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Willkommen unterwegs

Wir sind nicht auf der Suche nach Orten. Wir sind auf der Suche nach Leben.

Man kann reisen, um etwas abzuhaken. Oder man kann reisen, um sich selbst wieder zu spüren. Wir haben uns für Letzteres entschieden.

Seit wir unseren alten Alltag hinter uns gelassen haben, leben wir zwischen Straßen, Begegnungen, Zufällen und dem guten Gefühl, nicht mehr funktionieren zu müssen. Im Sommer mit dem Wohnmobil, im Winter mit leichtem Gepäck und viel Neugier.

Hier geht es nicht um perfekte Routen, sondern um echte Tage. Nicht um Tipps, sondern um Erlebnisse. Um Zweifel, Lachen, Staunen – und um das, was passiert, wenn man sich traut, sein Leben neu zu denken.

Wenn du spürst, dass da draußen vielleicht noch mehr ist als Termine, Pflichten und Gewohnheit, dann bist du hier richtig.

Dienstag, 3. März 2026

Thailand 2026, erst Enttäuschung und dann Spaß und Action mit Freunden auf Kho Chang, 25.02. - 28.02.

Inselmodus an – Rückblick & neue Abenteuer 🌴🌊😎

Die letzten Tage auf Koh Chang hatten es in sich. Zwischen Frühstücksglück mit deutschem Brot in Thailand 🥖, Elefanten im Meer 🐘🌊, Wasserfall-Action 💦 und legendären Abenden mit Freunden 🍻 war eigentlich alles dabei, was das Reiseherz höherschlagen lässt.

Dazu kam mein absolutes Highlight: der Wracktauchgang an der HTMS Chang 🤿⚓ – Millionen Fische, Lichtspiele unter Wasser und dieses Gefühl von Freiheit, das man nur dort unten wirklich versteht. Während ich durchs Wrack schwebte, genoss Ela ihren perfekten Inseltag mit Aussichtspunkt, Strand und Bar. So muss das sein.

Kurz gesagt: Wir sind angekommen. Im Moment. Im Hier und Jetzt.

Und genau da knüpft die Geschichte jetzt an… 😉

25. Februar 2026 – Umzug mit Überraschung 😅🏝️🧳

Heute war Umzugstag. Ela und ich freuten uns schon wie Hulle, denn auf Booking.com hatten wir die Unterkunft „Sleep Inn“ gefunden. Die Bilder sahen herrlich aus: Pool 🏊‍♂️, tropischer Garten 🌿, alles geschniegelt – am Lonely Beach gelegen. Also genau unser Ding. Dachten wir zumindest.

Der Reihe nach.

Ela hatte das Ganze ursprünglich auf Check24 entdeckt und mir gezeigt. Sah wirklich top aus. Da ich über Booking.com mittlerweile oft gute Preise bekomme, suchte ich die Unterkunft dort nochmal raus – fand sie – und buchte kurzerhand vier Nächte. Bilder kannte ich ja schon. Also: klick, bezahlt, fertig.

Gestern hatte ich bei meiner Tauchausfahrt schon ein Taxi organisiert, und pünktlich zur vereinbarten Zeit stand es vor unserer alten Unterkunft. Gepäck rein 🧳, los ging’s Richtung Sleep Inn. Bis hierhin alles nach Plan.

Im Taxi auf Kho Chang



Laut Mail sollten wir im gegenüberliegenden „Beach Jungle“ einchecken. Auch das klappte noch problemlos. Doch als wir dann zu unserem Zimmer geführt wurden, bekamen wir beide lange Gesichter – und Ela sogar Tränen in die Augen 😢.

Das hatte mal so gar nichts mit den Bildern zu tun. Kein Pool. Kein schicker Garten. Stattdessen wirkte alles eher… na ja… etwas schlampig. Definitiv nicht das, was wir gebucht zu haben glaubten. Boah, waren wir enttäuscht. 😑


Unterkunft Sleep Inn Kho Chang


Ich ging sofort nochmal auf Booking.com und stellte fest, dass Bilder und Beschreibung etwas komplett anderes waren als auf Check 24. Was da genau schiefgelaufen war – keine Ahnung. Vielleicht falsche Zuordnung, vielleicht alte Fotos. Fakt war: Griff ins Klo 🚽.

