🐢😅🐗 03. Dezember 2025 – Zwischen Gipfelblick, Waran-Zischen, Schildkröten-Romantik, einem Strand-Schweinchen und Manta Gleiten 🦈🌊🌺
Die Nacht in unserer Luxuskabine war überraschend gemütlich. Obwohl wir im dritten Stock lagen und die Wellen hier ein wenig mehr mitmischen durften als auf der Hinfahrt unter Deck, fühlte es sich eher an wie sanftes Wiegen als wie Seegang. Das Meer schien beschlossen zu haben, uns persönlich in den Schlaf zu schaukeln. Dazu das leise Summen des Schiffs – fast meditativ. Wir schliefen herrlich und wachten entspannt auf. 🌊😌🛌
Mein Frühstück war… sagen wir: sportlich minimalistisch. Ein Kaffee und zwei Zigaretten. Punkt. ☕🚬🚬 Kein Smoothie, kein Müsli, aber dafür überzeugende Einfachheit und Tradition. Ela entschied sich hingegen souverän gegen jegliche sportliche Ambition und blieb gemütlich an Bord. Manchmal ist Nichtstun eben auch eine Leistung. 😄
Mit dem Beiboot setzten wir wieder zur Insel über, Anmeldung im Nationalpark, Eintritt zahlen (Money kümmerte sich wie immer entspannt darum), eine kurze Ranger-Einweisung – und los ging’s Richtung Aussichtspunkt.
Das schwedische Youngster-Pärchen schoss wie zwei übermotivierte Gazellen sofort los, ohne einmal zu prüfen, ob der Rest der Gruppe noch atmete. Meine Sympathie für die beiden wurde dadurch nicht unbedingt größer. Money stand zwischen „Verantwortung“ und „Hilfe leisten“, also bot ich mich als Zweitguide an. Money grinste, nickte – und verschwand hinter den Schweden den Berg hoch.
Ich kümmerte mich um Penelope und Randall, die den Berg eher als spirituelle Herausforderung denn als Wanderung betrachteten. Jeder Hügel wurde zur Pausenstation. Aber gemeinsam, Schritt für Schritt, arbeiteten wir uns nach oben. 🥾🌿
Weiter oben wartete Money auf uns – die Schweden hatten den Gipfel bereits erreicht und wirkten arrogant wie beim ersten Kontakt. Kein hallo kein Lächeln, nichts. Zusammen meisterten wir dann die letzten Meter.
Oben angekommen war die Stimmung fantastisch. Zufriedenheit, Glück, Erleichterung – alles dabei. Nur der Sonnenaufgang zeigte sich wieder etwas schüchtern. Wolken blockierten die perfekte Szene, aber der Ausblick war trotzdem atemberaubend. 🌄😍
Nach einer Weile machten wir uns wieder an den Abstieg, gelangten zurück aufs Schiff und stärkten uns erst einmal mit einem richtigen Frühstück. Dann brummten die Motoren und wir setzten erneut Kurs auf Komodo – zu den Waranen.
Auch wenn wir die Tour bereits kannten, freuten Ela und ich uns riesig. Manche Erlebnisse sind einfach gut genug für Wiederholungen.
Erneut ging es mit dem Beiboot an Land, wieder Anmeldung und Wiedersehen mit einem Ranger, der uns sofort erkannte. Sein Blick sagte eindeutig: „Schon wieder ihr?“
Die Route war dieselbe wie beim ersten Mal, nur dieses Mal etwas stiller, weniger Gruppenstimmung, keine Fotos an der Waran-Statue. Dafür genossen Ela und ich entspannt die Landschaft, machten unsere Bilder und wussten schon vorher, was hinter der nächsten Kurve auftauchen würde: uralte, beeindruckende Komodowarane. 🐊
Der Tag fühlte sich an wie ein zweiter Durchlauf – aber nicht im Sinne von Wiederholung, sondern wie eine Möglichkeit, Details zu erleben, die man beim ersten Mal übersehen hat. Und genau das machte ihn besonders.
So liefen wir entspannt weiter, unterhielten uns mit den Guides und den wirklich sympathischen Mitreisenden, bis wir schließlich wieder zurück in die kleine Ortschaft gelangten. Herkules – mein persönlicher Lieblings-Waran – war natürlich auch wieder da. Dieses Mal verzichtete er allerdings auf Showeinlagen oder Kampfposen und begnügte sich mit einem deutlichen, leicht beleidigten Zischen, als ich ihm wohl ein paar Zentimeter zu nah kam. Fast so, als wolle er sagen: „Kollege… wir kennen uns, aber wir sind keine Freunde.“ 🐊😅
Zurück an Bord dauerte es nicht lange, bis wir die nächste Station erreichten: einen weiteren Pink Beach. Dieses Mal ein anderer als zuvor – kleiner, aber irgendwie viel gemütlicher und charmanter. Ein bisschen wie die niedliche Schwester des bekannteren Strandes. Für zwei Stunden durften wir dort bleiben.
