🌴 Abschied auf Zeit & Kurs auf die nächste Insel
Manchmal merkt man erst beim Weiterziehen, wie viel in kurzer Zeit eigentlich passiert ist.
Nach intensiven Tagen voller Entscheidungen, Organisation, Begegnungen und kleiner Erfolge heißt es nun: Pattaya im Rückspiegel 🚦🏍️
Die Wohnung ist übergeben, vermietet und bereit für ihre Gäste, die letzten To-dos sind erledigt und der Kopf langsam wieder frei. Zeit, den Fokus zu wechseln – weg vom Organisieren, hin zum Unterwegssein 🌊✨
Die Reise führt uns weiter auf die Insel Kho Chang, auf der wir bei unserem Thailand Roadtrip 2021 schon einmal kurz waren. Weniger Termine, mehr Meer, neue Begegnungen und ganz sicher wieder Geschichten, die man nicht planen kann.
Auf geht’s – das nächste Kapitel wartet. 🌏😊
20. Februar 2026 – Weiterreise nach Koh Chang 🌴🚐⛴️
Ela hatte heute den Wecker gnadenlos auf 05:30 Uhr gestellt ⏰ – sicher ist sicher. Schließlich sollte es heute weiter nach Koh Chang gehen und der Transfer war für den Vormittag gebucht. Laut Busgesellschaft sollten wir ab 08:00 Uhr abholbereit sein. Zusätzlich hatte sich Rinat angekündigt, um unsere Wohnung für die erste Vermietung vorzubereiten. Also hieß es: ruhig bleiben, Kaffee trinken ☕ und trotzdem alles im Blick behalten.
Wir packten unser Gepäck in aller Ruhe zusammen, zogen die Betten ab, tranken noch gemütlich Kaffee und sorgten dafür, dass die Wohnung ordentlich übergeben werden konnte. Bettwäsche und Handtücher würde Rinat später zur Reinigung bringen – perfekt organisiert. Punkt 08:00 Uhr standen wir dann im Foyer unserer Wohnanlage und warteten entspannt auf das, was da kommen sollte.
Ein kurzer Anruf bei der Busgesellschaft brachte Klarheit: Der Fahrer ist unterwegs. Und tatsächlich – pünktlich um 09:00 Uhr rollte der kleine, gemütliche Bus vor 🚐. Gepäck rein, einsteigen, losfahren. Zunächst waren wir ganz allein im Bus und dachten schon: Wow, eine Privatfahrt! 😎 In Ranong stiegen dann noch zwei weitere Mitfahrer zu – also fast privat, sagen wir mal.
Julia, Angy und Frank waren ebenfalls auf dem Weg nach Koh Chang, allerdings mit einem anderen Bus und etwas zeitversetzt. Dank Google-Standortfreigabe konnten wir jederzeit sehen, wo die anderen gerade steckten – Technik kann manchmal echt praktisch sein 📍😉.
Die Fahrt verlief entspannt, mit einem Frühstücks- und Rauchstopp zwischendurch ☕🚬, und irgendwann erreichten wir auch schon den Fährhafen nach Koh Chang. Alles lief genauso unkompliziert, wie wir es aus Asien kannten: Ticket kaufen, kurz warten, ein paar Fotos machen 📸 – und schon ging es auf die nächste Fähre. Hier gibt es keinen strengen Fahrplan: Fähre kommt an, wird entladen, wieder beladen und legt erneut ab. Einfach, effektiv, asiatisch.
Auf Koh Chang angekommen, wurden wir direkt zu unserer Unterkunft gebracht. Kein Stress, kein Chaos – einfach ankommen 😌. Unser kleiner Bungalow in der Anlage Thara Phlu war richtig schnuckelig, alles sauber, ruhig gelegen und genau das, was wir uns für die nächsten Tage gewünscht hatten. Gebucht natürlich wieder über Booking.com – läuft bei uns 😄
Ankommen, tief durchatmen und merken: Jetzt beginnt wieder ein ganz anderer Teil der Reise 🌊🌴
Einer der Hauptgründe, warum wir uns genau für diesen Bungalow entschieden hatten, lag direkt nebenan: die Metzgerei und Gaststätte Baum 🥩🍻 – ein deutscher Metzger mit richtig gutem Essen. Nach einer Dusche 🚿 und einer kurzen Verschnaufpause zog es Ela und mich deshalb ziemlich schnell dorthin. Große Überraschung: Das Cordon Bleu war der Hammer 🤤, genau so, wie man es sich wünscht, wenn man länger unterwegs ist.