Kurz überlegten wir, uns eine neue Unterkunft zu suchen. Aber eine Stornierung hätte den vollen Betrag gekostet. Also entschieden wir uns, in den sauren Apfel zu beißen 🍏. Vier Nächte – das würden wir schon rumbringen. Schließlich waren wir tagsüber viel mit unseren Freunden unterwegs. Und für die Nacht war es okay. Die Betten waren sogar überraschend bequem. Wenigstens etwas 😅.

Nachdem wir uns innerlich damit abgefunden hatten, organisierte ich einen Roller 🛵. Und da kam gleich die nächste kleine Episode.

Die erste Vermieterin wollte partout meinen Reisepass als Pfand. No way. ❌ Erst vor Kurzem hatte ich im Wochenblitz gelesen, dass man das auf keinen Fall tun sollte. Gibt man den Pass ab, ist man dem Vermieter komplett ausgeliefert. Ohne Reisepass kein Weiterreisen – so einfach ist das.

Also suchte ich weiter. Ein anderer Vermieter war bereit, mir einen 160er Roller gegen 5.000 Baht Kaution zu geben – ohne Reisepass. Deal 🤝. Damit hatten wir Unterkunft und Fortbewegungsmittel geregelt. Alles wieder halbwegs im Lot.

Später nahmen wir Kontakt mit unseren Freunden Julia, Angy und Frank auf und trafen uns am Abend im „Seachill Restaurant“. Und das war wirklich ein Volltreffer 🌴🍲. Leckeres Essen, entspannte Atmosphäre, schöne Beleuchtung – einfach gechillt.


Seachill Restaurant Kho Chang



Nach dem Essen gingen wir noch in eine Bar 🍻, tranken etwas, plauderten und ließen den Tag langsam ausklingen. Trotz holprigem Start war es am Ende doch noch ein schöner Abend geworden.

Irgendwann verabschiedeten wir uns, verabredeten uns für Morgen 11:00 Uhr bei uns um gemeinsam den Tree Top Adventure Park zu bewältigen und fuhren durch die warme Nacht zurück zu unserer Unterkunft 🌙🛵.

Gute Nacht. 😌

26. Februar 2026 – Kaffee, Kletterwald & Tratschtanten-Modus 😎☕🌴

Irgendwie war ich mit meinem Reiseblog mal wieder hinten dran – ich kleines faules Stück 😄. Also war meine erste Amtshandlung heute nach dem ersten Kaffee ☕ und der ersten Morgenzigarette 🚬: schreiben.

Der Zeitraum seit der letzten Veröffentlichung war definitiv groß genug, um meine „Fans“ mal wieder mit neuem Stoff zu versorgen. Also tippte ich wie ein Wilder in die Tasten. Doch wie immer lief mir die Zeit davon. Ich musste noch zu meinem Lieblingsbäcker „Papa“ fahren, Laugenbrötchen und Brezeln holen 🥨, frühstücken – und um 11:00 Uhr waren wir schon wieder verabredet. Ergebnis: Blog wieder nicht veröffentlicht. Na gut… dann eben morgen 😅.

Natürlich waren Ela und ich pünktlich startklar, als unsere Freunde eintrafen. Kurzes herzliches Hallo 👋 – und schon ging’s los. Ziel war eigentlich das Tree Top Adventure, aber wir beschlossen, den Tag entspannt zu beginnen. Erst mal guter Kaffee und ein frischer Saft.

Also landeten wir im „Oasis“ – einem wunderbar gechillten Lokal etwas höher im Dschungel gelegen 🌿. Richtig nice. Wir saßen dort, tranken unsere leckeren Getränke 🍹, quatschten und genossen einfach die Atmosphäre. Obwohl wir jetzt schon einige Tage zusammen unterwegs waren, ging uns der Gesprächsstoff nicht aus.