Gerade als wir mit dem Beiboot vom Schiff losfuhren, entdeckte ich ein Tauchboot, das seine Leute an einer Felsformation absetzte. Sofort war klar: da muss ich hin. Ich erklärte Money meinen Plan, und da er mich inzwischen gut genug kannte, kam kein Widerspruch – nur ein breites Grinsen.
Stefen hörte das und meinte, er wolle mich begleiten. Also machten wir’s wie echte Profis: wir sprangen tauchermäßig elegant vom Boot – während der Rest gemütlich weiter Richtung Strand schippert.
Das Riff war traumhaft. Farben, Leben, Bewegung – wie ein lebendiges Gemälde. Und schon nach kurzer Zeit hatte ich die erste Schildkröte vor meiner Maske. Ich gab Stefen ein Zeichen und gemeinsam bewunderten wir dieses majestätische Tier.
Wir schnorchelten weiter, doch plötzlich bog Stefen in Richtung Strand ab. Erst später erfuhr ich, dass sein Schnorchel Wasser gezogen hatte – da gewinnt Luft definitiv gegen Abenteuer.
Ich blieb im Wasser und schon bald folgte ein Moment, der mir lebenslang bleibt:
Eine zweite Schildkröte lag völlig entspannt am Meeresboden. Dann stieg sie langsam zur Oberfläche auf, um Luft zu holen. Da ich reglos hinter ihr war, bemerkte sie mich zunächst nicht. Oben angekommen, drehte sie sich plötzlich um – und atmete mir mit einem deutlich vernehmbaren „Hmpf!“ direkt ins Gesicht.
Dann sah sie mir für einen kurzen Moment mitten in die Augen. Kein Stress, keine Hast – nur pure Ruhe und Präsenz. Danach holte sie tief Luft und glitt wieder unter die Oberfläche, als hätte sie es eilig, aber keine Lust darauf.
Und ich?
Ich grinste in meinen Schnorchel und dachte nur:
Ich liebe Schildkröten. 🐢❤️
Da ich mittlerweile jedes Gefühl für Zeit komplett verloren hatte, wurde es eindeutig mal wieder Zeit, an den Strand zu schwimmen – allein schon, um etwas zu trinken und Ela mitzuteilen, dass ich nicht von einer Schildkröte adoptiert oder von einem Hai gefressen worden war. Gedacht, getan. 🏊♂️😄
Auf dem Weg zurück kam ich an einem traumhaften Tropoff vorbei – einer dieser beeindruckenden Steilwände, die aussehen, als wäre Poseidon persönlich mit Meißel und Farbe drüber gegangen. Ich nahm mir fest vor, beim nächsten Schnorchel Ausflug noch einmal dorthin zurückzukehren.
Am Strand angekommen gab es erst einmal das Wichtigste: einen Kuss, ein Getränk und anschließend ein richtig gemütliches Päuschen. Ich saß da, schaute entspannt den Strand entlang und überlegte, ob ich vielleicht wieder Fantasien hatte – so wie beim letzten Pink Beach.
Doch dieses Mal waren es keine Rehe oder Hirsche.
Nein.
Dieses Mal war es ein kleines Wildschwein. 🐗😳
Es trottete völlig selbstverständlich über den Strand, schnüffelte hier, schnaubte da – und lief schließlich Richtung Wasser, als wäre es vollkommen normal, am Strand Urlaub zu machen.
Ich dachte nur: Das kann doch nicht wahr sein.
War aber so.
Also klar – da mussten Ela und ich selbstverständlich hin. Die anderen waren schnorcheln, also hatten wir quasi eine private Schweinchen-Show.
Und dieses kleine Wesen war nicht nur neugierig, sondern richtig zutraulich. Es ließ sich streicheln, grunzte zufrieden und schien genauso viel Spaß zu haben wie wir. Und als wäre das nicht schon genug, posierte es auch noch vorbildlich fürs Foto – als wüsste es, dass es viral gehen könnte.
Ein herrlicher Moment. Ein bisschen surreal. Und genau deshalb perfekt. 🐷📸😍
Nach unserem schweinischen Privatprogramm spazierten Ela und ich zurück zur kleinen Strandhütte. Dort grinste mich Money an und meinte ganz beiläufig: „Hinter den Felsen – da wo du vorher mit Stefen reingesprungen bist – könnte man Haie sehen.“ Und zack – da war es wieder: dieses magische Wort. Haie. 🦈🔥 Bei anderen löst es Fluchtreflex aus, bei mir allerdings den sofortigen Turbo-Start.
