waschzeit abwarten und anschließend die Wäsche noch aufhängen. Das bedeutete allerdings, dass wir ausgerechnet zur größten Mittagshitze unsere Tour starten würden. Aber egal – wir wollten schließlich etwas von Izmir sehen. Wir verabschiedeten uns von unseren Nachbarn. Marlen war sogar ein kleines bisschen traurig, denn die drei wollten heute weiterfahren und wir würden sie am Nachmittag nicht mehr wiedersehen. 🚐👋
Unser erstes Ziel war der berühmte historische Aufzugsturm von Izmir, der Asansör. 🏛️🚠 Dahinter steckt eine wirklich schöne Geschichte. Anfang des 20. Jahrhunderts mussten die Bewohner des Stadtteils Karataş jeden Tag 155 steile Stufen überwinden, um zwischen Ober- und Unterstadt zu gelangen. Besonders für ältere Menschen, Arbeiter und die ärmeren Bewohner war das eine echte Quälerei. Der jüdische Geschäftsmann Nesim Levi hatte schließlich ein Einsehen und ließ den Aufzug 1907 auf eigene Kosten bauen, damit den Menschen der beschwerliche Weg erspart blieb. Eigentlich eine tolle Idee – ein Bauwerk nicht für Reiche oder Touristen, sondern für die ganz normalen Leute des Viertels. ❤️ Von oben sollte man einen tollen Ausblick über Izmir und die Bucht haben. 🌇🇹🇷
Also parkten wir unseren Tweety und liefen durch eine wunderschöne, schattige Gasse zum Eingang des Aufzugsturms. Das Beste an der ganzen Geschichte war, dass die Fahrt bis heute kostenlos ist. 😎🚠
Ela und ich fuhren nach oben und waren sofort von der Aussicht begeistert. Von hier oben konnte man wunderbar über Izmir und die Bucht blicken, sogar die jüdische Synagoge konnte man erkennen. Wir genossen den Moment, sahen seit längerer Zeit auch wieder einige ausländische Touristen und machten uns schließlich wieder auf den Weg nach unten. Schließlich war das ja erst die erste Station unserer heutigen Tour.
Unten angekommen gönnten wir uns in der schönen Gasse erst einmal einen Kaffee und einen Tee ☕🫖, bevor wir mit Tweety zum nächsten Wahrzeichen von Izmir aufbrachen – der Burg Kadifekale, die hoch über der Stadt auf einem Hügel thront.
Die Anfahrt dorthin war allerdings etwas abenteuerlich, denn Google Maps kam hier langsam an seine Grenzen. 😂 Manche steilen Straßen waren Einbahnstraßen und wir kamen natürlich aus der falschen Richtung. Dann versperrten wieder Treppen den Weg und zwischendurch fragte ich mich, ob Maps überhaupt wusste, dass wir auf einem Roller unterwegs waren. Nach und nach arbeiteten wir uns aber immer höher und standen schließlich mitten in der alten Burganlage.
Kadifekale bedeutet übrigens „Samtburg“ und wurde bereits im 4. Jahrhundert vor Christus unter der Herrschaft von Alexander dem Großen beziehungsweise seinen Nachfolgern erbaut. 🏰 Von hier aus sollte die damalige Stadt Smyrna geschützt werden und der strategische Punkt bot natürlich einen perfekten Blick über die gesamte Umgebung. Wir hatten gedacht, die Aussicht vom Aufzugsturm sei schon gigantisch gewesen, aber von den Burgmauern aus war sie noch einmal eine Nummer beeindruckender. Erst hier wurde einem richtig bewusst, wie riesig Izmir eigentlich ist. 🌇 Wir machten jede Menge Fotos und Videos, spazierten ein wenig auf den alten Mauern entlang und steuerten anschließend das nächste Wahrzeichen der Stadt an – den berühmten Uhrenturm.