Die Kneipe selbst? Einfach nur geil 🤘🎸
Im Hintergrund läuft Rockmusik, überall sitzen deutsche Biker, und an den Patches erkennt man schnell: Das hier ist ziemlich sicher eine der Stammkneipen der Los Muertos Thailand. Klar, wer auf leise Fahrstuhlmusik oder absolute Ruhe steht, ist hier falsch. Wer Rock, Bikes und ehrliche Atmosphäre mag – der ist hier im Paradies 😎🔥.
Wir aßen gemütlich, kamen mit einem Biker aus Calw ins Gespräch und genossen einfach diesen Moment des Angekommen seins. Danach ging es zurück in den Bungalow, wo wir es uns mit einem ruhigen Leseabend 📖 gemütlich machten. Ganz entspannter Ausklang.
Bevor ich allerdings endgültig die Füße hochlegen konnte, schnappte ich mir noch den direkt in der Unterkunft gemieteten Roller 🛵. Getränke mussten her und Ela hatte – wie so oft 😉 – einen süßen Zahn 🍫. Bei der Gelegenheit tankte ich gleich noch voll, damit wir für die nächsten Tage startklar waren.
Zwischendurch hielten wir Kontakt mit Julia und Lukas 📱. Die Pläne für morgen standen schnell:
☀️ Strandtreffen mit Julia, Angy und Frank
🍺 Abends Oodin – eine kultige Rockbar – mit Lukas
Und damit war es amtlich: Morgen ist Strandtag 🌊🏖️
Ela hatte das beschlossen.
Und ich hatte nichts dagegen 😄
21. Februar 2026 – Frühstücksglück & Elefanten am Strand 🥖🐘🌴
Genauso wie gestern geplant, lief der heutige Tag ab – Perfektion wie ein Schweizer Uhrwerk. ⏱️ Doch der Reihe nach.
Ela und ich hatten geschlafen wie zwei Murmeltiere im Wellnessurlaub. Schon der Einkauf fürs Frühstück wurde zur kleinen Sensation. Ich hatte bei Google Maps eine Bäckerei gefunden, deren Rezensionen vielversprechend klangen. Also schwang ich mich auf unseren Roller und düste los. 🛵
Es war die Crust Bäckerei. Und schon beim Ankommen war klar: Das hier ist kein Geheimtipp mehr. Menschen saßen draußen, frühstückten, lachten, schlürften Kaffee – ein richtig gutes Zeichen. Drinnen traf mich fast der Schlag, im positiven Sinne. Eine Brotauswahl, die einem Deutschen im Ausland beinahe Tränen in die Augen treibt. Und dann das: Schinken, Salami, Fleischsalat, Leberwurst, Käse – reichlich, appetitlich und zu vernünftigen Preisen.
Mein Herz machte einen Hüpfer. Wahrscheinlich war es eher mein Magen. 😄 Natürlich kaufte ich „etwas mehr“. Also reichlich. Sehr reichlich. Da wird sich Ela, alte Wurstliebhaberin, aber freuen.
Mit einem großen Baguette unterm Arm machte ich mich auf den Rückweg. Als ich bei Ela ankam, fielen ihr fast die Augen aus dem Kopf. Dieser Blick war unbezahlbar. 😍 Unsere nächste Amtshandlung war damit klar: frühstücken – und zwar ordentlich. Ein Genuss, wie man ihn im Urlaub ganz besonders zu schätzen weiß. 🥖🧀☕
Noch vor dem Frühstück hatte ich begonnen, den Reiseblog zu aktualisieren. Jetzt, im wohlverdienten Verdauungspäuschen, hacke ich weiter auf dem Laptop herum und bringe auch den gestrigen Ankunftstag zu Ende. 💻
Nach einer kurzen Kontaktaufnahme mit Julia war klar: Wir treffen uns später am Strand. Ziel war der Kai Bae Beach, dort lag auch ihr Hotel. Also startklar machen, noch schnell in den 7-Eleven für Getränke und Zigaretten – und kurze Zeit später standen wir im warmen Sand. 🌴
Gleich zu Beginn gab’s das Strandhighlight: Immer wieder kommen hier Elefanten mit ihren Pflegern aus einem Camp – zum Beispiel aus dem „Ban Kwan Chang“ – zum Baden ans Meer. Ein beeindruckendes Schauspiel. Die Tiere planschten im Wasser, ließen sich treiben und wirkten fast verspielt. 🐘🌊
Natürlich bleibt da ein zwiespältiges Gefühl. Man redet sich ein, sie hätten Spaß – aber das Thema Mensch und Elefant in Asien ist und bleibt heikel. Erst vor zwei Wochen hatten wir gelesen, dass Indonesien das Elefantenreiten inzwischen komplett verboten hat. Ein Schritt in die richtige Richtung. Trotzdem beschlossen wir, den Moment zu genießen.