Also Maske auf, Schnorchel rein, und schon war ich wieder unterwegs Richtung Wasser – vermutlich schneller, als jeder Espresso wirken kann. 🥽🌊🚀 Auf dem Weg dorthin nahm ich mir noch einmal Zeit für die Steilwand. Dieser Abschnitt war einfach ein Traum: herrlich bewachsen mit Korallen, voller Leben und Farben, wie ein 3D-Dokumentarfilm in Echtzeit. 🐠🐚🌈
Danach ging es weiter zu den Felsen. Kaum hatte ich sie umrundet, merkte ich, wie die Strömung stärker wurde und mich langsam, aber bestimmt vom Strand wegzog. 🌪️😳 Kein Hai in Sicht, nur Bewegung im Wasser – und zwar in die falsche Richtung. Also war klar: Zeit umzudrehen. 🔁
Ich schwamm gegen die Strömung an – volle Power, voller Wille 💪🏊♂️ – aber irgendwann musste ich zugeben: das war auf Dauer so sinnvoll wie Rückwärtsgang im Stau. 🚗⛔ Gefühlt wurde die Strömung immer stärker, und ich kam kaum noch vorwärts. Da half nur eins: quer schwimmen, raus aus der Strömung. 🧭
Also steuerte ich die Felsen am Ufer an und tatsächlich – fast direkt am Steilufer gab es eine kleine Ausbuchtung. Dahinter war der Strömungsschatten, und ich kam wieder deutlich leichter voran. 😅💨 Dann noch einmal um eine Felsnase herum – und plötzlich drehte sich alles. Von Gegenwind zu Heckantrieb, vom Widerstand zu Turbo. 🔥⚡ Ein bisschen wie: „Willkommen zurück, du Idiot – Strand ist da vorne.“ 😄
So glitt ich ganz entspannt Richtung Ufer und kam wieder sicher am Strand an – ohne Hai, aber mit ordentlich Adrenalin und einem Grinsen, das vermutlich bis Indonesien sichtbar war. 😁🌴 Kaum stand ich wieder bei Ela, kam schon der Ruf: Zeit aufzubrechen. Die zwei Stunden Pink-Beach-Magie waren vorbei. 🌺⏳🚤
Die Prozedur mit dem Beiboot und wieder zurück an Bord wiederholte sich heute gefühlt im Minutentakt – kein Wunder, denn wir hatten eindeutig einen Action-Tag erwischt. 🚤⛵🔥 Die Programmpunkte waren noch längst nicht vorbei.
Aus Neugier fragte ich Money irgendwann, warum an manchen Tagen alles geballt durchgezogen wird und an anderen eher gemütlich ein oder zwei Programmpunkte dran sind. Seine Antwort war simpel, aber logisch: Ebbe und Flut. 🌊🌕 Manche Anlegeplätze funktionierten nur bei Flut, andere wiederum nur bei Ebbe. Dazu Strömungen, Wind und Sichtverhältnisse – also musste die Crew ständig improvisieren, anpassen und umplanen. Mir leuchtete das sofort ein.
Vom herrlichen Pink Beach ging es auf einer längeren Fahrt weiter zum Manta Point. Schon an Bord lag spürbar eine Mischung aus Vorfreude und Spannung in der Luft – denn jeder wusste: Hier konnten wir Glück haben… oder eben gar nichts sehen. Die Mantas wurden nicht angefüttert oder angelockt, sondern kamen freiwillig zu dieser sogenannten Putzerstation. Die Bucht war riesig, und die Tiere zu finden war eher ein Glücksspiel als eine Garantie. 🎲🦈✨
Aber hey – genau das machte die Sache irgendwie aufregend. Wir würden sehen.
Während wir dahin tuckerten, nutzte ich die Zeit und sprach endlich den jüngeren Indonesier an, der in Labuan Bajo zugestiegen war und bisher eher wie ein stilles Bonusmitglied der Crew wirkte. Meine Neugier kam nicht von ungefähr – der Mann hatte bei jedem Stopp eine Unterwasserkamera im Einsatz und filmte, als wäre er National Geographic undercover. 🎥🐠
Da wir kurz davor waren, hoffentlich mit den majestätischen Mantas zu schnorcheln, hatte ich einen klaren Plan: Ich wollte unbedingt Aufnahmen davon – und seine Kamera war dafür perfekt.
Er stellte sich als Burhan vor, betrieb ein Tourvermittlungsbüro in Labuan Bajo und war ein richtig sympathischer Kerl. Offen, freundlich, interessiert – und neugierig auf unsere Reisegeschichten. Ab da unterhielten wir uns bei jeder Gelegenheit über dies und das.
Und dann kam der Moment, bei dem ich innerlich eine Konfettikanone gezündet habe: Er bot mir an, seine Kamera bei den Mantas zu benutzen. Einfach so. Kein Zögern, kein Drama.