Die Fahrt den Berg hinunter war dank Google Maps diesmal deutlich einfacher, auch wenn die Straßen teilweise mächtig steil waren. Das eine oder andere Mal hörte ich Ela hinter mir leise stöhnen. 😂 Mir machte das Ganze allerdings einen Riesenspaß. Mit Tweety durch die engen Gassen und steilen Straßen zu düsen hatte irgendwie etwas Abenteuerliches. 🛵😎
Kurz vor dem Uhrenturm, im Bereich des Kemeralti-Basars, war es dann allerdings wieder vorbei mit den Fähigkeiten unseres digitalen Reiseführers. Poller, Verbotsschilder und gesperrte Straßen machten die Navigation zu einem kleinen Labyrinth. Erst mit einer Mischung aus Intuition und Glück fanden wir den richtigen Weg und erreichten schließlich unser Ziel.
Der Uhrenturm von Izmir ist zwar nicht besonders hoch, aber wunderschön gestaltet. 🕰️ Er wurde 1901 anlässlich des 25-jährigen Thronjubiläums des Sultans Abdülhamid II. erbaut und gilt heute als eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Besonders die filigranen Verzierungen und die elegante Architektur machten Eindruck auf uns. Direkt daneben steht eine kleine Moschee, die ebenfalls sehr hübsch anzusehen ist. Da wir mittlerweile ordentlich Durst hatten, gönnten wir uns gleich nebenan noch etwas zu trinken. 🥤 Heute schien wirklich ein besonders heißer Tag zu sein.
Nachdem unsere Wasserspeicher wieder aufgefüllt waren, ging es weiter in den Kemeralti-Basar, der sich östlich des Uhrenturms erstreckt. Was für ein Gewusel! 😂 Wir schlenderten durch die Gassen, bestaunten die Auslagen der Schmuckhändler, bei denen das Gold nur so glänzte, und ließen uns einfach treiben. Auffällig war, dass die meisten Besucher Türken waren. Touristen sahen wir so gut wie keine. Ob das hier immer so ist oder die Türkei tatsächlich mit einem Rückgang der Besucherzahlen zu kämpfen hat, konnten wir nicht beurteilen.
Interessant fanden wir auch wieder die Kleidung der Menschen. Mit den Vorstellungen vieler Europäer von Kopftuch und traditioneller Bekleidung hatte das wenig zu tun. Hier dominierten eher moderne Outfits, Miniröcke und bauchfreie Shirts. 👕😎
Als wir in einen ruhigeren Teil des Basars kamen, entdeckten wir zufällig ein Geschäft mit Teppichen und Vorlegern. Da wir für unseren Otto ohnehin noch einen passenden Vorleger brauchten, kauften wir kurzerhand drei Meter davon. 🚐
Jetzt hatten wir aber wirklich genug erlebt. Wir liefen zurück zu Tweety und machten uns auf den Heimweg zum Campingplatz. Dort angekommen standen Mehmet und sein türkisch-australischer Freund, der gleichzeitig unser Übersetzer und Nachbar war, gerade neben unserem Otto. Natürlich entwickelte sich sofort wieder eine nette Plauderei. Dabei erfuhren wir auch, dass man in der Türkei beim Mopedfahren Handschuhe tragen muss. Wer ohne erwischt wird, darf scheinbar rund 1000 türkische Lira Strafe bezahlen – also ungefähr 20 Euro. 🛵🧤😂
Als das Gespräch dann langsam wieder politisch wurde, beschlossen wir, uns dezent zurückzuziehen und erst einmal die Füße hochzulegen. Gegen Abend fuhren wir noch in das Marko Pasa Dürüm Restaurant unweit des Campingplatzes. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir sogar ein Kriegsschiff, das vor Anker lag. Klar, dass ich davon unbedingt ein Foto machen musste. ⚓📸