Kurz darauf kam Julias Vater Frank dazu, und zack – waren wir im Wasser. In der Ferne lag eine Yacht vor einer kleinen Insel, und natürlich wurde sie sofort mein persönliches Schwimmziel. 🏝️ Während die anderen entspannt am Strand lagen, machte ich mal wieder mein Long-Distance-Ding. Ich liebe es einfach – dieses gleichmäßige Gleiten durchs Wasser, nur das Atmen im Ohr und der Blick Richtung Horizont. 🏊♂️
Eigentlich wollte ich an der Yacht vorbei noch bis zur Insel schwimmen, doch die Strömung nahm spürbar zu. Also blieb ich vernünftig – bis zur Yacht und wieder zurück. Auch kein Kindergeburtstag. Am Ende war ich fast eine Stunde unterwegs gewesen.
Danach genossen wir einfach den Strandtag mit allem, was dazugehört: Sonne, Wasser, Gespräche, Lachen. ☀️ Als unser Schatten langsam verschwand, wechselten wir ins angrenzende Lokal, tranken etwas und aßen eine Kleinigkeit. 🍹
Dabei fiel uns auf – beziehungsweise man konnte es wirklich nicht übersehen – dass Julia sich einen enormen Sonnenbrand eingefangen hatte. Nicht so ein „bisschen rosa“, sondern eher Kategorie Hummer auf dem Weg zum Kochtopf. 🦞🔥 Sie nahm es mit Humor, aber jede Berührung mit dem Stuhl oder ein Windstoß vom Meer sorgte für dieses typische Zusammenzucken. Wir konnten uns ein Grinsen nicht verkneifen und gaben natürlich kluge Ratschläge à la „Hättest halt mal auf die alten Hasen gehört“.
Wir plauderten noch bis fast zum Sonnenuntergang, lachten viel – Julia allerdings mit leicht schmerzverzerrtem Gesichtsausdruck.
Doch wir waren für den Abend noch verabredet. Also zurück zur Unterkunft, duschen und noch ein bisschen chillen, denn unser nächstes Treffen sollte erst um 20:00 Uhr stattfinden. Ein perfekter Tag – mit leicht geröteten Nebenwirkungen. 😉
Gegen 19:30 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Oodie’s Place – der Kultkneipe auf Koh Chang. Dort wollten wir uns mit Lukas, seinem Kumpel Bernd und Monika treffen. Die drei hatten tatsächlich einen Tisch reserviert. Clever, wie sich später herausstellen sollte.
Als wir ankamen, waren sie schon da und der Laden ordentlich gefüllt. Die Wiedersehensfreude war groß. Wir erzählten, sie erzählten – und es war einfach cool. Locker, herzlich, genau so, wie man es sich wünscht, wenn man sich am anderen Ende der Welt trifft. 🌏
Während ich mich so im Lokal umschaute, traute ich meinen Augen kaum. Direkt neben uns saß Karin Seeger, mit der ich auf Facebook befreundet bin – und die heute Morgen noch meinen Frühstückspost etwas kritisch hinterfragt hatte. 😄
Ja, es gibt tatsächlich Menschen, die der Meinung sind, wenn man in Thailand ist, müsse man ausschließlich thailändisch essen. Ela und ich sehen das entspannt. Wenn’s gute Wurst gibt, gibt’s gute Wurst. Punkt. ;-)))
Ich ging rüber, begrüßte sie herzlich. Erst musste sie kurz sortieren, wer ich überhaupt bin, aber das war schnell geklärt. Ihre Freude war groß – und wie sich herausstellte, hatte sie heute Geburtstag. 🎂 Sie hatte sich hier mit einer ganzen Menge Freunden zur Party verabredet.
Währenddessen machte Oodin selbst noch etwas Hintergrundmusik, aber dann ging’s richtig los: Eine Band begann zu spielen – und zwar turbo geil. 🎸🔥
Der Laden war mittlerweile brechend voll. Alle hatten Spaß, die Stimmung war ausgelassen, es wurde gelacht, gesungen und getanzt. Vor allem die Sängerin war ein echtes musikalisches Highlight. Power, Stimme, Ausstrahlung – das Ding lief.