Perfekt. Jackpot. Volltreffer. 🎉📸😎🐟
Am Manta Point angekommen lief der Plan folgendermaßen ab: Unser Schiff reduzierte die Geschwindigkeit, wir wechselten alle ins Beiboot und machten uns schnorchelbereit – Maske an, Flossen an, Adrenalin an. 🥽🩴⚡ Danach fuhren wir langsam über das Wasser, und sobald die Crew einen dunklen Schatten erspähte, sollten wir ins Meer springen. Für mich als passionierten Taucher war das nichts Neues – aber für einige andere an Bord grenzte das Ganze eher an eine Mutprobe. 😅
Da wir bereits wussten, dass hier eine ziemlich starke Strömung herrschte, übergab ich Ela vorher an Randoll. Normalerweise schnorchelten wir zusammen, aber ich ahnte bereits, dass ich bei der Kombination aus Kamera, Strömung und Mantas meine gesamten Kräfte brauchen würde. Und genau so kam es auch.
Plötzlich rief jemand etwas auf Indonesisch – und das bedeutete: Schatten gesichtet! Ein großer Manta unter der Wasseroberfläche. Ohne zu zögern sprang ich ins Wasser – ein Reflex aus jahrelanger Übung. 🦈💦
Was hinter mir passierte, war mir in dem Moment völlig egal. Denn kaum war ich im Wasser, hatte ich sie direkt vor der Linse: diese majestätischen, riesigen, lautlosen Meeresengel. 🐟🖤 Es war hypnotisierend. Die Strömung allerdings war brutal. Da ich die Kamera fest in der linken Hand hielt, blieb nur die rechte Hand zum Kraulen – plus Beine wie ein Propeller. Ich sah wahrscheinlich aus wie ein Wasser-in-Betonmischer, aber es funktionierte.
Ich blieb dran, filmte, war im Tunnel. Keine Gedanken, kein Zeitgefühl – nur Mantas, Bewegung, Wasser und Staunen.
Ein kurzer Blick zurück zeigte dann allerdings, dass der Rest der Gruppe bereits wieder dabei war, ins Boot zu klettern. Das Boot war durch die Strömung schon weit weggetrieben.
Tja – und so wurde ich nebenbei zur menschlichen Signalboje für den Standort der Mantas. 🌊🚩
Unsere Crew reagierte perfekt: Sie brachte die anderen wieder bis zu mir heran, sodass sie erneut ins Wasser konnten und auch ihren Moment bekamen. Immer wieder glitten die Mantas unter uns entlang, elegant, riesig und absolut friedlich.
Irgendwann jedoch spürte ich, dass meine Kräfte allmählich zur Neige gingen – kein Wunder nach meinem Powerprogramm am Pink Beach. Also gab ich mir noch einmal einen letzten Schub und wurde dann schließlich vom Boot eingesammelt.
Anstatt allerdings aufs Boot zu klettern und mich auszuruhen, meinte ich: „Wollen wir nochmal suchen gehen?“
Ein kurzer Blick der Crew – ein Mix aus „Du bist verrückt“ und „Okay, warum nicht“ – und schon düsten wir wieder los. 🚤😎
Da wir noch drei weitere Schnorchler einsammeln mussten, hingen wir zu viert außen am Boot. Wie geil war das bitte? Abenteuer pur.
Während der Fahrt erspähte ich tatsächlich noch einmal einen Manta und lenkte das Boot dorthin. Doch als die anderen ins Wasser wollten, drehte der Manta gelassen ab und verschwand in der Dunkelheit. Vermutlich dachte er: „So, genug Show für heute.“
Damit war klar: Die Begegnung war vorbei. Und ganz ehrlich – sie war perfekt so.
Wir kehrten zurück an Bord unseres Schiffes, und alle waren restlos begeistert. Jeder hatte leuchtende Augen – dieser Moment gehörte eindeutig zu den ganz großen Reise-Highlights. 🐢🦈🌊❤️
Zurück an Bord war ich natürlich extrem gespannt, was ich überhaupt gefilmt hatte. 🎥😅 Ich hoffte wirklich, dass etwas Brauchbares dabei war – schließlich war es mir nicht möglich gewesen, zu den Mantas abzutauchen. Hätte ich das versucht, wäre ich sofort aus der Strömung raus und weg vom Geschehen gewesen. Und das wäre eindeutig das schlechtere Geschäft gewesen.
Also setzte ich mich hin, lud die Aufnahmen von Burhans Kamera auf meinen Laptop und wartete gespannt, was da jetzt auf dem Bildschirm auftauchen würde. Ein bisschen wie Weihnachten… nur salziger. 🎁🌊
Und ja – da war Material dabei, das sich sehen lassen konnte. Nicht auf National-Geographic-Niveau und sicher nicht so perfekt, wie Profis es machen würden, aber absolut passabel. Für die Situation – und mit nur einer Hand paddelnd – war es sogar ziemlich gut.