An der Oasis Bar, Kho Chang






Angy und ich hatten ohnehin schon viel zusammen erlebt, Julia und ihr Vater Frank sind sowieso Marken für sich und sorgten ständig für Unterhaltung 😂. Und Ela? Die blühte richtig auf. Sie plapperte munter drauflos – so viel habe ich sie schon lange nicht mehr reden hören. Man merkte deutlich, wie sehr sie die Gesellschaft genoss ❤️.

Zwischendurch stieg ich noch hoch in das schnuckelige Baumhaus, das dort oben stand, und machte ein paar Bildchen 📸. Ein herrlicher Ausblick.


Blick vom Oasis Baumhaus auf Kho Chang




Irgendwann rafften wir uns dann doch auf, den sportlichen Teil des Tages anzugehen 💪. Also fuhren wir das kurze Stück weiter zum Tree Top Adventure. Und da war ich zunächst etwas überrascht. Wir hatten immer von „Zipline“ gesprochen – jetzt stellte sich heraus, dass es eigentlich ein Kletterwald mit Zipline-Elementen war.





Na was soll's. Dann eben Kletterwald! Das hatte ich auch schon lange nicht mehr gemacht 😎.

Da die nächste Tour erst um 13:00 Uhr startete, hatten wir noch etwas Zeit. Und was machten wir? Natürlich weiter quatschen. Wir entwickelten uns langsam zu echten Tratschtaschen ;-))) 🗣️😄

Kurz vor 13:00 Uhr ging es los. Wir wurden eingekleidet, sahen reichlich dämlich aus mit unseren Haarnetzen 😄 und bekamen eine Sicherheitseinweisung – eigentlich genauso, wie man es aus Deutschland kennt. Danach mussten wir einen kleinen Einweisungsparcours absolvieren, bei dem genau darauf geachtet wurde, dass wir die Karabiner und die Seilrolle korrekt handhabten. Respekt – das war richtig gründlich. Da habe ich im Ausland schon ganz andere Sachen erlebt. 👍








Nachdem wir den Testparcours gemeistert hatten, ging es zunächst in den Kletterbereich. Danach eine kleine Trinkpause 💦 und dann endlich in den Zipline-Parcours.



im Tree Top Adventure Park

Und was soll ich sagen – wir hatten Spaß bis zum Abwinken! 😂 Ela, die wegen ihrer Höhenangst nicht teilnehmen wollte, hörte unser Geschrei und Gelächter durch den ganzen Wald hallen. Wir turnten wie die Affen durch die Bäume – na ja, fast zumindest ;-))) – sausten die Ziplines hinunter und hatten einfach eine riesige Freude miteinander. 🌳🛠️


Irgendwann geht auch das beste Erlebnis zu Ende, und mit der letzten Zipline landeten wir wieder bei Ela. Sicherheitsmaterial ausziehen, einmal durchatmen – und feststellen: komplett durchgeschwitzt. 🥵

Die nächste Frage war schnell geklärt. Angy meinte, er hätte jetzt Lust auf ein kaltes Bier. Da musste er mich nicht lange überzeugen 🍺😎. Als Location schlug er die „Rude Boy Bar“ vor – komplett aus gefundenem Treibholz und anderen Fundstücken gebaut und angeblich der absolute Hammer. Klar, neues Ziel festgelegt!

Da das Ganze ebenfalls am Lonely Beach lag, war es nur ein Katzensprung. Schon von außen ein absoluter Hingucker. Drinnen waren wir an diesem Nachmittag fast die einzigen Gäste, sodass wir alles in Ruhe bestaunen und natürlich auch Fotos machen konnten 📸.

Der Besitzer und Wirt war ein kleiner, drahtiger Thai, dem man den Cannabis-Konsum vermutlich schon aus drei Kilometern ansah 🌿😄. In einer völlig turbo-gechillten Art nahm er unsere Bestellung auf. Der passte hierher wie die Faust aufs Auge.

in der Rude Boy Bar, Kho Chang



Wir genossen den Spätnachmittag, tranken unser Bier, quatschten und ließen das Erlebte sacken. Später gingen wir noch lecker essen 🍜 und danach machten sich Ela und ich auf den kurzen Heimweg. Da wir ja am Lonely Beach wohnten, war es für uns nur eine Mini-Fahrt. Unsere Freunde mussten da schon ein paar Meter mehr zurücklegen.