Immer wieder stießen wir mit Karin auf ihren Geburtstag an, quatschten, lachten und genossen einfach diesen Moment. Dieses Gefühl von „Hier sein. Jetzt sein. Leben.“ 🍻
Zu für uns später Stunde verabschiedeten wir uns von allen. Unsere Unterkunft lag doch ein gutes Stück entfernt. Also schwangen wir uns wieder auf den Roller und fuhren gemütlich durch die Nacht. Die Straßen waren fast leer, die Luft angenehm warm – genau diese Momente, in denen man spürt, wie gut es einem gerade geht. 🌙🛵
Angekommen, lasen Ela und ich noch ein bisschen, bevor uns langsam die Lampen ausgingen.
Was morgen auf dem Plan steht?
Noch nichts Konkretes.
Und genau das fühlt sich richtig gut an.
Wir lassen den nächsten Tag einfach geschmeidig auf uns zukommen. 😎
22. Februar 2026 – Wasserfallpläne & neue Bekanntschaften 🌿💦😎
Da heute noch nichts Konkretes auf dem Plan stand, ließen Ela und ich den Tag nach einer herrlich geruhsamen Nacht ganz entspannt angehen. Kein Wecker, kein Stress – genau unser Ding.
Also erst einmal Reiseblog schreiben, dann wieder vor zum Bäcker und diesmal Ciabatta-Brötchen einsacken. 🥖 Frühstücken, Kaffee genießen und ein bisschen rumfaulenzen. So darf ein Morgen beginnen.
Irgendwann nahmen wir Kontakt mit den anderen auf. Die Idee: Heute zum Wasserfall Khlong Phlu gehen – der lag eigentlich direkt hinter unserem Haus. Zumindest gefühlt. Wann und wie genau, war noch etwas unklar, denn ich wollte vorher noch zu den BB Divers am White Sand Beach fahren und meinen Tauchgang an der HTMS Chang klarmachen. 🤿
Da die Tauchbasis erst um 12:00 Uhr öffnete, war klar: Treffen irgendwann danach.
Kurz vor zwölf rollerte ich also los und stand pünktlich vor verschlossener Tür. Natürlich. 😄 Also rief ich Julia über WhatsApp an. Lustigerweise saßen die drei gerade mal 400 Meter entfernt beim Kaffee – also kurzer Richtungswechsel.
Nach dem gestrigen Abend, an dem die drei ordentlich einen gehoben hatten, war unser Gespräch… sagen wir mal… leicht vernebelt. 😅 Ela und ich waren da deutlich sortierter unterwegs. Der Versuch, jetzt einen klaren Plan für den Wasserfall zu schmieden, hatte trotzdem etwas von Impro-Theater. Eine Frau am Nachbartisch lachte sich halb kaputt – so lernten wir Anna kennen.
Irgendwann hatten wir dann zumindest einen halbwegs tragfähigen Plan. Oder wir taten einfach so, als hätten wir einen. Ich fuhr zurück zur Tauchbasis, die dann gegen 12:20 Uhr tatsächlich öffnete.
Dort machte ich meinen Wracktauchgang an der HTMS Chang für übermorgen klar – darauf freue ich mich jetzt schon wie ein kleines Kind. 🛳️ Zusätzlich gönnte ich mir noch ein neues Mützchen und ein neues Maskenband. Man muss ja schließlich auch unter Wasser halbwegs geschniegelt aussehen. 😉
Währenddessen waren die anderen drei zum „Lonely Tree in the Sea“ gefahren, um sich diesen Spot anzuschauen. Als ich wieder bei Ela ankam, dauerte es noch eine ganze Weile, bis sie schließlich auftauchten.
Und dann die Überraschung: Sie hatten Anna mitgebracht – die junge Frau aus dem Café. So schnell kann das gehen. Aus einem Lacher am Nebentisch wird plötzlich ein gemeinsamer Ausflug.
Anna war seit sechs Tagen allein hier im Urlaub und hatte noch nicht wirklich viel gesehen oder unternommen. Tja – da war sie bei uns ja bestens aufgehoben. 😎
Jetzt konnte der Wasserfall kommen. 💦
Gemeinsam rollerten wir die paar Meter hoch zum Wasserfall. Nach dem Bezahlen des Eintritts liefen wir etwa 20 Minuten über einen schmalen Pfad dorthin.