Kurz gesagt: Ich war zufrieden. Und stolz. Und vielleicht ein kleines bisschen süchtig nach Mantas geworden. 😎🦈💙
Bis zum Abendessen nahmen Ela und ich erst einmal eine Dusche und ruhten uns ein wenig aus. 🚿😌 Auch Ela hatte die majestätischen Mantas gesehen und war völlig hin und weg. Noch Stunden später leuchteten ihre Augen wie zwei LEDs im Nachtmodus.
Beim Abendessen kam es dann zu einem kleinen Eklat – und in diesem Moment war ich rückblickend sehr froh, dass auf der Hinfahrt keine Veganer oder sonstigen Ernährungsspezialkonstruktionen mit an Bord gewesen waren. 😅🥴
Die Suppe wurde serviert, alle wollten gerade anfangen – und schon begannen die drei Veganer misstrauisch darin herumzustochern, als hätten sie einen Verdacht auf versteckten Sprengstoff. Nach kurzem Geflüster und skeptischen Blicken stellte sich heraus: ganz dezente, kaum sichtbare Eieinlage. 🥣👀🥚
Ich ging zu Jun und fragte vorsichtig, ob in der Suppe tatsächlich Ei enthalten sei. Seine Augen wurden groß, dann sagte er leise: „Yes… a little.“
Es war ihm sichtlich unangenehm. Er entschuldigte sich mehrfach und verschwand sofort in der Küche, um für die drei eine vegane Ersatzsuppe zuzubereiten.
Die Veganer waren selbstverständlich beleidigt. Nicht dramatisch – aber mit dieser typischen Haltung von: „Wir hatten ein Prinzip und das Universum hat uns enttäuscht.“ 🙄🌱
Randoll und Stefen nahmen das Ganze recht gelassen. Die Schwedin jedoch war sichtbar genervt. Ihr Gesicht sagte alles: „Wie kann man nur so dumm sein.“
Damit stand das schwedische Paar nun endgültig und unangefochten auf Platz eins meiner persönlichen „Ich kann euch nicht leiden“-Liste. 🏆😈
Nach dem Essen verschwanden Ela und ich direkt in unsere herrliche Kajüte. 🛌🌊 Nicht lange danach fielen uns bereits die Augen zu – der Tag war intensiv, vollgepackt und wunderschön gewesen.
Am nächsten Morgen sollte es weitergehen: Ziel Sanggallo Wasserfall auf der Insel Mojo. Ein ordentliches Stück entfernt – deshalb legte das Schiff in der Nacht wieder Fahrt auf. Die Motoren brummten, das Meer wiegte uns sanft und wir schliefen tief und zufrieden ein. 😴🌙🚢
04. Dezember 2025 – Handyempfang, Kräutertee und der Weg zum Sanggallo-Wasserfall 📶💩🌿💧
Schon beim Aufstehen bemerkten wir, dass wir endlich wieder Handyempfang hatten 📱. Also nutzte ich die frühe Uhrzeit, um wieder ein Stück Reiseblog zu schreiben. Wie schon bei der letzten Tour war ich mal wieder ordentlich hinten dran – nicht nur wegen meiner talentierten Aufschiebe-Disziplin, sondern auch wegen fehlendem Internet.
Elas Magen ging es heute erneut – im wahrsten Sinne des Wortes – beschissen 💩🙄. Als ich Burhan an Bord sah, erzählte ich ihm davon. Er meinte sofort, Ela müsse dringend Tee trinken, und zwar regelmäßig. Uns war schon aufgefallen, dass er jeden Morgen und jeden Abend ein großes Glas davon trank.
Da er die passenden Zutaten wie Ingwer, Knoblauch, Kurkuma und Zitronenkraut dabeihatte 🍋🫚🧄, ließ er flugs von Jun einen Tee für Ela zubereiten. Dazu bekam sie Bananen 🍌 – und wir anderen ein wirklich leckeres Frühstück 🥥🍳🍍.
Dann war es soweit: Wir legten vor der Insel Mojo an und das Beiboot brachte uns an Land 🚤🌴. Leider konnte Ela nicht mitkommen, da sie Angst hatte, unterwegs einen spontanen Notfall zu haben. Und ganz ehrlich: Im Dschungel zu müssen ist sicher ein Erlebnis… aber eher keins, das man erzählen oder wiederholen möchte 😅. Also blieb sie schweren Herzens an Bord. Sie hatte sich auf den Wasserfall gefreut – aber: Shit happens. Wortwörtlich.
Am Ufer angekommen ging es über einen schmalen Pfad hinein in den Dschungel 🌿🪵. Mehrmals überquerten wir einen Bach, balancierten über Steine und Wurzeln und folgten dem Weg immer tiefer hinein ins Grün.