Zu Hause gab’s noch ein kleines Gute-Nacht-Bier 🍺, und dann war ich endgültig ready to sleep.

Was für ein Tag. 😌

27. Februar 2026 – Elefanten, Dschungel & Matsch-Action 🐘🌿🛵

Morgens auf dem Weg zu unserem Lieblingsbäcker legte ich einen kurzen Stopp am Kai Bae Viewpoint ein. Die letzten Tage war ich immer nur vorbeigefahren – heute mussten endlich ein paar Fotos her. Und ja: sehr nice dort oben 📸🌊.

Kai Bae View Point Kho Chang

Nach dem Frühstück packten Ela und ich unsere Badesachen und alles, was man eben so braucht, in den Scooter-Kofferraum und rollerten los 🛵. Treffpunkt war um 11:00 Uhr am Hotel der anderen am Kai Bae Beach.

Frank hatte den Tipp bekommen, sich das Klong Son Elephant Camp anzuschauen. Dort sollten die Elefanten angeblich frei herumlaufen und alles ganz anders sein als an den typischen Touri-Stellen. Na gut – anschauen kostet ja erst mal nichts.

Schon am Hotel kamen wir in den ersten „Elefantengenuss“. Die Elefanten, die täglich am Kai Bae Beach baden, liefen genau über den Weg, auf dem wir standen, Richtung Meer. Also hatten wir schon morgens tierische Unterhaltung 🐘🌴.

Danach ging es weiter Richtung Camp. Und schon auf dem Weg dorthin dämmerte es Ela und mir: Hier waren wir doch schon mal. 2021, beim zweiten Thailand-Roadtrip. Unterwegs machten wir noch ein paar Bilder an einem interessanten Gebäude. Damals war uns das Camp eher negativ aufgefallen.



Leider bestätigte sich dieser Eindruck.

Oben angekommen sahen wir Elefanten, die mit Eisenketten gefesselt waren, traurige Augen, Reitelefanten für Touristen – der typische Elefanten-Touri-Dreck eben 😔. Wir schauten uns nur kurz an, und es war klar: Das unterstützen wir nicht. Also Abbruch.


das Klong Son Elephant Camp Koh Chang ist nicht zu empfehlen

Da in der Nähe noch der Khlong Chao Lueam Wasserfall lag, entschieden wir uns spontan umzudisponieren. Auch dort waren Ela und ich schon einmal gewesen. Das eigentlich Spannende ist weniger der Wasserfall selbst als die Dschungelwanderung dorthin 🌿.

Vor Ort tranken wir erst einmal etwas bei den Besitzern des Landes, auf dem sich der Wasserfall befindet. Sie hatten sich neben ihrer Landwirtschaft mit dem Wasserfall ein kleines Nebeneinkommen aufgebaut – sympathisch und bodenständig.



Ela hatte keine Lust, sich die Kraxelei nochmal anzutun, also machten sich Julia, Frank, Angy und ich auf den Weg. Und es war genauso, wie ich es in Erinnerung hatte: ein schmaler Pfad durch den Dschungel, bergauf, mit ein paar kleinen Klettereinlagen und mehreren Mini-Wasserfällen 💦.






Am größten angekommen versuchten wir noch, einen weiteren Weg zu finden – aber das war gar nicht so einfach. Ein paar Wegmarkierungen wären hier wirklich hilfreich gewesen 😅. Nachdem wir ordentlich durchgeschwitzt waren, entschieden wir uns umzudrehen und kamen wohlbehalten wieder bei Ela an.

Dort füllten wir erst einmal unseren Flüssigkeitshaushalt wieder auf 🥤.

Nächster Programmpunkt: Ao Saparot Viewpoint. Ein schnuckeliger Platz mit herrlicher Aussicht und total gechillter Atmosphäre – perfekt für einen Kaffee ☕🌄.

Auf dem Weg dorthin legten wir noch eine kleine „Pfützen-Action-Session“ ein. Ich fuhr vor, hielt an um ein Filmchen von den drei zu machen und die drei dankten mir damit jede Matschpfütze zu nutzen, um mich ordentlich einzusauen. Danke auch 😄💦. Spaß muss sein. 