Und ganz ehrlich – was manche Leute bei Google so schreiben, ist schon abenteuerlich. Klar, da waren ein paar Wurzeln und Steine, aber manche tun ja so, als würde man eine gefährliche Hochgebirgsexpedition starten. So ein Quatsch! 🙄 Wenn man halbwegs geradeaus laufen kann, kommt man da problemlos hin.
Also ließ sich unsere muntere Truppe nicht beirren und marschierte gut gelaunt Richtung Wasserfall. Natürlich durfte das eine oder andere Bildchen nicht fehlen – ein bisschen Dokumentation muss schließlich sein. 📸
Dort angekommen hieß es: raus aus den Klamotten und rein ins kühle Nass! 💦 Einfach nur herrlich. Das Wasser war erfrischend, die Stimmung locker, Gelächter hallte zwischen den Felsen.
Während wir gerade so planschten und Spaß hatten, hörte ich plötzlich eine vertraute Stimme. Und tatsächlich – Lukas, Bernd und Moni waren ebenfalls aufgeschlagen und schlossen sich unserem feucht-fröhlichen Treiben an. So verbrachten wir eine richtig schöne, lustige Zeit am Wasserfall Khlong Phlu.
Und wie das so ist – von so viel Action bekommt man natürlich Hunger. Also machten wir uns irgendwann auf den Rückweg und kehrten noch in der Metzgerei Baum zum Abendessen ein. Wieder leckeres Essen, gute Gespräche und viel Gelächter. Man hatte den Eindruck, dass sich Anna in unserer Gesellschaft sichtlich wohlfühlte – was uns natürlich freute.
Witzigerweise waren Lukas, Bernd und Moni, die den Wasserfall vor uns verlassen hatten, ebenfalls dort gelandet. Koh Chang ist halt doch ein Dorf. 😄
Doch dann kippte die Stimmung plötzlich schlagartig. Aus dem Nichts heraus erschallte nationalsozialistisches Liedgut aus der Anlage, und ich meinte sogar zu sehen, wie einer der deutlich angetrunkenen Typen an der Theke den Hitlergruß zeigte. Da fragt man sich schon: Was soll dieser Scheiß?
In solchen Momenten merkt man, wie dünn manchmal die Schicht der Zivilisation ist. Zum Glück hatten wir bereits gegessen. Wir bezahlten zügig und gingen – ohne großes Theater, aber mit klarer Haltung.
Wir verabschiedeten uns von allen, da wir direkt nebenan wohnten, während die anderen noch zu ihren Unterkünften fahren mussten.
Zum Abschluss des Tages gönnten Ela und ich uns noch einen Netflix-Film. Nicht auf dem 55-Zoll-Fernseher unserer neuen Wohnung – sondern ganz bodenständig auf dem Laptop. 💻
Und ehrlich gesagt: Auch das hat seinen Charme.
Gute Nacht – bis morgen. Dann legen Ela und ich einen relaxten Ruhetag ein. 😌
23. Februar 2026 – White Sand Beach & eine gelungene Überraschung 🌴☀️🍻
Genau wie gestern angekündigt legten Ela und ich heute einen ganz entspannten Ruhetag ein. Kein Programm, kein Druck – einfach treiben lassen. Aufstehen, gemütlich frühstücken, ein bisschen Reiseblog schreiben und dann ab zum White Sand Beach. 🏖️
Dort angekommen wussten wir sofort, warum dieser Strand zu den schönsten der Insel zählt. Herrlicher, feiner Sand, nicht überlaufen – vor allem im nördlichen Teil, wo wir uns niederließen – und dieses Meer mit Palmenkulisse wie aus dem Reisekatalog. Genau so muss die Bühne für einen perfekten Strandtag aussehen. 🌊🌴
Wir genossen es ausgiebig. Schwimmen, in der Sonne liegen, zwischendurch einfach nur aufs Wasser schauen. Und tatsächlich schafften wir es sogar zu einem kleinen Strandspaziergang – man glaubt es kaum. 😄
Gegen später meldeten sich unsere Mägen. Unüberhörbar. Sie verlangten nach Futter. ;-))) Da die Strandpreise eher in Richtung „Touristen-Spezial“ gingen, liefen wir hoch zur Straße, wo unser Roller stand. Und siehe da – direkt dort befand sich ein schmuckes Lokal mit absolut vernünftigen Preisen. Passt.