Und dann standen wir davor: dem Sanggallo-Wasserfall. Nicht besonders hoch, aber wunderschön. Wasser, Felsen, Natur – und absolute Ruhe. Und das Beste: Er gehörte uns ganz allein 💧🌺🌿.
Ein kleiner magischer Ort mitten im Nirgendwo.
Money erklärte uns, dass der eigentliche Schwimmpool ein Stück weiter oben lag und man dafür seitlich am Wasserfall hochklettern musste. Genau mein Ding. 🧗♂️😎
Randoll und Penelope trauten sich das nicht zu und sollten solange unten bleiben und dort planschen – zusammen mit einem weiteren Guide, der extra von Bord mitgekommen war.
Wir machten uns also auf den Weg nach oben. Der Weg war schmal, feucht und ein bisschen abenteuerlich, aber genau richtig, um das Gefühl „Dschungel“ nochmal auf Level 2 zu heben. 🌿💦🐒
Kurze Zeit später standen wir vor dem eigentlichen Badegumpen – und der war einfach traumhaft. Ein tiefer Pool, glasklares Wasser, ein Felsen zum Reinspringen und diese besondere Stimmung, die nur Orte haben, an denen die Natur noch unbehelligt ist. Herz, was willst du mehr? 💧💚
Wir schwammen, sprangen, lachten und genossen den Moment – ohne Zeitgefühl, ohne Plan, einfach nur hier und jetzt.
Und tatsächlich – hier passierte etwas, von dem ich nicht sicher war, ob es jemals möglich sein würde: Die Schwedin lachte. 😳 Ein echtes Lächeln. Kein gequälter Blick, kein genervtes Augenrollen. Ihr Typ war an Bord geblieben – vielleicht nicht ganz zufällig.
Gegen Ende unseres Badestopps hörten wir plötzlich Geräusche, die wie fröhliches Jauchzen klangen. Penelope hatte ihren Mut zusammengenommen und war – mit Hilfe des Guides – ebenfalls nach oben geklettert. 🥳🙌
Wir begrüßten sie mit Applaus und sie sprang, plantschte und strahlte, als hätte sie gerade den Olymp erklommen.
Die Zeit verging wie im Flug und irgendwann mussten wir wieder nach unten – schließlich wartete Randoll unten und wollte nicht zum permanenten Wasserfall-Waisenkind werden.
Unten angekommen planten wir noch eine Runde in den unteren Becken, ließen uns vom Wasserfall duschen und hatten einfach nur Spaß.
Herrlich. 🌿💦😊
Als dann alle ihren Spaß gehabt hatten, liefen wir gemütlich durch den Dschungel zurück und fuhren wieder auf unsere Sehat Elona 🚤🌴. Kaum an Bord, wurde ich von Ela mit einem Kuss begrüßt – und natürlich musste ich sofort erzählen, was wir erlebt hatten. Klar war sie ein bisschen neidisch, das hätte ich an ihrer Stelle auch gewesen. 😉💚
Mittlerweile hatte sich ihr Magen wieder etwas beruhigt und so konnte sie zumindest das Mittagessen einigermaßen genießen 🍲🙂.
Da nun wieder eine längere Fahrt anstand – unser nächstes Ziel war die Insel Pedil 🏝️ – verfielen wir alle in einen sehr angenehmen Modus: faulenzen, entspannen, dösen, aufs Meer schauen und zwischendurch mit Burhan quatschen.
Manche lagen an Deck in der Sonne ☀️🛌, andere zogen sich in ihre Kabine zurück, manche starrten einfach in die Weite des Meeres und ließen die Gedanken treiben 🌊🤍.
Es war einer dieser Momente, in denen nichts passieren musste – und trotzdem alles perfekt war.
Gegen Nachmittag erreichten wir schließlich die kleine Insel Pedil. Sie sah aus wie eine Miniatur-Version der Malediven – ein kleines Spiegelei im Meer, in der Mitte Palmen, außenrum türkisblaues Wasser. 🏝️💙
Hier stand Entspannung auf dem Programm: ein bisschen schnorcheln, plantschen im Infinity-Pool und ein Drink an der Bar. Die Jungs von der Crew packten noch einen Volleyball ein – vielversprechende Vorbereitung also. 😄🏐
Kaum waren wir an Land, suchten wir uns erst einmal gemütlich eine Liege. Ich ging als Erster ins Meer, um die Schnorchelbedingungen zu testen – Ergebnis: nichts Besonderes, kein Highlight, kann man machen, muss man aber nicht.
Also wechselten wir zum Pool. Das Wasser war fast schon Badewanne mit Meerblick – warm, weich und herrlich entspannend. 🛁🌅 Ela und ich ließen uns hinein plumpsen und genossen den Moment.