Außerdem machten wir noch einen kurzen Stopp an einer Kautschuk Plantage, wo man wunderbar beobachten konnte wie dem Baum sein Kautschuk entnommen wurde.



Am Ao Saparot Viewpoint angekommen machten wir es uns erst einmal gemütlich. Kaffee bestellen ☕, hinsetzen, durchatmen und einfach nur genießen. Die Atmosphäre dort oben war ruhig, entspannt und irgendwie genau das, was man nach so einem Dschungel-Tag braucht 🌿. Wir plauderten, lachten und ließen den Blick über das Meer schweifen. Solche Momente brennen sich ein.

Danach hatte Angy noch eine Idee: „Lasst uns kurz bei der Bob’s Bar vorbeischauen.“ Da er und Julia schon vor zwei Jahren hier gewesen waren, kannte er natürlich die einschlägigen Ecken – genau die Spelunken, die auch ich mag ;-))) 😎

Dort angekommen fühlte es sich ein bisschen wie in der Rude Boy Bar an. Auch hier war alles aus Treibholz und allerlei gefundenem Material gebaut. Der Wirt – ebenfalls maximal gechillt unterwegs 🌿😄 – sammelte zusätzlich noch sämtliches altes Zeug zur Dekoration. Es wirkte wie ein kreativer Abenteuerspielplatz für Erwachsene.


Bob's Bar auf Kho Chang




Zur Begrüßung stellte man uns erst einmal einen ganzen Eimer Gras auf den Tisch. Wir lehnten dankend ab 😅, holten uns stattdessen ein kühles Getränk aus dem Kühlschrank, machten es uns bequem und bestaunten das wilde Sammelsurium aus Holz, Deko und Wirt gleichermaßen.

Langsam meldete sich dann der Hunger. Zum Glück hatten Angy und Julia auch hier wieder die passende Idee: das Sun View Seafood Restaurant – direkt am Strand, wo sie vor ein paar Tagen schon einmal herrlich versackt waren 🍻🌊.

Also rauf auf die Roller und das kurze Stück gefahren. Und ja – es war einfach nur herrlich. Direkt am Meer, entspannte Atmosphäre, gutes Essen 🐟🍤. Wir genossen unser Abendessen, quatschten – diesmal auch mit dem Besitzer des Lokals, einem jungen, sehr sympathischen Thai.



am Sun View Seafood Restaurant, Kho Chnag





Da die Feuershow bald beginnen sollte, blieben wir natürlich sitzen 🔥. Und was soll ich sagen – die Show war klasse! Drei junge Thais wirbelten mit brennenden Stäben und Ketten durch die Nacht, alles im Takt der Musik. Wirklich beeindruckend. Die hatten sich ihr Trinkgeld redlich verdient.

Nach der Show kamen wir nochmals mit dem Besitzer ins Gespräch und fragten nach dem Muay-Thai-Stadion, in dem am nächsten Abend Kämpfe stattfinden sollten. Er lachte und meinte, einer seiner Mitarbeiter – der eben noch bei der Feuershow dabei gewesen war – sei dort Stadionsprecher.

Was für ein Zufall. 😄

Er holte ihn direkt an unseren Tisch, wir wechselten ein paar Worte – und plötzlich waren wir bestens für den nächsten Abend vorbereitet. Danach verabschiedeten wir uns von allen und fuhren durch die Nacht zurück zum Lonely Beach und unserer Unterkunft. Die drei hatten für Morgen einen Ausflug nach Trat gebucht und wir wollten mal wieder einen Strandtag machen, Abends dann mit dem Muay Thai boxen.

28. Februar 2026 – Strand, Gyros & Ring frei 🏖️🥙🥊

Da Ela und ich heute erst um 20:00 Uhr einen Termin hatten – Muay Thai in der Arena am White Sand Beach 🥊🔥 – und die anderen tagsüber unterwegs waren, starteten wir den Morgen sowas von gechillt.

Keine Termine.
Keine Verabredungen.
Kein „Wo treffen wir uns?“

Das tat richtig gut.