Während wir auf unsere Getränke und das Essen warteten, beobachtete ich zwei Männer gegenüber, die verzweifelt versuchten, eine Plane zwischen zwei Buden zu spannen. Die stellten sich vielleicht an… Ich schaute mir das Schauspiel bestimmt zehn Minuten an, dann konnte ich nicht mehr anders. 😅
Also rüber, kurz geschaut, Hand angelegt – und gemeinsam hing das Ding innerhalb von zwei Minuten dort, wo es hingehörte. Alle glücklich. Manchmal braucht’s halt einfach deutsche Improvisationskunst. 😉
Nach dem Essen rollerten Ela und ich zurück zur Unterkunft und warteten, ob sich die anderen melden würden. Denn eigentlich sollte heute Markus endlich „erlöst“ werden. Er wusste nämlich bis dato nicht, dass wir ebenfalls auf Koh Chang waren. Julia und seine Freundin Simone hatten beschlossen, ihm das als Überraschung zu servieren.
Die fünf – plus ein befreundetes Pärchen – waren gerade bei einem Thai-Kochkurs. Sobald dieser beendet war, wollten sie uns Treffpunkt und Uhrzeit schicken. Es zog sich ein bisschen. Ela und ich lasen in Ruhe, bis schließlich die Nachricht kam: Bar in der Nähe vom Kai Bae Beach.
Also machten wir uns auf den Weg.
Dort trafen wir zunächst Markus, seine Freundin Simone und das befreundete Pärchen. Die Wiedersehensfreude war groß – und Markus endlich von seiner Unwissenheit erlöst. 😄 Sein Gesichtsausdruck war unbezahlbar.
Kurz darauf trafen auch Angy, Julia und ihr Vater Frank ein – und schon war der Abend in vollem Gange. Es wurde viel gelacht. Wir erzählten, was wir gerade so treiben, erklärten den anderen nebenbei, wie ein Wohnungskauf in Pattaya abläuft, und hatten einfach eine richtig gute Zeit zusammen. 🍻
Irgendwann war es dann Zeit, sich zu verabschieden und zurück zur Unterkunft zu fahren. Dank den drei Bieren, die ich getrunken hatte, fielen mir dort auch relativ schnell die Augen zu. 😴
Mein letzter Gedanke galt dem morgigen Tauchtag.
Darauf freue ich mich jetzt schon riesig. 🤿✨
24. Februar 2026 – Tauchtag an der HTMS Chang 🤿🚤⚓
Tauchtag an der HTMS Chang – das war direkt nach dem Aufwachen der erste Gedanke in meinem Kopf. Und wahrscheinlich auch der zweite. 😄
Da ich schon um 08:10 Uhr abgeholt werden sollte, stellte Ela den Wecker auf 06:00 Uhr. Sicher ist sicher. So waren wir richtig wach, und ich konnte in Ruhe meine Tauchsachen herrichten. Aber erst mal: Kaffee. Ordnung muss sein. ☕
Nachdem ich meinen Tauchrucksack gepackt hatte, fuhr ich noch schnell mit dem Roller zur Bäckerei, um uns mit Frühstück zu versorgen. 🛵🥖 Versorgungslage sichern – dann kann der Tag kommen.
Kurz darauf stand das Taxi vor der Tür, das mich zum Pier bringen sollte. Ich stieg ein. Ela war für heute mit den anderen verabredet und würde abgeholt werden – also kein Grund zur Sorge, dass ihr langweilig werden könnte.
Allerdings ging es ihr an diesem Morgen nicht ganz so blendend. Zwei Cocktails am Vorabend – und Alkohol ist mit Ela einfach nicht kompatibel. ;-)))
Wir fuhren zum Bang Bao Pier, und auf dem Weg dorthin erinnerte ich mich wieder an diese hügelige Straße. Die waren wir vor ein paar Jahren schon einmal gefahren. Manche Strecken brennen sich einfach ins Gedächtnis ein.
Am Pier angekommen, ging es direkt zum Laden der BB Divers, wo das Organisatorische erledigt wurde. Es ging zu wie auf dem Jahrmarkt – ein Kommen und Gehen, Ausrüstung überall, Stimmengewirr. Kurz hatte man den Eindruck, dass ein Hauch von Chaos in der Luft lag.
Aber wie so oft: Irgendwie funktionierte doch alles. Ich bekam eine Box für meine Tauchsachen, damit sie sicher auf dem Boot verstaut werden konnten. Struktur im vermeintlichen Durcheinander.