Da inzwischen alle anderen bereits Cocktails in der Hand hatten, ließen wir uns auch welche mixen und begannen genüsslich daran zu nippen 🍹🙂. Ich war gerade auf dem besten Weg, in den Modus „Jetzt noch ein paar Bierchen und Schluss mit Bewegung“ zu rutschen, da begannen die Crew-Jungs mit Beachvolleyball.
Und klar – das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Zack – war ich Teil eines Teams. 🏐🔥
Ich hatte dieses Spiel bestimmt seit über 30 Jahren nicht mehr gespielt, aber erstaunlicherweise fand ich wieder einigermaßen hinein – zumindest so weit, dass ich mich nicht komplett zum Affen machte 🙈. Wir hatten richtig Spaß und lachten uns schlapp.
Leider konnten wir keinen weiteren Passagier motivieren mitzuspielen, aber das störte uns kein bisschen. Nach etwa einer halben Stunde begann mein Körper sich dezent zu melden – eine Mischung aus „Alter, was tust du da?“ und „Fühl dich jung, aber... mit Vorsicht.“ 😅🦴
Natürlich ignorierte ich das komplett und spielte weiter – insgesamt bestimmt eine Stunde. Unser Lachen hallte über die Insel und vermutlich war das der Moment, in dem die Palmen beschlossen, über uns ein Buch zu schreiben.
Irgendwann war es genug. Ich holte mir ein kühles Bier 🍺, setzte mich zu Randoll und Stefen und wir quatschten noch lange entspannt vor uns hin.
Später – es war inzwischen dunkel 🌑 – ging es zurück aufs Schiff. Abendessen, ein zufriedenes „Boah… was für ein Tag“ – und dann direkt ab in die Kajüte. Wir waren ordentlich platt. 😴 In der Zwischenzeit fuhr unser Schiff zum Ankerplatz vor der Insel Kayangan und wir konnten dort noch von unserer Terrasse ein schönes Mondbild schießen.
Morgen stand nochmal Schnorcheln an – und ein Sunrise auf dem Hügel der Insel Kenawa. Danach sollte es weiter zum Hafen von Kayangan gehen, wo unsere Tour endete.
Der Gedanke fühlte sich seltsam an: voller Vorfreude – und gleichzeitig ein bisschen Wehmut.
05. Dezember 2025 – Muskelkater, Sonnenaufgang und der große Abschied 🌅💪🚤
Ela und ich waren – wie fast jeden Tag – wieder früh wach. Wir waren eindeutig die Frühstarter der gesamten Truppe. Während ich den frischen Internetempfang nutzte, um endlich weiter am Reiseblog zu schreiben 📱✍️, saß Ela gemütlich da, trank ihren Kaffee und genoss die Ruhe ☕😌.
Heute stand der letzte Programmpunkt auf dem Plan: Sunrise am Mount Kenawa. Nach und nach krochen auch die anderen aus ihren Pupsmulden – manche wach, manche nur körperlich anwesend 😂. Gerade als das Beiboot startklar gemacht wurde, sahen Ela und ich uns an – und der Blick genügte: Wir bleiben an Bord. Ich hatte Muskelkater praktisch im ganzen Körper, danke Volleyball 💀🏐, und Ela war ohnehin kein Fan von Hügelbesteigungen.
Also tuckerten die anderen los, während wir unser Schiff ganz für uns hatten. Ich schrieb in Ruhe weiter, Ela genoss den Frieden – und den Sonnenaufgang bekamen wir gemütlich vom Deck aus 🌅🤍. Da nach dem Sonnenaufgang noch Schnorcheln auf Kenawa geplant war, dauerte es rund zweieinhalb Stunden, bis alle zurück waren. Diese stille Zeit zu zweit war wunderbar.
Nach ihrer Rückkehr gab es Frühstück 🍳🥥 und anschließend nahmen wir Kurs Richtung Hafen. Doch kurz vor Schluss wurde es nochmal unschön – so richtig unschön.
Wir saßen gerade gemütlich mit Burhan am Tisch, als Money mit gedrücktem Gesichtsausdruck zu uns kam. Er meinte: „I have a problem.“ Wir sahen ihn fragend an – und dann kam die Geschichte:
Die Schweden hatten gestern Abend bei ihm einen Speedboot-Transfer nach Bali angefragt. Money hatte noch am selben Abend über seine Kontakte alles organisiert, sogar so weit, dass die Tickets bereits vorab bezahlt worden waren – knapp 28 € pro Person, völlig fair, wir hatten denselben Preis gezahlt. Die Tickets waren per WhatsApp gekommen, alles war geregelt.
Und heute früh sagten die beiden einfach: Sie wollten sie nicht mehr.