Also rollerte ich gemütlich zu meinem Lieblingsbäcker 🛵🥖, holte frische Brötchen und wir frühstückten in aller Ruhe. Kaffee, Sonne, entspanntes Sitzen – genau so mag ich das ☕😎.

Danach setzte ich mich an den Laptop 💻, um meinen Reiseblog weiterzuschreiben. Irgendwie schaffte ich es momentan einfach nicht, auf dem Laufenden zu bleiben. Kaum hatte ich etwas fertig, war schon wieder Neues passiert.

Und Ela? Man glaubt es kaum – sie legte sich nochmal ins Bett. Und schlief. Und schlief. Und schlief. Bis kurz nach 12:00 Uhr! 😄
Das hatte Seltenheitswert.

Danach war allerdings Schluss mit Ruhemodus. Wir packten unsere Badesachen und fuhren an den Lonely Beach – an dem wir ja wohnten, ihn aber bisher noch gar nicht zum Baden genutzt hatten. 🛵🌊

Am Strand angekommen mussten wir ein Stück laufen, bis wir ein Plätzchen fanden, das uns gefiel. Auf dem Weg dorthin kamen wir an den Ruinen eines alten Resorts vorbei. Und was soll ich sagen – es sah schlimm aus. Überall Müll, leere Flaschen, Partyreste. Unzählige Vollidioten hatten hier ihre nächtlichen Saufgelage gefeiert und einfach alles liegen lassen. Zum Kotzen. 🤦‍♂️


Resort Ruinen am Lonely Beach, Kho Chang

Zum Glück fanden wir etwas weiter hinten unseren Spot. Ruhig, angenehm, schönes Wasser. Wir machten es uns gemütlich und verbrachten einen entspannten Strandnachmittag 🏖️☀️.

Lonely Beach, Kho Chang

Da wir relativ spät gekommen waren und vor dem Muay Thai noch griechisch essen gehen wollten, verließen wir den Strand gegen 16:00 Uhr wieder. Zurück zur Unterkunft, duschen, fertig machen – Abendprogramm stand an.

Erster Stopp: El Greco 🥙.
Das Lokal war mir bei unseren Fahrten schon öfter aufgefallen, und jedes Mal bekam ich Lust auf griechisches Essen. Heute war es soweit. Die Atmosphäre war angenehm, die Kellner aufmerksam und das Essen vorzüglich. Also: Volltreffer. 

Was ich für eine tolle Idee hielt war, die hatten einen Tischaufsteller und auf dem waren Links gleich zur Bewertung des Lokals. Wenn man dem Kellner die positive Bewertung zeigte bekam man ein Freigetränkt!

Restaurant El Greco, Kho Chang


coole Idee

Inzwischen meldeten sich Angy, Julia und Frank. Sie saßen vor der Fähre nach Koh Chang fest – später erfuhren wir, dass sie dort über drei Stunden warten mussten 😳. Damit war klar: Ihr Plan, uns vielleicht zum Muay Thai zu begleiten, war erledigt.

Also fuhren Ela und ich alleine weiter zum Muay Thai Stadion am White Sand Beach 🛵🌙. Eine entspannte Rollerfahrt durch die Abendluft.

Kurz nach 19:00 Uhr waren wir dort. Eintritt bezahlt, rein in die Arena und erstmal Überblick verschafft. Und zack – direkt am Ring bekamen wir einen Tisch reserviert. Der frühe Vogel und so… ;-))) 😎



in der Muay Thai Arena auf Kho Chang

Ich holte uns Getränke 🍺, und da tauchte auch schon das Multitalent von gestern auf: Kellner, Feuershow-Akteur, Stadionsprecher – und vermutlich auch noch DJ. Er begrüßte uns freudestrahlend. Koh Chang ist eben ein Dorf.

Langsam füllte sich die Arena. Wir beobachteten die Menschen, das Gewusel, die Wettbüros, das ganze Drumherum. Die Spannung stieg.

Pünktlich um 20:00 Uhr begann das Spektakel.
Zunächst ertönte eine auf die Ohren gehende, kreischende Musik – irgendwo zwischen Zahnarztbohrer und Motorsäge 😄 – während ein Mann auf Thai eine Litanei herunterratterte. Vermutlich Vorstellung der Ringrichter, Kämpfer und alles, was sonst noch wichtig war.