Überhaupt fällt uns in der Türkei auf, wie präsent das Militär ist. Immer wieder sehen wir Militärstützpunkte, Kriegsschiffe, haben bereits ein U-Boot entdeckt und hören oder sehen regelmäßig Düsenjäger am Himmel. Die Türkei verfügt schließlich über eine der größten Armeen innerhalb der NATO und ihre Lage zwischen Europa, Asien und dem Nahen Osten macht das Militär hier zu einem festen Bestandteil des Alltags. ✈️⚓🇹🇷
Das Essen im Restaurant war übrigens richtig gut und dazu noch günstig. 🍽️😋 Mit gut gefüllten Mägen ging es zurück zu Otto. Mehmet brachte uns später sogar noch ein paar Süßigkeiten vorbei und stellte uns unsere neuen deutschen Nachbarn vor. So ließen wir den Abend gemütlich ausklingen, bis es schließlich Zeit wurde, die Augen zu schließen. 😴🚐
Und für morgen? Tja, wir haben tatsächlich noch keinen Plan. Aber das hat auch einen entscheidenden Vorteil: Dann kann es wenigstens keine Planänderung mehr geben! 😂🍻
09. Juni 2026 – Kein Plan ist auch ein Plan! 😂🚐🔧
Da wir für heute keinen Plan hatten, konnte es auch keine Planänderung geben. So einfach kann das Leben sein! 😎 Aber wenn man keinen Plan hat, dann macht man sich eben einen, und genau das tat ich heute.
Schon seit geraumer Zeit störte mich an Otto, dass die Wasserpumpe im Aufbau, besonders wenn man nur wenig Wasser laufen ließ, immer so vor sich hin knatterte und rumpelte. Gestern hatte ich mich noch mit unserem australisch-türkischen Nachbarn über die Solaranlagen unserer Fahrzeuge unterhalten und dabei erfahren, dass es hier auf dem Platz einen Mechaniker gab. Da kam mir die Idee, dem Problem endlich einmal auf den Grund zu gehen.
Meine Vermutung war, dass die Stromleitung zur Wasserpumpe, die fast rund um den ganzen Otto verlief, einfach zu dünn war und deshalb nicht genügend Strom ankam. Ela hatte sich für heute vorgenommen, die restliche Wäsche zu waschen und so hatten wir beide unser Tagesprogramm. 🧺😁
Bevor wir loslegten, plauderten wir noch mit unseren neuen Nachbarn, die gestern Abend angekommen waren. Ein junges Pärchen aus Ulm, das gerade sein Studium beendet hatte und vor dem Arbeitsleben noch eine größere Reise unternahm. Auch die beiden wollten nach Georgien, genau wie unsere vorherigen Nachbarn. Langsam wurde ich wirklich neugierig auf dieses Land. 🇬🇪🤔
Zuerst warteten wir aber auf den Bäcker, der uns frisches Brot brachte. 🥖 Danach gab es ein gemütliches Frühstück und anschließend ging es an die Arbeit.
Als Erstes maß ich die benötigte Kabellänge aus und marschierte zusammen mit unserem Nachbarn "Ausitürk" zur Werkstatt des Mechanikers. Tatsächlich fanden wir in seinem Fundus genau das Richtige. Statt eines 2-Quadrat-Kabels gab es sogar ein 4-Quadrat-Kabel, dazu noch eine Schutztülle und eine fliegende Sicherung. Perfekt! 🔧⚡ Ich bezahlte, bedankte mich und schon konnte die große Operation an Otto beginnen. Gerade als wir wieder weg liefen fuhr ein endgeiles Gespann auf den Platz und das musste ich mir natürlich noch kurz anschauen, das wäre mein Traum!