Als alles erledigt war, ging es an Bord – und kurze Zeit später legten wir ab. 🚤
Genau so hatte ich den Ablauf hier in Erinnerung. Schon vor ein paar Jahren war ich zu diesem Wrack hinausgefahren. Nur leider hatte ich die Details des damaligen Tauchgangs komplett vergessen. Und genau das sollte mir diesmal nicht passieren.
Dafür hatte ich ja von Ela eine nagelneue GoPro geschenkt bekommen. 🎥
Und die kam heute natürlich zum Einsatz.
Beim ersten Briefing an Bord erfuhren wir, dass wir zunächst zum Hin Raab Riff fahren würden und erst danach zum Wrack der HTMS Chang. Das irritierte mich kurz, denn der Tauchgang am Riff war mit 7–12 Metern ziemlich flach, während es am Wrack bis auf 30 Meter hinabgehen konnte. Normalerweise macht man es andersherum: erst tief, dann flach. Aber gut – mir war das letztlich egal. Ich hatte meinen Tauchcomputer am Handgelenk, und der würde mir schon anzeigen, was Sache ist.
Am Riff angekommen wurde schnell klar, warum die Reihenfolge so gewählt war. Beim Briefing hörte ich, dass einige Discover-Scuba-Diving-Teilnehmer an Bord waren. Also Leute, die nach einer kurzen Einweisung mit einem Tauchlehrer ins Wasser gehen. Und dafür braucht man natürlich flaches Wasser. Also alles logisch 👍
Wir machten mit unserem Divemaster Pong ein kurzes Briefing. In meiner Gruppe war ein Pärchen – sie Deutsche, er lebt auf den Azoren –, dazu ein asiatischer Taucher, ich und Pong. Nach dem Umziehen und letzten Checks sprangen wir ins Wasser. Beim Abtauchen bekam der asiatische Taucher Probleme mit dem Druckausgleich, sodass sich Pong um ihn kümmerte. Dadurch entwickelte sich der Tauchgang für mich fast zu einem Solotauchgang – man sah sich zwischendurch, aber jeder war für sich unterwegs. Genau so liebe ich Tauchen: ruhig, frei und ohne großes Gewusel. 🌊😎
Das Riff war kein Highlight, hatte aber ein paar nette Stellen, sodass meine GoPro natürlich zum Einsatz kam 🎥 Nach rund 50 Minuten gingen wir wieder hoch. Ein netter Tauchgang – nicht spektakulär, aber okay.
Zurück an Deck ging es weiter Richtung Wrack. Während der Oberflächenpause wurde ein gutes Mittagessen serviert, und wir nutzten die Zeit sinnvoll – mit Essen. 😄 Dann war es endlich soweit: HTMS Chang ⚓
Beim Briefing erklärte ich Pong, dass ich mit dem Pärchen tauchen würde und er sich voll auf den unsicheren Taucher konzentrieren solle. Zunächst hatte er Einwände, aber ich überzeugte ihn. Ich wollte diesen Tauchgang genießen, filmen und mich nicht zusätzlich um jemanden kümmern müssen. Nachdem das geklärt war, machten wir uns fertig und gingen ins Wasser.
Entlang des Bojenseils tauchten wir ab, direkt zur Mitte des etwa 100 Meter langen Schiffes. Zu Beginn war die Sicht hervorragend, und ich freute mich schon auf die Aufnahme, wie das Wrack langsam aus dem Dunkel auftaucht 🤿✨ Doch je tiefer wir kamen, desto schlechter wurde die Sicht. Unten angekommen war es dann regelrecht „Suppe“.
Eigentlich hatte ich geplant, Richtung Süden zum Bug zu tauchen, wo sich die Ladeluken befinden, durch die man ins Wrack hineintauchen kann. Doch ich änderte spontan meinen Plan. Die nördliche Seite lag etwas flacher, und damit war die Chance auf bessere Sicht größer. Nebenbei bemerkte ich, dass das Pärchen denselben Gedanken hatte. Von Pong und seinem Schützling war nichts zu sehen.
Mit dem Mann von den Azoren – ebenfalls Tauchlehrer und genauso entspannt unterwegs wie ich – hatte ich vorher abgesprochen, dass ich mit ihnen tauchen würde, sie aber nicht auf mich achten müssten. Ich wollte mein eigenes Ding machen. Langsam tauchten wir aus dem trüben Wasser hinaus, und am Heck bei den Aufbauten wurde die Sicht tatsächlich besser. Nicht spektakulär, aber gut genug, um dieses gewaltige Wrack in Ruhe auf mich wirken zu lassen 🌊⚓
Jetzt wurde mir wieder bewusst, warum ich diesen Tauchgang vor ein paar Jahren in meinem damaligen Reiseblog als unbeschreiblich bezeichnet hatte. 🐟✨
Millionen von Fischen waren hier unterwegs – von winzig kleinen Schwärmen bis hin zu großen Makrelen und mächtigen Zackenbarschen. Das Wrack lebte. Es pulsierte regelrecht. Ich tauchte um die Aufbauten herum, filmte mit der GoPro 🎥, war begeistert und genoss dieses Gefühl des Solotauchens in vollen Zügen. Genau mein Ding.