Und dann wurde es ernst.

Ring frei. 🥊🔥

Der erste Kampf begann mit dem üblichen Abtasten. Lowkicks, Bewegungen im Takt der Musik, Respekt voreinander. Doch dann kam dieser eine Moment: ein brutaler Kick direkt in den Rücken des Gegners. 🥊💥

Man hörte den Einschlag bis zu unserem Tisch. Der Getroffene sackte nicht zusammen – im Gegenteil. Er blieb stehen. Aber sein Gesicht sprach Bände. Schmerzverzerrt, die Luft weg, der Körper blockiert. Er versuchte weiterzumachen, doch es ging nicht. Nach kurzer Zeit gab er auf. Ende in Runde eins.



Das Publikum war sofort da.

Die nächsten Kämpfe wurden taktischer. Mehr Clinch, mehr Knie, harte Lowkicks. Jeder Treffer klatschte hörbar durch die Arena. Wir saßen direkt am Ring und bekamen wirklich alles hautnah mit – Schweiß, Atem, das dumpfe Geräusch von Schienbein auf Rippen.

Der dritte Kampf hatte es dann richtig in sich. Drei harte Runden lang schenkten sich die beiden nichts. Die Intensität war enorm. Und dann – in Runde drei – kam der entscheidende Treffer. Ein sauber gesetzter Schlag, der Kämpfer ging zu Boden.

Diesmal blieb er liegen.

Wir bekamen das Ganze sozusagen aus nächster Nähe mit. Der Ringarzt musste in den Ring kommen und sich kurz um ihn kümmern. Die Arena war für einen Moment still – dieses kurze Innehalten, bevor klar war: Er steht nicht mehr auf. Knockout. 🥊🔥

Das ging unter die Haut.

Nach diesem Kampf gab es die Pause, und dann kam das vielleicht beeindruckendste Bild des Abends: Ein Muay-Thai-Kämpfer-Kind, vielleicht acht Jahre alt, betrat den Ring. 🙏

Mit ernster Miene zeigte es Rituale, Bewegungen und Techniken. Kein Spiel, kein Showeffekt – sondern Disziplin und Tradition. In diesem Alter. Das hatte etwas.


Der fünfte Kampf brachte nochmal richtig Spannung rein. Einer der Kämpfer war ein Holländer. Natürlich war sofort Stimmung in der Halle, wenn sein Name fiel. Der Kampf war extrem knapp. Drei harte Runden, keiner dominierte wirklich klar. Am Ende verlor er – aber es war eine ganz enge Entscheidung. Man merkte, wie sehr ihn das ärgerte.

Als der letzte Gong ertönte, lehnten Ela und ich uns zurück.

Wir hatten jeden Schlag gehört, jeden Treffer gespürt, jeden Schweißtropfen im Licht gesehen. Es roch nach Liniment, nach Hitze, nach Energie. 🔥

Strand und Sonnenuntergang sind schön.
Aber so ein Abend im Muay-Thai-Stadion – der bleibt hängen. 🥊🌙

Danach schwangen wir uns wieder auf unseren Roller und fuhren gemütlich durch die warme Nacht zurück zu unserer Unterkunft. 🛵✨ Die Straßen waren ruhig, der Fahrtwind angenehm – einer dieser Momente, in denen man einfach nur denkt: Alles richtig gemacht.

Ein relaxter Tag am Strand und ein spannender Abend in der Arena gingen damit zu Ende.

Doch lange konnten wir uns nicht ausruhen. Morgen sollte es weitergehen – nach Koh Mak. 🌴
Den Transfer dorthin hatte ich bereits gestern gebucht.

Bevor wir am nächsten Tag losfahren wollten, hatten wir uns im Laufe des Abends noch mit Angy, Julia und Frank zum Frühstück verabredet. Ein letzter gemeinsamer Start in den Tag, bevor sich unsere Wege wieder ein Stück trennten.

Neues Ziel.
Neue Insel.
Neues Kapitel. 😎

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