Gleich danach legte ich aber los. Dafür musste erst einmal das komplette Bett ausgebaut werden. Zum Glück hatten wir das schon ein paar Mal gemacht und so war alles ruckzuck erledigt. Da ich in den vergangenen Tagen wegen der ausgefallenen Wasserpumpe ohnehin schon halb Otto zerlegt hatte, wusste ich inzwischen genau, wo alles saß. Da wurde nicht lange überlegt – einfach bohren, Kabel ziehen und los. 😎
Vom Wassertank ging es durch den Stauraum hinter dem Fahrersitz, weiter zum Beifahrersitz, wo ohnehin schon ein Großteil der Elektrik saß, und von dort weiter bis zum Anschluss der Wasserpumpe. Nach gut einer Stunde war alles fertig und der große Moment der Wahrheit gekommen.
Was für eine Enttäuschung! 😳 Die Wasserpumpe hatte jetzt zwar eine erstklassige Stromversorgung, knatterte aber fröhlich weiter vor sich hin. Viel Rauch um nichts! 😂 Meine neue Vermutung war nun, dass wohl der Druckschalter der Pumpe einen kleinen Hau weg hatte. Zum Glück hatten wir eine Ersatzpumpe dabei. Aber solange die alte noch ihren Dienst verrichtete, durfte sie auch weiterhin knattern.
Immerhin hatte die ganze Aktion auch etwas Gutes. Der Bereich unter unserem Bett konnte einmal gründlich sauber gemacht werden, was Ela natürlich perfekt erledigte. 🧹😁 Unsere Wäsche war inzwischen komplett gewaschen, trocknete in der Sonne und nachdem wir alles wieder zusammengebaut hatten, gönnten wir uns erst einmal eine kleine Pause.
Den Nachmittag verbrachten wir mit Lesen und Faulenzen. 📚😎 Anschließend wurde geduscht und ich schnappte mir noch einmal Tweety, um zum Carrefour-Supermarkt zu fahren. Wir brauchten dringend Getränke und ich außerdem Butter. Die Gelegenheit nutzte ich gleich noch, um etwas Bargeld abzuheben, denn morgen wollten wir unseren Campingplatz bar bezahlen. 🛵💶
Während ich unterwegs war, zauberte Ela einen frischen Salat und als ich zurückkam, gönnte ich mir erst einmal zwei Efes-Biere – sozusagen mein wohlverdientes Feierabendbier. 🍺🍺😋 Danach kamen die von Ela bereits gewürzten Hähnchenschenkel in den Omnia und etwa fünfzig Minuten später konnten wir uns ein richtig leckeres Abendessen schmecken lassen. 🍗🥗
Noch ein bisschen lesen, schnell ein Reel über meine Bastelaktion drehen und schon war es wieder Zeit, die Augen zu schließen. 😴🚐 Für morgen hatten wir dann doch wieder einen Plan. Wir wollten uns langsam auf den Weg Richtung Ephesus machen. Allerdings nicht direkt dorthin. Vorher wollten wir noch einmal ans Meer, denn wir vermuteten, dass wir die nächsten Tage wohl erst einmal darauf verzichten müssten. 🌊☀️
Am Abend ließ mich aber noch ein anderes Thema nicht los. Irgendwie erzählte uns mittlerweile gefühlt jeder zweite Wohnmobilfahrer von Georgien. Unsere alten Nachbarn wollten dorthin, die neuen auch, und meine Neugier wurde immer größer. 🤔🇬🇪 Also fragte ich kurzerhand mein Reisebüro ChatGPT, was es denn von Georgien halten würde.
Die Antwort fiel überraschend eindeutig aus. Georgien sei für uns praktisch ein Traumziel. Atemberaubende Berglandschaften, uralte Klöster, gastfreundliche Menschen, gutes Essen, bezahlbare Preise und dazu jede Menge Möglichkeiten zum Freistehen mit Otto. 🚐🏔️🍷🍖 Mein digitales Reisebüro war von der Idee regelrecht begeistert und meinte, dass dieses Land wie gemacht für unsere Art zu reisen wäre.
Na, mal schauen... Vielleicht hat sich da gerade ganz heimlich ein neues Reiseziel auf unsere Liste geschlichen. 😎🍻🇬🇪
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