Ab und zu traf ich auf mein „Buddy-Pärchen“. Er – selbst Tauchlehrer – hatte ein echtes Auge für die kleinen Dinge. Während ich mehr auf Struktur, Licht und Gesamtbild fixiert war, zeigte er mir Details, die ich glatt übersehen hätte. Kleine Lebewesen, gut getarnt im Metall des Wracks. So ergänzten wir uns perfekt.
Zwischendurch begegneten wir auch unserem Divemaster Pong mit seinem Schützling, und stellenweise wirkten wir dann doch wieder wie eine ganz normale Tauchgruppe. 😄 Auch die anderen Gruppen unseres Boots waren unterwegs. Rund um das Wrack stiegen überall Luftblasen zur Oberfläche auf – ein faszinierender Anblick, fast wie ein unterseeisches Feuerwerk.
Durch die Aufbauten hindurchzutauchen hatte etwas Magisches. Das einfallende Licht, das sich in Partikeln und Fischschwärmen brach, die Silhouetten im Blau – es waren diese Momente, in denen man einfach nur staunt. Manchmal fühlte es sich tatsächlich so an, als würde man durch eine lebendige Fischsuppe tauchen. 🐠🌊
Irgendwann zeigte meine Flasche an, dass es langsam Zeit wurde. Auch mein Tauchcomputer meldete sich mit der Nullzeitgrenze – ein unmissverständliches Signal. Also bewegte ich mich langsam Richtung Oberfläche.
Beim Sicherheitsstopp auf fünf Metern war unsere kleine „freie“ Tauchtruppe plötzlich wieder ordentlich vereint und sah aus wie eine mustergültige, disziplinierte Tauchgruppe. Ein bisschen muss man ja den Schein wahren. ;-))) 😎
Wieder an Bord verstauten wir unsere Ausrüstung, und kaum waren alle Taucher zurück, setzte sich das Boot auch schon wieder in Bewegung. Ich unterhielt mich prächtig mit meinem Buddy-Pärchen. Vor allem er hatte schon an unzähligen traumhaften Spots auf der Welt getaucht und versorgte mich mit spannenden Geschichten und neuen Tauchzielen. 🌍🤿 Da merkte ich wieder, wie groß die Welt unter Wasser eigentlich ist – und wie viele Gründe es noch gibt, weiterzureisen.
Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass wir nun zurück zum Hafen fahren würden. Aber nein – es gab noch einen Zwischenstopp an einem weiteren Riff. Die Discover-Scuba-Gruppe durfte noch einmal ins Wasser. Na ja, warum auch nicht. Für mich war es völlig in Ordnung, denn ich war ja bestens beschäftigt mit guten Gesprächen, Fachsimpelei und ein bisschen Seeluft genießen. 😄 So verging die Zeit wie im Flug.
Nachdem auch dieser Tauchgang beendet war, ging es endgültig zurück zum Hafen. Von dort weiter zur Tauchbasis, wo sich die ganze Truppe nach und nach auflöste. Ich wartete noch auf meine Ausrüstung, die vom Boot dorthin gebracht wurde, packte alles in meinen Rucksack und machte mich auf den Weg zum Taxi, das mich zurück zu unserer Unterkunft – und zu Ela – bringen sollte. 🛵
Über Google Maps hatte ich im Live-Standort gesehen, dass sie gerade von Frank, Angy und Julia ebenfalls dorthin zurückgebracht worden war. Die vier hatten einen richtig schönen Tag verbracht: ein Aussichtspunkt, eine nette Bar, ein bisschen Strand und natürlich auch schwimmen. Also alles dabei, was man auf Koh Chang so braucht. 🌴☀️
Da wir beide noch Hunger hatten, fuhren wir am Abend noch in ein Restaurant, aßen lecker und ließen den Tag Revue passieren. Viel erlebt, viel gesehen, viel Wasser unter und über uns.
Und so ging ein rundum herrlicher Tag zu Ende. 😌
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