Begründung? Schlechte Bewertungen und irgendein sinnloses Zusatz-Bla-bla. 🙄
Money war am Boden. Er glaubte, er müsse den Betrag jetzt aus eigener Tasche ersetzen 😔. Er versuchte noch, mit den beiden zu sprechen – ohne Erfolg. Eine riesige Sauerei.
Wir überlegten kurz, ob wir helfen oder eskalieren sollten – entschieden uns dann aber, uns rauszuhalten. Bis heute wissen wir nicht, wie es ausgegangen ist, aber die spürbare Kälte zwischen Money und den beiden war greifbar wie Nebel. ❄️🥶
Kurz darauf legten wir im Hafen an. Es war Zeit für Abschied – und der fiel herzlich aus ❤️🤝
Wir verließen das Schiff. Für die meisten war ein Transfer nach Senggigi organisiert, die Fahrzeuge standen bereit. Nur zwei Personen standen verloren am Rand, hektisch tippend auf ihren Handys.
Die Schweden.
Alle Fahrzeuge fuhren los – und sie standen immer noch da.
Geschieht ihnen recht.
Randall und Stefen bekamen ein Taxi 🚖, während Ela, ich, Penelope, Rian und ein Teil der Crew in einem kleinen Bus saßen 🚐. Anfangs war es ruhig – alle müde, erfüllt und gedanklich noch im Ozean.
Doch nach einer kurzen Pause verwandelte sich der Bus plötzlich in eine mobile Karaoke-Bar 🎤🤣. Wir sangen, was das Zeug hielt – und stellten fest: Jun war nicht nur ein fantastischer Koch, sondern auch ein großartiger Sänger. Selbst der Fahrer machte mit. Dass er dabei noch sicher fuhr, bleibt ein Wunder 😆.
Nach über zwei Stunden erreichten wir schließlich das Office des Touranbieters – dort, wo alles begonnen hatte. Die Crew stieg aus, wir verabschiedeten uns ein letztes Mal und wurden anschließend zu unserer Unterkunft, den Senggigi Cottages, gefahren 🏨🌴.
Damit endete diese Reise – und sie hinterließ Spuren: im Herzen, im Kopf und in Form von leicht schmerzenden Volleyballmuskeln.
In unserer Unterkunft angekommen, wurden wir empfangen wie Familienmitglieder, die von einer langen Reise zurückkehren. Herzlich, warm und voller Freude ❤️🤗. Unser Zimmer war bereits vorbereitet und wir zogen wieder ein, als wäre es unser Zuhause. Ein richtig schönes Gefühl.
Den restlichen Nachmittag verbrachten wir damit, Klamotten zu sortieren, einen kleinen Mittagsschlaf einzulegen 😴, Bärbel eine Nachricht zu schreiben, dass wir wieder da waren – und natürlich mit einem Besuch beim Fresh Markt, um Wurst und Brot einzukaufen 🥖🥓.
Währenddessen schrieb Bärbel zurück und fragte, ob wir Lust hätten, uns abends im Square Restaurant zu treffen. Toni, Ulrike, Vicky und Martina würden auch kommen – und zusätzlich zwei neue Deutsche, die gerade auf Lombok eingetroffen waren: Petra und Roland. Wir sagten zu, ohne zu wissen, was uns erwartete.
Wir dachten natürlich: „Alles klar, wir gehen hin, trinken etwas und gut.“
Also vesperten wir erstmal gemütlich unsere Wurst mit Brot, planten gerade einen ruhigen Abend – und machten uns dann kurz vor 19:00 Uhr auf den Weg.
Doch als wir im Square ankamen, wurde uns klar, dass unser Plan sich gerade leise lachend verabschiedet hatte. Da standen alle – Bärbel, Toni, Ulrike, Petra und Roland – und dahinter: ein riesiges Buffet mit allem, was man sich vorstellen kann 🍤🥗🍛🍰.
Bärbel hatte uns kurzerhand noch mit angemeldet. Also gut – Widerstand war zwecklos. Und wie so oft im Leben: Wenn man eh schon schwach wird… dann richtig. So hatten wir nun also wieder drei köstliche Mahlzeiten hintereinander – obwohl wir eigentlich in Senggigi reduzieren wollten. Naja. Theorie und Praxis – alte Feinde. 😂
Der Abend war wunderschön. Wir lachten viel, tauschten Reisegeschichten aus und verstanden uns mit Petra und Roland sofort prächtig 🍻😊.
Irgendwann löste sich die Runde nach und nach auf und es wurde Zeit für den Rückweg. Ela und ich schlenderten zurück zu unserer Unterkunft, fielen ins Bett und machten das einzig Vernünftige nach so einem Tag:
Licht aus. Ende. Gute Nacht. 😴✨























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